Ein anderer Mensch im Urlaub

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Falschheit Betrug Lügen Neugier Grünwald

Ich (m/23) möchte beichten, dass ich, seit ich etwa dreizehn Jahre alt bin, eine ganz blöde Eigenschaft entwickelt habe. Immer, wenn ich nämlich zum Beispiel auf Kur oder im Urlaub war, habe ich den Leuten, mit denen ich nur während dieser Zeit befreundet war, irgendwelche Lügen über meine Person erzählt. So habe ich zum Beispiel mal behauptet, dass ich schwul wäre oder das ich eine Krankheit hätte.
Der Zweck dieser Wandlung war, dass es mich schon immer interessiert hat, wie die Leute auf mich reagieren würden, wenn ich anders wäre und es hat super funktioniert! So hatte ich, als ich behauptete ich sei schwul, viele weibliche Freunde. Natürlich nur als "Aller-Beste-Freundin" oder so, denn viele Frauen wollen einen schwulen Freund. Ich wollte einfach mal das, was diese ganzen 90 Jahre alten Verhaltens-Forscher-Säcke so erzählen, nachprüfen. Und es war und ist auch heute noch sehr interessant zu beobachten, wie das in der Realität aussieht. Ich mache das außerdem um etwas Abwechslung in mein Leben, dass sonst nur so vor langweiligem Klischee-Alltag strotzt, zu bringen. Leider ist die Kehrseite, dass ich dadurch wahrscheinlich schon viele Leute, die das Potenzial zu echten Freunden hätten, ziehen lassen habe oder andere verletzt habe. Wenn ich darüber nachdenke, tut mir das jedes Mal so leid, dass ich mir denke, ich muss das sein lassen, aber ich kann nicht. Ich will also beichten, dass ich mich bei passender Gelegenheit oft selbst verstelle, nur um nicht so langweilig wie immer zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00031103 vom 29.04.2013 um 19:55:58 Uhr in 82024 Grünwald (Mittelstr.) (20 Kommentare).

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The Ring & The Shining

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Betrug Peinlichkeit Feigheit Medien

The Ring & The Shining
Ich (w/24) möchte beichten, dass ich mir durch regelmäßigen Genuss diverser Horrorfilme mein Nervenkostüm ziemlich zerrüttet habe. Bereits in der frühen Teenagerzeit, geschätzt ab einem Alter von elf Jahren, übten diese Filme eine besondere Anziehungskraft auf mich aus. Mit fortschreitendem Alter bekam ich dann öfters die Gelegenheit, mich auf diese Art gepflegt zu gruseln - notfalls auch im Kino durch Manipulation des Geburtsdatums im Schülerausweis. Blöderweise bin ich aber von Natur aus eigentlich eher sensibel und schreckhaft veranlagt, sodass auf den Genuss eines dieser Filme meist mehrere schlaflose Nächte und verschiedene paranoide Einbildungen folgten. Beispiele sind: Bevor ich abends ins Bett gehe, schaue ich mindestens zweimal vorher nach, ob ein Monster drunter liegt. Der Blick in den Spiegel wird seit dem Erscheinen von "Mirrors" auch von leichtem Unbehagen begleitet.

Gehe ich nachts ins Bad, muss der Duschvorhang geöffnet sein, es könnte ja die Wasserleiche aus "The Shining" plötzlich in der Badewanne liegen. Dieser Film hat mich übrigens besonders verstört, sodass ich das Bad nachts manchmal auch komplett abschließe. Den Fernseher habe ich schon 2002 aus dem Schlafzimmer entfernt, nachdem ich "The Ring" gesehen hatte. In den Keller gehe ich auch nur, wenn ich es unbedingt muss. Und ist mein Freund abends nicht da, mache ich überall das Licht an, sowie den Fernseher und Musik. Und ich grusele mich dann trotzdem noch. Alles in allem ist mir das Ganze sehr peinlich. Da das Problem aber nur besonders ausgeprägt ist, wenn ich alleine bin, ist bis jetzt noch niemand hinter mein Geheimnis gekommen. Die Beichte ist vielmehr, dass ich auch in Zukunft nicht aufhören werde, diese Filme zu schauen. Dafür gucke ich sie einfach zu gerne.

Beichthaus.com Beichte #00031100 vom 29.04.2013 um 10:15:28 Uhr (36 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Abfuhr für Gold Digger Girls

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Betrug Boshaftigkeit Begehrlichkeit Last Night

Ich (m/27) bin asexuell. Kein Witz. Ich habe es so mit in der Pubertät festgestellt, dass ich irgendwie kein Spaß an Frauen habe, geschweige denn mich sexuell an ihnen erfreuen kann. Ich hatte zwei ernsthafte Beziehungen zu wundervollen Frauen, die wirklich sehr nett und attraktiv waren. Dennoch konnte ich ihnen nicht geben, was sie wollten/brauchten. Sex hatte ich auch schon, aber es war eine Qual und widerlich für mich. Wie auch immer; vor zwei Jahren habe ich mein Studium abgeschlossen, verdiene fast einen sechsstelligen Betrag jährlich, fahre ein teures Auto, lege Wert auf Mode und sehe zudem auch noch recht gut aus, ohne eingebildet klingen zu wollen. Aber ich bin einfach für viele Frauen der Traum von einem Mann, wäre da nicht meine Asexualität. Nun zu meiner Beichte: Ich gehe seit mehr als einem halben Jahr in Discos, lasse den Macho raushängen, spendiere jungen Damen Drinks und prahle mit meinem Geld und dem Auto. Das ist überhaupt nicht meine Art, aber es macht mir unglaublich viel Spaß, diesen Gold Digger Mädchen und Schankdirnen eine kleine Lektion zu erteilen.

Wenn eine Dame mir Andeutungen macht, dass sie die Nacht bei mit verbringen möchte, nehme ich das gerne an. Ich mache sie dann immer sehr heiß auf Sex, wenn wir aber dann bei mir in der Wohnung sind, verteile ich immer Abfuhren: ich furze laut im Bett, erzähle ihnen, dass ich keusch lebe oder schlafe sofort ein oder stelle mich schlafend. Noch nie war eine der Damen am nächsten Tag noch so nett oder wollte sich wieder mit mir treffen - irgendwie verständlich, dennoch bin ich sehr verwundert, wie viele Frauen nur gevögelt werden möchten und das noch von den größten Arschlöchern. Mir tut es leid, dass ich so manches Ego einer der besagten Damen geknickt habe, aber mein neuer Sport macht mir so viel Spaß, dass ich einfach nicht damit aufhören kann.

Beichthaus.com Beichte #00031079 vom 26.04.2013 um 04:57:01 Uhr (28 Kommentare).

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Brokkoli rauchen

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Betrug Drogen Habgier Rache Last Night

Brokkoli rauchen
Ich habe vor circa einem Jahr bei mir zu Hause eine Party geschmissen. Weil ich am nächsten Morgen leider unerwartet für einen Kollegen einspringen musste, hab ich wenig getrunken, wohingegen manche meinten, die Zimmerpflanze müsste mit Mageninhalt gegossen werden. […]
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Beichthaus.com Beichte #00031012 vom 11.04.2013 um 01:49:07 Uhr (17 Kommentare).

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Die Zweitfamilie

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Betrug Fremdgehen Verzweiflung Familie Internet

Die Zweitfamilie
Ich muss hier etwas niederschreiben, das mir seit einer Woche sehr auf den Schultern lastet. Es fing damit an, dass mein Computer den Geist aufgab und da ich kein internetfähiges Smartphone oder Tablet habe, musste ich demnach ohne Internet auskommen. Ein neuer PC war schnell bestellt, doch sollte erst in ein paar Tagen geliefert werden. Unser PC im Wohnzimmer hat keinen Internetanschluss und so war ich relativ genervt, als mir mein Vater, Consultant für Unternehmen, auch seinen Firmenlaptop nicht zumindest für ein paar Minuten überlassen wollte. Ich muss dazu sagen, dass ich im Rahmen meiner Tätigkeit als angehender Anwendungsentwickler auch auf das Internet nach der Arbeit angewiesen bin. Nach langem Hin und Her entschloss ich mich kurzerhand, seinen Laptop ohne Erlaubnis zu benutzen, was auch nicht wirklich schwierig war, da mein Vater zu den Menschen gehört, welche ihre Passwörter auf einem Klebezettel in der Innenseite des Laptops aufbewahren. Kurz eingeloggt und schon war ich im Internet, das E-Mail Programm war offen und da der PC im Standby-Modus war, sprangen mir gleich einmal ein halbes Dutzend Nachrichten entgegen.
Normalerweise öffne ich fremde Mails nicht, doch in etwa zehn Minuten kam immer wieder dieses nervige Signal, sodass ich draufklickte, um es zu beenden. Doch der Betreff der Nachrichten machte mich stutzig. Es war eine dieser klischeehaften Anreden und ich brach meine Regel und klickte mich durch die Mails, bis ich mir nach kurzer Zeit klar war, was hier vor sich ging. Mein Vater hatte eine Affäre. Ich konnte es nicht fassen, gleichzeitig hoffte ich, dass das möglicherweise ein Missverständnis ist, doch je weiter ich mich durchs Postfach klickte, desto mehr merkte ich, dass es keine Affäre war, sondern eine Art Zweitfamilie. Da waren also Fotos von einer Frau mit zwei kleineren Kindern, betitelt mit "wir vermissen dich, komm bald heim". Ein Junge und ein Mädchen in freudiger Umarmung mit der Mutter, im Hintergrund eine grüne Wiese und eine Schaukel. Die kurzen neuen Mails enthielten ähnliche Passagen und wünschten beste Grüße nach Zürich. Zürich war also der Ort, an den mein Vater immer wieder vorgab, auf Geschäftsreise zu sein, auch uns gegenüber. So langsam begriff ich erst, was ich da überhaupt sah, denn bisher lief dies im Zeitraffer, wie in einer Fernsehserie. Plötzlich machte alles Sinn. Warum mein Vater so viele Tage in der Woche nicht zu Hause ist, oder auch sehr spät von der Arbeit heimkommt, da die Klienten ihn angeblich wieder besonders auf Trab gebracht haben.
Ich schaltete den Laptop aus und ging erst mal außer Haus, um frische Luft zu schnappen und einen klaren Gedanken zu fassen. Immer wieder fragte ich mich, ob das überhaupt sein kann, was ich gesehen habe, und ob ich vielleicht sogar schlecht träume. Jetzt nach einer Woche habe ich mich noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu reden, und nachdem ich von der Arbeit heim kam und meinen Computer jetzt vollständig ausgepackt, aufgebaut und eingerichtet habe, setze ich diese Beichte auf, und male mir das Worst-Case-Szenario vor meinem inneren Auge aus. Was könnte passieren, wenn ich es meiner Mutter erzähle, was würde passieren, wenn ich meinen Vater darauf anspreche. Ist es besser, den Mund zu halten. Ich weiß nicht, was ich tun soll.

Beichthaus.com Beichte #00030967 vom 03.04.2013 um 21:53:48 Uhr (39 Kommentare).

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