Der NC bei Sozialer Arbeit

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Betrug Ungerechtigkeit Selbstsucht Dummheit Studentenleben

Ich galt schon auf der Realschule als schulmüde. Die Schule war einfach nie so mein Ding. Im Unterricht habe ich kaum mitgemacht und meine Interessen haben sich nicht in Form der Schulsozialisation wiedergefunden. Im Fachabi der elften Klasse wäre ich wegen meiner Fehlstunden sitzengeblieben, allerdings entschied ich mich für einen Fachbereichswechsel in Richtung Sozial- und Gesundheitswesen. Dort fing ich an, mich tatsächlich für den Unterricht zu interessieren. Zwar machte ich immer noch viel Blau, allerdings interessierte es die Lehrer nicht wirklich. In einigen Fächern war ich gut, in anderen "Standardfächern" war ich immer noch genauso schlecht.


Nunja, mein Abschlusszeugnis war durchschnittlich. Ich machte dann ein FSJ, merkte, dass mir der soziale Bereich gut liegt, und wollte studieren gehen. Allerdings gar nicht mal so einfach mit meinem Zeugnis. Ich merkte, dass Soziale Arbeit genau mein Ding ist, allerdings war der NC-Durchschnitt bei 2,1, also probierte ich es mit Ingenieurwesen. Nach zwei Semestern brach ich ab. Aus Verzweiflung habe ich dann mein Zeugnis gefaket und beglaubigen lassen. Alles Weitere war ein Klacks. Ich habe damals gut und viel recherchiert. Ich studiere jetzt im dritten Semester. Ich weiß, dass das, was ich getan habe, hochgradig illegal ist. Ich habe mir unerlaubt Zugang zu einer Hochschule verschafft und dadurch, dass ich reingekommen bin, hat es ein anderer nicht geschafft, was mir persönlich mehr leidtut, als die Urkundenfälschung. Ich möchte mich dafür hier entschuldigen!


Ich habe das System konsequent ausgenutzt, allerdings halte ich eine NC-Reglung, gerade bei Sozialer Arbeit, für völlig hirnrissig. Ich weiß, dass viele sich hier von mir auf die Füße getreten fühlen - frei nach dem Motto: "Ich habe es nicht verdient", allerdings hat das jemand, der sich einklagt, auch nicht und jeder, der die Leistung und Fähigkeiten eines Menschen anhand der Schulnoten abliest, ist für mich ein Dummkopf. Nach dem zweiten Semester war ich Bester meines Semesters. Ich arbeite als Fachtutor und bin ehrenamtlich in der Fachschaft tätig. Ich bin mir auch recht sicher, dass ich nicht auffliege, allerdings verdränge ich die Angst.

Beichthaus.com Beichte #00037177 vom 07.12.2015 um 18:22:40 Uhr (26 Kommentare).

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Hilfe, mein Ex ist selbstmordgefährdet!

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Verzweiflung Begehrlichkeit Selbstsucht Gesundheit

Ich habe mit meinen 25 Jahren schon viel erlebt, vielleicht zu viel. Aufgewachsen bin ich in einer strengen Familie, ab der Grundschule war ich auf einem Mädcheninternat, zwischendurch Beerdigung meines Vaters, kurz darauf meiner Mutter. Mit 16 habe ich dann auch noch meinen einzigen Familienangehörigen verloren, mein Bruder hatte sich mit 19 Jahren den goldenen Schuss gesetzt. Das Internat war nicht mehr bezahlbar und ich kam in eine Pflegefamilie, bis ich 18 war. Dort wurde mir das Leben zur Hölle gemacht, ich möchte nicht beschreiben, was mir damals widerfahren ist.


Ich litt unter Angstzuständen. Seit fünf Jahren gehe ich deshalb regelmäßig in eine Klinik für Personen mit psychischen Schwierigkeiten und habe dort Behandlungstermine. Es konnte mir auch geholfen werden, wofür ich unendlich dankbar bin. Es ist mir gelungen, einen Arbeitgeber zu finden, bei dem ich drei Jahre lang eine Ausbildung machen durfte und auch übernommen wurde. Ich verdiene nicht gut, aber ich komme sehr gut damit zurecht, weil ich nicht ausgehe und auch sonst einen sehr spartanischen Umgang mit Luxusgütern habe, ich brauche das alles nicht.


Vor einem Jahr habe ich einen jungen Mann gleichen Alters im Klinikum kennengelernt. Er war dort zu einer Terminvereinbarung, weil er neu zugezogen war. Er ist selbstständiger Programmierer und arbeitet von zu Hause aus. Wir sind uns dann noch mehrmals begegnet und haben uns dann tatsächlich verabredet. Es war für mich das erste Mal, dass ich so richtig ausgehe und das sogar mit einem Mann. Kurz und knapp, wir wurden ein Paar. Jeder behielt seine eigene Bleibe. Er kommt immer zu mir, da er ungefähr 40 km weit weg wohnt und ich kein Auto habe. Nach und nach erzählte er mir, warum er in Behandlung sei. Er leidet unter starken Depressionen, die ihn oftmals an Selbstmord denken ließen, er hat auch schon einen Versuch hinter sich. In letzter Zeit ist es wieder sehr schlimm mit seiner Krankheit, die immer schubweise kommt. Ich kann ihm kaum eine große Hilfe sein, versuche es aber trotzdem immer wieder. Mit seinen düsteren Gedanken und Momenten der Verzweiflung zieht er mich immer weiter herunter, obwohl es mit meinem Leben eigentlich so schön voranging.


Jetzt hege ich schon ein paar Wochen den Gedanken, ihn zu verlassen. Allerdings brauche ich auch Halt, aber den kann er mir einfach nicht geben. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es wohl mehr eine Zweckbeziehung ist. Gestern habe ich ihm gesagt, dass er wohl doch nicht der richtige Partner für mich ist. Er hat nichts gesagt und hat einfach nur wortlos die Wohnung verlassen. Ich kann ihn seit dem Zeitpunkt nicht mehr erreichen, sein Handy ist abgeschaltet. Jetzt tut es mir wieder sehr leid. Vielleicht war es doch falsch? Kann man mir das verzeihen?

Beichthaus.com Beichte #00037161 vom 04.12.2015 um 13:05:51 Uhr (11 Kommentare).

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“Beichte

Ich vermisse einen anderen Mann

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Selbstsucht Falschheit Begehrlichkeit Internet Partnerschaft

Ich (w) bin seit ein paar Monaten mit meinem Freund verlobt und überglücklich mit ihm. Wir sind seit über einem halben Jahrzehnt zusammen und wohnen auch seitdem zusammen, wir lieben uns beide wirklich sehr und eigentlich kann ich mir keinen besseren Mann für mich vorstellen. Nun habe ich seit September eine Internetbekanntschaft gemacht und mich sehr gut mit ihm verstanden. Ich habe sehr viel mit ihm geschrieben, so ging es den ganzen Tag, egal wo ich war - ob auf der Arbeit, auf der Couch, morgens nach dem Aufstehen im Bett. Irgendwann fing er mit Komplimenten an, nachdem ich ihm Bilder von mir geschickt hatte und auch er war von den Fotos her für mich unheimlich anziehend, genau mein Typ. Eine Mischung aus dem Mann, der mich entjungert hat, meinem letzten Ex-Freund und meinem Verlobten, sowohl vom Aussehen als auch von der Art her, was mich einfach umgehauen hat. Seine Stimme finde ich auch unheimlich geil.


Ich habe mich aber in die Sache immer mehr reingesteigert, mir Fantasien mit ihm vorgestellt und mich auch selbstbefriedigt, mit dem Gedanken an ihn. Irgendwann fingen wir sogar an über das Thema Sex zu schreiben, was man selbst mag oder generell, was wir für Fantasien haben. Es war eine schöne Zeit. Ich habe durch diesen Menschen einfach ein unheimliches Selbstbewusstsein bekommen, fand mich toll und habe mich von einer ganz anderen Seite sehen können. Das hat mir sehr gefallen. Nun hat mein Verlobter erfahren, dass ich mit ihm so intensiv geschrieben habe und es hat ihn logischerweise sehr verletzt, das hatte ich aber zuerst einfach nicht verstehen können. Wenn ich mir nun aber vorstelle, wie ich mich an seiner Stelle gefühlt hätte, dreht sich mir der Magen um.


Daher habe ich ihm das Versprechen gegeben, diesem Menschen nicht mehr zu schreiben und das Versprechen ist nun genau zwei Wochen her. Ich habe ihm wirklich nicht geschrieben, obwohl ich es unbedingt will, aber das Versprechen meinem Verlobten gegenüber ist mir doch wichtiger als mein eigener Egoismus. Das hält mich zurück. Aber dennoch, trotz des Fakts, dass mein Kopf versteht, dass ich etwas falsch gemacht habe, muss ich immer noch tagtäglich an den anderen Mann denken und dies geht einfach nicht weg, egal was ich tue. Ich beichte hiermit, dass ich mich für meine Gedanken hasse, mich auch dafür hasse, meinem Verlobten so etwas anzutun bzw. angetan zu haben. Ich zeige definitiv Reue und versuche alles, um es bei ihm wiedergutzumachen. Dennoch muss ich auch zugeben, wenn ich schon so ehrlich bin, dass es seitdem wieder besser bei uns beiden läuft.


Wir halten wieder vermehrt Händchen, verbringen viel mehr Zeit miteinander als sowieso schon und generell ist er sehr viel wärmer mir gegenüber geworden und ruft mich über den Tag auch viel öfter an und sagt auch öfter, dass er mich vermisst, liebt und dass ich die Einzige für ihn bin. Das Problem ist dadurch aber nicht aus der Welt geschafft, ich bin ein schrecklicher Mensch. Es wird viel Zeit brauchen, bis dies tatsächlich vergessen ist und ich hoffe, ich höre irgendwann endlich auf, diesen Menschen zu vermissen und kann, wie zuvor, wirklich nur noch meinen Verlobten vermissen. Ich bitte um Vergebung für mein Fehlverhalten, aus dem ich aber etwas gelernt habe - vor allem nämlich, wie wichtig mir mein Verlobter ist.

Beichthaus.com Beichte #00037158 vom 03.12.2015 um 14:50:32 Uhr (19 Kommentare).

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Warum sollte ich abschreiben?

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Falschheit Selbstsucht Betrug Studentenleben

Ich beichte hiermit, dass eine Studentin wegen mir durch eine Prüfung gefallen ist. Sie studiert BWL und in ihrem Studiengang ist es Pflicht, ein Englisch-Sprachzertifikat zu machen. Ich studiere etwas anderes und dieses Sprachzertifikat ist keine Pflicht in meinem Studiengang. Da es aber auf dem Abschlusszeugnis und im Lebenslauf besser aussieht, wenn man Englischkenntnisse auf wissenschaftlichem Niveau nachweisen kann, wollte ich es machen. Ich habe teilweise von ihr abgeschrieben, ohne dass sie es gemerkt hat. Es kam raus, dass wir zum Teil die gleichen Antworten hatten und wir wurden vom Vorsitzenden des Englischlektorats zum Gespräch gebeten. Ich sagte: "Warum sollte ich abschreiben, wenn ich das Zertifikat doch gar nicht für mein Studium brauche?"


Das klang für den Vorsitzenden scheinbar total logisch, und da es bei ihrem Studiengang Pflicht war, es zu machen, glaubte er daher, dass sie abgeschrieben hat. Schließlich habe ich bestanden und sie ist durchgefallen. Da hatte ich schon schlechtes Gewissen, da ich das Zertifikat eh nicht brauche, sie aber schon. Nur um das klarzustellen: Ihr Studium ist dadurch nicht vorbei, man kann die Prüfung beliebig oft wiederholen. Sie muss sie halt nur im nächsten Semester erneut machen. Wäre es so, dass man die Prüfung im gesamten Studium nur ein Mal hätte schreiben dürfen, und sie ihr Studium deshalb nicht geschafft hätte, dann hätte ich sofort zugegeben, dass ich abgeschrieben habe.

Beichthaus.com Beichte #00037132 vom 29.11.2015 um 00:31:29 Uhr (18 Kommentare).

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Lahme Rentner auf dem Weihnachtsmarkt

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Engherzigkeit Feigheit Maßlosigkeit Selbstsucht

Ich (m/24) war nie ein Geduldsmensch. Oft kann ich mich gerade so beherrschen, aber in Tagen wie diesen geht das einfach nicht. Jetzt, wo die Innenstädte wegen der Weihnachtsmärkte überlaufen sind, kommt man kaum noch voran. Wenn da eine Gruppe Rentner sich vor mir mit Schneckengeschwindigkeit fortbewegt, kann es mal passieren, dass ich welche anrempeln muss. Ich bin schließlich von Natur aus ein schneller Geher. Oft bekomme ich deswegen Schimpfwörter an den Kopf geschmissen, aber mir ist das egal. Die alten Knacker laufen ja keinem hinterher. Jedenfalls habe ich es heute ein wenig übertrieben.


Zwei ältere Damen um die 40 Jahre störten meinen Gehfluss enorm. Rein aus Gewohnheit habe ich mich dann durchgerempelt, was leider schwere Folgen hatte. Die gute Frau fiel unglücklich auf dem frostigen Boden. Als sie aufschrie, schaute ich nach hinten, konnte mich aber nicht dazu überwinden, ihr hochzuhelfen oder mich wenigstens zu entschuldigen. Ein älterer Herr hat mich noch als Rüpel beschimpft, weil ich dann feige weiterging. Okay, ich sehe ein, dass ich das nicht hätte tun sollen. Jedoch stehen auch die Damen in der Schuld, da diese mit ihrem Schlendern so etwas quasi provozieren. In Zukunft werde ich in überlaufenen Innenstädten einfach locker lassen, wenn es mal nicht vorangeht. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00037129 vom 28.11.2015 um 20:46:35 Uhr (24 Kommentare).

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