Demenz und mein Hass auf die Gesunden

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Ekel Hass Rache Zorn Gesundheit

Als bei mir (m) vor einigen Monaten Demenz diagnostiziert wurde, brach für mich eine Welt zusammen. Ich verspürte einen tiefen Hass gegen Gott und beneidete und missgönnte allen Menschen in meinem Alter ihre Gesundheit. Dann wurde mir bewusst, dass ich die Zeit, in der ich noch klar im Kopf bin, so gut es geht nutzen muss! So habe ich mir dann ein paar Dinge erfüllt, von denen ich schon lange träumte. Ich fuhr zum Beispiel in die nahe gelegene Stadt und gönnte mir die schärfste Bratwurst, die man in Deutschland essen kann. Ein paar Wochen später fuhr ich über die Grenze gen Osten auf der Suche nach einer Dame, die ihre Dienste auch ohne Kondom anbietet. Ich fand die Vorstellung, irgendwo eine Horde von Kindern zu haben, von denen ich nichts weiß, die mir aber ähnlich sind und durch die auch nach meinem Tod etwas von mir auf der Welt zurückbleibt, immer schon sehr stimulierend. Indem ich meine preislichen Vorstellungen etwas anhob, wurde ich auch schnell fündig, Sorgen wegen sexuell übertragbaren Krankheiten stellten sich bei mir nicht ein. Sollte es dazu kommen, werde ich die wohl sowieso nicht mehr mitbekommen.

Als mir dann ein paar Monate später mitgeteilt wurde, dass ich wohl bald nicht mehr in der Lage sein werde, alleine zu wohnen und wohl in eine entsprechende Einrichtung übersiedeln müsse, erstellte ich eine Liste von Menschen, die mir in meinem Leben entweder gut oder schlecht mitgespielt haben, um sie entweder dafür zu belohnen oder sie für ihr Verhalten je nach Grad des Vergehens zu bestrafen. Meinen Freunden widmete ich vermehrt Zeit und machte ihnen Geschenke. Für die schlechten Menschen aus Kindergarten, Schule, Ausbildung und Beruf, hatte ich mir etwas Besonderes überlegt. Ich sammelte über mehre Tage meine Fäkalien. Mit meinem Urin füllte ich Wasserbomben, mit dem Kot kleine Beutel. Mit einer Schleuder und meinen Beuteln bewaffnet zog ich mehrere Nächte los und beschoss die Häuser der Übeltäter. Brav setzte ich anschließend hinter jeden Namen der Gemaßregelten in der Liste einen Haken.

Was ich nun eigentlich beichten möchte? Vor ein paar Tage fand ich eine weitere Liste, mit Namen von Leuten, die bestraft werden sollen. Auf dieser Liste fanden sich aber fast alle Namen wieder, die auch schon auf der alten Liste zu finden waren. Hinter jedem dieser Namen befand sich bereits ein Haken. Ich muss also beichten, dass ich versehentlich manchen Menschen doppelt bestraft habe und ich ihnen dabei anscheinend übler mitgespielt habe, als ich eigentlich wollte. Dafür möchte ich mich entschuldigen und um Verzeihung bitten, auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin, was es mit dieser Liste genau auf sich hat und wie diese dort hingekommen ist. Vor allem aber bereue ich meine frevelhaften Gedanken gegen Gott, die ich in den ersten Wochen, als mir meine Krankheit mitgeteilt wurde, gehegt habe.

Beichthaus.com Beichte #00032576 vom 15.01.2014 um 11:21:14 Uhr (33 Kommentare).

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Angst vor der Morgenlatte

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Feigheit Verzweiflung Gesundheit Börger

Angst vor der Morgenlatte
Ich (m/35) habe Angst impotent zu werden. Vor zwei Jahren machte ein traumatisches Ereignis meinen gleichaltrigen Cousin nämlich auf einen Schlag impotent. Er hatte ohne jeglichen Medikamentenmissbrauch à la Viagra eine Dauererektion (Priapismus) traute sich damit aber erst in die Notaufnahme, als er die Schmerzen nicht mehr aushielt und schon fast zwei Tage vergangen waren. Das hat alles kaputtgemacht! Heute schafft er kaum mehr eine Erektion, die den Geschlechtsverkehr möglich machen würde. Er ist depressiv und seine Verlobte hat ihn auch verlassen. Ich habe nun wahnsinnige Angst, dass das in der Familie liegt und mich irgendwann dasselbe Schicksal heimsucht. In der Nacht habe ich nämlich fast ununterbrochen eine Erektion. Dabei ist es egal, was ich träume oder wie häufig ich zuvor sexuell aktiv war. Jedes Mal, wenn ich aufwache, gehe ich deshalb ins Badezimmer und lege mein Teil auf die kalte Marmorplatte. Es dauert manchmal Ewigkeiten, bis er wieder schlaff ist. Meine Freundin hat mich peinlicherweise auch schon dabei erwischt. Meine Angst ist aber größer als die Scham. Normal kann das nicht sein, denn ich habe mit Sicherheit in jeder Nacht mindestens eine ununterbrochene Dauererektion von drei Stunden. Nicht 15 bis 40 Minuten, wie es eigentlich sein müsste. Das geht schon beim Einschlafen los. Ich sehe mich schon in die Impotenz hineinschlittern, habe wahnsinnige Angst davor und weiß gar nicht, was ich dagegen tun kann. Alles genetisch vorbestimmt?

Beichthaus.com Beichte #00032500 vom 02.01.2014 um 07:46:30 Uhr in Börger (33 Kommentare).

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Endstation Proktologie

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Gewalt Fetisch Gesundheit Sex Ramsau am Dachstein

Endstation Proktologie
Ich habe meine Freundin lange Zeit angebettelt, da ich gerne mal analen Verkehr mit ihr ausprobieren wollte. Da sie aber noch nie Sex in ihr Hintertürchen hatte, brauchte ich einige Monate, um sie dazu zu überreden. Als es dann endlich so weit war, dürfte ich etwas zu forsch gewesen sein, denn meine Freundin wurde am nächsten Tag stationär in die Proktologie aufgenommen, weil sie nicht mehr aufhörte zu bluten. Es tut mir unendlich leid, dass ich meine Freundin durch meine Vorliebe so verletzt habe. Aber wenigstens habe ich etwas gelernt, denn zuvor wusste ich nicht einmal, dass es einen Arzt für den Po gibt, geschweige denn, dass man ihn Proktologen nennt. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032365 vom 07.12.2013 um 23:10:31 Uhr in 8972 Ramsau am Dachstein (43 Kommentare).

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Sie verlor beinahe ihre Hand

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Dummheit Gesundheit Arbeit

Ich bin angehender Krankenpfleger im dritten Lehrjahr in einem Krankenhaus. Vor einigen Wochen nahm ich bei einer bewusstlosen Patientin Blut ab. Allerdings ist die Vene geplatzt und es blutete sehr stark. Das ist zunächst nichts Seltenes, es muss dann aber ein Druckverband angelegt werden. Da ich keine Mullbinde zur Anlage eines Druckverbandes hatte, benutzte ich den Stauschlauch. So weit ist das ja kein Problem. Allerdings fiel mir erst nach gut einer Stunde ein, dass ich den Stauschlauch noch nicht gelöst hatte. Voller Panik lief ich in das Zimmer, in dem die Patientin lag. Es war dunkel und ich sah schon von der Tür aus, dass die Hand blitzeblau und fleckig war. Schnell löste ich den Druckverband und sah schon vor meinem inneren Auge, wie die Hand abgenommen und ich von der Ausbildung ausgeschlossen wurde. Ich kontrollierte nun alle fünf Minuten die Durchblutung und die Motorik und hoffte, dass alles wieder gut werden würde. So kam es dann glücklicherweise auch. Mein großes Glück war nämlich, dass die Frau eine hundsmiserable Gerinnung hatte, sodass nichts wirklich Gravierendes passierte. Den Vollkräften erzählte ich von alldem nichts, ich hoffte einfach, dass es nicht auffallen würde. So war es dann ja auch. Der Patientin ging es dann einige Tage später wieder besser und mittlerweile ist sie wieder in ihrem Pflegeheim. Ich allerdings mache mir noch immer riesige Vorwürfe, denn eigentlich bin ich ein sehr guter Schüler und mir passieren selten Fehler. Und gerade so ein schlimmer und verheerender Pflegefehler ist mir noch nie passiert - ich habe mir immer geschworen, es nie so weit kommen zu lassen. Es tut mir leid, dass ich aufgrund meiner Unachtsamkeit die Hand der Frau gefährdet habe!

Beichthaus.com Beichte #00032361 vom 06.12.2013 um 22:13:46 Uhr (10 Kommentare).

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Der Herzinfarkt meiner Mutter

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Verzweiflung Drogen Familie Gesundheit

Meine Mutter erlitt heute Nachmittag einen Herzinfarkt und liegt nun im Krankenhaus - sie ist wohl in keiner guten Verfassung. Ich (16) sitze bekifft in meinem Zimmer und kann es einfach nicht fassen. Ich bringe es nicht übers Herz, im Krankenhaus anzurufen, um zu fragen, wie es ihr geht, weil ich panische Angst habe, dass sie stirbt. Stattdessen sitze ich lieber in meinem Zimmer und rauche Gras und Tabak, obwohl ich weiß, dass ich morgen trotz allem in die Schule gehen muss und übermorgen eine wichtige Arbeit ansteht. Lieber Gott, bitte sorge dafür, dass alles gut wird.

Beichthaus.com Beichte #00032286 vom 24.11.2013 um 20:08:57 Uhr (21 Kommentare).

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