Lebt denn der alte Holzmichel noch?

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Rache Boshaftigkeit Morallosigkeit Arbeit Kollegen

Lebt denn der alte Holzmichel noch?
Ich bin Bestattungsfachkraft und hatte vor einigen Wochen Streit mit einem Arbeitskollegen. Wir können beide selbstständig in der Firma arbeiten, unser Chef schaut uns aber ab und zu auf die Finger. Natürlich, er ist ja auch der Chef. Mein Kollege jedoch ist ein Schleimer hoch drei. Er nutzt jede Gelegenheit, dem Chef unter die Nase zu reiben, wie man Dinge in der Firma noch besser gestalten könnte, z.B. eine optimalere Ausnutzung des Fuhrparks. Auf solche Gedanken kommt er wohl, weil er mal BWL studiert hat. Einen Abschluss hat er nicht, vermutlich weil er das Studium nicht geschafft hat. Danach hat er eine Ausbildung zum Bestatter bei einer anderen Firma gemacht und ist jetzt seit ein paar Monaten bei uns angestellt. Der Chef geht auf solche Vorschläge nicht ein und lehnt sie auch oftmals direkt ab, weil sie einfach unnötig sind. Das hält meinen abgebrochenen BWL-Studenten aber nicht davon ab, mich mit seinem von Studium übrig gebliebenen Halbwissen zuzumüllen. Und was er doch alles vom Studium mitgenommen hat und wie man das alles im Alltag anwenden kann. Kurzum, es nervt. Das habe ich ihm letztens auch mitgeteilt.

Mich hat das so auf die Palme gebracht, dass ich ihn angeschrien habe: Ich will von dem Dreck nichts hören! Daraufhin hat er geantwortet: Ich habe wenigstens studiert, im Gegensatz zu dir. Nun war das Maß voll. Auch wenn ich "nur" Realschulabschluss habe, ich lasse mich nicht von einem anmachen, der zwar Abitur hat, aber dann sein Studium in den Sand setzt und nun den Klugscheißer raushängen lässt. Seit diesem Vorfall grinste er mich ständig nur noch frech an, er schien mich regelrecht auszulachen. Sogar bei den Kollegen hat er rumerzählt, wie dumm ich doch wäre und dass ich nicht auf drei zählen könne. Langsam wurde es immer heftiger, der Typ hat einfach nur ein Rad ab. Ich bin ja ein ruhiger Mensch, aber nun musste Rache her. Aber wie? Verprügeln wäre mir zu banal, ich wollte etwas, dass ihm richtig weh tut, aber nicht körperlich.

Es vergingen jedoch Wochen und Monate und nichts kam mir in den Sinn, was ich hätte tun können. Nun ergab es sich letztens, dass ein Mann im Altersheim gestorben ist, der ehemalige Förster aus der nächsten Ortschaft. Ich dachte mir zunächst nichts weiter dabei, mein Kollege war als Berater für die Angehörigen eingeteilt. Auf unserer Pinnwand im Büro werden jeden Tag die neuen Termine aufgehängt, was zu erledigen ist, von wem und wo. Dort konnte ich sehen, dass er um 14 Uhr einen Termin bei den Angehörigen hatte. Der Verstorbene war in der Gegend sehr bekannt und beliebt, er war auch Mitglied in verschiedenen Vereinen. Ich wollte schon wieder an die Arbeit gehen, da kam mir der Gedanke, dass es meinem Kollegen übel mitspielen würde, wenn er hier irgendwas vergeigt. Ich dachte mir nur, irgendwas stellst du jetzt an. Da fiel mir auf, dass seine Jacke am Kleiderständer hing, er selbst war zuvor mit einem Firmenwagen weggefahren. Wohin, weiß ich nicht. Jedenfalls sollen wir nach Anweisung unseres Chefs immer unsere Handys mitnehmen, damit wir erreichbar sind, falls wir unterwegs noch was erledigen müssen oder falls sich im Zeitplan etwas ändert. Ich griff spontan in seine Jackentache und siehe da, das Handy war drin. Er würde wohl gleich wieder zurückkommen. Irgendwas musste nun geschehen, so eine Gelegenheit würde so schnell nicht wieder kommen. Ich überlegte minutenlang, mir fiel nichts ein. Ich wollte schon aufgeben, da kam mir spontan der Gedanke: Förster, Holz, Holzmichel. Es gibt doch dieses Lied vom Holzmichel. Ohne zu wissen was ich eigentlich mache, habe ich den Realton vom Internet auf sein Handy heruntergeladen. Für 3 Euro, aber das war mir ziemlich egal. Der Ton wurde prompt gesendet und tatsächlich, laut und deutlich wurde gesungen: Lebt denn der alte Holzmichel noch? Ich habe das Handy auf volle Lautstärke gestellt und es zurück in seine Jacke gesteckt. Das war um kurz nach eins. Wenig später kam er zurück, grinste natürlich wieder wie eine Hyäne. Ich grinste genauso freudig zurück. Kurz vor zwei fuhr er dann zu seinem Beratungstermin. Wie ich schon geschrieben habe, sollen wir unsere Handys immer anlassen (außer bei Beerdigungen). Normalerweise haben wir alle einen neutralen Klingelton, damit das ganze nicht zu aufdringlich wirkt, wenn es mal bei einem Gespräch klingelt. Aber nun war er mit dem Holzmichel unterwegs.

Gegen viertel nach zwei dachte ich, jetzt kann ich es wagen. Ich habe ihn mit unterdrückter Rufnummer angerufen. Es klingelte circa 10 Sekunden, bis er mich weggedrückt hatte. Vermutlich konnte er vor lauter Aufregung über den neuen Klingelton sein Handy nicht schnell genug finden. Als er später vom Beratungsgespräch zurückkam, war er irgendwie fertig mit der Welt. Den Blick auf den Boden gerichtet, fast geheult hat der Gute. Zur gleichen Zeit kam auch der Chef aus dem Büro gestürmt, hat getobt wie ein Irrer. Der Grund: Als mein Kollege das Haus verlassen hat, haben die Angehörigen sofort den Chef angerufen und sich über das pietätlose Verhalten des Mitarbeiters beschwert. Wie man es nur wagen könne, als Bestatter so einen Klingelton zu nehmen, noch dazu wo der Verstorbene Förster war. Mein Kollege wollte dem Chef zwar erklären, dass er nicht wüsste, wie der Ton auf sein Handy kam, aber dieser glaubte ihm natürlich kein Wort. Kurzum: Er musste sich nun persönlich bei den Angehörigen entschuldigen, weiterhin drohte ihm der Chef, ihn bei der nächsten derartigen Verfehlung unverzüglich rauszuwerfen. Auch der Chef entschuldigte sich vielmals bei den Angehörigen. Das war nicht meine Absicht, ihn da mit reinzuziehen. Aber meinen Kollegen hat es derart erwischt, dass er nur noch kleinlaut in der Firma rumläuft und von den anderen Mitarbeitern hämisch angegrinst wird. Diese Aktion mit dem Klingelton wird für immer an ihm haften bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00027752 vom 28.04.2010 um 09:34:11 Uhr (63 Kommentare).

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Kommen spät, gehen früh

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Aggression Boshaftigkeit Zorn Arbeit Kollegen

Ich kann es nicht mehr ertragen. Immer wieder kommen meine beiden Kolleginnen später als ich zum Dienst und hauen früher ab. Jedes Mal steigen dann die schlimmsten Marterphantasien in mir hoch. Ich könnte sie dann wie eine Puppe an den Haaren fassen und sie mit dem Kopf gegen meine weiße Bürowand schlagen bis das Blut spritzt und sie ohnmächtig zusammensacken. Ich weiß, dass dies nicht sehr christlich ist und auch meinen Weg in den Himmel nicht fördert, aber es kotzt mich halt tierisch an.

Beichthaus.com Beichte #00027749 vom 27.04.2010 um 17:05:18 Uhr (33 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Hass auf Azubi

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Boshaftigkeit Vandalismus Arbeit Kollegen

Ich (m/23) habe eine Lehre im Handwerk abgeschlossen. In meiner Ausbildung, hatten wir einen Azubi in unserem Lehrjahr, der vom ersten Tag an alles nochmal nachfragte, weil er offensichtlich zu dumm war etwas Einfaches auf Anhieb zu kapieren. Uns anderen Azubis ging das natürlich mit der Zeit mächtig auf den Wecker. Man hätte schreien können wenn er wieder zum Ausbildungschef sagte dass er es nicht verstanden hätte und er es ihm doch bitte nochmal erklären solle. Das hielt den ganzen Laden auf!
Deshalb habe ich vor einem verlängertem Pfingstwochenende, mit einem anderen Azubi, dessen Spind aufgebrochen und auf seine frischen Arbeitsklamotten gepisst! Das hat so gut getan!!Wir haben den Spind dann wieder zu gemacht, so als ob nichts wäre. Er hat dann am nächsten Arbeitstag tatsächlich die angetrockneten verpissten Arbeitsklamotten angezogen. Heute bereue ich es, weil er ansonsten ganz in Ordnung ist und ja nichts dafür kann dass er etwas länger braucht um Dinge zu kapieren.

Beichthaus.com Beichte #00027703 vom 12.04.2010 um 00:50:59 Uhr (39 Kommentare).

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Mobbing in Madrid

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Rache Ekel Hass Aggression Kollegen Madrid

Ich (w/24) möchte beichten, dass ich auf meiner ehemaligen Arbeit (in Madrid) immer das Klopapier geklaut oder versteckt habe - über fast 2 Jahre hinweg. So hatten meine bekloppten Mitarbeiter (fast ausschließlich Frauen = Zicken hoch 3) nie Papier da und mussten […]
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Beichthaus.com Beichte #00027478 vom 03.02.2010 um 15:45:37 Uhr in Madrid (15 Kommentare).

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Frust an Kollegen ausgelassen

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Boshaftigkeit Rache Kollegen Arbeit Hamburg

Ich möchte beichten, dass ich der firmeninterne Kaspar und "böse" Geist des Hauses bin.
Vorweg, ich HASSE diese Firma, ich hasse mein Leben und ich hasse meine eigene Unfähigkeit, mich an meinem werten Schopf aus diesem Mist herauszuziehen.
Also, seit nunmehr 14 endlosen Jahren maloche ich in besagtem Betrieb und meinen Job kann ich auch einigermaßen passabel erledigen. Trotzdem widert es mich an und ich verabscheue die Gleichgültigkeit oder Freude, mit der meine werten Kollegen ihre Aufgaben erledigen. Dementsprechend nutze ich jede Gelegenheit es ihnen irgendwie zu verleiden. Nur einige Beispiele, um es zu veranschaulichen:
Als ich einmal abends der letzte in der Firma war, bin ich (natürlich im Vorwege bestens bewaffnet) ins Damenklo gegangen und habe die 6 dort befindlichen Klorollen zur Hälfte abgerollt und vorsichtig mit CS-Gas eingesprüht. Da dieses Zeug ja bekanntlich die Schleimhäute reizt hatte ich am nächsten Tag doch sehr viel zu lachen, wenn ich mir den weiblichen Part meiner Kollegen genauer ansah. Das habe ich selbstredend auch bei den Männern gemacht, aber um nicht aufzufallen erst circa 2 Monate später.
Des weiteren, habe ich einmal einen Beutel der vom Chef favorisierten Kaffeepads gekauft und sie zu Hause mit einer unauffälligen Menge Abführmittel versehen. Dann am nächsten Tag ein geschickter Handgriff und zack, der Chef hatte 3 Tage schlechte Laune.
Die anderen Sachen lasse ich an dieser Stelle lieber mal weg, denn sie haben mehr oder weniger alle etwas mit dem zu tun, was aus einem menschlichen Körper alles hervorkommen kann und wie man es seinen Mitmenschen unterjubelt.

Beichthaus.com Beichte #00027451 vom 27.01.2010 um 19:53:05 Uhr in 22119 Hamburg (Schiffbeker Weg) (33 Kommentare).

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