Das verquere Weltbild

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Dummheit Ignoranz Engherzigkeit Bahn & Co. Halberstadt

Das verquere Weltbild
Aufgrund des tragischen Zugunglücks in Santiago de Compostela in Spanien ist mir kürzlich eine Situation aus meiner Kindheit eingefallen. Ich weiß nicht mehr genau, wann das Zugunglück von Eschede genau war, aber ich erinnere mich, wie ich davon erfuhr. Ich (1989 geboren) saß zu dem Zeitpunkt bei meinen Großeltern auf dem Teppich und sah mit ihnen die Abendnachrichten. Meine Großeltern waren natürlich bestürzt, als sie von der Tragödie erfuhren, ich für meinen Teil fand es jedoch toll, dass so viele Menschen gestorben sind. Und dass nur, weil ich am Tag zuvor irgendwo aufgeschnappt hatte, dass es immer mehr Menschen auf der Welt gäbe und dass die Erde das nicht länger verkraften könne. Ich bitte um Vergebung für meine damalige Engherzigkeit, glaube aber daran, dass es einfach am Alter lag. Und im Grunde wollte ich mit meinem verqueren Weltbild nur das Beste für die Welt.

Beichthaus.com Beichte #00031681 vom 01.08.2013 um 14:31:43 Uhr in 38820 Halberstadt (Straße der Opfer des Faschismus 29) (19 Kommentare).

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Die besoffene Alte

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Ignoranz Trunksucht Vorurteile Last Night

Ich (w/19) arbeite neben dem Studium abends als Bedienung in einem Restaurant. Als ich letztens kurz vor Feierabend noch eine rauchen ging, fiel mein Blick auf eine besoffene Alte, die wohl ein Stück neben dem Restauranteingang auf den Bürgersteig strullern wollte und vor lauter Schreck umfiel, als ich rauskam. Da lag sie also und konnte sich nicht berappeln, ihr dicker weißer Hintern leuchtete im Licht. Ich habe ihr nicht aufgeholfen. Das tut mir im Nachhinein schon leid, schließlich hätte etwas passiert sein können, aber ich wollte ihr weder die bepisste Hose wieder anziehen, noch ihre alte Vulva aus der Nähe sehen. Stattdessen stand ich dort mit dem Vater meines Chefs und beobachtete die Alte, die wohl um die sechzig war, wie sie nach und nach aufstand, sich anzog und ein Stück davonwankte. Kurze Zeit später hielt ein Auto und holte sie ab. Da heißt es immer, Jugendliche wären die ekelhaft besoffenen Asozialen, die in ihrer Trunkenheit nichts mehr können. Menschen wie diese Frau beweisen, dass das so nicht unbedingt stimmen muss - in dem Alter sollte man, meiner Meinung nach, mit Alkohol umzugehen wissen.

Beichthaus.com Beichte #00031666 vom 29.07.2013 um 14:12:42 Uhr (18 Kommentare).

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Die Katze im Radkasten

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Ekel Morallosigkeit Ignoranz Auto & Co. Tiere

Ich (w) habe die Katze meines Nachbarn überfahren. Mein Wagen ist im Moment in der Werkstatt. Für diese Zeit habe ich vom Autohaus ein wesentlich stärkeres Fahrzeug gestellt bekommen. Wie das so ist, probiert man natürlich auch mal aus, was das Auto "so kann". Dummerweise ist mir im Wohngebiet die Katze des Nachbarn vor das Auto gerannt. Ich bin zwar wahrlich kein Katzenfreund, aber das Ganze tut mir schon irgendwie leid. Ich war leider wesentlich zu schnell und wurde kurz vor dem Unfall von anderen Nachbarn gesehen. Deshalb werde ich jetzt weder dem Nachbar noch der Polizei Bescheid geben. Das Auto hat glücklicherweise keinen Schaden. Jetzt kommt der unappetitliche Teil. Im linken Radkasten auf der Innenseite hängt immer noch das Vieh. Wenn man nicht ganz genau hinschaut, sieht man es nicht. Es ist zum Glück auch kein Blut zu sehen. Ich beichte, dass ich aus Angst vor den Konsequenzen meiner Dummheit dem Vorfall verschweigen werde und das Auto morgen, so wie es ist, zurückgeben werde. Sollte jemandem das tote Tier auffallen, werde ich eine auf ahnungslos machen.

Beichthaus.com Beichte #00031661 vom 28.07.2013 um 12:23:08 Uhr (35 Kommentare).

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Das Karma ausgleichen

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Falschheit Ignoranz Hochmut

Ich gehe gerne gegen neun Uhr morgens einkaufen, weil dann auch viele Rentner ihre Einkäufe erledigen. Viele der älteren Damen kommen nicht an die hohen Fächer und ich helfe ihnen dann. Allerdings nicht uneigennützig, denn mit diesen Taten gleiche ich mein "Karma" wieder aus. Normalerweise laufe ich nämlich durch die Innenstadt und verarsche die Vegetarier und Öko-Faschisten.

Beichthaus.com Beichte #00031598 vom 15.07.2013 um 09:26:39 Uhr (16 Kommentare).

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Meine Mutter, der Messie

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Ignoranz Verzweiflung Sucht Maßlosigkeit Familie Bietigheim-Bissingen 74321

Meine Mutter ist ein Messie. Angefangen hat alles, als mein Vater und meine Mutter sich trennten. Ich war noch klein, ging gerade erst zur Grundschule. Es gab schon immer heftige Streitereien zwischen meinen Eltern. Denn einer war immer zu ordentlich, während der andere diese Ordnung einfach nicht verstehen konnte. Dabei ist sie extrem pingelig, was Sauberkeit angeht! Mein Vater verließ uns dann und meine Mutter war ganz alleine mit meinem Bruder und mir. Ihre Verwandten aus Russland sind nämlich alle dort geblieben, während mein Vater seine Familie in Deutschland hatte. Es fing langsam an und häufte sich dann immer mehr. Natürlich fiel es mir auf, aber ich dachte mir nichts dabei. Nach der Renovierung meines Zimmers blieben alle Sachen im Wohnzimmer liegen, die Küche wurde dreckiger und irgendwann warf sie nicht einmal die abgelaufenen Lebensmittel weg.


An einem Tag, als ich beschloss, ihr einen Gefallen zu tun und die Küche zu putzen, kam sie von der Arbeit und schrie mich zusammen, dass ich gefälligst alles wieder aus der Mülltonne holen sollte. Ich rannte davon, aus Angst, sie könnte noch wütender werden. So ging es, bis ich kurz vor meinem Realschulabschluss stand. Jeden Tag stritt ich mit ihr darüber. Ich konnte nicht mehr. Mein Bruder mischte sich nicht ein. Nach vielen Versuchen, Ordnung in die Wohnung zu bekommen und sogar, nachdem ich das Jugendamt anrief, änderte sich nichts. Eine "Messie-Expertin" ließ uns im Stich, aber wir versuchten trotzdem alles. Irgendwann eskalierte es und sie meinte, ich solle doch zu meinem Vater ziehen, wenn alles so schlimm wäre. Ich packte sofort meine Sachen und die neue Wohnung war purer Luxus für mich. Doch nun, da auch seit einem Jahr mein Bruder ausgezogen war, ist sie allein in der vollgestellten Wohnung. Erneut haben wir versucht, ihr zu helfen - wieder ohne Erfolg. Nun lebe ich tagtäglich mit einem schlechten Gewissen. Ich habe sie im Stich gelassen und ignoriert - allerdings mit der Angst, dass sie von einer Brücke springen könnte. Ich fühle mich schuldig, da ich jeden Tag daheim bin und sie alleine in dieser Wohnung versauert. Aber ich habe es aufgegeben, ihr helfen zu wollen. Meine Beichte ist also, dass ich die Hoffnung, meiner Mutter helfen zu können, jeden Tag ein bisschen mehr verliere.

Beichthaus.com Beichte #00031585 vom 12.07.2013 um 00:34:28 Uhr in Bietigheim-Bissingen 74321 (13 Kommentare).

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