Das Autogramm der Schönheitskönigin

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Ignoranz Neid Engherzigkeit

Auch ich habe eine zu beichtende Tat begangen, jedoch ist sie weniger dramatisch und sündhaft. Die Geschichte fand vor zwei Jahren statt - damals studierte ich (m/20) noch Wirtschaft an einer Kantonsschule in St. Gallen (Schweiz). An einem Freitag war gerade Mittagspause, als mich eine Freundin darauf aufmerksam machte, dass im Coop nebenan eine ganz besondere Person Autogramme verteilte. Ich fragte nach dem Star und die Antwort war Miss Schweiz 2011. Ich hatte bis dahin nie großes Interesse an Promigedusel, geschweige denn einen Promi gesehen. Aber sich das Gratisautogramm einer Beautyqueen zu schnappen sprach mich durchaus an, und so machte ich mich hastig auf den Weg, da die Mittagspause bald zu Ende war. Gott sei Dank war die Schlange auch nicht lang. Beim Warten fiel mir ein, dass ich mich noch am selben Tag mit einem Freund namens S. treffen wollte. S. war und ist ein guter Kumpel, doch damals traf ich mich selten mit ihm, da wir beide ständig beschäftigt waren. Spontan kam mir so eine Idee in den Kopf. Immer noch am Grübeln war ich plötzlich an der Reihe und stand zum ersten Mal vor der amtierenden Landesschönheit. Ich muss zugeben, eine Sekunde lang blieb mir der Atem weg. Dann fragte sie mich sanft und kurz: "Für wen?" Eine Sekunde überlegte ich noch, dann antwortete ich: "Für S. bitte."


Am Abend war mein Freund begeistert und bedankte sich für meine Nettigkeit. Natürlich war ich auch froh deswegen. Mittlerweile bereue ich es aber, dass ich diese Erfahrung nicht für mich in bildlicher Erinnerung aufbewahren konnte. Ab und zu schießt mir die Story nochmals in den Kopf, wenn ich zufällig etwas über Promis oder Ähnliches lese. Kann nicht fassen, dass gerade in jener Situation meine Gutmütigkeit hervortreten musste. Mann, wieso nicht zu einem anderen Zeitpunkt? Sorry S., aber auf das Bild hätte mein Name stehen müssen! Sei dankbar dafür. Der einzige Trost ist, dass ich ihr wenigstens persönlich ein Kompliment machen konnte, wie hübsch sie tatsächlich aussieht.

Beichthaus.com Beichte #00033708 vom 05.08.2014 um 00:07:37 Uhr (18 Kommentare).

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Der demolierte Jaguar

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Dummheit Auto & Co.

Ich möchte beichten, dass ich vor einigen Jahren indirekt dazu beigetragen habe, dass der Jaguar meines Stiefvaters demoliert wurde. Als ich eines Abends nach Hause kam, bemerkte ich, dass mein Stiefvater vergessen hatte, an seinem Wagen die Beifahrer-Seitenscheibe hochzufahren. Ich sprach ihn darauf an und er drückte mir den Schlüssel in die Hand und bat mich, das schnell für ihn zu erledigen. Ich ging also wieder vor das Haus und tat wie geheißen, war ja keine große Sache. Ab hier begann jedoch eine unglückliche Verkettung der Geschehnisse. Ich schloss das Fenster und den Wagen wieder ab. Allerdings vergaß ich, die Zündung wieder abzuschalten. Ich fuhr seinerzeit einen alten Benz und kannte mich nicht aus mit Autos, die man per Knopfdruck startet. Das soll aber keine Entschuldigung sein.


Jedenfalls brach die Nacht herein und es fing an zu regnen. Dank Regensensor wischten die treuen Scheibenwischer die ganze Nacht die Scheibe frei, bis zum bitteren Ende der Batterie. Am nächsten Morgen wollte mein Stiefvater dann losfahren, aber das Auto machte keinen Mucks mehr. Ich glaube, wegen der ausgefallenen Elektrik konnte er nicht einmal die Türe entriegeln. Also wurde der Service-Mann von Jaguar gerufen, der die Batterie mittels eines tragbaren Ladegerätes wieder notdürftig lud. Allerdings waren durch den Stromausfall sämtliche Einstellungen gelöscht und ein Teil der vielen elektrischen Helferlein streikte ebenfalls. Also überließ der Jaguar-Mann meinem Stiefvater sein Dienstfahrzeug als Ersatzwagen und wollte mit dem Wagen meines Stiefvaters in die Werkstatt, um die Elektrik wieder fit zu machen. Man verabschiedete sich und ich ging wieder ins Haus. Als der Jaguar-Mann den Rückwärtsgang einlegte, um vom Stellplatz auf die Straße zu fahren, piepte die Einparkhilfe des Autos wie wild. Irritiert muss der Mann nach hinten gesehen haben, und als er nichts sah, war er überzeugt, dass auch die Einparkhilfe einen Schaden von dem Stromausfall davon getragen haben musste. Er setzte also zurück - und zwar mit Schmackes gegen eine Straßenlaterne, die in dem schmalen Heckfenster nicht zu sehen war. Also kleine Ursache - große Wirkung. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00033685 vom 31.07.2014 um 09:38:09 Uhr (4 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Turbulenzen der Extraklasse

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Peinlichkeit Unreinlichkeit Arbeit Flug & Co.

Ich arbeite seit über zehn Jahren für eine große deutsche Fluglinie. Ich habe sofort nach dem Studium mit der Ausbildung zur Verkehrsflugzeugführerin begonnen und habe alle Stufen im In- und Ausland mit Bravour abgeschlossen. Meinen Eigenanteil der Ausbildung habe ich längst zurückbezahlt und habe mittlerweile so viele Stunden in der Luft verbracht, dass ich genug Routine besitze, um alle Situationen zu meistern. Auch von meinen Kollegen werde ich als Frau voll akzeptiert und ich genieße einen hervorragenden Ruf im Unternehmen. Doch was mir vor einigen Wochen passiert ist, kann ich mir selbst nicht erklären. Wir waren auf einem Transatlantikflug und es zeichnete sich ab, dass wir mit Klarluftturbulenzen zu rechnen hatten. Andere Verkehrsflieger hatten Turbulenzen in dem Sektor gemeldet. Ich gab Anschnallzeichen und wir legten auch unsere Gurte an. Eigentlich ist das Fliegen durch Turbulenzen eine willkommene Abwechslung - natürlich ist es nicht angenehm, aber den meisten Piloten macht es Spaß und auch mir machen unruhige Flüge eigentlich nichts aus. Die modernen Maschinen halten die Belastungen problemlos aus und es ist maximal unangenehm aber keineswegs gefährlich. Doch was kurz darauf folgte, war alles andere als Spaß, denn so extrem hatte ich zuvor noch keine Turbulenzen erlebt. Wir sackten 600 Fuß ab, um kurz darauf wirklich hart abgefangen zu werden und im plötzlichen Aufwind wieder stark zu steigen. Dies passierte mehrmals hintereinander gute 20 Minuten lang. Und obwohl wir die Maschine trotz der extremen Strömungen jederzeit voll unter Kontrolle hatten, hatte ich Angst. Was mir noch nie zuvor passiert ist.


Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Nachdem wir diese unruhige Zone verlassen hatten, musste ich in unseren Ruheraum verschwinden, um meinen Slip zu wechseln. Ich hatte mich teilweise so erschrocken, dass ich stoßweise losgepinkelt habe. Und zwar soviel, dass nicht einmal mehr meine Slipeinlage alles auffangen konnte. Als ich später meine vorgesehene Ruhezeit angetreten habe, konnte ich nicht einschlafen, weil das Erlebte mich so aufgewühlt hat. Meinen männlichen Kollegen habe ich von meiner Angst nichts erzählt, obwohl diese auch einstimmig meinten, dass sie solche Turbulenzen noch nicht erlebt hätten. Es tut mir leid, dass ich in einer Situation Schwäche gezeigt habe, obwohl ich eigentlich genau für diese Fälle ausgebildet wurde. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00033683 vom 30.07.2014 um 18:29:11 Uhr (17 Kommentare).

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Die perfektionistische Romantikerin

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Aggression Hass Studentenleben

Ich hasse die Schwester meines Freundes. Sie ist genauso alt wie ich, aber "total erwachsen" und ernst. Mal etwas Dummes oder Albernes anzustellen, geht bei ihr nicht. Ständig ist sie so perfektionistisch und will immer die besten Noten im Studium erzielen. Schlechter […]
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Beichthaus.com Beichte #00033659 vom 26.07.2014 um 14:28:12 Uhr (15 Kommentare).

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“Folge

Affäre mit dem Trainer

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Dummheit Sex Schamlosigkeit Begehrlichkeit

Als ich (w/28) 15 war, trat ich in den örtlichen Kampfsportverein ein und verknallte mich direkt in meinen Trainer. Er war zu dem Zeitpunkt 30. Oft gingen nach dem Training alle zusammen ins Freibad und ich cremte seinen Rücken ein und freute mich, in seiner Nähe […]
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Beichthaus.com Beichte #00033646 vom 23.07.2014 um 23:14:11 Uhr (13 Kommentare).

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