Sabine

145

anhören

Verzweiflung Begehrlichkeit Liebe Kisselbach

Sabine
Als ich 13 war, blieb ich in der Schule sitzen und musste die siebte Klasse nochmals machen. Am ersten Tag in der neuen Klasse kam ich etwas zu spät, weil ich den Saal nicht gefunden habe. Ich ging also in die Klasse und alle schauten mich an, zu der Zeit war ich etwas introvertiert und deshalb ziemlich aufgeregt. Alle Plätze waren besetzt, bis auf einen. Also nahm ich diesen. Einige Zeit später realisierte ich, dass das schönste Mädchen, das ich bis dahin sah, neben mir am gleichen Tisch saß. Ich habe mich sofort in sie verliebt. Sie hieß Sabine. Es dauerte Tage, Wochen, bis wir uns näher kamen. Wir alberten rum, etc. Sie war so schön, dass ich niemals erwartet hätte, dass sie etwas mit mir zu tun haben will. Ich, der hässliche Versagervogel, den eh niemand will. Ich erinnere mich noch daran, dass ich eine Biene auf Ihr Mäppchen malte. Das fand sie süß. Das Schuljahr war vorbei, ich hatte niemals versucht Ihr näher kommen, in dem Alter war ich auch noch nicht so offensiv, ich lernte das alles erst kennen. Da ich ziemlich faul war, entschied die Schule, dass ich keine weitere Zukunft dort haben würde und sie entließen mich, nach dem zweiten Mal in der siebten Klasse, ohne Abschluss aus der Schule. Ich vergaß Sabine, mein Herz sah niemals eine Chance, das ihre zu gewinnen. Nach den Sommerferien ging ich auf die Berufsschule um meinen Abschluss zu machen, ein Jahr Grundschuljahr Metall inkl. Abschluss. Das Jahr verging, ich saß in der Pause immer in der Aula und beobachtete Menschen. Ich beschloss nach dem Jahr eine Ausbildung zum Tischler zu machen, das erste Lehrjahr war bei uns komplett in der Berufsschule, also meldete ich mich an und ging nach den Ferien wieder in die Schule - BAMM! Da stand sie. Sabine. Mein Herz brannte lichterloh, mein Blut kochte, ich zerlief wie Schweizer Käse im Fonduetopf. Sie fiel mir fast in die Arme, ich spürte, dass sie sich sehr freute. Wir verbrachten jede Pause miteinander, dennoch war ich immer noch gefangen in dem Gedanken, dass ich nicht ihr Typ sei.

Im Sportunterricht brach ich mir einen Knochen am Fuß und lag anschließend zu Hause in meinem Zimmer mit eingegipstem Bein. Irgendwann klopfte es an der Tür und mein Schulfreund Claus-Peter betrat mein Zimmer, fresh wie immer. Er meinte, er habe eine gute und eine schlechte Nachricht für mich, welche ich zuerst hören wolle. Ich entschied mich für die Schlechte. Hausaufgaben, Mathe, wenn ich mich richtig erinnere. Nun denn, und was ist die gute Nachricht, fragte ich Claus. Er grinste und schwieg. Ich wartete, wir hörten Musik und laberten über alles Mögliche. Plötzlich klopfte es wieder an meine Tür, ich dachte meine Oma oder mein Dad wären dort. Ich sagte herein und Sabine stand da. Sie in meinem Zimmer. Das ganze verdammte Universum stürzte auf mich wie ein rasender Fall. Es durchdrang mich, Blut schoss in meinen Kopf, mir wurde schwindlig und sie lächelte wie ein Engel. Claus stand auf und meinte mit einem Grinsen, dass er weg müsse. Tür zu. Sabine und ich alleine in meinem Zimmer. Als ich Ihre Lippen das erste Mal mit den meinen berührte, ich glaube erst ab dann begann mein Herz wirklich und wahrhaftig zu schlagen. Alles, was ich heute sagen würde, alles, was Liebe ist, damals erfuhr ich es. In diesem Moment wurde mir alles klar. Das Leben, das Universum, das Ich, das Wir, Sabine. Wir sahen uns daraufhin fast täglich. Ich sehe heute noch Ihre Augen vor mir, könnte stundenlang darüber schreiben, wie weich Ihre Brüste waren, ihr nicht existenter Körpergeruch, sie war das Schönste, was mir in meinem Leben passierte.


Leider war ich noch ein Kind. Ich war mir der Gefahr, sie zu verlieren, nicht bewusst. Ich spielte mit dem Feuer und verbrannte mich. Zwei Wochen später waren wir nicht mehr zusammen. Ich zog nach Stuttgart zu meiner Mutter, hatte zu dem Zeitpunkt auch Stress mit meinem Dad, mein ganzes Leben war im Umschwung, im Aufbruch, im Untergang. Ich konnte sie nicht mehr vergessen, ich schrieb ihr Briefe, die sie nicht beantwortete und mit der Zeit versank meine Liebe im Morast des Alltags. Doch sie kam immer wieder hoch, nach jedem Bier in jeder einsamen Nacht, bei jedem Liebesfilm. Die Abstände waren mal kürzer, mal länger, manchmal schrieb ich einen Brief. Irgendwann lernte ich eine Andere kennen - ich mochte sie, aber Sabine war viel stärker in meinem Herzen verwurzelt. Inzwischen bin ich mit der Anderen verheiratet, habe zwei Kids, 9 und 11 Jahre alt. Wir leben getrennt voneinander. Ich habe Sabine mal besucht, in Ihrer eigenen Wohnung. Sie hat sich gefreut, mich zu sehen, vier oder fünf Jahre, nachdem wir auseinandergingen. Wir redeten über dies und das, sie und mich - über uns. Ich sagte Ihr, dass ich sie immer noch liebte, und sie sagte, bis vor fünf Monaten war es bei ihr auch so. Sie hatte wohl gerade einen neuen Macker. Zu wissen, dass sie mich all die Jahre vermisste, brach mir mein Herz, endgültig. Nie wieder habe ich einen Menschen so geliebt wie Sabine und ich werde es auch nie wieder können. Das einstig große Feuer erlosch im Eis der Zeit. Inzwischen hatte ich viele Frauen, alle Göttinnen auf Ihre jeweils eigene Art, doch keine sah mich an wie sie, bei keiner konnte ich die Gedanken in den Augen sehen, dieses Leuchten in den Augen, ihre sanfte Haut. Keine ist wie Sabine. Heute würde ich alles dafür geben, wieder mit Ihr zusammen zu sein. Ich liebe sie heute noch mehr als alles andere und ich weiß, dass war die von Platon beschriebene zweite Hälfte. Manchmal weine ich, wenn ich alleine und völlig besoffen zu Hause sitze, und keine Ruhe finde. Ich denke oft an dich Sabine, wo auch immer du bist. Ich hoffe wir sehen uns wieder, in einer anderen Zeit in einem anderen Leben. Tot bin ich, seit du gingst.

An die Leser:
Vielen Männern geht es so, die "erste Liebe" etc., doch bei mir war es nicht die Erste sondern die Einzige. Ich kann nicht mehr lieben, niemanden außer sie. Also denkt immer daran, ihr Männer und Jungs, behandelt eure Frauen, wie eine zarte zerbrechliche Figur aus Eis und vergesst in keinem Moment den Augenblick, indem Ihr sie verlieren werdet. Geht auf sie zu und auf sie ein. Dann, vielleicht, werdet ihr sie niemals verlieren. Dann werdet ihr niemals lernen was es heißt, einen Menschen ewig zu vermissen, denn das muss niemand kennen, erspart euch dieses Leid. Mein Leben ist hoffnungslos und dunkel. Ich töte mich selbst Tag für Tag mit meinen Gedanken und falle tiefer in mich selbst. Alles nur, weil ich ihre Liebe vermisse, ich mich nach Ihrer Nähe sehne. Ich bin jetzt 33 und sollte eigentlich vernünftig sein, doch ich bin immer noch der kleine Junge mit dem Gipsbein und hoffe es klopft an der Tür. Sabine, ich werde dich niemals vergessen und niemals wird mein Herz aufhören, für das Deine zu schlagen.
Patrick

Beichthaus.com Beichte #00017121 vom 08.09.2006 um 00:39:58 Uhr in Kisselbach (145 Kommentare).

Gebeichtet von Athanasia
In WhatsApp teilen

Der gestohlene Comic

0

Diebstahl Kinder Frankfurt

Ich habe im Jahr 2000 mit 14 Jahren auf Klassenfahrt in einem Frankfurter Zeitschriftenladen eine Zeitschrift aus dem Regal gezogen und dabei ist ein kleineres, dünneres Comicheft hinausgefallen, das, wie ich dachte, als Beilage zu meiner Zeitschrift gehörte, weshalb ich es dorthinein zurücklegte. Dann habe ich meine Zeitschrift bei einem Kassierer, der Thomas Hermanns erstaunlich ähnlich sah, bezahlt und zog weiter. Dass das mitgenommene Comicheft keineswegs eine Beilage war, sondern eigentlich 10 DM kostete, wurde mir erst klar, als ich schon im Bus saß. Und dann war das auch noch so ein richtig langweiliger Superhelden-Comic, der mich überhaupt nicht interessierte. Tut mir noch heute wahnsinnig leid.

Beichthaus.com Beichte #00017039 vom 04.09.2006 um 21:22:37 Uhr in Frankfurt (0 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Ich bringe Hass und Zerstörung!

32

Falschheit Boshaftigkeit Selbstsucht Ahaus

Ich muss sagen (m/27), ich liebe es andere zu manipulieren, zu verraten und zu betrügen. Ich mache sie nach Strich und Faden fertig! Persönlich, finanziell, rufmäßig! Ich plaudere auch immer gerne Geheimnisse aus, aber nie so, dass man sie direkt mit mir in Verbindung bringt. Ich ändere sie oft leicht um, lasse gewisse Teile weg, dichte was dazu oder kombiniere das ganze Klaue Fotos und Videos, erpresse sie damit oder mache selbst welche. Bezahle, wenn es nicht anders möglich ist und ich mich nicht selber drum kümmern kann, auch andere für gewisse Dinge um Menschen dazu zu bringen, das zu tun was ich will, egal ob erpresst oder nicht. Auch schlimmere Straftaten. Ich bin ein ziemlich intelligenter Mensch (IQ 141-143 bei drei verschiedenen Tests) und habe eine kleine Internetfirma, mit der ich meinen Lebensunterhalt sehr gut bestreiten kann.

Das sind am Tag vielleicht 1-2 Std. Arbeit. Den Rest der Zeit verbringe ich mit Planung. Es muss perfekt werden. Und bisher ist mein Plan auch perfekt. Aber nicht um mich zu bereichern oder so. Nein, ich ergötze mich dann daran, dass ich sie hinterher verpfeifen kann und sie massivsten Ärger bekommen. Ich bringe Freundschaften auseinander, ich zerstöre Beziehungen und erschaffe Familienkrawall. Und ich finds geil! Warum ich das mache? Weil ich es kann und weil es meine Rache an der Gesellschaft ist. Kein Neid (warum auch, wenn ich wollte könnte ich mehr als nur das haben was ich jetzt habe!) nein, es ist purer, reiner Hass auf die so unglaublich naiven und dummen Menschen, die nicht mal ansatzweise mitbekommen, wie sehr sie manipuliert und verarscht werden. Es ist eine Genugtuung nach all dem Rotz, den andere Menschen mit mir veranstaltet haben, sich auf die gleiche und miese Art zu rächen. Und das mache ich nun schon seit fast drei Jahren. Am Anfang hat es nur ganz klein und unbedeutend angefangen, aber mittlerweile bin ich so weit dass ich den drei Kreisen, die ich sprengen will, so weit bin, dass sich einige besser gleich umbringen könnten...

Ich hoffe dass sie Massenselbstmord begehen, dieses dumme P*ck. Habe ich ein schlechtes Gewissen? NEIN, mittlerweile habe ich keines mehr, am Anfang ja, aber diese Genugtuung, diese Gefühl. Es ist so gigantisch, es ist besser als jede Droge, Sex oder was der Teufel zu sehen wie überlegen man ist und das der Plan besser aufgeht als man damit gerechnet hat. Man sieht sich immer zwei Mal im Leben und ich sehe euch jetzt das zweite Mal! Achja und falls es doch mal rauskommen sollte, ich bin nicht nur schlau und raffiniert, ich bin zudem 1.90 groß, wiege knapp 90 Kilo, gehe regelmäßig ins Fitnesstudio, habe fünf Jahre Judo gemacht und habe immer ein Messerchen einstecken. Davor habe ich mal überhaupt keine Angst mehr. Zur Not kann ich mich da auch wieder rauswieseln und wenn nicht - jo dann trete ich in dem guten Gewissen ab, meine Rache gehabt zu haben. Und eigtl. sogar noch weitaus mehr als das, was ich ursprünglich wollte. Ich war nie der Mensch, der ich jetzt bin. IHR seid schuld, dass ich jetzt so bin, wie ich bin und insgeheim danke ich euch dafür. Ihr hattet all die Jahre recht. Es macht definitiv mehr Spaß zu unterdrücken, als unterdrückt zu werden! Achja, ich hatte mir überlegt, dass ich in ein paar Jahren wohl mal in die Politik einsteigen könnte. Dann geht es richtig ab - und auch noch legal! Jemand sagte mal zu mir: Dich will ich nicht als Feind haben. Recht hat!

Beichthaus.com Beichte #00016978 vom 01.09.2006 um 09:47:18 Uhr in Ahaus (32 Kommentare).

Gebeichtet von Lenoi
In WhatsApp teilen

Mein perfides Spiel

5

Morallosigkeit Falschheit Rache Gesellschaft Games

Ich will beichten, dass ich das gesamte letzte Schuljahr damit zugebracht habe ein großes Netz aus Freunden und verbündeten, um mich zu spinnen um irgendwann alle gegeneinander auszuspielen. Ich mache das nicht weil es mir Spaß bereitet anderen weh zu tun sondern nur deswegen, weil es die optimale Beschäftigung für mich ist. Ich habe nämlich entdeckt, dass ich ein außerordentliches Talent besitze und somit andere sehr gut zu manipulieren weiß. Das Gute ist, dass sich wenn ich zuschlage niemand gegen mich wehren kann, weil alle anderen dank meiner glänzenden Vorarbeit hinter mir stehen werden. Dies ermöglicht mir unbemerkt alle anderen aus meinem Jahrgang als kleine Spielsteine zu benutzen, was mir wirklich Freude bereitet, da Spielen mein einziger Lebenssinn ist. Ich werde nächstes Jahr also eine ganze Reihe Menschen sehr verletzen und zu meinem bedauern nichts bereuen, da das alles auch in einem Racheakt inbegriffen ist, der als Befriedigung der jahrelangen Demütigungen einiger Exemplare meiner Mitschüler zu verstehen ist. Vielleicht begreifen diese hirnlosen Vollidioten dann endlich wie es ist richtig zu leiden! Ich werde es geniessen und jede einzelne vergossene Träne wird mich weiter vorantreiben in meinem kleinen Spiel.

Beichthaus.com Beichte #00016942 vom 31.08.2006 um 06:25:16 Uhr (5 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

27 Frauen unterschiedlichen Alters

2

Begehrlichkeit Selbstsucht Fremdgehen

Ich schlafe nun schon seit acht Monaten mit meiner schwangeren guten Freundin. Sie ist total heiß darauf und ich kann nicht nein sagen denn der Se* mit ihr ist laut und nass, genauso wie ich es mag. Mit ihr und ihrer damals besten Freundin hatte ich auch meinen ersten Dreier, dem vier weitere mit unterschiedlichen Frauen folgten. Außerdem schlafe ich oft mit meiner besten Freundin, da sie eine bessere Figur hat als meine Freundin. Ich habe letztens einmal nachgezählt, es sind nun schon 27 Frauen unterschiedlichen Alters, die ich im Bett hatte und jede war auf ihre Art richtig geil. Ich kann es einfach nicht lassen. Meine Freundin weiß nichts davon.

Beichthaus.com Beichte #00016640 vom 25.08.2006 um 00:00:36 Uhr (2 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000