Mit 16 Jahren schon unzufrieden

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Verzweiflung Engherzigkeit Gesellschaft

Wie kommt es dazu, dass ich mit 16 Jahren unzufrieden mit meinem Leben bin, bzw. mit den Leuten, die darin vorkommen und das hier beichte? Ich habe Freunde, die keine Freunde sind, weil sie sich nicht einmal dafür interessieren, wie es mir geht. Ich sitze den ganzen Tag daheim und kann nichts mehr machen, weil mich die Schule so fertigmacht. Ich bin faul. Ich würde gerne abnehmen und schaffe es nicht. Ich bin immer in die Falschen verliebt, hatte noch nie einen Freund. Ich beneide Andere. Obwohl ich weiß, dass ich zufrieden sein sollte, mit dem was ich habe. Jetzt, wo ich das geschrieben habe, finde ich s wieder voll unsinnig. Eigentlich sollten hier ganz andere Leute beichten. Vielleicht mal Politiker, was sie alles falsch machen, oder Menschen aus der Werbebranche, die der Gesellschaft ein völlig gestörtes Bild von einem Leben vorsetzen.

Beichthaus.com Beichte #00008887 vom 06.05.2006 um 03:32:58 Uhr (2 Kommentare).

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Koffeinüberempfindlichkeit

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Unreinlichkeit Ekel Arbeit Gesundheit

Ich habe eine ganz ganz üble Koffeinüberempfindlichkeit, die sich in Zittern, Herzrasen, extremer Unruhe und Übelkeit äußert. Das wäre jetzt ja an sich gesehen nicht so problematisch, da ich koffeinhaltige Getränke vermeiden könnte, aber ich trinke für mein Leben gern Arabicakaffe und grünen Tee, am liebsten unverdünnt und ohne Milch. Das geht eigentlich nie gut und dadurch ist auch meine beichtenswerte Tat entstanden. Ich bin Psychiater und teile mir meine Praxis mit zwei Psychologinnen. Am Freitag war ich so frei mir nach dem Mittag im Beisein meines "Lieblingspatienten" (labil, agressiv, suizidal, unklare Borderlinesymptomatik) zur Entspannung einen Espresso zu gönnen, der ordentlich stark war. Ziemlich bald bemerkt ich eine Hitzewelle und konnte mich nicht mehr so recht darauf konzentrieren, was mir der Patient an Therapiefortschritten mitteilte. Es gluckerte auch etwas im Bäuchlein. Das zu ignorieren war mein erster Fehler. Der zweite Fehler war einer der ganz üblen Sorte: Der Patient war gerade am gehen, und meine Reaktion auf den Espresso lies etwas nach, als ich in dem mir inne wohnenden männlichen Unverwundbarkeitswahn dachte "Ach was soll's denn, zur Feier des Tages gönnste dir noch einen grünen Tee." Dazu muss ich sagen dass normalerweise schon eine Tasse von dem Zeugs für ein zünftiges russisches Roulette in meinen Eingeweiden reicht, auch ohne mir vorneweg einen starken Espresso in den Rachen zu kippen.
Die nächste und letzte Patientin dieses Tages nimmt Antidepressiva. Sie kam rein und setzte sich, während sich ein spürbarer Aufruhr in meinem Schnitzelgrab manifestierte. Mir stand der kalte Schweiß auf der Stirn und ich zitterte die ganze Zeit der Sitzung wie ein Junkie auf Entzug. Die Patientin guckte etwas komisch, aber ich hielt tapfer durch, zumindest eine Weile, schließlich wurde mir jedoch echt übel. Ich rannte auf die Praxistoilette und übergab den Tee samt restlichen Mageninhalts der Kloschüssel. Wegen des Zitterns war ich allerdings nicht ganz so treffsicher, daher geriet eine ganze Menge daneben. Ich wollte die Bescherung wegmachen, aber das ging nicht wegen des Geruchs, der rief nämlich immer neue Würgereize hervor. Ich schickte die Patientin nach Hause und legte mich erstmal in meinen Therapiesessel. Plötzlich hörte ich einen angeekelten Schrei aus der Toilette. Eine meiner Kolleginnen hatte die Bescherung wohl mitbekommen und kommandierte die Schwester zum Aufputzen. Zum endgültigen Feierabend fragten mich die anderen, ob ich wüsste wer die Sauerei auf der Toilette veranstaltet hätte. Ich sagte ich wüsste es nicht, aber meine letzte Patientin wäre auf Antidepressiva und vertrüge diese nicht so gut, vermutlich wäre das der Grund für die unappetitliche Szenerie. Die anderen glaubten mir das unbesehen. Hoffentlich sprechen sie meine Patientin nächsten Freitag nicht auf den Vorfall an.

Beichthaus.com Beichte #00007707 vom 11.04.2006 um 05:50:33 Uhr (2 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Blütezeit der freien Meinung

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Zorn Schule

Heute war wieder ein Tag, wie er vom Teufel persönlich nicht besser gemacht hätte werden können. Im Deutschunterricht heute wurde ich mehr oder weniger bloßgestellt. Wir sollten eine Aufgabe fertigstellen, zu einem Thema Stellung beziehen und unsere Meinung dazugeben. Also habe ich es getan, wie ich es immer tue. Realistisch, pragmatisch und auf den Text bezogen! Aber nein. Das war für den Leistungskurs nicht angemessen und mir wurde unterstellt, dass ich das alles nicht ernst meine. Eiskalt ein Fullhouse abkassiert (5). Ja wunderbar! Die freie Meinung in Deutschland hat die Blütezeit ihres Lebens erreicht.

Beichthaus.com Beichte #00006803 vom 23.03.2006 um 20:12:20 Uhr (7 Kommentare).

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Ich liebe dich trotz allem!

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Verzweiflung Partnerschaft

Ich muss beichten, dass ich mich von meiner Freundin, mit der ich jetzt fast zwei Jahre zusammen bin, total fertigmachen lasse. Wegen jeder noch so verkackten Kleinigkeit haut sie mir die übelsten Sachen an den Kopf, obwohl sie selbst absolut überhaupt gar nichts auf die Reihe kriegt. Und wenn sie droht Schluss zu machen, heule ich (für mich alleine) rum und krieche ihr in den Arsch. Sie weiß auch, dass ich absolut alles für sie tun würde, ist mir jedoch völlig undankbar, egal was ich für sie mache. Ich habe auch nicht den Mumm, ihr mal so richtig die Meinung zu geigen. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Bis vor einer Weile war sie die liebevollste, wunderbarste und einzigartigste Person auf der ganzen Welt. Ich würde echt alles dafür geben, dass es mit ihr wieder so wird wie früher! Ich liebe dich meine Süße, und daran wird sich nie was ändern!

Beichthaus.com Beichte #00006756 vom 22.03.2006 um 19:26:19 Uhr (7 Kommentare).

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“Beichte

Ich gehöre in die Hölle!

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Ekel Selbstsucht Schamlosigkeit Engherzigkeit Begehrlichkeit

Naja, ich hätte eine ganze Menge zu beichten. Ich bin böse. Sehr böse. Falls es eine Hölle gibt, bekomme ich da sicher einen Platz im Vorstand. Selbstlob stinkt. Ich weiß das. Ich bin intelligent und scharfsinnig und die meisten Menschen um mich herum sind dumm, dumm und dumm. Ich nutze sie aus. So oft und viel es geht. Ich schmiede Pläne, die sehr verstrickt sind, um mich besser darzustellen und alle anderen in den Schatten zu stellen oder runterzumachen. Das Letzte war, dass ich meine Nachbarn zum Auszug bewogen habe. Habe ganze verdammte zwei Monate dafür gebraucht. Eine Zeitlang habe ich mir mit Dealen eine ganze Menge Geld gemacht. Keine harten Sachen, hatte kein Nerv auf die Strafen für die harten Sachen, falls es auffliegt. Ich hatte mir innerhalb von 15 Monaten ein kleines Netzwerk mit ziemlich vielen (meist sehr jungen) Endverbrauchern aufgebaut - und es war mir egal! Sollten die sich doch die Birne wegballern. Für mich zählten nur die Scheine.

Dann geschah es, dass ich verpfiffen wurde. Ich wurde gewarnt und konnte so jeglicher Strafe entgehen. Das Verräterschwein nicht. Er lag fünf Wochen im Krankenhaus, nachdem ich ihn habe fertigmachen lassen. Ich mache mir nur selten die Finger selber schmutzig. Habe danach aufgehört, war mir ein dunkles Omen! Dann meine Neigungen: Egal, ob Freundin oder One Night Stand - der Arsch muss immer dran glauben. Ich habe schon 59 Weibern die zweite Jungfräulichkeit geraubt. Sehr, sehr geil! Das hat zwar schnell seinen Reiz verloren, aber ich habe nie mit körperlicher Gewalt vergewaltigt oder so etwas. Finde ich scheiße. Eine jetzige Ex von mir wurde auf einer Party mal abgefüllt und dann von zwei Typen durchgenommen, als sie nichts mehr machen konnte. Dem einen habe ich mit nem Kumpel nachts aufgelauert, ihn verprügelt, fünf Mal kräftig in die Eier getreten und ihm an jeder Hand zwei Finger gebrochen. Dem anderen auch mit Kumpel aufgelauert, verprügelt, Arsch und Intimhaare abgebrannt und ihn dann, mit einer Art Dildo im Arsch, an dem Gartenzaun vor seiner Haustür nackt gefesselt.

Solche Sachen passieren nahezu allen Leuten, die ich nicht leiden kann. Oder von denen ich denke, dass sie es verdient haben. Einen Autoschrauber haben wir auch mal gefesselt und ihn zugucken lassen, wie wir sein Auto total demoliert haben. Das sind nur ein paar Beispiele aus meinem Leben. Ich bin böse. Ich führe ein Doppelleben in dieser ach so heilen Welt, die dem Untergang geweiht ist. Ich tue viele Dinge um jemanden oder etwas zu rächen - ob das gut oder böse ist, kann ich nicht entscheiden. Ich halte es nur für notwendig. Ich denke, das reicht erstmal.

Beichthaus.com Beichte #00006741 vom 22.03.2006 um 06:21:34 Uhr (16 Kommentare).

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