Das fremde Herz in meiner Brust

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Hass Selbstverletzung Verzweiflung Gesundheit

Ich lebe seit meinem fünften Lebensjahr mit einem fremden Herz und habe deshalb seit meinem dreizehnten Lebensjahr Depressionen. Ich fühle mich irgendwie "schuldig", weil jemand sterben musste, damit ich leben kann. Manchmal macht mir "mein" Herz auch Angst. Oft merke ich es, wenn ich mich zum Beispiel anstrenge und dann die Herzschläge in meiner Brust spüre. Dann muss ich immer daran denken, dass es nicht mein Eigenes ist und immer wieder quält mich der Gedanke an die Person, der es eigentlich gehört hat. Ich gehe zu einem Psychologen, seit ich 15 Jahre alt bin, aber auch der kann mir nur wenig helfen. Ich denke immer, ich habe das nicht verdient. Eigentlich dürfte ich gar nicht mehr leben und das Herz will eigentlich auch nicht mehr schlagen. Ich könnte mich jederzeit in Lebensgefahr bringen, wenn ich meine Tabletten nicht nehme, also die Tabletten für das Herz, damit es nicht abgestoßen wird. Und ich habe schon oft mit dem Gedanken gespielt, sie einfach mal wegzulassen, um das Herz zu "erlösen". Ich fühle mich so verdammt schuldig und ich traue mich auch kaum, jemandem zu sagen, dass mein Herz nicht mein Eigenes ist, weil ich dann Angst davor habe, als "Schmarotzer" angesehen zu werden. Ich konnte es mir als Fünfjährige ja nicht aussuchen. Wäre ich erwachsen gewesen, hätte ich mich vielleicht gegen das fremde Herz entschieden. Gut, man kann einwenden, dass der Herzspender dieses Herz abgeben wollte, aber woher soll ich so genau wissen, ob er oder sie wirklich so einen Organspendeausweis hatte? Die wenigsten Leute haben so einen Ausweis! Meistens müssen die Angehörigen entscheiden, ob der Tote Spender wird oder nicht. Was ist, wenn er es dann gar nicht gewollt hätte? Das macht mich total verrückt! Hiermit beichte ich, dass ich dieses Organ am liebsten loswerden würde.

Beichthaus.com Beichte #00033108 vom 21.04.2014 um 21:05:18 Uhr (35 Kommentare).

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Streitthema: Rauchen

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Sucht Engherzigkeit Zwietracht Gesundheit Partnerschaft Brilon

Ich (w/28) bin seit vielen Jahren mit meinem Partner verheiratet. Seit ich ihn kenne, raucht er. Zwar hat er nur bei der Arbeit am Tag 2-3 Zigaretten geraucht, aber auch das störte mich extrem, da er immer nach kaltem Rauch stank, wenn er nach Hause kam. An sich bin ich sowieso eine Verfechterin gegen das Rauchen, da ich keine Vorteile daran erkennen kann. Aber das ist ja allgemein bekannt. Vor ein paar Monaten hat mein Mann Schmerzen in der Brustgegend bekommen. Er war beim Kardiologen, beim Pneumologen, aber es wurde nichts gefunden. Seitdem er diese Schmerzen hat, hat er mit dem Rauchen von einem Tag auf den anderen aufgehört, da er es jetzt doch mit der Angst zu tun bekam, dass es an seinem Konsum liegen könnte. Leider wissen wir immer noch nicht, woher die Schmerzen kommen, aber ich freue mich riesig darüber, dass er endlich mit dem Rauchen aufgehört hat. Es war ein ewiger Streitpunkt, der ungefähr alle drei Monate mal zwischen uns eskaliert ist. Es tut mir wirklich leid, dass mein Mann sich quält, aber ich bin auch einfach froh, dass wir über diesen Mist nicht mehr streiten.

Beichthaus.com Beichte #00033078 vom 17.04.2014 um 13:31:52 Uhr in Brilon (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Chemo während des Auslandsjahrs

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Lügen Falschheit Gesundheit

Ich (w/19) muss hier etwas beichten, was mich wirklich sehr belastet. Ich habe letztes Jahr mein Abi gemacht und wollte danach für ein Jahr nach Australien, was ich natürlich auch meinen Freunden und Verwandten erzählt habe. Ein paar Wochen vor meiner geplanten Abreise bekam ich jedoch beim letzten Arztcheck die Diagnose Darmkrebs. Für mich brach eine Welt zusammen, jedoch beschloss ich, erst einmal nur meinen Eltern davon zu erzählen. Ich bin mir sicher, dass einige meiner Freunde ihren eigenen Auslandsaufenthalt wegen mir abgesagt hätten, hätte ich ihnen davon erzählt. Ich wollte kein Mitleid und wollte auch nicht, dass sie sich Sorgen um mich machen. Also habe ich wie geplant meine Abschiedsparty gefeiert und bin anschließend in die Schweiz gegangen, wo ich immer abwechselnd Chemotherapie und Kur hatte. Den Kontakt zu meinen Freunden und Verwandten habe ich immer aufrechterhalten und regelmäßig Fotos von Australien aus dem Internet geschickt, sie als meine ausgegeben und mir die schönsten Geschichten ausgedacht, was ich angeblich alles schon erlebt habe und was für eine tolle Zeit ich habe. Mittlerweile geht es mir zwar schon wieder besser, mit der Chemo bin ich fertig, ich bleibe jedoch noch einige Monate hier auf Kur. Meine Haare wachsen mittlerweile wieder, ich werde meinen Freunden und Verwandten jedoch erzählen müssen, dass ich mir spontan eine Kurzhaarfrisur zugelegt habe. Es tut mir so unendlich leid, meine Liebsten so dreist zu belügen und in ein paar Monaten heimzukommen und so zu tun, als hätte ich gerade das Jahr meines Lebens in Australien verbracht. Aber ich will einfach nicht, dass die wichtigsten Menschen in meinem Leben wegen mir traurig sind, sich Sorgen machen und eventuell sogar ihre eigenen Pläne hinten anstellen würden, um mir beizustehen. Ich weiß, dass diese Lüge nicht zu entschuldigen ist, aber vielleicht versteht mich ja jemand.

Beichthaus.com Beichte #00033009 vom 06.04.2014 um 17:28:10 Uhr (13 Kommentare).

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Das Ungeborene mit Trisomie 21

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Verzweiflung Gesundheit Schwangerschaft Altenburg

Als ich zum zweiten Mal schwanger wurde, war ich überglücklich. Mein 3-jähriger Sohn ist mein Ein und Alles, und dass mein Mann und ich weiteren Nachwuchs erwarteten, war die schönste Nachricht überhaupt! Wir schwebten eine ganze Weile im siebten Himmel, bis nach einer routinemäßigen Untersuchung bei meinem Gynäkologen die schlimme Nachricht kam, dass unser Kind behindert sein könnte. Der Verdacht auf Trisomie 21 hat sich nun unwiderruflich bestätigt, ich bin bereits in der 25. Schwangerschaftswoche und werde in einigen Wochen unsere Tochter per Kaiserschnitt entbinden. Für uns war allerdings immer klar, dass wir nie ein behindertes Kind, das wohl ein Leben lang auf fremde Hilfe angewiesen ist, wollen und damit kaum zurecht kommen könnten. Mein Mann und ich haben uns sofort nach der Diagnose mit gutem Gewissen entschlossen, das Kind nach der Geburt zur Adoption freizugeben, für eine legale Abtreibung war es leider schon zu spät. Einige Menschen in unserem Umfeld verstehen uns, viele aber auch nicht. Und je mehr ich mich mit dem Thema Behinderung und Downsyndrom beschäftigte, umso mehr Angst und Panik bekomme ich, anstatt dass ich Mut schöpfe, dieses Kind doch noch großzuziehen. Das Schlimme ist, dass mein Mann und ich seit der Diagnose keinerlei Liebe oder Wärme mehr für das Baby empfinden können, wir warten einfach nur noch auf die Geburt, bis quasi alles vorbei ist und wir diese "Last" endlich los sind. Ich weiß, meine Worte hören sich aus dem Mund einer werdenden Mutter unendlich herzlos und kalt an, aber im Grunde bin ich auch traurig und verzweifelt. Aber egal, wie ich es drehe oder wende: Ich lehne mein eigenes Kind so sehr ab, dass es für das Baby wirklich besser sein wird, anderswo in einer liebevolleren und besseren Umgebung aufwachsen zu können. Es tut mir von Herzen leid, dass ich diese schwere Entscheidung getroffen habe und nicht fähig bin, mein ungeborenes Kind zu lieben.

Beichthaus.com Beichte #00032957 vom 29.03.2014 um 23:31:34 Uhr in Altenburg (47 Kommentare).

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Gefangen in Depressionen

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Verzweiflung Lügen Gesundheit Bad Abbach

Ich habe Depressionen und bin deswegen Hartz IV Empfängerin. Fast jeden Tag heule ich und fühle mich antriebslos. Meine Familie weiß nichts davon, ich lüge ihnen vor, dass ich Teilzeit arbeite. Aber ich schäme mich einfach. Freunde habe ich auch kaum. So fühle ich mich allein und isoliert. Seit einigen Monaten bin ich in Behandlung, aber ich will endlich wieder normal leben und auch wieder eine Arbeit haben.

Beichthaus.com Beichte #00032933 vom 26.03.2014 um 19:10:23 Uhr in 93077 Bad Abbach (Regensburger Straße) (13 Kommentare).

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