Die speziellen Blumen

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Ekel Unreinlichkeit Dummheit Arbeit

Ich (w/34) bin Floristin mit einem eigenen Blumenladen, dieser befindet sich in einem knapp zwanzig Kilometer entfernten Dorf. Ich rede nicht viel drum herum, also gleich zu meiner Beichte: Ich habe mich dazu hinreißen lassen, mich an einer Kundin zu rächen. Und zwar auf widerliche Art und Weise. Die Dame wohnt in besagtem Ort, der sehr konservativ ist. Aufgrund dessen finden viele Veranstaltungen im Gemeindehaus statt, für welche meine Kundin meistens die Blumen bestellt. Natürlich sollte es dieses Mal eine Art sein, die in dieser Jahreszeit sehr schwer zu beschaffen ist, vor allem in der Farbe, die sie sich wünschte. Denn in Gelb ist diese Blume kaum auf dem Markt zu finden. Natürlich stellte sie sich einen viel zu geringen Preis für die Pflanzen vor, aber der Kunde ist König. Morgens um fünf Uhr verbrachte ich meine Zeit also damit, die besagte Pflanze auf dem Markt zu kaufen. Eine Kiste, wie sie es sich gewünscht hatte, mit zwölf Pflanzen. Von denen sie mir im Endeffekt zehn Stück abnahm.


Aber damit nicht genug, denn sie brachte mir noch Töpfe mit und wollte die Pflanzen dort dekoriert bekommen. Natürlich kostenfrei, aber mit Schleife. Sie hat mich mindestens drei Mal antanzen lassen, um mir zu sagen, dass die Schleife zu schmal, zu kurz oder zu billig wirke! Ich habe mich zurückgehalten und mir auf die Zunge gebissen, aber ich hätte vor Wut heulen können. Nachdem sie dann zufrieden war, wollte sie das fertige Werk am nächsten Tag abholen. Aber vorher wollte ich mich noch rächen. Ich urinierte in ein Gefäß und füllte mit einem Kaffeelöffel meinen Urin in jede einzelne Blüte. Ich musste die ganze Zeit Grinsen, da ich mir immer vorstellte, wie alle ihre Nasen in die Blüten hängen, um daran zu riechen. Sie hat es zwar echt verdient, aber dennoch weiß ich, dass mein Verhalten eklig, unreif und verantwortungslos war. Vom Niveau ganz zu schweigen!

Beichthaus.com Beichte #00031677 vom 31.07.2013 um 22:52:00 Uhr (19 Kommentare).

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Die Plantage im Wald

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Drogen Falschheit Diebstahl Maßlosigkeit Morallosigkeit Gilserberg

Vor ungefähr 20 Jahren habe ich noch gekifft. Immer mit Genuss, und Bongrunden mochte ich auch nie besonders. Ich habe immer gefragt, ob dann jemand einen Joint mit mir rauchen mag, und bin dann mit den Leuten lieber rausgegangen. Eines Abends war ein Mädchen da, […]
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Beichthaus.com Beichte #00031649 vom 25.07.2013 um 16:17:51 Uhr in Gilserberg (42 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mit Gefühlen spielt man nicht!

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Fremdgehen Dummheit Falschheit Selbstsucht Ex Remagen

Ich bin mittlerweile 25 Jahre alt, und weiblich. Ich habe, weiß Gott, viel Unsinn gemacht in meinem bisherigen Leben, aber eine Story ist wirklich absolut beichtenswert. Mit 18 lernte ich einen absoluten Traum von einem Mann kennen, nämlich unseren örtlichen Kleinstadt-Superstar. Bis heute begreife ich nicht, warum er es nicht zu mehr gebracht hat, denn das Potenzial hat er. Wie man mit 18 halt so drauf ist, habe ich in meinem Bauch direkt die Schmetterlinge im Takt seiner Musik flattern fühlen. Ich dachte eigentlich, dass dieser Typ für mich unerreichbar war, immerhin war er schon reife 27, alle Mädels, die ich kannte, zogen eine Sabberspur bei seinem Anblick, und machten ihm schöne Augen. Warum sollte er sich also mit mir Zahnspangen- und Brillenmonster abgeben? Nachdem ich ihn zwei Wochen lang kannte, landeten wir vollkommen wider Erwarten im Bett, und dieses wahnsinnig gut aussehende, sixpackbestückte Paradies auf zwei Beinen verliebte sich in mich. Ich war eine Zeit lang echt glücklich. Der Neid schlich mir überallhin nach, und ich freute mir ein Loch in den Schmetterling verseuchten Bauch. Leider nutzten die Schmetterlinge binnen eines Jahres das Loch nach und nach zur Flucht, um es mal poetisch auszudrücken. Bald schon nervte mich seine Unordnung, sein entspannter Blick auf die Welt und seine Einstellung zum Arbeiten. Er verdiente als Musiker, mit vielleicht 20 Stunden Arbeit in der Woche so viel wie meine Eltern zusammen, und machte keinen Hehl daraus, dass er gewöhnliche Jobs überhaupt gar nicht mochte. Ich fühlte mich davon irgendwie abgestoßen, und so kam es, dass ich ständig an ihm herumnörgelte, und ihn zu erziehen versuchte. Mir war nicht klar, was ich damit anrichtete, ich war definitiv zu jung und zu unerfahren, um einschätzen zu können, wie er sich dabei fühlen musste.


Nachdem es, aufgrund meiner Unzufriedenheit eine Weile schlecht gelaufen war, verliebte ich mich in einen meiner Unidozenten, der schon Anfang 40 war, und ging meinem Freund mit ihm fremd. Ich schob ein wahnsinnig schlechtes Gewissen deswegen, wurde übellaunig und zickig und trennte mich schließlich. Mein Freund rannte mir sogar eine Weile lang noch hinterher und schrieb mir Lieder und eine süße Geschichte, doch ich wollte ihn einfach nicht mehr. Naiv, wie ich mit gerade 19 Jahren war, dachte ich, dass der Unidozent und ich eine gemeinsame Zukunft hätten. Falsch gedacht. Er wollte einfach nur ein verblendetes junges Ding zum Pimpern. Ich hörte auch nicht auf meine beste Freundin, die von der ganzen Nummer ziemlich entsetzt war. Eines schlechten Tages erfuhr ich von einer Kommilitonin, dass ich wohl nicht wirklich die Einzige aus dem Kurs war, die mit dem Dozenten geschlafen hatte. Ich stellte ihn daraufhin stinkwütend zur Rede und drohte ihm, die Sache auffliegen zu lassen. Doch er blieb ganz ruhig, und fragte mich, ob ich den Kurs bestehen wollte. Zähneknirschend nahm ich es hin, meine eigene Blödheit verfluchend. Ich fasste den, aus meiner heutigen Sicht, total bescheuerten und dummdreisten Plan, ihn mithilfe meines Ex eifersüchtig zu machen, immerhin war mein Ex ja wohl eine echt stattliche Erscheinung. Ich fing also wieder an, mit meinem Ex zu texten, und mich mit ihm sehen zu lassen. Mir entging jedoch nicht die gewisse Reserviertheit und Gefühlskälte seinerseits. Ich schmiss mich an ihn ran, was das Zeug hielt, und postete das so offensichtlich auf Social Media Networks, dass ich sichergehen konnte, dass mein Dozent es mitbekam. Meinen Dozenten guckte ich indessen nicht einmal mehr mit dem Hintern an. Er mich allerdings auch nicht. Ich entdeckte ihn dafür eines Tages mit einer meiner Kommilitoninnen, die beiden betatschten sich ziemlich offensichtlich auf dem Gang.


Aus Wut darüber rief ich meinen Ex an, und fragte, ob er abends Zeit hätte. Hatte er zwar nicht, er wäre auf einem Konzert, ich könne mich aber gerne dazugesellen. Natürlich tat ich es, schon alleine wegen der Fotos mit ihm, die dann ja auch mein Dozent sehen würde. Auf dem Konzert kündigte er dann ein Lied für seine Ex an. Das war dann wohl ich, was er auch süffisant grinsend dem Publikum mitteilte. Mitte der ersten Strophe schwante mir das kommende Unheil schon ziemlich gründlich, und siehe da, im Refrain besang er ziemlich launisch meine Affäre. Bloßgestellt rannte ich raus, und brach den Kontakt ab. Ich habe bis heute keine Ahnung, woher er das wusste, ich habe aber meine beste Freundin im Verdacht. Zu allem Überfluss bestand ich dann auch noch den Uni-Kurs nicht. Diese äußerst blöde Nummer hat mich jedoch eindrucksvoll gelehrt, nicht mit den Gefühlen anderer Menschen zu spielen.
Das entstandene Drama-Dreieck verfolgt mich bis heute, denn mein Ex spielt das Lied nach wie vor, und das Verhältnis zu meiner besten Freundin ist sehr abgekühlt. Mein Ex sieht auch mittlerweile besser aus denn je, beinahe wie eine junge Version von Robert Downey JR. Er ist eloquent, intelligent, humorvoll und ein lieber Mensch. Er hat einen Haufen Geld für die Opfer der jüngsten Flut gespendet, und unterstützt das örtliche Tierheim ab und an. Ich frage mich wirklich, was mich damals geritten hat, ihn so mies zu behandeln, und für jemanden zu verlassen, der nichts als ein mittelmäßiges Charakterschwein ist.

Beichthaus.com Beichte #00031540 vom 01.07.2013 um 11:21:57 Uhr in Remagen (31 Kommentare).

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Zufrieden mit Hartz IV

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Faulheit Trägheit Verschwendung Selbstsucht Arnstadt

Ich (m/26) sitze gerade auf meinem Sofa, gucke R*L, trinke Bier, lese hier Beichten, und verachte meine Schwester. Sie ist zwei Jahre älter als ich und verdient locker 5000 bis 6000 Euro im Monat, fährt mein Traumauto, wohnt nun in einer Villa, und ist sogar schon verlobt. Sie hat als Beste ihrer Studentenkameraden in Betriebswirtschaftslehre, oder so, abgeschnitten und hat jetzt ein perfektes Leben. Ich habe meinen Hauptschulabschluss nicht geschafft und, von bestimmt 200 Bewerbungen, nur drei Zusagen für eine Ausbildung als Maschinenführer bekommen. Nach vier Monaten wurde mir dort gekündigt. Seit dem kriege ich keinen Job und keine Ausbildung. Aber eigentlich will ich auch gar nicht arbeiten, ich bin so zufrieden mit meinem Leben als Hartz-IV-Empfänger, weil alle so dumm sind, und mir so ein schönes Leben ermöglichen. Ich bekomme mein Leben bezahlt. Mein Leben ist genauso perfekt, wie das meiner dummen Schwester! Ich verachte nicht nur sie, sondern auch den deutschen Staat, denn ich bekomme echt alles geschenkt, wie die Miete, Autokosten, und so weiter, ich habe bisher jedes iPhone-Modell gehabt, ein MacBook und eine fette Surroundanlage. Und das, obwohl ich noch nie in meinem Leben gearbeitet habe, während meine naive Schwester für die Schule und das komplette Studium gelernt hat. Sie muss nun sehr viel arbeiten und hat eigentlich nichts von ihrem vielen, verdienten Geld. Ich aber sitze hier rum, habe den ganzen Tag Freizeit, kann tun und lassen, was ich will. Das Einzige, das mir fehlt, ist eine Freundin, aber sonst geht es mir super.
Vielleicht versteht ihr, was ich meine: Meine Schwester arbeitet sich bestimmt bald krank, ihr alle bezahlt das Leben von Hartz-IV-Empfängern und ich mache mir einen Fetten. Sicher, es gibt auch Ausnahmen, Leute, die krank sind und wirklich nicht arbeiten können, um die tut es mir leid, falls die mal wegen mir benachteiligt werden sollten.

Beichthaus.com Beichte #00031503 vom 25.06.2013 um 01:31:17 Uhr in 99310 Arnstadt (Prof.-Frosch-Straße) (63 Kommentare).

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Danke an die Ex meines Freundes

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Hass Zorn Ex Berlin

Ich (w/22) habe einen abartigen Hass auf die Ex meines Freundes. Die beiden waren über vier Jahre zusammen, in dieser Zeit hat sie ihn mehrfach betrogen, was er aber erst im Nachhinein durch gemeinsame Freunde erfahren hat, oder als sie zwei Tage nach Beziehungsende […]
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Beichthaus.com Beichte #00031498 vom 24.06.2013 um 16:19:10 Uhr in 10115 Berlin (Chausseestraße) (11 Kommentare).

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