Von Brandwunden und Ohrfeigen

18

anhören

Aggression Hass Rache Gewalt

Als ich (w) zwölf Jahre alt war, war ich mit meinen Freundinnen schwimmen. In unserer Nähe lagen einige Jugendliche, die laut Musik hörten. Die grell geschminkten Tussen glotzten die ganze Zeit zu uns rüber. Plötzlich gab es ein Getuschel, lautes Grölen und ein Typ sprang auf und lief direkt auf mich zu - mit qualmender Zigarette in der Hand. Er packte mich am Arm und verdrehte ihn. Danach drückte er die Zigarette auf meinem Arm aus, was absolut höllische Qualen verursachte. Ich schrie und versuchte mich rauszuwinden, hatte aber keine Chance. Meine Freundinnen waren zuerst geschockt, sprangen den Typen dann aber zu zweit an, was dem nur ein Lachen entlockte. Die anderen grölten und lachten laut und ich weinte. So schnell, wie er da gewesen war, ließ er mich los und rannte wieder zurück. Das Grölen und Lachen nahm kein Ende. Ich und meine Freundinnen packten so schnell wir konnten und flüchteten. Ich war so geschockt, dass ich nicht einmal meinen Eltern Bescheid gegeben habe, sondern alles für mich behielt, obwohl sie merkten, dass ihr Kind total verstört ist. Ich schwieg.

Und hatte ab diesem Zeitpunkt eine Narbe auf meinem Arm, die ziemlich groß war. Genau 20 Jahre später betrat ich einen Metzgerladen und mich traf fast der Schlag! Da stand dieser "Jugendliche" von damals an der Theke, fett wie ein Mastschwein neben mir. Ich beobachtete ihn unauffällig und stellte fest, wie heruntergekommen und schmierig er war. Zweifelsohne war er es, ich hätte ihn aus Tausenden erkannt. Plötzlich überkam mich so eine wilde Wut, dass ich entsprechend reagierte. Ich tippte ihn an und fragte ihn laut, ob er sich noch an das Mädchen aus dem Schwimmbad erinnere, dem er eine Zigarette auf dem Arm ausgedrückt hatte? Der Fettsack glotzte mich mit großen Glupschaugen an und ich meinte, kurz die Erkenntnis in seinem Wurstgesicht erkannt zu haben. Bevor er noch etwas sagen konnte, gab ich ihm eine brutale Ohrfeige, zu einer solchen werde ich vermutlich nie wieder fähig sein! Bumm! Alles war still, der Typ war geschockt, die Verkäuferinnen hielten die Luft an und ich sagte: "So, jetzt sind wir quitt du fette Drecksau!" Ich drehte mich um, ging mit Gummibeinen aus der Metzgerei und flüchtete in mein Auto um mich zu setzen. Nach einer gefühlten Ewigkeit lachte ich lauthals. Ein Stein, den ich jahrelang auf meinem Herzen getragen hatte, fiel von mir ab! Ich beichte hiermit, dass ich diese eine, wirklich brutale Ohrfeige nicht im geringsten bereue und heute noch lachen muss, wenn ich an diesen Tag in der Metzgerei denke!

Beichthaus.com Beichte #00033228 vom 08.05.2014 um 20:46:20 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Einbruch bei der Geheimgesellschaft

11

anhören

Morallosigkeit Diebstahl Falschheit Nachbarn

Ich (m/33) wohne seit Jahren in einer sehr ruhigen und guten Wohngegend, und lege auch sehr viel Wert darauf, denn ich habe keine Lust, mir wie in meiner alten Wohnung ständig die Streitereien irgendwelcher Nachbarn anhören zu müssen, oder wilde Partys unter der Woche zu ertragen. Mein Job als Berufsschullehrer ist anstrengend genug. Eines Tages zog im Haus neben mir ein junger Mann ein, er schrie schon beim Einzug ständig herum, hing die ganze Zeit wahlweise an einer Zigarette oder an einer Bierflasche. Kurz darauf fingen bei einer alten Frau, die im Erdgeschoss wohnte, kleine Bagatelldiebstähle an. Zuerst nur Balkonpflanzen, dann auch mal ein Windlicht. Die Pflanzen standen anschließend bei ihm in der Wohnung am Fenster. Die alte Frau traute sich aber nicht, etwas dagegen zu unternehmen, was den Typen immer dreister werden ließ. Bald waren Kellertüren aufgebrochen und es fehlte Kleinkram, Teile von Fahrrädern kamen abhanden, manchmal auch gleich das ganze Fahrrad. Alle Anzeigen verliefen im Sand, und die Polizei schien auch kein sonderlich großes Interesse daran zu haben, die Sache aufzuklären. Wir äußerten mehrmals den Verdacht, dass es sich bei dem Täter um den jungen Mann handelte, der auch sonst ziemlich viel Unruhe in die Siedlung brachte, nachts auf der Straße herumgrölte, und immer so tat, als könnte er tun und lassen, was er wollte. Irgendwann waren ihm die Keller nicht mehr gut genug, und er begann, dilettantische Einbruchsversuche in die Wohnungen der Umgebung zu unternehmen.


Natürlich war auch das der Polizei wieder relativ egal, obwohl unsere Wohnungstüren eindeutige Spuren aufwiesen. Er hingegen stellte sich bei der Auswahl der Wohnungen gar nicht so dumm an. Er fand heraus, wessen Auto zu welcher Wohnung gehörte und versuchte es dann jeweils dort, wenn das Auto nachts weg war. Erfolgreich war er dabei zwar nie wirklich, aber immerhin hartnäckig genug, um in unsere Falle zu tappen. Ich parkte einfach eines Nachts mein Auto ein paar Straßen weiter, und lud ein paar Kumpels ein, um ihn zu überraschen und vielleicht sogar so lange festhalten zu können, bis die Polizei eintraf. Beim Warten auf ihn, und dem einen oder anderen Bier legten wir uns bestimmte Szenarien zurecht, was man mit ihm anstellen könnte. Natürlich kam er dann nicht genau in dieser Nacht, aber wir wiederholten die Aktion ein paar Wochen lang, und schließlich klappte es. Mitten in der Nacht hörten wir Türgeräusche. Er versuchte, mit einem langen Schraubenzieher die Tür aufzuhebeln. Ich riss die Tür auf, und er sah mich überrascht an, als einer meiner Kumpels ihm auch schon eine volle Ladung Pfefferspray ins Gesicht sprühte. Er wich instinktiv zurück, laut aufheulend, stolperte dabei, und prallte dummerweise mit dem Kopf direkt auf das Treppengeländer.


Dann blieb er benommen liegen. Einer der anwesenden Kumpels war glücklicherweise Rettungssanitäter und sah sofort nach, ob der Typ ernsthafte Verletzungen hatte. Es schien allerdings nicht so, er war einfach nur weggetreten. Wir beratschlagten, was zu tun war, dann beschlossen wir, ihm mal einen ordentlichen Schrecken einzujagen, einem Szenario entsprechend, das wir uns beim Bier ausgeklügelt hatten. Wir fesselten ihn also in meinem Flur an einen Stuhl, dann stülpten wir ihm einen Kissenüberzug mit Luftlöchern über den Kopf, knebelten ihn mit einer Socke, und hielten ihm Riechsalz unter die Nase. Er wurde wach und begann sofort an seinen Fesseln zu zerren. Ich tat in der Zwischenzeit so, als würde ich mit jemandem telefonieren. Einer meiner Kumpels schritt immer auf und ab, und die anderen tuschelten leise im Wohnzimmer. Der Typ wurde indessen immer unruhiger, als er mir beim Telefonieren zuhörte. Ich sprach unter anderem davon, dass ich nicht wüsste, was und wie viel er gesehen hatte, und dass wir ihn erst noch befragen müssten. Außerdem müssten wir ja herausfinden, ob er für die Gegenseite arbeitete, allerdings sagte ich auch, dass ich das angesichts des Dilettantismus seines Versuches nicht glaubte. Es stelle sich also die angebliche Frage, ob wir ihn verschwinden ließen, oder erst einmal unserer Organisation übergaben. Er bäumte sich auf, kippte fast mit dem Stuhl um, sackte aber dann irgendwann zusammen und begann erstickt zu schluchzen, was mir doch etwas leidtat. Vom Knebel befreit bettelte er uns an, ihm nichts zu tun, er würde auch bestimmt nichts sagen. Ich erklärte ihm, dass er ab jetzt rund um die Uhr beobachtet werden würde, und wir ihn, wenn er ein Sicherheitsrisiko für unsere Organisation darstellen würde, direkt aus dem Verkehr ziehen würden. Quasi noch in derselben Sekunde. Dann jammerte ich noch kurz mit meinen Kumpels herum, was das wieder für ein sinnloser Aufwand mit den Satelliten sei, und ob man ihn nicht einfach beiseite hätte schaffen können, aber schließlich entließen wir scheinbar zerknirscht das jammernde Häufchen Elend nach Hause. Zwei Wochen später war er mit Sack und Pack weg. Nur die gestohlenen Pflanzen vertrockneten langsam im Fenster vor sich hin.

Beichthaus.com Beichte #00033225 vom 08.05.2014 um 15:09:11 Uhr (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Dank des großen Bruders bevorzugt

12

anhören

Ungerechtigkeit Faulheit Trägheit Schule Aachen

Ich (w) habe heute bei einer mündlichen Leistungskontrolle statt einer Drei eine Zwei bekommen, obwohl mir gut drei Punkte fehlten. Und das auch nur, weil mich der Lehrer so mag, da mein Bruder, der vor sieben Jahren die Schule verlassen hat, sein Lieblingsschüler war. Das klingt jetzt nicht sonderlich schlimm, aber das Beste war, dass meine "Freundin", die eine totale Streberin ist, es mitbekommen hat, und er bei ihr sehr streng ist, während ich im Unterricht nur wenig mitarbeite und fast nur chille. Das ist zwar total unfair, aber ich fand es cool und es geschieht ihr auch recht. Ich weiß, dass mich jetzt bestimmt sehr viele Leute hassen werden, darum bitte ich um Vergebung für mein Vitamin B.

Beichthaus.com Beichte #00033215 vom 06.05.2014 um 22:41:57 Uhr in Aachen (12 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Kabelsalat

13

anhören

Boshaftigkeit Hass Zorn Rache Arbeit

Ich (m) verdiene mein Geld als Reinigungskraft in einem Bürogebäude. Meine Hobbys sind unter anderem auch im Bereich der IT angesiedelt. Da die Leute in den einzelnen Büros manchmal sehr unflätige Bemerkungen über den Beruf der Reinigungskraft machen, schwor ich Rache. Eines Abends, als kaum noch Leute in den Büros waren, kroch ich unter die Tische - vornehmlich unter große Tische, bei denen mehrere Arbeitsplatzrechner relativ nahe beieinanderstanden. Dann begann ich, die Anschlusskabel der einzelnen Rechner abzustöpseln und wild vertauscht an beliebigen Rechnern wieder einzustecken. Das Chaos anderntags hätte ich gerne gesehen. Eigentlich wollte ich hier meine Schandtat beichten, aber seit vier Tagen haben die geringschätzigen Äußerungen plötzlich ein Ende.

Beichthaus.com Beichte #00033209 vom 06.05.2014 um 09:39:22 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Distanz zum Stammhalter

18

anhören

Verzweiflung Selbstsucht Engherzigkeit Familie Kinder

Ich bin wahrscheinlich gerade dabei, meine Ehe aufs Spiel zu setzen und meine Familie zu verlieren. Für Außenstehende ist mein momentanes Verhalten sicher nicht nachvollziehbar, was ich auch verstehe, aber ich kann mit niemandem über meine Gefühle sprechen. Ich habe bereits zwei wunderbare Töchter, die ich sehr liebe, genauso wie meine Frau. Bis dahin war alles perfekt. Wir hatten eigentlich mit der Kinderplanung abgeschlossen, aber dann wurde meine Frau wieder schwanger. Ich war ziemlich geschockt und musste mich erst damit arrangieren, noch einmal Vater zu werden, allerdings hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt schon von meiner Frau zurückgezogen, bin immer länger auf der Arbeit geblieben und habe meine Frau die ganze Schwangerschaft über mehr oder weniger alleine gelassen. Als dann feststand, dass wir einen Sohn bekommen, erwarteten instinktiv alle in meinem Umfeld, dass ich mich über einen Stammhalter doch freuen sollte. In Wirklichkeit war mir dieses Kind so egal, dass es mir Angst machte. Auf meine Töchter hatte ich mich damals wahnsinnig gefreut und bei meinem ungeborenen Sohn verhielt ich mich wie das letzte Arschloch.


Ich hatte noch die Hoffnung, dass es besser werden würde, sobald er auf der Welt wäre, aber ich lehnte ihn sogar noch mehr ab, konnte nichts fühlen, wenn er in meinen Armen lag, und empfand nur eine unendliche Wut auf dieses eigentlich unschuldige Kind. Mittlerweile ist er zwei Monate alt und ich habe keinerlei Bezug zu meinem Sohn entwickeln können, ich ziehe mich fast vollständig von meiner Familie zurück, und wenn ich ehrlich bin, keimt jedes Mal in mir die Eifersucht auf, sobald meine Frau sich um unseren Sohn kümmert oder ihn stillt. Sie hingegen glaubt fatalerweise, ich hätte eine Geliebte und droht mit Scheidung, wenn ich mein Verhalten nicht endlich ändere. Ich denke jeden verdammten Tag darüber nach, dass es so wirklich nicht weitergehen kann, aber ich denke inzwischen, ich bin nicht in der Lage, meinen Sohn zu lieben, was mich schwer belastet. Denn der Kleine kann nichts dafür und kein Kind hat es verdient, von einem Elternteil dermaßen abgelehnt zu werden. Ich wüsste gerne, was eigentlich mit mir los ist, denn meine Familie ist mir das Wichtigste auf der Welt. Ich verhalte mich wie das größte Arschloch und bin trotzdem innerlich verzweifelt. Was soll ich nur machen?

Beichthaus.com Beichte #00033200 vom 04.05.2014 um 18:25:56 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000