Der Bürokaufmann Ingrid

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Vorurteile Arbeit

Als ich (w) seinerzeit als junges Mädchen in der Ausbildung war, habe ich beim Eintragen der Datensätze festgestellt, dass manche Leute sich beispielsweise Bürokaufmann, Wirtschaftsprüfer etc. nennen, obwohl sie weiblich sind. Ich habe dann absichtlich bei einem BürokaufMANN namens Ingrid oder einem Wirtschaftsprüfer namens Anneliese immer "Herr" eingetragen. Ich habe kurze Zeit später dann allerdings erfahren, dass zu der damaligen Zeit der Beruf immer die männliche Form hatte und die Frauen sich somit auch Bürokaufmann nennen mussten. Danach habe ich es gelassen. Bei Namen, die Unisex sind, trage ich allerdings auch heute noch Herr ein, wenn da Bürokaufmann steht, denn Gerit, Kai, Vivian, Sascha, Elisa, Nicola oder Maxi können schließlich männlich oder weiblich sein, und wenn dann auch noch die männliche Form angegeben ist, gehe ich von einem Mann aus.

Beichthaus.com Beichte #00037631 vom 17.02.2016 um 20:31:32 Uhr (13 Kommentare).

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Ich war wohl ein komischer Kauz!

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Ekel Peinlichkeit Unreinlichkeit Arbeit

Nach jahrelanger Geheimnistuerei wird es endlich Zeit, zu beichten. Als ich (m/32) damals mit 18 meine Ausbildung zum Bürokaufmann begann, war ich noch nicht allzu selbstbewusst. Ihr müsst verstehen, dass für mich das neue Umfeld wie eine andere Welt war. Überall waren Anzugträger zu sehen, der Kommunikationsstil war gehoben, weshalb ich mir unter meinen Kollegen keinen Faux-Pas leisten wollte. Deshalb arbeitete ich übereifrig, um die anderen von meiner Person zu überzeugen. Auf Pausen verzichtete ich beispielsweise komplett. Doch viel ungewöhnlicher waren meine Toilettengewohnheiten. Wenn man ein großes Geschäft verrichten wollte, musste man zwangsläufig durch einen gewissen Raum, in der die meisten meiner Kollegen arbeiteten. Das heißt, man wusste immer sofort, dass ich bei Betreten des Raumes kacken musste. Mir persönlich war das gerade in den ersten Tagen sehr unangenehm.


Damals bildete ich mir ein, die anderen würden denken, ich genehmige mir eine zusätzliche Pause. Jetzt, im Nachhinein, finde ich den Gedanken dumm, aber hinterher ist man immer schlauer. Nun kommt das eigentlich Verrückte. Da ich als Mensch mit Stoffwechsel trotzdem irgendwie meinen Darminhalt ausscheiden musste, geriet ich in Not. Bekanntermaßen macht Not erfinderisch. Also ergriff ich, wenn die beiden Raumkollegen zu Mittag aßen, die günstige Gelegenheit. Jeden Tag packte ich mir nämlich eine Plastiktüte ein, in welche ich meine Exkremente drückte. Das hat jedes Mal aufs Neue heftig gestunken. Also schnell noch gelüftet und ab damit in die Schublade. So, oder so ähnlich ging es täglich zu. Bei Feierabend nahm ich den Biomüll heimlich mit und entsorgte das Ganze einfach zu Hause. Mit der Zeit wurde mein Verhalten in der Firma aber zum Nachteil.


Mit mir tauschte niemand ein Wort, stattdessen wurde über mich getuschelt. Wer weiß, ob sie nicht von der Nummer wussten. Jedenfalls war ich wohl ein komischer Kauz. Nach Beendigung meiner Ausbildung wurde ich, entgegen meiner Vorstellungen, nicht übernommen. Die Sache brachte mich schwer ins Grübeln, mir sagte man nur, mein Sozialverhalten ließe einiges zu wünschen übrig. Naja, das war früher, also vergebt mir. Ich war jung und daher noch naiv.

Beichthaus.com Beichte #00037594 vom 12.02.2016 um 21:08:24 Uhr (23 Kommentare).

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Pausen-Management bei der Arbeit

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Faulheit Trägheit Selbstsucht Arbeit

Ich arbeite nach kurzer Arbeitslosigkeit nun in einer öffentlichen Forschungsanstalt. Ich bekomme so viel Gehalt, dass es für einen gebrauchten BMW und ein Mal Cluburlaub im Jahr reicht. Ich muss jetzt nicht besonders sparen, aber habe auch nichts zu verschenken. Meine Beichte? Die ganze "Firma" ist von mir abhängig! Bin ich einmal nicht da, stehen gleich alle wichtigen Maschinen still und nichts geht weiter. Keine Forschung, keine Kundenaufträge. Die Firma kotzt mich an! Alte Maschinen, alte Leute, alte Sitten und Gebräuche, eingefahrene Arbeitsweisen und Ansichten. Ich will so gerne woanders hin und mehr Geld verdienen, mit Leuten arbeiten, die etwas drauf haben und einen mitreißen. Aber nein, ich schaffe es nicht, etwas zu ändern. Der Arbeitsweg ist kurz und ich mache mich echt nicht kaputt. Lachhaft, was ich nur schaffen muss, für das Geld.


Manchmal mach ich auch am Tag mehrfach minutenlang Pause. Teils auch mal vier Stunden am Stück nichts. Im Durchschnitt aber immer 15 mal zehn Minuten und zwei bis drei Mal 30 Minuten plus Mittagspause und Frühstück. Dazu gibt es noch inoffizielle Gleitzeit, da es eh niemanden interessiert und niemand würde etwas sagen, weil jeder diese Gleitzeit behalten will.

Beichthaus.com Beichte #00037593 vom 12.02.2016 um 18:28:08 Uhr (8 Kommentare).

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Geld oder Zufriedenheit?

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Verzweiflung Geld Falschheit Arbeit

Ich (w) arbeitete seit 12 Jahren im selben Baugeschäft im Büro. Es war leider nie viel Geld da, sodass ich niemals eine Gehaltserhöhung erhalten habe. Es war sicherlich auch Bequemlichkeit dabei, oder vielleicht auch eine Art Verbundenheit zu meinem Arbeitgeber, die mich nie zum Wechsel veranlasste. Mein Leben verlief bisher mehr oder weniger still und bescheiden. Jetzt habe ich unlängst über eine Internetplattform einen Mann, auch Anfang 30, kennengelernt. Er hat keine Zeit um eine Partnerin kennenzulernen, deswegen geht er diesen Weg. Wir waren schon ein paar Mal ausgegangen - er hat einen tollen Kleidungsstil und sieht extrem gepflegt aus. Wir waren sehr fein Essen und auch im Theater, im Kino und sogar auf einem Kurzurlaub. Jetzt sind allerdings drei Monate vergangen und sein kleines Unternehmen ist in Schwierigkeiten geraten.


Wir können also all die schönen Dinge nicht mehr unternehmen, was mich traurig macht. Er empfahl mir, den Job zu wechseln, denn dann könne ich deutlich mehr verdienen, meint er. Wenn er momentan in finanziellen Schwierigkeiten steckt, dann kann ich so lange aushelfen, bis er wieder auf die Füße kommt. Ich benutze immer wieder fadenscheinige Ausreden, wenn er mich fragt, ob ich mich schon beworben habe. Ich möchte aber meinen Freund nicht anlügen, andererseits überkommen mich Zweifel, denn es handelt sich nur um wenige 100 Euro, die ich vielleicht mehr bekommen könnte. Bei meinem jetzigen Arbeitgeber bin ich ja eigentlich sehr zufrieden. Ich stecke jetzt irgendwo in einer Zwickmühle.

Beichthaus.com Beichte #00037576 vom 10.02.2016 um 17:24:35 Uhr (24 Kommentare).

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“Beichte

Alte Säcke mit Nutten und Wein

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Schamlosigkeit Engherzigkeit Neid Zorn Arbeit

Ich bin Kellner in einem Sternelokal. Hier sind oft solche alten Säcke zu Gast - alt und stinkreich, mit der Sekretärin oder Edelnutte im Schlepptau. Wenn ich die schon sehe, kriege ich so einen Hals, aber ich muss natürlich immer freundlich bleiben und vor denen katzbuckeln. Der Wein, den die bestellen, ist meistens teurer als das, was ich als Tagesverdienst habe, und sie tun sich dann furchtbar wichtig damit und tun so, als ob sie sich beim Wein auskennen würden. Ich habe schon hin und wieder den Bordeaux ausgetauscht - gegen einen Wein vom Aldi für knapp vier Euro, und die haben sich fast überschlagen vor Begeisterung und rumgelabert, von wegen Aroma von Johannisbeeren und Schokolade und was für einen Wahnsinnsabgang der Wein hätte.


Aber ein innerer Reichsparteitag ist für mich, wenn ich mir ihre Begleiterin greifen kann und sie dann knattere. Das geht manchmal ganz leicht, die haben meist gar keine Lust, mit so einem fetten alten Thromboselurch oben im Hotelzimmer noch in die Kiste zu steigen. Nur ein ganz kurzer Blick, ein kurzes Lächeln, ein Zettelchen mit meiner Handynummer scheinbar versehentlich auf dem Tisch liegen gelassen, und nach Mitternacht kommt ein Anruf. Dem alten Sack ist das sogar meistens egal, wenn die Dame zu mir fährt. Voll gefressen und gesoffen kriegt er sowieso keinen mehr hoch, im Grunde hat er das Mädchen nur zum Schmuck mitgenommen. Aber so ganz sauber ist das ja auch nicht, was ich da mache, oder?

Beichthaus.com Beichte #00037566 vom 10.02.2016 um 03:02:11 Uhr (13 Kommentare).

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