Auf der Toilette eingesperrt

4

anhören

Vandalismus Rache Morallosigkeit Schule

In der neunten Klasse war ich bei einer Skifreizeit dabei. Dort waren wir in einer mittelmäßigen Jugendherberge untergebracht. Jeweils zu fünft auf einem Zimmer, die zum Glück ein eigenes Bad inklusive Dusche hatten - allerdings auch ein separates und wirklich kleines Klo. Wir haben dann schnell herausgefunden, dass man die Türen von außen aufmachen kann, indem man ein Geldstück in den Schlitz steckt und dreht. Als einer meiner Kumpels dann Duschen war, haben wir anderen uns einen Spaß gemacht und die Tür aufgerissen - und ihn natürlich nackt gesehen, aber es war unheimlich lustig, wie er ausrastete. Aber damit nicht genug, am vorletzten Tag stritt ich nämlich mit einem anderen Zimmergenossen darüber, wer zuerst die Toilette nutzen durfte. Er beendete die Diskussion allerdings schnell, indem er einfach hineinging und absperrte.

Ich wollte mich dann natürlich rächen und die Tür öffnen, aber leider hatte ich kein Geldstück zur Hand, weshalb ich einfach mein Taschenmesser nahm. Damit habe ich dann versucht, die Tür zu öffnen - allerdings knackte es nur und ich ließ dann die Finger davon. Nachdem der liebe Herr dann sein großes Geschäft verrichtet hatte, und wieder rauswollte ging die Tür plötzlich nicht mehr auf. Er schob total Panik, und das Ende vom Lied war, dass mein Kumpel knapp eine halbe Stunde auf dem winzigen Klo eingesperrt war und seinen Geruch ertragen musste. Ein beherzter Tritt gegen die Tür hat dann geholfen und er konnte raus, noch heute kommen mir vor Lachen beinahe die Tränen, wenn ich daran denke. Ich möchte also beichten, dass ich auf der Klassenfahrt die Privatsphäre meiner Kameraden ignoriert und eventuell eine Tür kaputtgemacht habe.

Beichthaus.com Beichte #00032397 vom 15.12.2013 um 10:12:58 Uhr (4 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Wie sie mir die Selbstachtung nahm

15

anhören

Rache Fremdgehen Verrat Schamlosigkeit Ex Klara-pölt-Weg Innsbruck

Ich (w/30) war fünf Jahre lang mit meiner Ex-Freundin glücklich, wir hatten von Anfang an eine Regel: Ehrlichkeit im Umgang miteinander. Sie nahm das allerdings nicht so ernst. Nachdem sich bei mir das Gefühl eingeschlichen hat, dass sie mich nicht mehr liebt und nur noch der Bequemlichkeit halber bei mir ist, habe ich sie mehrfach darauf angesprochen. Jedes Mal hat sie behauptet, es wäre alles in Ordnung und ich würde mir das nur einbilden. Wir waren regelmäßig zusammen unterwegs und weil ich recht zeitig aufstehen muss, bin ich öfters früher nach Hause gegangen. Einer dieser Abende hat mir letzten Endes die Augen geöffnet, ich hatte meine Jacke im Lokal vergessen, mein Wohnungsschlüssel war auch darin, und ich habe es leider erst vor der Tür bemerkt. Leicht genervt von meiner Schusseligkeit lief ich eine halbe Stunde lang zurück zu dem Lokal und traute meinen Augen nicht. Da stand meine Freundin in einer Nische vor dem Schuppen und macht mit meinem kleinen Bruder rum! Da bin ich vielleicht ein ganz kleines bisschen ausgeflippt und habe ein wenig herumgebrüllt.


Sie hat sich dann ganz nett entschuldigt und es auf den Alkohol geschoben. Wir haben trotzdem Schluss gemacht und nach ein paar Wochen haben wir uns wieder getroffen, als wir beide getrunken hatten, und sind in der Kiste gelandet. Danach ist ihr rausgerutscht, dass sie seit über zwei Jahren mit meinem Bruder schläft. Die Krönung war allerdings, dass sie etwas später noch im Haus einer gemeinsamen Freundin mit deren Mann gevögelt hat - auf der Geburtstagsfeier seiner Frau. Es ist unnötig zu erwähnen, dass sowohl die Ehe als auch die Freundschaft den Bach runtergegangen sind.
Es tut mir furchtbar leid, dass ich so eine Idiotin war und dieser Frau, die zuvor übrigens meine beste Freundin war, vertraut habe. Und es tut mir auch leid, dass ich ihr in den zwei Jahren seit diesen Vorkommnissen hin und wieder kleine Racheaktionen zuteilwerden lasse, wie zum Beispiel das Verteilen von Buttermilch in allen Lüftungsschlitzen. Es tut mir leid, dass ich mich dazu habe hinreißen lassen, aber diese Frau hat mir meine Liebe, meinen Bruder und meine Selbstachtung genommen.

Beichthaus.com Beichte #00031686 vom 02.08.2013 um 21:59:30 Uhr in Klara-pölt-Weg 6020 Innsbruck (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Das Fax an meinen Arzt

16

anhören

Dummheit Peinlichkeit Boshaftigkeit Trunksucht

In den späten 90ern bekamen meine Eltern ihr erstes Faxgerät. Als Teenager war ich irgendwie ganz fasziniert von dem Gerät. Nach einigen Gerstensäften hielt ich es für eine gute Idee, meinem Kieferorthopäden, der mir eine nervige und schmerzende Zahnspange eingesetzt hatte, einen netten, anonymen Brief zuzufaxen. Darin drohte ich ihm unter anderem, die Folie seines Gartenteichs aufzuschlitzen und diesen vorher mit Öl aufzufüllen. Ich glaube, ich habe das Ganze noch mit einigen unmissverständlichen Beleidigungen und schlecht gemalten Obszönitäten abgerundet. Es war ein Heidenspaß, sich sein Gesicht vorzustellen, während er dieses Fax las.

Unglücklicherweise musste ich kurz darauf erfahren, dass der Name und die Nummer meiner Eltern auf dem Fax zu sehen sind. Beim nächsten Arztbesuch legte der Doktor meine Patientenmappe mit dem Fax an oberste Stelle, direkt unter der durchsichtigen Folie, auf die Ablage vor meiner Nase. Als ich darauf nicht reagierte, fragte er mich einige Minuten später, ob ich denn wüsste, was es mit diesem Fax auf sich habe. Ohne den Ausdruck eines Blickes zu würdigen, behauptete ich hochnäsig, ich hätte keine Ahnung, was das solle. Ich hoffe heute noch ein bisschen, er hat es als die Angst vor der anstehenden Untersuchung fehlgedeutet, dass ich dabei knallrot anlief.

Beichthaus.com Beichte #00031460 vom 18.06.2013 um 16:43:51 Uhr (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Spinne im Schuh

19

anhören

Hass Rache Boshaftigkeit Vandalismus Nachbarn

Die Spinne im Schuh
Der Nachbar über uns ist ein alter, verbitterter Tierhasser, der größten Spaß daran hat, unseren Tieren Leid zuzufügen. Als in unserem Briefkasten ein Nest mit Rotkehlchenbabys war, hat er es ausgeräumt und war so dreist, den ganzen Briefkasten blitzblank zu putzen. Und als wir mal ein Mäusepärchen auf der Terrasse hatten, das jeden Abend in der Dämmerung kam und sich ein paar Rosinen abgeholt hat, hat er Rattengift in unsere Büsche gestreut. Einmal hat er auch oben seine Blumen gegossen und "ausversehen" unsere Meerschweinchen mit kaltem Wasser begossen, die zu dem Zeitpunkt im Auslauf saßen. Zwei wurden krank und hatten eine Lungenentzündung, beide konnten zum Glück jedoch wieder gesund werden.

Es gibt keinen Menschen, den ich so sehr hasse. Ich habe sein Kellerschloss mit Kaugummi zugeklebt und die fetteste Spinne, die ich finden konnte, in seinen Schuh gesetzt, als er seine Schuhe mal im Treppenhaus vergessen hatte. Der folgende Schrei war wunderbar. Ich habe ihm in trunkenem Zustand auch mal mutwillig vor die Haustür gekotzt, oder habe Mehl in die Lüftungsschlitze seines Autos gestreut. Auch seine geliebten Balkonpflanzen, die er im Treppenhaus überwintert, mussten leiden, denn ich habe sie kurz und kahl gerodet.
Das Schöne ist, dass er nie wissen wird, dass ich das war, da in unserem Haus rund 40 Leute wohnen und er mit jedem Probleme hat. Ich suche mir ständig neue Wege, ihn dezent, aber unangenehm zu terrorisieren, und solange bis der alte Arsch stirbt, werde ich auch nicht damit aufhören.

Beichthaus.com Beichte #00031263 vom 23.05.2013 um 15:36:43 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Die chinesische Falttechnik

27

anhören

Rache Ekel Arbeit Heilbronn

Die chinesische Falttechnik
Ich war vor fast zehn Jahren Zeitungsausträger, soweit nichts Schlimmes. An manchen Häusern befinden sich keine Zeitungsfächer, sondern lediglich normale Briefkästen. Manche sind so eng, dass kaum zwei aufeinandergelegte Briefe durch den Schlitz passen. Was macht man also? Man quetscht die Zeitung zusammen und stopft sie so weit rein, wie es geht. Meist hängt der Großteil aber noch draußen. Eines Wochenendes waren wir - ein Freund und ich - normal am Austragen, als uns ein wutentbrannter Bürger entgegenkam, der uns ziemlich beschimpft hat. Inkompetent war so das harmloseste, was wir zu hören bekommen haben. Er erzählte uns, weil wir die Zeitung halb im Briefschlitz gelassen haben und es angefangen hat, zu regnen, ist die ganze Suppe durch den geöffneten Briefschlitz sowohl in den Briefkasten als auch in das Haus gelaufen. Auf meine Frage, wie ich das Ding in den Briefkasten kriegen sollte, folgten nochmal ein paar Anzweifelungen an meine Kompetenz und eine chinesische Falttechnik, mit der er nach einigem Hin und Her die Zeitung gerade so in den Schlitz bekommen hat. Dafür musste die Zeitung in fünf Teile zerlegt, zusammengepresst und hinein gestopft werden. Dass ich umgerechnet 1,30 Euro die Stunde verdiene und wohl kaum an jedem Haus mit solch einem Briefschlitz eine Minute lang falten kann, habe ich dann für mich behalten. Ich habe mich entschuldigend und das Schlachtfeld verlassen. Ich habe dafür gesorgt, dass die Zeitung komplett im Briefschlitz landet.

Wo bleibt also die Beichte? Regelmäßig, wenn ich am Wochenende unterwegs war und Abends mit dem Nachtbus nach Hause gekommen bin, habe ich auf den zehn Minuten Fußweg einen kleinen Umweg eingelegt und in seinen Briefkasten uriniert. Heute finde ich es zwar nicht mehr in Ordnung, aber darüber schmunzeln muss ich schon noch. Die meisten Anwohner haben uns auf unseren Touren immer höflich um Sonderwünsche gebeten und diese haben wir auch immer ordnungsgemäß erfüllt.

Beichthaus.com Beichte #00030839 vom 28.02.2013 um 11:29:56 Uhr in Heilbronn (27 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000