Zwei gescheiterte Ehen

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Verzweiflung Begehrlichkeit Partnerschaft

Ich (w) habe die Schnauze voll von Männern. Ich bin noch nicht einmal 30 Jahre alt und schon zwei Mal geschieden. Mein erster Mann war einfach zu doof zum Kacken und hat nichts gebacken gekriegt. Mit 26 hatte er immer noch keine fertige Ausbildung, hat es nie geschafft, sich rechtzeitig auf Prüfungen vorzubereiten und hat stattdessen lieber gekocht und Rezepte ausprobiert. Im Bett war er eine absolute Niete und hat mich auch sonst eher wie einen Kumpel behandelt und mir nie das Gefühl gegeben, begehrt zu sein. Ich habe das damals immer auf meine Gewichtszunahme geschoben, bis mir klar wurde, dass das Problem bei ihm liegt. Ich wollte einen richtigen Mann und habe ihm deswegen gesagt, dass ich mich scheiden lassen will. Auch darauf hat er absolut gleichgültig reagiert - wie gesagt, hatte ich genug von Weicheiern. Ich wollte einen richtigen Mann und habe deswegen wieder Kontakt zu meinem alten Jugendschwarm aufgenommen, an den ich während meiner Ehe immer wieder denken musste, wenn mir mal wieder klar wurde, was mein Mann für ein Weichei ist.


Leider haben wir dann völlig überstürzt geheiratet, ich bin für ihn sogar zurück ins Heimatland meiner Eltern gezogen, weil er kein Deutsch kann. Na ja, jedenfalls hat sich herausgestellt, dass dieser "richtige Mann" leider eine Schwäche für viele Frauen hatte. Er hat am Anfang unserer Ehe schon öfter Bemerkungen darüber gemacht, wie sexy die und die Frau doch sei, was mein Selbstvertrauen ziemlich runtergemacht hat. Ich habe daraufhin sogar mit einer Diät angefangen. Wenigstens habe ich diesem Mistkerl zu verdanken, dass ich jetzt einigermaßen schlank bin und mich wohl in meinem Körper fühle. Na ja, es hat sich letztendlich herausgestellt, dass er mich in unserer nicht mal zweijährigen Ehe mindestens vier Mal betrogen hat. Als das rauskam, habe ich einen Schlussstrich gezogen und gesagt "Ich hab die Schnauze voll von Männern." Damit geht es mir jetzt besser, das Einzige, was mich traurig macht, ist, dass ich jetzt, wegen meinem zweiten Mann, in einem anderen Land lebe als meine Eltern und meine Schwestern, die alle in Deutschland leben. Ich vermisse sie wahnsinnig. Aber ich habe mir jetzt hier ein Leben aufgebaut, mich eingewöhnt und eigentlich liebe ich das Land. Ich denke mir auch, nichts passiert ohne Grund und es wird schon seinen Sinn haben, dass es mich hierher verschlagen hat. Trotzdem leide ich auch darunter, dass ich in so jungen Jahren schon doppelt geschieden bin. Welcher Mann will denn so Eine haben? Ich beichte, dass ich nach außen hin die starke Frau spiele, mich innerlich aber total verloren fühle.

Beichthaus.com Beichte #00035202 vom 05.03.2015 um 18:46:33 Uhr (22 Kommentare).

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Ente ohne Umweltplakette

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Ignoranz Morallosigkeit Geiz Auto & Co.

Ich leiste passiven Widerstand gegen sinnlose Gesetze. Ich habe einen 32 Jahre alten Citroen 2CV, auch Ente genannt, und habe keinen KAT eingebaut und somit auch keine Umweltplakette. Ich habe eine grüne Aufkleberattrappe, die mit etwas weggucken aussieht, wie die blöde Umweltplakette. Die Regierung möchte, dass ich ein neues Auto kaufe, und hat darum unsinnige Gesetze verabschiedet, die ihnen von den Industrielobbyisten vorgesagt wurden. Die Umwelt ist dabei nur ein billiger Vorwand - die Ente ist kein Diesel und produziert somit keinen Feinstaub. Die Autos, die ich kaufen soll, sind nicht umweltfreundlich, sondern noch viel schlimmere Umweltverschmutzer als mein 602ccm Motörchen ohne KAT und 6,5l/100km Benzinverbrauch. In den Verkaufsräumen der Autohäuser sieht man nur noch Sprit verschwendende SUVs - wo man auch hinsieht. Ich möchte aber gar kein neues Auto haben, sondern einfach in Ruhe meine schöne alte Ente fahren.


Auch ein H-Kennzeichen möchte ich nicht, weil ich dann 50 Euro mehr Steuern im Jahr zahlen müsste und die Ente nicht mehr als Alltagsauto fahren könnte. Wenn ich erwischt würde und Strafe zahlen müsste, wäre ich trotzdem noch günstiger dran, als mit den legalen Vorgehensweisen. So gondle ich fröhlich mit meiner alten Ente in den Großstädten rum, in die ich gar nicht rein darf. Die Behörden haben nicht genug Personal und sie müssen mich auf frischer Tat ertappen. Zwei Polizisten in einer Umweltzone winkten sogar, als sie die Ente sahen, und freuten sich, statt mich wegen meines kriminellen Verhaltens zu bestrafen. Da ich aber immer im Parkhaus parke und da nicht kontrolliert werden darf, kann ich das auch weiterhin ohne Magenschmerzen machen und in die Großstadt zum Einkaufen gehen. Ich gebe vor den hässlichen Luftmessstationen in den Städten sogar extra viel Gas, damit ihre Messungen besonders schön werden. Ich bin ein garstiger und widerspenstiger Oldtimerfahrer und bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00035201 vom 05.03.2015 um 18:13:52 Uhr (14 Kommentare).

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Mobbing und seine Folgen

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Schöllkrippen

Ich (m/19) hatte keine sonderlich leichte Kindheit. Zuallererst sollte man wissen, dass ich in der Grundschule eines dieser Kinder war, das "anders" als die anderen war. Ich war übergewichtig, allgemein etwas "sonderbar" und auch in Sachen Schule nicht unbedingt der Beste - ich brauchte einfach länger, um die Dinge im Unterricht zu kapieren. Da ich einer dieser Außenseiter war, hatte ich auch nicht viele Freunde und wurde hauptsächlich gemobbt. Ich wurde in der Pause geschubst, man nahm mir meine Sachen weg und forderte mich auf, den Dieb zu jagen, was aufgrund meines Übergewichts ein nahezu unmögliches Unterfangen war, man schmierte auch in meine Schulbücher und so weiter. Oft machten sich meine Mitschüler einen Spaß daraus, sich ein paar Tage mit mir abzugeben und mir das Gefühl zu geben, dass sie mich mögen würden. Allerdings wurde ich sofort wie ein nasser Sack fallen gelassen, wenn ich etwas auftaute und mich ihnen öffnete. Diese Umstände führten dazu, dass ich in der Schule ziemlich oft die Beherrschung verlor und irgendwann merkte, dass ich diese Konflikte aufgrund meines Übergewichts super mit Gewalt lösen konnte.


Also begann ich, meine Mitschüler mit den Fäusten förmlich in den Boden zu stampfen. In der zweiten Klasse brach ich jemandem sogar den Arm, weswegen meine Lehrerin meine Eltern verständigte und klarmachte, dass es so mit mir nicht weitergehen konnte. Das Gewitter aus bösen Blicken und einer Standpauke nach der anderen am Abend zu Hause habe ich heute noch in Erinnerung. Doch dieser Tag war eine Art Wendepunkt in meinem Leben. Ich begann stark abzunehmen und wurde im Laufe meiner weiteren Schulzeit einer dieser ruhigen, unauffälligen Typen im Heavy-Metal-Shirt, der still seines Weges ging und mit Kopfhörern im Ohr durch den Schulgang huschte. Meine schulischen Leistungen wurden auch von Schuljahr zu Schuljahr besser. Trotz allem war ich natürlich noch eine Art Außenseiter, hatte allerdings eine kleine Gruppe Freunde, mit denen ich meine Freizeit und die Pausen verbrachte. Mit einigen dieser Leute bin ich heute noch eng befreundet und man sieht sich fast jedes Wochenende und auch oft unter der Woche. Heute bin ich, mit 19 Jahren, ein exaktes Gegenteil von dem, was ich damals in meiner Schulzeit war.


Ich habe mein stilles und zurückgezogenes Ich hinter mir gelassen und habe ein sonniges Gemüt, mache gerne Scherze und bin froh, meine Freunde zu haben, die zu mir halten und mit denen ich reden kann. Nun zu meiner Beichte: Ich weiß, dass ich mit meinen Freunden über so ziemlich alles reden kann, aber trotzdem trage ich immer noch die Angst aus meiner Schulzeit in mir mit herum, dass ich, sobald ich mich jemandem öffne, gleich wieder fallen gelassen und ausgelacht werde. Die Tatsache, dass ich mich so gut wie niemandem öffnen kann, ist auch einer der Gründe, wieso ich noch nie einem Mädchen meine wahren Gefühle gestehen konnte bzw. ihr sagen konnte, was ich für sie empfinde, da ich eine solch verflucht tief sitzende Angst in mir mit herumtrage. Dabei ist das Einzige, was ich will, nichts weiter als jemanden, der mich ab und zu mal in den Arm nimmt, wenn es mir schlecht geht und der mich einfach nur festhält, wenn ich das Gefühl habe, vollkommen hilflos oder verloren zu sein. Ich weiß, dass diese Arschlöcher aus meiner Kindheit mittlerweile nicht mehr relevant für mich sind, dennoch ist die Tatsache, so oft von mehreren Menschen verletzt worden zu sein, etwas, das ich nicht einfach ablegen kann. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00035186 vom 03.03.2015 um 14:37:42 Uhr in Schöllkrippen (13 Kommentare).

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Männersuche im Internet

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Feigheit Engherzigkeit Lügen Internet

Ich (w/26) bekomme es immer noch nicht gebacken, Männern, die mir bei einem Date nicht zusagen, direkt zu sagen, dass sie mir nicht gefallen. Stattdessen verstecke ich mich lieber vor der Person und erfinde Ausreden, um das Objekt meiner Qual irgendwie loszuwerden. Leider betrifft das nicht nur Realkontakte, sondern auf Onlinekontakte, sodass ich dann schon mal fluchtartig Chats verlassen muss oder Nachrichten ewig ignoriere, aber nicht den Mut habe eine Absage zu erteilen. Schlimmstenfalls heißt das auch mal, dass ich meine Lieblingscommunitys nicht mehr länger besuchen kann, weil ich weiß, dass gewisse Kreaturen mich sofort zuspammen, sobald ich als online angezeigt werde. Ich bereue meine Feigheit, da sie mir mein Leben erschwert, und habe teilweise auch Mitleid mit den Dackeln, ähm Männern, die mir so völlig ahnungslos hinterherlechzen, ohne zu kapieren, dass sie keine Chance haben.

Beichthaus.com Beichte #00035185 vom 03.03.2015 um 12:52:02 Uhr (7 Kommentare).

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Frau Doktor, bitte machen Sie sich frei!

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Peinlichkeit Gesundheit

Frau Doktor, bitte machen Sie sich frei!
Mein Hausarzt ist seit einigen Monaten im Ruhestand. Nachdem die Praxis einige Zeit lang unbesetzt war, wurde sie nun von einer jungen Ärztin übernommen. Da es hier in der Gegend kaum Hausärzte gibt, waren alle froh, als die Praxis wieder eröffnet wurde. Ich habe mir zunächst nicht viele Gedanken darüber gemacht, da ich selten krank bin und seit der Eröffnung im September auch noch nicht dort war. Leider hat auch mich die aktuelle Grippewelle erwischt und mir blieb der Gang zu Frau Doktor nicht erspart. Ich (m/27) werde nicht gerne von Frauen behandelt. Man könnte ja auch mal Probleme an intimen Stellen haben und ich habe eigentlich nicht das Bedürfnis, mit einer Frau über Probleme zwischen meinen Beinen zu reden. Die Untersuchung bezüglich meiner Grippe stellte ich mir zunächst eher harmlos vor. Sie wäre auch harmlos gewesen, wenn ich es nicht vergeigt hätte.

Im Behandlungszimmer erwartete mich eine junge, hübsche Ärztin, vermutlich um die 30 Jahre alt. Irgendwie wendete sich meine Abneigung gegenüber Ärztinnen in eine Art Glücksgefühl. Sie begann mit der üblichen Untersuchung mit dem Holzstäbchen, soweit war alles gut. Dann war Abhören angesagt. Sie forderte mich auf, meinen Pulli hochzuschieben: "Machen Sie sich bitte mal frei." Irgendwie ist mir in diesem Moment eine Sicherung durchgebrannt und aus mir ist herausgerutscht: "Sie zuerst." Scheinbar gar nicht mal schockiert antwortete sie ganz banal: "Ich ziehe mich erst heute Abend für meinen Freund aus." Ich bin vermutlich knallrot angelaufen und konnte mich nicht mal entschuldigen, weil es mir so peinlich war. Sie gab mir ein Rezept und hat gesagt, ich solle in ein paar Tagen wiederkommen, wenn es nicht besser wird. Ich hoffe, es wird besser.

Beichthaus.com Beichte #00035184 vom 03.03.2015 um 12:34:28 Uhr (29 Kommentare).

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