Falschparker vor einem Behindertenheim

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Rache Zorn Boshaftigkeit Zivi & Bund Auto & Co.

Ich (m/25) war die letzte Generation Zivi. Meinen Dienst habe ich in einem Behindertenheim als Fahrer abgeleistet. Vor besagtem Heim waren an die zehn Parkplätze für die Angehörigen und Besucher. Jetzt zu meiner Beichte: Ich hasse all die Leute, die sich einfach auf die Parkplätze gestellt haben, um shoppen zu gehen oder anderweitige Besorgungen zu erledigen. Selbst die Parkverbotszone, wo ich die Bewohner bei Ausflügen und Ähnlichem normalerweise rausgelassen habe, waren oft zugeparkt, was dazu führte, dass sie gezwungen waren, über die Straße zu laufen, um in das Heim zu kommen. Ich war irgendwann so erbost über diese Menschen, dass ich mir kleine, schwarze Aufkleber gekauft, und diese an den Sensoren der Autos angebracht habe. Jedes Mal beim Ausparken hat es gepiept, wie verrückt. Eigentlich haben sie es nicht anders verdient, aber als ich letztens die Schachtel mit den Aufklebern wiedergefunden habe, ist mir aufgefallen, dass ich wohl über 400 Autos beklebt habe. Und irgendwie habe ich schon ein schlechtes Gewissen, insbesondere weil ich nicht weiß, wie viele Leute ihre Sensoren deswegen ausgetauscht haben.

Beichthaus.com Beichte #00037680 vom 23.02.2016 um 13:11:25 Uhr (5 Kommentare).

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Der Tod meines Kaninchens

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Boshaftigkeit Verzweiflung Mord Tiere

Ich habe vor Kurzem eines meiner Kaninchen mit einer Schaufel erschlagen. Es wollte nicht mehr fressen und sein Kopf war ganz beulig. Ich hatte Angst davor, mit ihm zum Tierarzt zu gehen, deswegen habe ich es mit einem Tuch bedeckt und getötet.
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Beichthaus.com Beichte #00037677 vom 23.02.2016 um 02:53:24 Uhr (39 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mandy und die Stasi-Oma

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Vorurteile Engherzigkeit Boshaftigkeit

Mandy und die Stasi-Oma
Ich (m/27) bin in der Nähe von Hannover groß geworden. Nach der Ausbildung habe ich weiterhin in meinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet. Ich sah keine Aufstiegsmöglichkeiten (Familienbetrieb) und es gab deutschlandweit nur wenig Stellen in meinem Ausbildungsberuf. Vor zwei Jahren hat mich mein Chef zu einem Gespräch gebeten und teilte mir mit, dass ich in einer anderen Filiale hoch aufsteigen könne. Diese liegt in einer Stadt, deren Name mir zwar bekannt war, ich aber ich dachte, sie würde in Baden-Württemberg liegen. Diese Chance wollte ich natürlich nicht ungenutzt lassen uns sagte halb zu. Später suchte ich die Stadt im Internet und landete in Ostdeutschland. Ich gab die gleiche Stadt noch einmal mit dem Zusatz "Baden Württemberg" ein. Kein Treffer. Nachdem ich noch andere Schreibweisen ausprobiert habe, habe ich akzeptiert, dass die Stadt wohl doch im Osten liegt.

Da mir meine Arbeit wirklich schon zu eintönig war, habe ich trotzdem zugesagt. Schon bald ging es nach Ostdeutschland. Ich habe mir eine kleine Wohnung in einem Dreifamilienhaus gemietet. "Wenigstens günstige Mieten hier", dachte ich völlig frustriert. Am Tag des Umzugs schaute eine ältere Dame aus dem Fenster, die ich schon nach wenigen Minuten "Stasi-Omi" taufte. Nachdem ich alle Möbel eingepackt hatte, klingelte es an der Haustür. Es war die Omi von eben. Sie lud mich auf Kaffee und Kuchen ein. Ich lehnte ab und sagte ihr, ich sei zu müde vom Umzug. Die erste Arbeitswoche überlebte ich erstaunlich gut. Am Wochenende wollte ich wieder in meine Heimat fahren, aber mein Auto streikte. Da schaute die Omi aus dem Fenster. Ich war auf 180, öffnete die Motorhaube und murmelte "Ja, guck nicht so doof, Stasi-Omi."

Kurz darauf verließ sie das Fenster und kam aus der Haustür raus. Sie erzählte mir, dass sie damals in der DDR mit Autos gearbeitet hätte und ihr Vater etwas vorlaut war und sie deswegen nicht studieren konnte. Sie fand heraus, dass es an einem oxidierten Massekabel lag. Sie holte ihr Auto und schleppte meinen Wagen in die Werkstatt. Ich war sehr überrascht über so viel Hilfsbereitschaft und bekam das schlechteste Gewissen meines Lebens. Ich lud sie am Tag darauf auf einen Kaffee ein und holte Kuchen beim Bäcker. Sie erzählte mir, dass ihre Enkeltochter Mandy am nächsten Tag zu Besuch kommt, und fragte mich, ob ich Lust hätte, auch vorbeizukommen. Da mein Gewissen immer noch nicht das Beste war, sagte ich zu, obwohl ich die Situation komisch fand.

Ich zog am Tag darauf nicht gerade meine besten Klamotten an, da ich mir von einer "Mandy" nicht allzu viel erwarte. Ja, da waren sie wieder, meine Vorurteile. Meine Nachbarin öffnete mir die Tür, wir unterhielten uns ein wenig und warten auf diese Mandy. Es klingelte und da stand sie, die Mandy. Wow, so eine beeindruckende Frau: Hüftlange knallrote Haare, grüne Augen, super Figur und nicht zu vergessen ist das schönste Gesicht, das ich je gesehen habe. Sie strahlte mich an und fragte mich ganz frech, ob ich sie denn gar nicht reinlassen möchte. Ich stammelte irgendwas und wir saßen nun gemeinsam am Tisch. Wir haben uns gut unterhalten. Dann musste Mandy nach Hause und ihre Oma fragte mich, ob ich verstehen könne, dass dieses Mädchen noch Single ist. Nein, das konnte ich wirklich nicht. Diese Frau ging mir nicht aus dem Kopf. An einem Tag traf ich sie im Treppenhaus und sie fragte mich, ob sie mir mal die Altstadt zeigen dürfte. Spontan ging ich mit.

Die Architektur war beeindruckend und ich verliebte mich, und zwar nicht nur in die Stadt. Sie war nicht nur verdammt heiß, sondern ich mochte auch ihre humorvolle, freche und irgendwie auch tiefgründige Art. Ein weiterer Pluspunkt: Sie ist Krankenschwester. Und wie auch immer habe ich es geschafft, dass Mandy nun mit mir zusammen ist. Ich finde sie immer noch so beeindruckend, an ihren Namen habe ich mich auch gewöhnt und ich möchte gar nicht mehr aus dieser Stadt weg. Meine anfänglichen Vorurteile tun mir leid, dabei hat auch der Osten verdammt viel Positives zu bieten.

Beichthaus.com Beichte #00037668 vom 22.02.2016 um 15:44:08 Uhr (22 Kommentare).

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Verhütung ist doch nicht schwer!

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Vorurteile Zorn Boshaftigkeit Engherzigkeit

Vor einiger Zeit kam in den Nachrichten, dass ein zweijähriger Junge verhungert ist. Wahrscheinlich war die neunfache Mutter überfordert. Ich habe so etwas von kein Verständnis für ungeplante Schwangerschaften (außer, wenn man trotz Verhütung schwanger geworden ist, passiert ja auch mal, siehe Pearl Index). Aber bums bums bums, ohne sich Gedanken zu machen und Kinder dann leiden zu lassen - das geht gar nicht und so jemand sollte kein weiteres Kind behalten dürfen. Außerdem, was ist so schwer daran, zu verhüten? Kostet wohl nicht die Welt - und wenn man nicht so viel Geld hat, dann muss man halt die Zigaretten weglassen. Und wer nicht mal das Geld für ein Gummi hat, der darf halt keinen Sex haben. Ich wüsste nämlich nicht, dass man Sex zum Überleben braucht.


Ich genieße meinen Sex (mit Verhütung) genauso, aber ich tue etwas für mein Geld. Dass problembehaftete Eltern oft so viele Kinder haben, ist eigentlich Ironie des Schicksals. Ich beichte auch, dass ich durchaus dafür bin, Bedürftigen eine sichere Verhütung zu bezahlen - aber im Gegenzug auch für Sanktionen bin, wenn beispielsweise eine langzeitarbeitslose Familie das sechste Kind bekommt und sich wieder einmal alles bezahlen lässt. Wenn die Familie genug verdient, habe ich kein Problem mit Großfamilien - auch wenn es für mich selbst nichts wäre, da ich bei mehr als fünf Kindern einfach denke, ich kann nicht jedem gerecht werden.

Beichthaus.com Beichte #00037653 vom 20.02.2016 um 20:31:52 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Ihr seid wertlos!

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Ungerechtigkeit Zorn Schule

Mir (w/42) reicht es. Wir sind vor vier Monaten umgezogen, es ging aus beruflichen Gründen leider nicht anders, als in einen 600 Kilometer entfernten Ort zu ziehen. Für unseren jüngeren Sohn (12) hieß das natürlich: Er muss in eine neue Schule, er muss sich neue Freunde suchen. Unser Sohn ist ein sehr offener Mensch, der gerne auf andere zugeht. Leider hat er nie Gehbehinderung, und manche Kinder geben anderen nun mal gar keine Chance. Er wurde bereits innerhalb der ersten Schulstunde übel gehänselt und hatte kaum eine Chance, auf die anderen zuzugehen. Er hat alles versucht - darüberzustehen, mitzulachen, zu kontern - er bekam zwar Aufmerksamkeit, aber trotzdem wurde er ausgeschlossen. Hänseln und schikanieren? Ja. Dazugehören? Nein. In der Klasse ist es leider so, dass da vier "ganz schlimme" Schüler den Ton angeben, der größte Teil der anderen besteht aus Mitläufern, die es nicht schaffen, sich von den Vier zu lösen.


Ich bin eigentlich der Meinung, dass man es als Elternteil oft nur schlimmer macht, wenn man sich einmischt, doch ich habe bemerkt, dass es einfach nicht mehr geht. Unser Kind litt, er hatte einmal sogar gefragt, ob nach dem Tod noch etwas kommt. Also habe ich zunächst mit der Lehrerin gesprochen. Es half nichts. Ich sprach ein zweites Mal mit ihr, und zwar Klartext. Beim zweiten Mal wurde mir so richtig klar, was für ein Mäuschen von Lehrerin da vor mir stand. Wieder änderte sich nichts. Als ich ihn dann mal abgeholt habe, weil wir einen Termin hatten, bekam ich hautnah mit, wie zwei der Jungs ihn richtig umkreisten, hämische Blicke, Sticheleien, Pöbeleien. Ich bin ausgestiegen und habe diesen Kindern verbal so dermaßen den Marsch geblasen, dass sie irgendwann völlig verstört vor mir standen. Ich habe ihnen unter anderem mitgeteilt, dass sie es nicht wert sind, gemocht zu werden. Wert- und nutzlos! Denn sie sind es in meinen Augen. Ja, es gibt Menschen, die in meinen Augen wertlos sind. Sie sind nur auf der Welt, um zu schaden. Ich habe ihnen mitgeteilt, dass mir ihre Eltern richtig, richtig leidtun, dass sie an allem, was in ihren Familien schiefläuft, völlig alleine schuld sind, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass ihre Eltern sie lieben.


Seither kam nie mehr etwas vor. Ja, ich bin mir sicher, dass bei vielen solcher Kinder zu Hause die Welt nicht in Ordnung ist, und dass sie alles andere als gute Eltern haben. Doch ich habe ihnen völlig absichtlich das alles gesagt. Denn mit zwölf Jahren hat selbst das Kind mit der schlimmsten Horrorfamilie so langsam zu kapieren, dass man rücksichtsvoll miteinander umgeht. Mein Sohn hat zur schlimmsten Zeit kaum noch gegessen, nicht schlafen können, hatte richtige Panik, wenn es auf den Abend zuging und der nächste Tag immer näher rückte.


Seit ein paar Wochen hat unser Sohn nun endlich Freunde in der Schule gefunden. In der Klasse scheinen sich manche Kinder endlich aus ihrer Mitläuferrolle herausgefunden zu haben. Die vier Jungs sind laut meinem Sohn ziemlich still geworden. Armselige Kreaturen sind sie in meinen Augen immer noch, aber solange sie Ruhe geben, gebe ich sie auch. Zur gleichen Zeit, als ich den Jungs die Leviten gelesen habe, ging von meinem Mann und mir auch ein gepfefferter Brief an die Schulverwaltung. Seit einem Monat hat die Klasse nun eine Lehrerin und einen Lehrer, die sich die Klassenleitung quasi teilen. Beide noch sehr jung, nett und gerecht, aber durchsetzungsfähig und kein Vergleich zum Mäuschen.

Beichthaus.com Beichte #00037636 vom 18.02.2016 um 19:16:30 Uhr (21 Kommentare).

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