Die Nacht im Möbelladen

15

anhören

Waghalsigkeit Neugier Last Night Jestetten

Die Nacht im Möbelladen
Ich (m/22) verbrachte die Nacht in einem Möbelhaus. Mir war abends einfach langweilig ohne meine Freunde, die alle über die Osterfeiertage weggefahren sind. So ging ich eben ins Möbelhaus, um mir die Zeit zu vertreiben. Es war schon so spät, dass schon per Lautsprecher aufgefordert wurde, den Laden zu verlassen. Ich wollte mich schon auf den Weg machen, bis mir eine geniale Idee kam. Schon immer war es mein Traum, mal eine Nacht alleine in einem Geschäft zu verbringen. Also versteckte ich mich unter einem Bett und wartete auf das Erlöschen der Lichter. Doch es war die Hölle! Ich musste geschlagene drei Stunden warten, da noch Mitarbeiter dauernd rumliefen und das Licht permanent an war. Um Mitternacht war die Luft endlich rein, sodass ich mich umsehen konnte. Zunächst bereute ich es, nicht meine Taschenlampe mitgenommen zu haben, denn sehen konnte ich erst wenig. Doch glücklicherweise fand ich in den Ein-Euro-Ramschkisten tatsächlich eine funktionierende Taschenlampe. Als Erstes bediente ich mich am Bonbonteller am Infostand. Wirklich meinen Hunger stillen konnte ich damit nicht, aber lecker war es allemal. Mit meinen letzten zwei Euro holte ich mir noch eine Cola aus dem Automaten, um es richtig krachen zu lassen.

Ich legte ich auf einer Couch hin, bis ich irgendwann einpennte. Zu allem Überfluss schlief ich bis sieben Uhr morgens, was richtig heikel wurde. Der Chef des Möbelhauses, oder wer auch immer das war, machte die Lichter an. Ab da an dachte ich: "Ach scheiße, jetzt bin ich am Arsch". Raus konnte ich jetzt nicht, da noch kein Kunde den Laden betritt und ich so aufgeflogen wäre. Also musste ich noch eine Stunde warten, bis die ersten Kunden kamen. Ich verließ dann das Geschäft, als wäre nichts gewesen und war wirklich froh, wieder raus zu sein. Jetzt im Schreiben fällt mir wieder ein, dass meine Colaflasche noch dort ist. Naja, es war doch immerhin sehr lustig. Ich bitte um Absolution, weil ich niemanden mit meinem Verhalten geschadet habe.

Beichthaus.com Beichte #00035392 vom 04.04.2015 um 14:21:51 Uhr in Jestetten (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Das brennende Puppenhaus

10

anhören

Dummheit Neugier Kinder

Als ich ungefähr zehn Jahre alt war, schaute ich immer Zurück in die Zukunft. Und in diesem Film gibt es eine Szene, wo Doc Brown an einem Modell demonstriert, wie er Marty zurück in die Zukunft schicken möchte. Er hat da das Rathaus und die Stadt aus Holz nachgebaut und hatte ein Aufzieh-Auto als Zeitmaschine. Mit einem Schweißgerät hat er den Blitz simuliert - das fand ich richtig toll, da ich wusste, dass mein Vater auch ein Elektroschweißgerät hatte. Als Rathaus nahm ich das große, schöne Puppenhaus meiner Schwester, außerdem schnappte ich mir Papas alte Armbanduhr und kaufte mir einen aufziehbaren Trabi. Dann baute ich noch Laternenpfähle und nahm dünne Lautsprecherkabel. Als ich alles aufgebaut hatte, holte ich das Schweißgerät und klemmte denn Minuspol an die selbst gebaute Laterne. Ich ließ den aufziehbaren Trabi losfahren und wartete, bis er nah genug am Puppenhaus war. Danach klemmte ich den Pluspol vom Schweißgerät an das andere Ende vom Kabel, also oben am Puppenhaus, wo ich die Uhr montiert hatte. Es tat einen lauten Schlag, Funken spritzten, und es gab einen Kurzschluss. Irgendwie muss das Puppenhaus Feuer gefangen haben und ist abgefackelt. Meine Schwester war natürlich am Heulen, ich bekam Hausarrest und Fernsehverbot und musste mit meinem Taschengeld ein neues Puppenhaus kaufen. Heute tut es mir wirklich leid, dass das Puppenhaus in Flammen aufging.

Beichthaus.com Beichte #00035364 vom 31.03.2015 um 12:35:22 Uhr (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“Folge

Braune Tupfer an der Tapete

9

anhören

Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit Neugier Kinder

Ich möchte beichten, dass ich früher als kleiner Junge öfters eklige Sachen gemacht habe. Einmal hat mein Vater frisch tapeziert. Weiße Raufasertapete. Ich fand das aber langweilig und hatte eine Idee. Ich nahm den Toilettentrainer meiner kleinen Schwester, und habe einen ordentlichen Haufen reingelegt. Danach habe ich mit meinen Fingern schöne braune Tüpfchen an die frische Tapete gemacht. Mein Vater war natürlich nicht begeistert - er musste alles neu machen, und die ganze Wohnung hat gestunken. Als Kind habe ich aber auch immer den Bauern zugeschaut, wie diese ihr Feld mit Gülle düngen. Ich fand das wirklich faszinierend. Wir hatten außerdem einen Rauhaardackel, der sein Geschäft oft im Garten verrichtete. Ich hatte einen kleinen Wagen und ein Fahrrad, also habe ich die ganzen Hundehaufen eingesammelt, in den kleinen Waagen gepackt und hinten an mein Fahrrad gehängt - natürlich mit der Klappe offen. Ich muss gestehen, ich habe auch noch in den Waagen gepinkelt. Danach bin los gefahren, und zwar in Richtung Hauptstraße, und habe mitten auf der Strasse meine Gülle verteilt. Allerdings kam ein Motorradfahrer und ist in der Gülle ausgerutscht. Das Ende vom Lied war, dass die Karosserie vom Motorrad Schrott, der Bremshebel verbogen, und der Fahrer außerdem voller Hundekot war. Den Schaden mussten natürlich meine Eltern bezahlen und ich bekam Hausarrest. Heute weiß ich dass das echt gefährlich war. Aber manchmal muss ich immer noch darüber lachen.

Beichthaus.com Beichte #00035347 vom 29.03.2015 um 14:03:01 Uhr (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Junge Schülerinnen in Slips

12

Neugier Begehrlichkeit Wollust Schule

Ich bin 31 Jahre alt, stehe aber immer noch auf Teenager. Ich bin Ingenieur und wohne seit sechs Jahren mit meiner Partnerin (29) zusammen, in einer recht netten Wohnung. Ich arbeite ehrenamtlich als Admin im Schulförderverein. Teilweise gebe ich Realschülern (8-10 […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00035302 vom 23.03.2015 um 14:49:24 Uhr (12 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Betrunken in Frankreich

10

anhören

Trunksucht Schamlosigkeit Neugier Ekel Last Night

Ich bin gerade in einem Erasmusaufenthalt in Frankreich und wohne gezwungenermaßen in einem hiesigen Studentenwohnheim. Wie das als Ausländer - und vor allem als Erasmusstudent so ist, ist man quasi dazu verpflichtet, jede Festlichkeit, die sich bietet, mitzunehmen und natürlich auch das eine oder andere Bierchen zu naschen. Man hat ja als Deutscher die Bierkultur hochzuhalten, hört sich vielleicht komisch an, aber sobald man sich im Ausland bewegt, ertappt man sich des Öfteren, dass man sich auf dieses Stereotyp der unerreichten deutschen Braukunst beruft. Wie dem auch sei - zugetragen hat sich Folgendes: Der Zenit der Campusparty war längst überschritten und ich hatte demnach Unmengen von alkoholischen Leckereien inhaliert, wiedergefunden habe ich mich auf einer kurzen Afterhour im besagten Wohnheim. Wie das wohnheimtypisch so ist, ähnelt ein jedes Stockwerk exakt dem Anderen. Ich muss mich in der siebten Etage befunden haben, als mich der langsam anbahnende und immer stärker werdende Stuhldrang forcierte, mein eigenes Schlafgemach schnell aufzusuchen, eine Stange Lehm aus den Lenden zu pressen und in der Wonne meiner durchgelegenen Matratze in den Schlaf zu gleiten.


Praktisch, dachte ich mir beim Verlassen der Afterparty - der Flur ist ja meiner, 20 Meter dann links und dann bin ich ja schon da. Nur blöd, dass ich vergessen hatte, die vier Etagen zu meinem Reich runterzugehen. Mein Türäquivalent war offen und ich trat ein. Zuerst bemerkte ich nicht, dass ich mich nicht in meiner Wohnung befand, erst als ich mich auf dem Keramikthron platzierte, hemmungslos entspannte und mich vollkommen dem befreienden Gefühl der Erleichterung hingab. Mein Blick schweifte umher und ich erkannte zwangsläufig an Duschgel, Postern und Handtüchern, dass ich mich nicht bei mir befand. Nach vollendetem Geschäft erklärte ich die Toilette umgehend für Lebewesen mit funktionierendem Geruchsepithel als Sperrzone - für die kommenden drei Jahre. Eigentlich wollte ich mich schnellstmöglich auf den Heimweg machen, doch beim Verlassen der Toilettenräumlichkeit ergriff mich ein starker und unnachgiebiger Drang der Neugier, wer denn hier wohnt. Ich trat ein und eine ganz passable Brünette lag schlafend im Bett.


Ich fasste das nicht erschallende "raus hier" als Einladung, mich im Zimmer und Küche umzusehen, netterweise waren noch Crêpes da und ich snackte erst einmal gefühlte 37 der bretonischen Eierkuchen und bediente mich am Saftarsenal aus dem Kühlschrank, bis ich dann beschloss, schlafen zu gehen. Neben der Französin. Was das dann am nächsten Morgen für verstörende Blicke ihrerseits hervorgerufen hatte, könnt ihr euch sicher denken, mittlerweile ist einige Zeit vergangen und ich besuche diese Madame des Öfteren, man konzentriert sich dabei aber nicht auf Crêpes essen, so viel sei gesagt. Ich bereue, dass ich mit meinem unmoralischen Verhalten noch auf einen grünen Zweig gestoßen bin, und meine nächtliche Unverschämtheit noch erfolgreich war. Meiner Meinung nach sollte keine Tat folgenlos bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00035274 vom 18.03.2015 um 23:13:10 Uhr (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge