Mobbing durch Nettsein

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Rache Engherzigkeit Zwietracht Zorn Arbeit

Mobbing durch Nettsein
Ich (w) bin nach Ende meiner Elternzeit von einer Kollegin ziemlich böse gemobbt worden, obwohl sie mich vorher ständig zu Hause angerufen hat, damit ich ihr helfe. Ich Doofe habe das dann natürlich auch noch gemacht, weil sie mir leidtat. Unter dem Mobbing habe ich sehr gelitten, ich wollte mich aber nicht auf ihr Niveau herunterlassen. Also habe ich jedes Mal, wenn die Kollegin nicht da war (Urlaub, Überstunden abbauen, krank), doppelte Arbeit geleistet und den anderen Kollegen unauffällig das Leben so angenehm wie möglich gemacht.

Arbeiten, die keiner mag, habe ich erledigt und sogar etwas früher angefangen, damit das nach Möglichkeit schon weg war, wenn die anderen kamen. Hatte jemand Stress, habe ich unterstützt und Arbeit abgenommen. Den Kollegen ist natürlich aufgefallen, dass die Arbeit besser voranging und die Stimmung besser war, wenn sie nicht da war, und schoben das auf ihr dauerndes Genörgel. Jetzt hassen sie alle, sie wird auch offen angefeindet und ich habe wieder meine Ruhe vor ihr. Ich beichte also, dass ich jemanden gemobbt habe, indem ich nett zu anderen war, und dass ich mein Potenzial nur dann nutze, wenn sie nicht da ist (worunter dann auch die anderen leiden, es aber auf die Kollegin schieben).

Beichthaus.com Beichte #00038595 vom 06.08.2016 um 20:12:28 Uhr (11 Kommentare).

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Ihr mögt Japan eigentlich gar nicht!

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Zorn Dummheit Hochmut Gesellschaft

Ich (m/30) möchte hiermit beichten, dass ich die heutige, sich selbst als Japan-liebend bezeichnende Jugend nicht ab kann. Insbesondere gilt das für Otakus und Visual Kei, Gothic Lolitas und den ganzen Müll. Warum? Ganz einfach, diese Gören meinen alles über Japan zu wissen und plappern einen, wenn man nachfragt, über J-Rock usw. voll. Fragt man aber, wann Tokugawa Ieasu die Abschließung Japans beschlossen hat, sehen sie einen an wie eine Kuh, wenn es blitzt. Das war übrigens genau im Jahr 1600, also leicht zu merken, falls euch mal jemand fragt. Der Unterschied zwischen Nija (Shinobi) und Samurai (Bushi)? Fehlanzeige. Die 47 Ronin? Okay, da gibt es einen Manga von, den kennen manche sogar. Selbst Hideki Tojo kennen die nicht. Aber dafür die dürren, androgynen Kerle irgendwelcher Bands anschmachten, denn die sind ja so anders als andere Männer, sagen sie ja in ihren Texten, gell?

Mädels, ihr seid nicht japanophil, ihr kennt dieses Land kaum, sondern nur eine völlig kaputte Populärkultur, die sowohl echt nur durch Verstrahlung entstanden sein kann. Das Beste ist, wenn ihr dann 2-4 Jahre für eure zwei Wochen Tokyo gespart habt und völlig enttäuscht zurückkommt, weil erstens eben nicht dauernd lebensgroße Pikachu und Doreamon (den ihr ja auch nicht kennt, weil zu alt) rumrennen, zweitens die Japaner eben NICHT begeistert und mit offenen Armen auf Europäer reagieren, die einen Teil ihrer Popkultur zum Lebensstil erhoben haben. Im Gegenteil, die ignorieren euch in der Öffentlichkeit (Höflichkeit!) und lachen euch zu Hause aus (aber das mit den drei Gesichtern sagt euch bestimmt auch nichts).

Klar sind das dort Teile der Popkultur, nur mit dem Unterschied, dass erwachsene Japaner nicht die Zeit und die Lust haben, sich damit abzugeben. Die sind also 15-18 Jahre alt, wenn sie sich verkleiden. Ihr seid aber allesamt 20+ und meint, von der Welt enttäuscht zu sein, weil ihr ja so anders seid. Seid ihr nicht, wacht einfach auf. Ihr werdet hier wie dort ausgelacht. Punkt.

Beichthaus.com Beichte #00038594 vom 06.08.2016 um 14:33:07 Uhr (28 Kommentare).

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“Beichte

Generation Z

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Hochmut Vorurteile Dummheit Zorn Gesellschaft

Was ich (m/20) hier zu beichten habe? Ich verachte meine Generation. Wieso? Weil es mir vorkommt, als würde unsere Generation vollends verkommen. Was bitte sehr hat unsere Generation zu bieten? Wenn ich mich in meinem Umfeld so umschaue, sehe ich zu 80-90 Prozent junge, herangewachsene Leute, die nichts aus ihrem Leben machen. Was ich genau damit meine? Ich kenne extrem wenige Leute, die es parallel schaffen, sich geistig, körperlich und gleichzeitig in ihrem Charakter zu entwickeln. Es scheint mir die Devise "Wir sind gut so, wie wir sind" zu gelten. Solange wir unsere Likes bei Instagram und Co. bekommen, ist schließlich alles gut. Wer hat sich diesen Schwachsinn ausgedacht?

Ich meine, ich kenne Leute, die sitzen stundenlang in ihren sozialen Netzwerken. Mein Gott, geht doch nach draußen und unternehmt was oder entwickelt euch weiter! Im "realen" Leben bekomme ich letzter Zeit häufig mit, dass unsere Generation sich aber innerlich ziemlich leer fühlt, Tausende Komplexe mit sich herumschleppt und orientierungslos durchs Leben stapft, was auch daran liegt, dass die wenigsten klare Werte und Ziele im Leben verfolgen. Ich verstehe ja, dass nicht alle das Glück haben können (so wie ich es hatte), in einer fabelhaften und finanziell gut gestellten Familie mit starkem familiären Band aufzuwachsen, dabei auch noch Modelqualitäten vorweisen zu können und ein mehr als gutes Selbstbewusstsein zu haben. Aber ist es denn so schwer, tatsächlich aus seinem Leben etwas zu machen und nicht nur mit einzelnen "Schnappschüssen" bei Instagram und einem Blenderleben zu strahlen?

Und diejenigen, die dann tatsächlich was auf dem Kasten haben, haben auch meistens einen Stock im Arsch und sind nicht einmal bereit, etwas aus sich rauszukommen oder etwas Verrücktes zu unternehmen, ohne sich dabei ihre Portion Mut antrinken zu müssen. Ich beginne langsam zu verstehen, warum so viele junge Leute leer und depressiv sind. Ich meine, hätte ich nicht meine Familie und einen Freundeskreis, der aus sehr wenigen Leuten besteht - die aber intelligent und gebildet sind und noch dazu das Temperament von Süd- und Osteuropäern (zu den ich gehöre) vorzuweisen haben, hätte ich mir schon längst die Kugel verpasst. Ich würde ja hier noch gerne die "Beziehungen" in unserer heutigen Generation thematisieren, aber das ist noch mal Stoff vom Feinsten, um eine zweite Beichte abzuliefern. Zusammengefasst muss ich sagen: Generation Z bedeutet 0 Prozent Niveau, 0 Prozent Spaßfaktor und 100 Prozent Enttäuschung. Ich bitte für meine Arroganz und meine hohen Ansprüche an unsere Generation um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00038591 vom 06.08.2016 um 00:45:13 Uhr (19 Kommentare).

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Mein Mobber beim Vorstellungsgespräch

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Rache Zorn Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Schule

Vor mittlerweile fünfzehn Jahren wurde ich in der Mittelstufe von einem bestimmten Mädchen heftig gemobbt. Diese Plage kannte ich schon seit der Grundschule, weil sie im Nachbardorf wohnte. Unglücklicherweise besuchte sie dann dasselbe Gymnasium wie ich. Und der Spaß begann. Ich war zu diesem Zeitpunkt ein eher unauffälliger, stiller Schüler - also das ideale Opfer für dieses unmögliche Mädchen. Meine Eltern meinten immer, ich solle mich nicht wehren, sonst werde es nur noch schlimmer. Was für ein Unsinn. Die, nicht nur mich betreffende, Qual aus Sachen verstecken, Eigentum zerstören, Diffamieren und Denunzieren, Telefonterror und dergleichen hielt an, bis Madame das Gymnasium mit Beginn der Oberstufe verließ. Kinder sind grausam.

Mittlerweile bin ich privat und beruflich sorgenfrei aufgestellt, nenne eine wunderbare Familie mein Eigen und führe eine mittelgroße Firma, die derzeit beginnt, sich in einen internationalen Konzern zu verwandeln. Für Einstellungen ist unsere Personalabteilung zuständig, aber hin und wieder lasse ich mir Bewerbungen auf meinen Tisch legen, um mitzuentscheiden. Und tatsächlich bewarb sich oben erwähnte Plage mit einem Anschreiben voller Rechtschreibfehler, hineinkopierten Phrasen aus dem Internet - was an zwei verschiedenen Schriftarten klar ersichtlich war - sowie einem Lebenslauf, dessen Kern ein im dritten Semester abgebrochenes BWL-Studium war. Sie bewarb sich übrigens auf eine Stelle im unteren Management-Bereich, wofür sie tatsächlich nicht im Geringsten qualifiziert war.

Ich beichte, dass ich die Dame, als ich den krassen Zufall langsam als solchen akzeptierte, zum kurzen Kennenlerngespräch einlud. Sie fand sich in meinem Arbeitszimmer vor acht Personalern und mir wieder, wurde zwei Stunden gegrillt, wobei alle am Konferenztisch saßen und sie stand, kein Getränk angeboten bekam, nie ausreden konnte, anhand Partyfotos aus dem blauen F zerpflückt wurde, bescheuerte Tests absolvieren musste ("Was ist der 19. Buchstabe von hinten im Alphabet ohne Vokale") und ahnte bis zum Schluss, als ich mich vorstellte, nicht, was eigentlich abgeht. Ich unterbrach sie, als sie über irgendwelche meditativen Grenzerfahrungen in Laos schwurbelte, und erzählte den Personalkollegen ganz detailliert hässliche Episoden aus der Schulzeit, hatte sogar ein altes Lateinheft dabei, dass sie damals mit ekelhaften und schweinischen Drohungen verziert hatte, und ließ mich nicht von zunächst verwirrten, dann erbosten randomisiert eingeworfenen Beschimpfungen der Dame unterbrechen. Die Dame erlebte in insgesamt einhundertfünfundzwanzig Minuten, die durch einen Abgang mit Heulkrampf endeten, zwar nur einen kleinen Teil der Demütigungen, die ich damals im Gymnasium erlitt, ahnt aber nun, dass Karma wirklich eine ... ist.

Beichthaus.com Beichte #00038585 vom 05.08.2016 um 10:56:04 Uhr (32 Kommentare).

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Zu dumm für den PC

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Engherzigkeit Zorn Dummheit Kollegen Arbeit

Ich arbeite im Büro und sitze in einem Raum mit zwei weiteren Damen. Seit ein paar Jahren arbeite ich schon hier und bin die Jüngste. Die beiden Damen aus meinem Raum arbeiten nicht in derselben Abteilung wie ich und sind um einiges älter. Immer wieder ergibt es sich, dass Dame 1 morgens ihren PC nicht anbekommt, etwas gelöscht hat und es dementsprechend nicht wiederfindet, irgendwelche Random-Einstellungen verstellt hat, es aber vergessen hat (sich keiner Schuld bewusst ist) und total verwirrt ist. Als wäre das nicht genug, scheucht sie alle Leute um sich herum auf, was denn da jetzt los sei und wie man das wieder beheben könne. Klar, wenn man etwas nicht weiß, braucht man Hilfe. Dennoch es hält einfach alle um sie herum von der eigentlichen Tätigkeit ab.

Sprich: sie kriegt echt selten etwas auf die Reihe, wenn es um den PC geht. Kennen viele sicherlich von älteren Herrschaften - es gibt aber auch durchaus Ausnahmen, die ich sehr zu schätzen weiß. Jedenfalls bin ich sonst immer sehr hilfsbereit und es gibt mir auch ein gutes Gefühl, jemandem weitergeholfen zu haben. Meist sind es ja ohnehin nur Kleinigkeiten, dennoch ist es schön, ein kleines Erfolgserlebnis zu verspüren. Doch heute war es anders. Ich war total genervt und konnte es nicht fassen, wie Dame 1 einfach SCHON WIEDER irgendeinen Mist verzapft hat und es immer so hinstellt, als würde sich ihr PC selbstständig machen und aus reiner Böswilligkeit die Einstellungen ändern.

Was ist passiert? Sie hat simpel ihre Startseite im Browser verstellt. Von selbst ändert sich auch das nicht - und wenn doch dann offensichtlich nur bei ihr. Jetzt war es eben nicht mehr Google, sondern irgendeine andere Suchmaschine. Zu meiner Beichte: Ich habe schlichtweg so getan, als hätte ich keine Ahnung und ihr dementsprechend auch nicht geholfen. Ich finde, man sollte zu solch simplen Dingen, die einfach nur der Bedienung des PCs dienen, einfach eine Umschulung, Fort- oder Weiterbildung in Erwägung ziehen, wenn man derart unfähig ist. Dennoch tut es mir leid, sie weiß es einfach nicht besser. Vielleicht wird es mir ja in späteren Jahren auch mal so ergehen und ich brauche die Hilfe von anderen. Ich werde ihr das nächste Mal sicher wieder helfen und denke, es wird nicht lange auf sich warten lassen. Bitte vergebt mir.

Beichthaus.com Beichte #00038579 vom 03.08.2016 um 08:00:09 Uhr (11 Kommentare).

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