Meine Haare sind mein Kapital

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Unreinlichkeit Ignoranz Gesundheit Tiere

Ich bin weiblich, 24 Jahre alt und habe Albinismus. Meine fast schneeweißen Haare sind über 1m lang und sehr voll, aber fein. Ich habe früher kleinere Haarmodeljobs gehabt und bin wahnsinnig stolz auf meine außergewöhnliche Haarpracht. Ich bin nicht besonders zufrieden mit meinem Aussehen, obwohl man mir sagt, dass ich sehr hübsch sei, doch leider habe ich kein allzu großes Selbstbewusstsein - wohl auch, weil ich oft wegen meines Albinismus gemobbt wurde.
Es vergeht kein Tag, an dem ich kein Kompliment für meine Haare bekomme. Erst heute in der Uni wurde ich von zwei mir unbekannten Kommilitonen darauf angesprochen. Feengleich sähe ich aus, wie ein Mensch von einem anderen Stern. Ich liebe meine Haare, wie sie glitzernd meinen Rücken hinabfließen und alle Blicke auf sich ziehen. Meine Haare sind mein Kapital, Quelle meines Selbstwerts. Sie sind so lang und gesund. Ich verwende viel Zeit für ihre Pflege, habe sie nie gefärbt oder mehr als die Spitzen geschnitten, benutze keinen Föhn und niemals Silikonprodukte.


Hiermit beichte ich, dass ich mich vor sechs Jahren bei einem freiwilligen sozialen Jahr in der Grundschule mit Läusen angesteckt habe, die ich bis heute nicht losgeworden bin. Ich habe jedes auf dem Markt verfügbare Mittel ausprobiert und mich an die Anleitungen gehalten, ich habe einen teuren elektrischen Läusekamm gekauft, alle Hausmittel wie Olivenöl versucht und mich unzählige Male ärztlich beraten lassen - aufgrund der Haarlänge werde ich sie einfach nicht los. Ich versuche, den Befall in Schach zu halten, indem ich täglich ein Läuseshampoo auf Kokosölbasis verwende, meine Haare mit einem Nissenkamm bürste und einmal wöchentlich ein insektizidhaltiges Produkt verwende, um die Biester zu töten. Sie kommen immer wieder. Ich weiß, die einzige Möglichkeit die Läuse loszuwerden wäre ein Kurzhaarschnitt, doch ich bringe es nicht übers Herz, meine wundervollen Haare abzuschneiden. Ich würde auf einen Schlag das verlieren, was mir an meinem Körper am wertvollsten ist, das einzige, was ich wirklich an ihm liebe. Niemand auf dieser Welt hat wohl Haare wie ich, sie machen mich zu etwas Besonderem.


Also versuche ich, die Zahl der Plagegeister so gering wie möglich zu halten. Ich passe höllisch auf, niemanden anzustecken - kein Mensch schläft je bei mir, ich sauge täglich und verwende Anti-Läuse-Waschmittel, umarme niemanden und halte einen gewissen Sicherheitsabstand. Noch nie hat jemand mein Geheimnis bemerkt. Ich bin verzweifelt und schäme mich - und hiermit schwöre ich, dass ich, sollte mir je ein Mensch in meinem nahen Umfeld erzählen, dass er sich irgendwo Läuse eingefangen habe, mir eine Glatze rasieren und alles beichten werde. Längst habe ich die Hoffnung aufgegeben, der Plage Herr zu werden. Und doch kann ich mich nicht von meinen Haaren trennen, so erbärmlich es ist.

Beichthaus.com Beichte #00030030 vom 04.06.2012 um 16:40:51 Uhr (55 Kommentare).

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Ohrenschmalz

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Ich habe eine Vorliebe für Wattestäbchen. Ich gehe richtig tief ins Ohr auf der Suche nach riechendem Ohrenschmalz. Falls ich in meinen meist trockenen Ohren, fast kein Schmalz vorhanden, da ich es schon seit Jahren praktiziere, doch wieder mal ein mit Ohrenschmalz getränkter Wattebausch heraushole, freue ich mich wie ein kleines Kind. Wenn es dann noch ähnlich wie Eiter riecht ist es das Größte für mich. Ich rieche dann genüsslich an dem Wattestäbchen. Später halte ich es meiner Freundin vors Gesicht und frage Sie immer voller Erwartung, ob Sie auch mal dran riechen möchte? Sie sagt dann immer ich sei ein Schwein und Neurotiker. Nun meine eigentliche Beichte: Seit etwa 3 Monaten habe ich einen jungen Kater und wenn er mein gebrauchtes Wattestäbchen sieht, stürzt er sich darauf und kaut darauf rum. Für mich ist das dann eine Genugtuung und es lässt mich eine tiefe Verbundenheit spüren!

Beichthaus.com Beichte #00030002 vom 19.05.2012 um 20:54:43 Uhr in 8003 Zürich (Hardstrasse 12) (33 Kommentare).

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Der miese Rentner aus meinem Dorf

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Ich (m/27) habe vor fast zehn Jahren etwas getan, was fast derbe übel ausgegangen wäre. Wir haben damals mit unserer Familie in einem Dorf in der Nähe von Delmenhorst bei Bremen gewohnt. In dem Ort lebte ein Rentner, der echt mies drauf war. Er war mit allen seinen Nachbarn bereits vor Gericht und ihm war der Führerschein abgenommen worden, weil er mehrfach betrunken Auto gefahren ist. Leider war noch niemand auf die Idee gekommen ihm mal seine Jagdwaffen abzunehmen. Irgendwann hat er dann die Katze meiner Freundin erschossen, weil sie angeblich in seinem Wald gewildert hatte. Die Aktion war auch von daher besonders übel, weil sie die Katze von klein auf hatte und praktisch mit ihr groß geworden ist. Mein Bruder musste mich damals festhalten das ich nicht hinrenne und den Typen umhaue. Zuerst wollte ich sein Auto anzünden, aber in der Wut plant man vieles, ich hätte es besser machen sollen.


Also habe ich mir überlegt, dass ich auf mehreren Plattformen für Homosexuelle seinen Wald als echt geilen Treffpunkt anpreise. Ich war bestimmt mit vierzig verschiedenen Namen in irgendwelchen Internetforen unterwegs. Drei Wochen später haben sich dann wohl auch wirklich welche in seinem Wald getroffen. Dieser Wahnsinnige hat tatsächlich auf die geschossen und auch noch seinen Hund raufgeschickt. Obwohl er jemanden angeschossen hatte, war er so dreist nicht den Krankenwagen zu rufen, sondern erst einmal die Polizei. Währenddessen hat er sie wohl daran gehindert wegzulaufen. Die Polizei hat ihn dann wegen schwerer Körperverletzung verhaftet und ihm wurden die Waffen abgenommen. Der Ortsverein einer bekannten konservativen Partei hat ihn auch rausgeworfen. Seinen Hund durfte er aber behalten, obwohl er ihn auch als Waffe genutzt hat. Ich weiß nicht genau, welche Schussverletzungen sie hatten, es hieß damals im Ort, dass er einem der beiden ins Bein geschossen hat. Der Hund soll auch zugebissen haben. Auf jeden Fall hätte das sehr schief gehen können und ich schäme mich bis heute dafür, dass ich so unüberlegt und gleichgültig in meiner Wut gehandelt habe.

Beichthaus.com Beichte #00029997 vom 15.05.2012 um 16:07:19 Uhr in Delmenhorst (26 Kommentare).

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Der Haargummi und die Katze

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Ich (w/23) möchte beichten, dass ich ein Haargummi um Schwanz und ein Hinterbein meiner Katze gebunden habe während sie schlief. Nach einigen Minuten ist sie dann aufgestanden und hat dann im Sprung vom Bett gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Sie drehte sich mehrmals im Kreis und versuchte das Haargummi mit Lecken von ihrem Bein loszuwerden, was ihr dann auch irgendwann gelang. Es tut mir Leid, dass ich Tränen gelacht und mich auf Kosten meiner Katze köstlich amüsiert habe.

Beichthaus.com Beichte #00029892 vom 27.03.2012 um 20:30:55 Uhr in Reichenbach (26 Kommentare).

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Vogelsuppe

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Waghalsigkeit Unfall Tiere

Ich möchte beichten, dass ich indirekt Schuld am Tod unseres Kanarienvogels bin. Das ist jetzt schon einige Jahre her trotz allem erinnere ich mich daran. Ich war damals mit der Aufgabe betraut den Käfig des Vogels sauber zu machen. Dummerweise habe ich die Tür des Käfigs offen gelassen. Der Geier hatte nichts besseres zu tun als in die Küche zu fliegen sich auf den Rand eines Topfes zu setzen, welcher übrigens mit Suppe gefüllt und ordentlich am Kochen war. Den Rest kann man sich denken. Augenscheinlich ist dieser Vogel in einem Anflug von Tollpatschigkeit in den Topf geplumpst. Als wäre das nicht schon schlimm genug, hat es keiner mitbekommen. Die Köchin (meine Großmutter) hat den Deckel drauf gemacht die Suppe noch ein wenig köcheln lassen und dann aufgetischt. Welch ein Anblick beim Familienessen. Es tut mir Leid um den armen Vogel. Mein Bruder hat sich natürlich herrlich darüber amüsiert. - Der Rest der Familie nicht.

Beichthaus.com Beichte #00029888 vom 26.03.2012 um 16:49:21 Uhr (12 Kommentare).

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