Mit Papas Porsche an der Ampel

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Waghalsigkeit Hochmut Peinlichkeit Auto & Co.

Meine Beichte beginnt an einem warmen Sommertag vor einigen Jahren. Ich fuhr mit meinem altem Ford recht flott auf der linken Spur einer Bundesstraße stadteinwärts Richtung Stuttgart. Es war wunderschönes Wetter und laute Musik drang aus meiner alten Anlage zu meinen Ohren. Ein kurzes Stück vor einer Ampel und 50 km/h Begrenzung setzte ich dann zum Überholen eines Porsche-Cabrios an, welches auf der rechten Spur ein Stück langsamer unterwegs war. Kollege Porschefahrer meinte aber, seiner Beifahrerin imponieren zu müssen und gab Gas. Tja, vor ihm war noch ein Auto, er musste hinter mir einfädeln und ich war vor ihm an der roten Ampel angekommen. Ich stand also auf der linken von drei Spuren, ließ meine Fenster herunter und da kam auch der Kollege Porschefahrer. Ein originales Musterbeispiel für pomadigen Fahranfänger mit reichem Papi, auf dem Beifahrersitz dafür eine junge attraktive Blondine. Naja, der Frischling musste natürlich den Motor aufheulen lassen, um mich herauszufordern. Zur Erinnerung: Meine alte Karre hatte kaum 100 PS und mir war wohl bewusst, dass ich bei einem Rennen verlieren werde. Außerdem, an der Stelle folgte sofort wieder eine Ampel und Rennen fährt man einfach nicht!


Trotzdem habe ich nett zu seiner Begleitung rübergelächelt, ein paar Mal den Motor krächzen lassen und etwas Show gemacht. Der junge Herr schaute mir sogar tief in die Augen, da kam mir eine lustige Idee. Ich schaute nur kurz hoch zur Ampel, dann ließ ich meine Reifen quietschen, fuhr einen Meter an und bremste wieder. Hey - die Ampel war immerhin rot! Dies hatte der Frischling aber nicht mitbekommen und panikartig das Gaspedal betätigt. 100 Meter weiter musste es ihm aufgefallen sein, als er völlig verwirrt mitten auf sein Spur bremste und nicht mehr wusste, was er machen sollte. Doch die Show ging gerade erst los, das Cabrio war noch nicht einmal zum Stehen gekommen, da ging auch schon ein Martinshorn an und ein Polizeiwagen fuhr dem Porsche hinterher. Die mussten unser Treiben genüsslich aus einer Parkhausaufahrt, welche auf unsere Spur mündete, verfolgt haben.


Ehrlich gesagt, zu dem Zeitpunkt habe ich unfassbar lachen müssen. Ich konnte es mir zudem nicht verkneifen, als die Ampel dann grün schaltete, schadenfroh winkend an ihm vorbeizufahren. Ich war mir recht sicher, dass der vermeintlich reiche "Sohn" seinen Führerschein verlieren würde, denn der war bestimmt noch nicht aus der Probezeit heraus. Heute möchte ich beichten, dass es mir leidtut, was ich damals getan habe. Zwar hatte ich nichts davon geplant und auch war dies keine Kreuzung (wie gesagt, es gab nur unsere Spuren und eine Parkhausausfahrt), doch war es pures Glück. Was hätte passieren können, wenn er auf eine Kreuzung gefahren wäre, dank meines Witzes? Es tut mir wirklich leid und ich bin ehrlich froh, dass die Geschichte gesundheitlich super für alle gelaufen ist!

Beichthaus.com Beichte #00038032 vom 10.04.2016 um 18:37:35 Uhr (11 Kommentare).

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Arbeit macht frei

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Maßlosigkeit Schamlosigkeit Zorn Kollegen

Ich habe eine ungarische Kollegin auf der Arbeit, mit der ich mich immer sehr gut verstanden habe - und auch noch immer gut verstehe. Vor einigen Tagen wollte ich sie über einen Messenger anschreiben, um den Dienstplan von ihr zugesendet zu bekommen und sah somit auch ihr Status dort. Dieser lautete: "Arbeit macht frei!" Mir fiel in dem Moment alles aus dem Gesicht. Schrieb ihr sofort, dass sie so etwas nicht in ihrem Status stehen haben sollte, da dies in den Konzentrationslagern an der "Eingangstür" stand. Sie lachte mich nur aus und meinte, das sei doch gar nicht schlimm und ich solle mich nicht so anstellen und fing dann an abzuschweifen und über die Arbeit zu meckern. Ich wusste in dem Moment wirklich nicht mehr, was ich sagen sollte.


Ein Uropa von mir war zur NS-Zeit für einige Jahre in einem KZ Häftling, und da ich ihr das irgendwann mal erzählt hatte, wusste sie natürlich auch Bescheid darüber. Ich bin froh momentan Urlaub zu haben und sie nicht sehen zu müssen, aber ich weiß absolut nicht, was ich machen werde und vor allem, wie ich ihr gegenüber reagieren soll, wenn ich sie in ein paar Tagen wieder sehen werde. Sie widert mich als Person einfach nur noch an. Vielleicht reagiere ich da über und die Sache ist wirklich belanglos, aber ein solches Gedankengut sowie solche Äußerungen widern mich einfach nur an und ich kann absolut nicht nachvollziehen, wie man so etwas in seinen Status schreiben kann, der für jeden sichtbar ist.

Beichthaus.com Beichte #00038031 vom 10.04.2016 um 17:37:21 Uhr (46 Kommentare).

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Spielsüchtige sollten immer verlieren

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Sucht Engherzigkeit Boshaftigkeit Arbeit

Ich bin Dealer im Casino. Ich freue mich oft, wenn Spielsüchtige verlieren, damit sie endlich mal einsehen, dass es keinen Sinn hat. Zudem freue ich mich, weil ich denke, dann kann ich mal eine Stunde eher Feierabend machen (an den Wochentagen kommen nur einzelne Spielsüchtige, da muss man so lange bleiben, wie diese ekligen Alten). Wenn sie dann alles verloren haben, gehen sie leider zum Geldautomaten und kommen mit neuen Scheinen wieder. Das macht mich so aggressiv! Ich hoffe dann immer, dass sie wieder alles verlieren. Ich muss sehr oft den Gestank, die Aggressionen und das Gepöbel der Spieler aushalten. Da ist ein bisschen Schadenfreude ja gestattet.

Beichthaus.com Beichte #00038030 vom 10.04.2016 um 16:48:43 Uhr (15 Kommentare).

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Er wurde böse geboren!

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Verzweiflung Hass Kinder

Ich (m/29) bin bestimmt keiner von den Menschen, die immer behaupten, dass alle Kinder heute so schrecklich und so verzogen seien. Ich kenne fast nur nette Kinder hier in meinem Umfeld. Doch ich beichte, dass ich ein Kind abgrundtief hasse. Es ist die große Ausnahme. […]
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Beichthaus.com Beichte #00038029 vom 10.04.2016 um 12:21:04 Uhr (18 Kommentare).

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Spezialitäten aus der Bundeswehrkantine

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Ekel Maßlosigkeit Unreinlichkeit Zivi & Bund Ernährung

Ich arbeite in einer Bundeswehrkantine als Koch. Wir, meine Kollegen und ich, lecken jedes Mal nach einem Spülgang das Besteck ab oder reiben es uns unter die Achseln. Wenn es Gulasch oder einen Eintopf gibt, rotzen wir ständig in den Topf rein, oder ein Kollege hat auch die komische Angewohnheit, sein Smegma in einem kleinen Fläschchen zu sammeln und es dann in den Topf zu mischen. Das ist richtig eklig und ich finde, dass dies ein bisschen zu weit geht. Bei diesen Sachen macht wirklich jeder mit, vom Küchenchef bis zu den Aushilfskräften. Ich habe allerdings echt Angst, dass uns dabei mal einer erwischt - aber es macht einfach viel zu viel Spaß diesen ganzen Lackaffen beim Essen zuzuschauen, während wir uns einen Ast ablachen.

Beichthaus.com Beichte #00038028 vom 10.04.2016 um 10:13:57 Uhr (24 Kommentare).

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