Lehrerin ohne Durchblick

19

anhören

Faulheit Betrug Waghalsigkeit Schule

Lehrerin ohne Durchblick
Während meiner Schulzeit hatte ich Geschichte bei einer Frau im etwas fortgeschrittenen Alter, die immer reichlich Hausaufgaben aufgab. Zu Beginn jeder Unterrichtsstunde hatte sie die Angewohnheit, sämtliche Schüler der Klasse in alphabetischer Reihenfolge zum Lehrerpult kommen und sich von ihnen die fleißig angefertigten Hausaufgaben zeigen zu lassen, unter die sie dann immer einen Haken setzte. Nach einiger Zeit fiel mir auf, dass die gute Dame eigentlich nie genau hinschaute, sondern einfach nur kontrollierte, ob überhaupt irgendetwas Neues im Heft stand. Dies verleitete mich schließlich irgendwann dazu, einfach mal so dreist zu sein, ihr hin und wieder auch mal unvollständige Aufgaben vorzulegen, jedoch gab es nie eine Beanstandung.

Einige Wochen später war mir klar, dass die liebe Omi anscheinend trotz dicker Brillengläser nicht all zu gut sehen konnte, was mich dazu bewog, einfach Hausaufgaben von anderen Fächern in mein Geschichtsheft zu schreiben, um mir ein bisschen Arbeit einzusparen. Doch sie bemerkte immer noch nichts. Schließlich fand ich das damals plötzlich irgendwie ziemlich lustig. Ich nahm ein neues kariertes Heft, in dem ich absichtlich so klein wie möglich schrieb. Mal schrieb ich anstatt meiner Hausaufgaben wüste Beleidigungen ins Heft, ein anderes Mal philosophierte ich sehr ausführlich über verschiedene sexuelle Praktiken oder erfand irgendwelche blödsinnigen Geschichten über nackte Satanisten, die tanzend auf der Autobahn von LKWs zermatscht wurden. Manchmal schrieb ich meine Hausaufgaben auch in Fantasiesprachen, wenn mir nichts kreatives mehr einfiel. Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr mir oft das Herz pumpte, wenn ich wieder nach vorne ging, um meine Hausaufgaben zu zeigen, doch die gute Frau hakte einfach immer weiter alles artig ab. Irgendwann hörte ich dann damit auch wieder auf, weil nach einer Weile einfach der Witz raus war und das Risiko zu hoch.

Ich will nicht wissen, was mir geblüht hätte, wenn die Lehrerin irgendwann doch einen genaueren Blick auf meine literarischen Meisterwerke geworfen hätte oder mich mal dazu aufgefordert hätte, einfach mal laut vorzulesen. Ein Jahr später bin ich dann übrigens wegen einer anderen Geschichte von der Schule geflogen, habe dennoch an einer anderen Schule Abitur gemacht. Leider ist die Lehrerin schon vor einigen Jahren verstorben, aber vielleicht schmunzelt sie gerade im Himmel über meine Beichte und freut sich, dass ich sie immer noch nicht vergessen habe.

Beichthaus.com Beichte #00029346 vom 07.09.2011 um 05:06:57 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ich war jung und brauchte das Geld

18

Prostitution Morallosigkeit Habgier Arbeit Münster

Ich (m/26) beichte hiermit, dass ich in einer Zeit, in der es mir finanziell nicht gut ging meinen Körper verkauft habe. Dabei bin ich absolut heterosexuell. Ich habe Anzeigen im Internet geschaltet und mich auf Seiten von Homosexuellen registriert. Es gab sehr viele […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00029344 vom 06.09.2011 um 18:00:41 Uhr in Münster (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Fahrgäste beleidigt

27

Gewalt Zorn Bahn & Co.

Vor knapp einem Jahr kam ich (m/22) mal wieder recht frustriert aus dem Fußballstadion. In der S-Bahn auf dem Weg nach Hause beobachtete ich ein paar Jugendliche (circa 14-16 Jahre alt) wie sie die Fahrgäste anmachten. Jedes mal wenn ein Fahrgast an deren Sitz vorbeiging, […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00029338 vom 05.09.2011 um 15:00:49 Uhr (27 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Brandmeister

10

anhören

Vandalismus Dummheit Schule

Als ich (m/25) in der elften Klasse war (da war ich 17), habe ich eine Dummheit begangen, die ich jetzt beichten werde. Aber erst einmal ein paar Sätze vorweg. Die Außenstelle unseres Gymnasiums, wo wir Unterricht hatten, liegt in einem ehemaligen russischen Kasernengelände. Einige der Gebäude sind leer stehend, in anderen gibt es öffentliche Behörden (Arbeitsamt, Bauamt, ...), in einem weiteren gibt es ein Jugendzentrum. Jeden Tag ging ich mit mehreren Kumpels in der großen Pause von der Außenstelle in ein Gebäude, wo günstig Mittagessen ausgegeben wurde. Auf dem Rückweg nahmen wir immer massenweise Papierservietten mit und warfen sie in eines der leer stehenden Gebäude, welches auf dem Weg lag (direkt gegenüber liegt das Arbeitsamt). Nach vielen Monaten lagen bestimmt schon etliche Kilos an Papierservietten und anderem Müll in dem Gebäude. Irgendwann wurde die Fensteröffnung, wo wir unseren Müll reinwarfen, bis auf einen kleinen Spalt zugemauert. Aber das hinderte uns nicht daran, weiter Servietten einzuwerfen. Eines Tages fragte einer meiner Kumpels, ob nicht jemand Feuer dabei hätte. Mein bester Kumpel hatte natürlich Feuer und irgendwie kam es, dass ich meine Serviette anzündete. Aber ich pustete sie gleich wieder aus. Wir warfen dann wie bisher unsere Servietten ins Haus und liefen zum Unterricht. Während wir im Unterricht saßen, hörte man Sirenen aufheulen. Ich dachte mir nix dabei. Leider waren wir in verschiedenen Klassen, so dass ich erst einige Zeit später aufgeklärt wurde. Das ganze passierte an einem Freitag. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer und am Montag wusste es die ganze Schule. Aber alle hielten dicht und niemand hat mich verpfiffen! Danke, Leute! Wie bereits erwähnt, gegenüber war das Arbeitsamt! Das wäre ziemlich teuer geworden. Seitdem nannten mich die Leute Brandmeister oder fragten mich, wo es denn demnächst wieder brennen wird.


Vor drei Jahren hat mich einer der Kumpels von damals in einem sozialen Netzwerk zufällig wieder gefunden und der erste Eintrag von ihm auf meiner Pinnwand lautete: "Na, immer noch auf der Flucht vor der Feuerwehr?" Ich bitte hier nicht um Absolution, ich bin nur froh, dass nichts schlimmes passiert ist und die Tat mittlerweile verjährt ist.

Beichthaus.com Beichte #00029336 vom 03.09.2011 um 22:31:22 Uhr (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“Folge

Bildungsmaßnahme

31

anhören

Faulheit Trägheit Arbeit

Ich hocke hier gerade in einer sogenannten Bildungsmaßnahme, kurz, ich soll 100 Prozent der Zeit Bewerbungen schreiben obwohl es eigentlich keine Stellen in meinem Interessengebiet mehr gibt, und mich dabei 0 Prozent weiterbilden, und das ganze auf Computern, die schon mit dem puren Betriebssystem derart überfordert sind, dass man beim Schreiben am Ende des Satzes auf dem Bildschirm noch anschauen kann, wie sich die Buchstaben vollkommen verspätet selbst eingeben. Und weil man unter diesen Bedingungen wohl kaum eine Bewerbung raus kriegt, so beichte ich hier, hänge ich die ganze Zeit auf Beichthaus und einem eigentlich gesperrten Facebook rum und mokiere mich nebenbei über diese Schrottmühle, die sich PC schimpft!

Beichthaus.com Beichte #00029321 vom 30.08.2011 um 10:09:52 Uhr (31 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht