Allein in einer fremden Stadt

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Morallosigkeit Engherzigkeit Selbstsucht Shopping

Ich (m) hatte mir letzte Woche fest vorgenommen, eine bestimmte Person zu treffen. Da diese aber kurzfristig absagte, nachdem ich mir schon meine Zugtickets gekauft hatte, habe ich mir einen Ersatz gesucht - so einen Typ aus einem sozialen Netzwerk, er wollte wohl schon länger mal in der Stadt shoppen gehen. So weit so gut - kam mir ganz gelegen. Als ich ihn dann jedoch gesehen habe, ist mir extrem schlecht geworden, weil er total gestunken hat und auch sonst ungepflegt aussah. Anfangs habe ich ihm noch freundlich die Stadt gezeigt, ihm erklärt, wo er welche Sachen findet und habe ihn auch bei seiner Kleidungswahl beraten. Nach einer Stunde sind wir dann in ein Elektronikgeschäft gegangen und ich hielt es nicht mehr aus. Deshalb habe ich die Person, die ich eigentlich treffen wollte, angebettelt, dass sie doch noch kommt und habe dann die Flucht ergriffen, als meine Begleitung gerade damit beschäftigt war, an Handys herumzuspielen. Dann habe ich sofort jede Kontaktmöglichkeit blockiert. Inzwischen tut mir das allerdings schon leid, denn er schien auch nicht der Hellste zu sein. Ich beichte hiermit also, dass ich eine Person aufgrund ihres Äußeren alleine gelassen habe, in einer Stadt, in der sie sich überhaupt nicht auskennt.

Beichthaus.com Beichte #00032842 vom 09.03.2014 um 08:50:15 Uhr (8 Kommentare).

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Die Alte im Wald

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Peinlichkeit Waghalsigkeit Last Night

Ich (w) möchte etwas beichten, das mir sehr peinlich ist. Halloween letzten Jahres habe ich zusammen mit einer guten Freundin verbracht. Wir haben uns, zusammen mit etwas Alkohol und ein paar Horrorfilmen, einen gemütlichen Abend bei ihr zu Hause gemacht. Gegen Mitternacht kamen wir dann auf die Idee, einen kleinen Spaziergang zu machen. Nebenbei sollte ich vielleicht erwähnen, dass meine Freundin in der Nähe eines Waldes wohnt. Nicht weit von diesem Wald entfernt befindet sich auch ein Pflegeheim für behinderte Menschen. Da wir etwas angetrunken waren und kurz vorher einen Horrorfilm gesehen hatten, der auch in einem Wald spielte, fanden wir den Gedanken an einen Waldspaziergang recht reizend. Als wir uns dann allerdings im Wald befanden, kriegten wir es ganz schön mit der Angst zu tun, weil meine Freundin und ich hinter uns eine Gestalt rumlaufen sahen, die recht merkwürdig aussah und uns komische Sachen zurief. Die Person kam direkt auf uns zu und wir fingen laut an zu schreien und rannten weg. Am nächsten Tag haben wir beide dann erfahren, dass am besagten Abend eine geistig behinderte Frau aus dem Pflegeheim "ausgebrochen" war und sich im Wald verlaufen hatte. Hiermit möchte ich also beichten, dass meine Freundin und ich schreiend vor einer geistig behinderten Frau weggelaufen sind, wobei wir die Arme bestimmt sehr erschreckt haben, obwohl sie nur unsere Hilfe wollte. Zum Glück wurde diese Frau aber am nächsten Morgen kerngesund und wohlauf geborgen.

Beichthaus.com Beichte #00032840 vom 08.03.2014 um 14:26:35 Uhr (9 Kommentare).

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Den Trickbetrügern auf der Spur

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Diebstahl Vandalismus Gewalt Morallosigkeit Arbeit

Ich arbeite bei einer Sicherheitsfirma und habe leider zunehmend Zweifel an meinem Beruf. Die Sache ist folgende: Vor etwa zwei Jahren hatten wir sehr wenig zu tun, als uns ein Detektiv aufgesucht hat. Seine Aufgabe bestand darin, dass er Trickbetrüger aufgespürt hat - eben die typischen Sachen, wenn wieder irgendwer eine angebliche Rechnung bekommen hat, gefälschte Abmahnungen und so weiter. Viele der Trickbetrüger konnte er jedoch nicht richtig überführen, die Beweislast hätte vor Gericht nicht ausgereicht oder es war oft auch ein zu geringer Streitwert. Einige seiner Kunden hatten wohl einen gewissen Hang zur Selbstjustiz. Wir wurden dann losgeschickt, um einigen der Trickbetrüger die Wohnungen zu verwüsten, dass machen wir mittlerweile auch immer noch. Teilweise zahlen die Kunden enorme Summen, besonders wohlhabende Leute sind oft extrem beleidigt, wenn jemand sie um vermeintlich kleine Beträge betrügt.


Durch die Arbeit des Detektivs wissen wir vorher über die Leute gut Bescheid und schicken dann meistens eine hübsche Kollegin vor. Denn egal, wie gerissen diese Betrüger sind, ihr männlicher Trieb wird ihnen dann doch meist zum Verhängnis. Sie ist sozusagen unser Trojanisches Pferd. Danach geht es in die Wohnung, demjenigen wird klar gemacht, dass wir recht viel über ihn wissen und das Kopfkino bringt die Leute dann meistens dazu, alle belastenden Unterlagen rauszurücken. Wir haben noch nie jemanden grob angefasst oder gar zusammengeschlagen, ein paar kaputte Schränke in der Wohnung und die Leute fürchten sich zu Tode. Dazu wohl auch der Schock, denn die Leute haben viele belastende Dinge einfach so auf dem Wohnzimmertisch rumliegen, was mir völlig unverständlich ist. Sobald wir die Unterlagen haben und sehen, dass es sich wirklich um den Betrüger handelt, wird die Wohnung verwüstet und die Trickbetrüger müssen dabei zuschauen. Wir sind dabei sehr kreativ, der PC wird allerdings grundsätzlich mitgenommen, im Badezimmer wird gerne eine Überschwemmung angerichtet. Bei richtig üblen Betrügern haben wir auch schon mal die Toilette rausgerissen. Wichtige Unterlagen und Bankkarten oder auch Personalausweise werden mitgenommen oder, wenn möglich, im Kamin verbrannt. Zum Schluss machen wir ein Foto von den Leuten, wie sie vor ihrer verwüsteten Wohnung stehen, die Kunden wollen das in der Regel als Beweis.


Woran ich Zweifel habe, ist, dass wir zunehmend auch Bargeld mitnehmen. Darauf gekommen sind wir so gesehen nicht einmal selbst, denn viele versuchen den Schaden in ihrer Wohnung zu minimieren und fangen dann an uns zu bestechen. Besonders der PC scheint vielen sehr heilig zu sein, sodass sie dafür mehrere Tausend Euro anbieten. Da wir auf solchen PCs auch schon ganz schön widerlichen Dreck gefunden haben, ist auch klar warum. Die Angst, dass so eine Festplatte vielleicht auch mal zur Polizei geht, dürfte sehr hoch sein. Heute haben wir wieder einen Job in Bremen, der Typ ist hässlich und alleinstehend, meine Kollegin wird sich wohl passend zu den steigenden Temperaturen etwas knapper anziehen. Später zerkratzt sie dem Typen mit einem Nagel dann wieder die halbe Wohnung. Da er in einem Wohnblock lebt, sind die Nachbarn ein Problem, daher sind Spraydosen und Kratzer die bessere Lösung als ein Baseballschläger. Ich rechne so mit fünfhundert Euro Bonus pro Teammitglied. Hängt davon ab, ob er Streit mit seinem Vermieter wegen zerkratzter Fensterscheiben haben möchte. Ich weiß, dass vieles was ich tue, nicht richtig ist, aber mein Job macht mir manchmal schon Spaß.

Beichthaus.com Beichte #00032837 vom 07.03.2014 um 15:02:50 Uhr (26 Kommentare).

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Offline-Spamming

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Rache Arbeit

Offline-Spamming
Ich habe früher mal Werbeprospekte ausgeteilt. Dabei hatte ich eine festgelegte Strecke, die immer gleich war. Auf der besagten Strecke war ein Haus, bei dem der Bewohner ständig aus dem Haus gepoltert kam, wenn ich den Prospekt einwarf, und immer hatte er was zu meckern. Entweder, ich hatte zu viele Prospekte eingeworfen oder zu wenige. Oder ich sollte nicht so einen Lärm mit dem Briefkastendeckel machen - er fand quasi jedes Mal etwas zu meckern. Nach dem dritten oder vierten Mal bestellte ich online Unmengen von Werbematerial auf seinen Namen. Als ich das nächste Mal Werbung austeilen kam, war sein Briefkasten total vollgestopft, sodass schon Prospekte vor seine Haustür auf den Boden gelegt worden waren bzw. vom Wind durch die Gegend geweht wurden. Muss ich dazu sagen, dass es sich natürlich grundsätzlich um Werbung von Sexshops handelte?

Beichthaus.com Beichte #00032833 vom 06.03.2014 um 20:07:14 Uhr (4 Kommentare).

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Der Soziopath

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Falschheit Lügen München

Ich (m/23) bin ein Soziopath. Das heißt, dass ich weder Reue noch Mitgefühl empfinde. Das war schon immer so, ich habe zum Beispiel schon im Kindergarten Insekten gequält und Mordgedanken gegen meine Erzieherinnen gehegt. Anderen Menschen gegenüber bin ich innerlich gleichgültig. In der Grundschule hatte ich einen besten Freund, mit dem ich mir immer Mutproben ausgedacht habe. Einmal haben wir abends auf einer Baustelle gespielt, wo gerade ein Haus errichtet wurde. Ich habe ihm vorgeschlagen, als Mutprobe an dem Baugerüst hochzuklettern. Dabei habe ich ihn immer mehr angestachelt und ihn einen Angsthasen genannt. Plötzlich rutschte er aus, fiel etwa zehn Meter tief und brach sich das Genick. Ich erinnere mich daran, dass meine Mutter mich nach dem Ereignis getröstet hat und mir gesagt hat, dass ich mir keine Vorwürfe machen soll. Aber ich war überhaupt nicht traurig und hatte auch kein schlechtes Gewissen. In der Pubertät habe ich einen regelrechten Menschenhass entwickelt und hatte Mordgedanken. Gleichzeitig habe ich es aber geschafft, nach außen hin den Sunnyboy zu mimen, habe ein ausgezeichnetes Abitur hingelegt und über meinen Lauf bei den Frauen konnte ich mich auch nicht beklagen. Ich will nicht angeben, aber manche Frauen betteln förmlich darum, schlecht behandelt zu werden. Sie denken, dass sie mich mit ihrer Liebe ändern können, dabei habe ich nur Verachtung für sie übrig.

Irgendwann war ich dann mal beim Psychodoc, nicht weil ich irgendein Problem habe, sondern weil ich mich schon seit meiner Kindheit anders fühle und weil ich eine professionelle Meinung dazu hören wollte. Er meinte, dass ich eine dissoziale Persönlichkeitsstörung hätte. Außerdem sei ich ziemlich intelligent. Ich habe mich in der letzten Zeit intensiv mit meiner Soziopathie beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass sie mich zu keinem schlechteren Menschen macht als andere, zumindest solange ich keine Straftat begehe. Außerdem sind "normale" Menschen, also solche, die über Empathie verfügen, schließlich auch in der Lage, schreckliche Taten zu begehen. Man denke nur an den Nationalsozialismus, ich bin mir sicher, dass die Menschen damals nicht alle Soziopathen waren. Und ich kann ja nichts dafür, dass ich so bin, wie ich bin, ich war schließlich schon immer so. Aber nun zu meinem eigentlichen Problem: Es nervt mich, dass ich ständig hinter einer Art "Maske" leben und mein wahres Ich vor meinen Mitmenschen verstecken muss. In der Vergangenheit habe ich mich einigen Menschen gegenüber geöffnet und ihnen von meiner Gefühlskälte erzählt, aber sie haben mir entweder nicht geglaubt oder sich von mir abgewandt. Irgendwann habe ich dann angefangen, allen Leuten von meiner angeblichen schweren Kindheit zu erzählen, dabei hatte ich eine sehr behütete Kindheit. Ich habe das Gefühl, wenn ich ihnen erzähle, dass ich zum Beispiel von meinem Vater misshandelt wurde, haben sie einfach mehr Verständnis für mich. Das ist auch der Grund, weshalb ich meinen Eltern bis jetzt noch keine meiner Freundinnen vorgestellt habe.

Beichthaus.com Beichte #00032831 vom 06.03.2014 um 16:23:58 Uhr in 81739 München (Rudolf-Zorn-Straße) (42 Kommentare).

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