Raubzug in Wien

6

anhören

Diebstahl Dummheit Urlaub Wien

Ich habe heute etwas zu beichten, was sich vor langer Zeit in einer gewissen Situation im Ausland begeben hat. Ich war damals als 17-Jähriger zusammen mit meiner Handballmannschaft in Wien an einem internationalen Turnier. Das Handballturnier lief ok, aber wir waren enorm enttäuscht über die Stadt Wien. Sie war so schrecklich langweilig. Es gab nur altes, langweiliges Zeug zu sehen, das uns Jungspunde nicht interessiert hat. Wirklich ausgehen konnten wir am Abend natürlich auch nicht, da wir noch nicht 18 waren. Kurzum: Wien war für uns alle einfach nur eine öde Stadt, worüber wir sehr frustriert waren.

Wir sind in unserem jugendlichen Leichtsinn jedoch falsch damit umgegangen. Wir sind fast als ganze Mannschaft von Bekleidungsgeschäft zu Bekleidungsgeschäft gegangen und haben alles eingesteckt, das wir ansatzweise wollten. Die Geschäfte hatten dadurch sicher große Verluste, zumal auch kleinere Läden darunter waren. Erwischt wurden wir jedoch nicht. Heute bin ich Staatsanwalt am Jugendgericht. Ich bereue meine Tat von damals, allerdings finde ich es wichtig, dass ein Jugend-Staatsanwalt selber auch einmal die Seite des delinquenten Jugendlichen erlebt hat.

Beichthaus.com Beichte #00040107 vom 27.07.2017 um 04:33:18 Uhr in Wien (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mobbing hat mich schwach gemacht

18

anhören

Verzweiflung Feigheit Schule Hamburg

Ich (w/20) wurde in der siebten Klasse gemobbt. Ich war schon immer sehr ruhig und ein wenig schüchtern. Ich konnte mich nicht für die Interessen der anderen begeistern, ich entsprach dem typischen Klischee einer Außenseiterin: dunkle Haare, braune Augen, schüchtern, klein und zierlich, eine Vorliebe für die Literatur und das Schreiben, langweilige Kleidung. Ich wurde eher ignoriert, aber das hatte mir nichts ausgemacht, ich war recht glücklich. Und dann, ganz plötzlich, hatten zwei Jungs angefangen, mich zu provozieren. Es fing mit kleinen Dingen an, mal kam eine blöde Bemerkung oder ich wurde angerempelt. Ich sagte nie etwas dazu, ignorierte die beiden, in der Hoffnung, dass sie aufhörten. Doch sie hörten nicht auf. Es wurde nur schlimmer, sie beleidigten mich, riefen mir Sachen wie: "Du geile Sau!" nach, ließen mich nicht zu meinem Sitzplatz, sie traten gegen meinen Rucksack, schubsten mich und warfen meine Federtasche in den Mülleimer.

Einmal haben sie mich mit kleinen Steinchen beworfen und einer hat mir eine Ohrfeige gegeben, als ich mich zum ersten Mal gewehrt habe und ihn von mir wegschubste. Als ich mich getraut habe, einem Lehrer davon zu erzählen, sagte dieser nur: "Entschuldigt euch! Mehr kann ich nicht machen." An diesem Tag war ich in Tränen ausgebrochen, nie hatte ich mir die Blöße geben wollen, vor ihnen zu weinen. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich im abgedunkelten Klassenzimmer saß, wir schauten einen Film und ich konnte nicht aufhören zu schluchzen. Ich schämte mich in Grund und Boden, da ich durch das Weinen lautstark atmen musste. Ein Mädchen fragte, was los sei und ich meinte, Bauchschmerzen zu haben. Ich wollte niemanden davon erzählen, nicht einmal meinen Eltern. Niemand sollte von mir denken, dass ich schwach war.

Das Mobbing hat erst aufgehört, als sich zwei Mitschülerinnen für mich eingesetzt haben, wofür ich noch heute dankbar bin. Ich habe mich über die Jahre verändert, ich wurde selbstbewusster, änderte meinen Kleidungsstil und verstecke mich seit drei Jahren hinter einer gleichgültigen Fassade. Schon oft wurde ich spöttisch gefragt, ob ich überhaupt Gefühle habe oder schon einmal geweint hätte. Und so lächerlich es klingt, ich weine jedes Mal, wenn ich an diese Erlebnisse denke, gleichzeitig habe ich ein schlechtes Gewissen gegenüber wirklichen Mobbingopfern, denen es viel schlechter ergangen ist. Ich bin nicht einmal in der Lage, um mit dieser Kleinigkeit abzuschließen, dabei bin ich mittlerweile zwanzig und in dem Alter sollte ich mich nicht mehr wie ein jammerndes Kind benehmen.

Beichthaus.com Beichte #00040103 vom 26.07.2017 um 18:05:17 Uhr in Hamburg (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Der Ex einer guten Freundin

17

anhören

Eifersucht Selbstsucht Schamlosigkeit Partnerschaft Erfurt

Ich (w/23) habe einer sehr guten Freundin vor ein paar Monaten den festen Freund ausgespannt und bin stolz drauf! Er ist 26, extrem gutaussehend und noch voller Lebensfreude - im Gegensatz zu meiner ehemaligen Freundin, die aus jeder spaßigen Situation die Freude rauslutschen musste. Ihr Freund tat mir deshalb richtig leid. Er ist eher schüchtern, aber auch wirklich sehr freundlich. Sie ist aufbrausend und hat immer eine richtig große Klappe. Bereits als die beiden sich kennenlernten, wusste ich, dass er einfach besser zu mir passen würde. Ich stalkte die beiden auf Snapchat und diversen anderen Plattformen und gönnte meiner Freundin wirklich nichts! Ich hege schon seit längerer Zeit negative Gefühle ihr gegenüber, da sie mir ständig ihr tolles Leben unter die Nase reiben wollte (sie hat angeblich richtig viel Kohle, tausende Männer laufen ihr hinterher, so etwas halt).

Da habe ich zugegriffen. Und ich und ihr Ex sind jetzt seit April zusammen und wir könnten nicht glücklicher sein! Ich hoffe, sie merkt das auch und beißt sich richtig in den Arsch, dass sie einen so bombastischen Mann nicht zu schätzen wusste. Ich gebe zu, dass das Scheiße von mir war. Aber ist das im Leben nicht immer so? Ich bitte um Verständnis und Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00040096 vom 24.07.2017 um 23:06:35 Uhr in Erfurt (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Krankenkasse will, dass ich sterbe!

46

anhören

Hass Ungerechtigkeit Gesundheit Hamburg

Ich bin fettleibig. Und zwar massiv. Wie es dazu kam, hatte damals verschiedene Ursachen, Probleme in der Familie, mit der Liebe, mit dem Job und ich bin leider jemand, der bei Frust das Futtern anfängt. Mit 20 war ich noch richtig schlank und jetzt, mit 24, wiege ich bei einer Körpergröße von 1,80 ganze 170kg. Mittlerweile kann ich nicht mehr arbeiten, ich kann kaum noch länger als zwei Minuten stehen, laufen geht paar Minuten, dann habe ich solche Schmerzen im Rücken und den Füßen, dass es nicht mehr geht. Abnehmen geht alleine sehr schwer, da ich mich selber kaum noch bewegen kann und ich schon bei längeren Bewegungen Kreislaufprobleme bekomme.

Ich war bei meinem Hausarzt und habe eine Kur beantragt, weil ich endlich wieder normal leben will und es allein einfach nicht schaffe, abzunehmen und ich auch beim Thema Ernährung Hilfe bräuchte. Mein Arzt hat mich gründlich untersucht und auch ein Gutachten geschrieben, in dem steht, dass ich massiv gefährdet bin, Diabetes oder einen Herzinfarkt zu bekommen und meine Knochen und Nerven jetzt schon stark beschädigt sind. Habe mich dann mit meiner Krankenkasse auseinandergesetzt und auch das Gutachten dort hingegeben, wegen Beantragung der Kur. Ein paar Tage später kam dann der Brief, in dem stand, dass mein Antrag auf eine Kur ABGELEHNT wird, mit der Begründung: ES BESTEHT KEINE MEDIZINISCHE NOTWENDIGKEIT. Ich konnte es nicht fassen. Wann wäre es denn medizinisch notwendig? Wenn ich unter der Erde liege? Wie viel muss denn noch kommen?! Ich kann kaum noch stehen und laufen und die sagen, es ist nicht notwendig. Ich habe jetzt Widerspruch eingelegt und hoffe, die kommen zur Vernunft. Möglicherweise ist das Taktik der Krankenkassen, das so lange hinauszuzögern, bis ich an einem Herzinfarkt draufgehe. Na Danke.

Beichthaus.com Beichte #00040072 vom 21.07.2017 um 15:23:07 Uhr in Hamburg (46 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Die beste Freundin aus meiner Jugend

18

anhören

Falschheit Selbstsucht Engherzigkeit

Ich (m/23) möchte mir etwas von der Seele schreiben. Mit etwa 14/15 Jahren habe ich ein sehr nettes Mädel kennengelernt. Wir verstanden uns auf Anhieb prima und konnten über alles mögliche reden. Mit der Zeit wurden wir ziemlich "dicke", wir haben nächtelang geredet. Sie ist hübsch, klug, hat eine riesige Portion Humor und der zwischenmenschliche Umgang mit ihr war echt leicht, weil sie ein sehr freundliches und warmes Wesen hat. Ich glaube, es war absehbar, dass ich mich in sie verliebe. Und so kam es auch. Zwischenzeitlich hatte sie eine länger Beziehung mit einem Kumpel von mir. Unser Kontakt hatte sich dadurch aber nicht eingeschränkt. Klar hat es wehgetan, sie mit einem anderen zu sehen, oder wenn sie mir davon erzählt hat, aber ich war zu stolz um ihr etwas von meinen Gefühlen zu erzählen. Ehrlich gesagt wollte ich auch nichts sagen, weil mir klar war, dass ich unsere gute Freundschaft riskiere und womöglich ihre Beziehung kaputtmache. Es vergingen qualvolle Monate und irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten und ihr alles erzählt. Ihr war es sichtlich unangenehm, weil sie nicht dasselbe für mich empfand. Tausende Male hat sie sich dafür entschuldigt.

Nachdem ich ihr die Wahrheit erzählt habe, flachte unser Kontakt über Monate langsam ab. Irgendwann zog sie wegen einer Ausbildung 100 km weiter weg und so verloren wir uns ganz aus den Augen. Es vergingen ein paar Jahre und ich fing an zu vergessen. Ich lernte meine jetzige Partnerin kennen. Aufgrund einiger Umstände ist die gute Freundin nach ein paar Jahren wieder zurückgezogen. Ich wusste es, hatte aber kein Interesse daran, wieder Kontakt aufzubauen. Eines Tages habe ich aber bei einer von mir geplanten Intrige ihre Hilfe benötigt. Intrige ist hier das falsche Wort. Das was ich plante, plante ich in guter Absicht. Ich schrieb sie an und wir trafen uns - meine Partnerin wusste davon nichts, da sie extrem eifersüchtig ist. Vor allem weil sie weiß, dass da meinerseits vor ein paar Jahren etwas war. Es hat mich gewundert, dass unser Verhältnis nach fast fünf Jahren immer noch so gut war - als wäre sie nie weg gewesen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich Beziehungsprobleme und wie bereits damals konnten wir nach wie vor über alles mögliche reden. So trafen wir uns immer wieder Abends und redeten bis tief in die Nacht.

Es hat Spaß gemacht, mich wieder mit ihr unterhalten zu können. Ich habe sie in meinen Freundeskreis integriert, wofür sie dankbar war, da sie nach der Rückkehr hier kaum noch Freunde hatte. Wir trafen uns immer öfter und irgendwann hat natürlich auch meine Partnerin davon Wind bekommen. Es gab natürlich einen riesigen Krach. Meine Partnerin hat sich alles mögliche ausgemalt. Ich muss an dieser Stelle deutlich sagen, dass zwischen mir und der guten Freundin in dieser Zeit nie etwas gelaufen ist - zumindest sexuell. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass ich mich mit den zunehmenden Treffen wieder in sie verliebte. Um die Beziehung mit meiner Partnerin zu retten, traf ich eine radikale Entscheidung: Ich ließ den Kontakt mit meiner guten Freundin wieder abflachen. Erst langsam und sanft und dann abrupt.

Ich kann mich an die letzte Nachricht von ihr sehr gut erinnern. "Du bist so ein Arsch! Erst integrierst du mich in deinen Freundeskreis und auf einmal meldet sich niemand mehr. Ganz ehrlich, ich verstehe die Situation mit deiner Partnerin, aber du solltest dich auch mal entscheiden, wie wichtig dir unsere Freundschaft ist. Ich habe doch auch mit deiner Partnerin geredet und war sogar auf ihrem Geburtstag. Wenn du den Kontakt willst, melde dich. Ansonsten brauchst du dich nicht melden, weil ich solche Freunde nicht brauche." Nachdem ich diese Nachricht gelesen habe, habe ich für ein paar Minuten kurz inne gehalten und ihre Nummer gelöscht. Logischerweise habe ich mich auch nicht mehr gemeldet. Sie ist irgendwann wieder 300km weit weggezogen und hat eine neue Beziehung angefangen. Das ist jetzt bald ein Jahr her. Ich denke hin und wieder an sie und vermisse unsere nächtelange Gespräche. Ich möchte beichten, dass ich unehrlich zu meiner Partnerin war und dadurch einen Menschen verletzt habe, der mir sehr nahe stand und mir etwas bedeutet hat.

Beichthaus.com Beichte #00040067 vom 20.07.2017 um 16:19:45 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000