Faulendes Gemüse

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Faulheit Trägheit Ekel Großrosseln

Ich (w) habe seit einigen Wochen die schlechte Eigenschaft, faulendes Obst und Gemüse in den Garten zu schmeißen. Das passiert einfach aus Bequemlichkeit, da öfters mal Obst in Vergessenheit gerät, das ich ansonsten in den Komposthaufen hinter dem Haus tragen müsste. Erst gestern Abend habe ich den Garten und das benachbarte Dach bombardiert, indem ich Cherrytomaten aus einer Schüssel herausgeschleudert habe. Es liegen dort bereits Orangen und Äpfel, Karotten und ein paar Kartoffeln. Es hat noch keiner bemerkt, ich habe allerdings auch kein schlechtes Gewissen. Ich tue den Wildtieren damit doch einen Gefallen, wer weiß, wie hart der Winter wird. Und nein, liebe Moralapostel, ich wohne nicht in der Stadt und locke damit Schädlinge an. Ich wohne in einer ländlicheren Wohnsiedlung!

Beichthaus.com Beichte #00032331 vom 02.12.2013 um 20:53:20 Uhr in Großrosseln (14 Kommentare).

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Das kalte Deutschland

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Vorurteile Engherzigkeit Falschheit Gesellschaft

Ich (w/22) studiere und leite parallel ehrenamtliche Seminare, in denen es um Rassismus und Critical Whiteness geht. Ich diskutiere gern über Themen wie Asylpolitik, Gender und eben Rassismus und vertrete dann immer eine linke Position, von der ich auch sehr überzeugt bin. In letzter Zeit hege ich allerdings widersprüchliche Gedanken. Denn ich bin vor einem Jahr aus dem Süden Deutschlands in den Norden gezogen. Vorher war ich für ein Jahr im Ausland und kam dann zurück ins kalte Deutschland und dann auch noch in den Norden. Seit ich hier wohne, merke ich, wie ich zunehmend Vorurteile gegenüber den Norddeutschen aufbaue. Ich habe ständig das Gefühl, dass die Leute sich zwar gegenseitig anstarren, aber man grüßt sich nicht, selbst wenn man seit einem Jahr in den gleichen Seminaren sitzt. Die meisten Leute sind extrem reserviert und reden so gut wie gar nicht mit Fremden. Ich interpretiere das als Ängstlichkeit - niemand will auffallen. Selbst wenn DozentInnen Fragen an die Gruppe stellen, zum Beispiel "Wollt ihr jetzt eine Pause machen?", herrscht einfach nur Schweigen. Ich bin nicht selten die Einzige, die antwortet. Inzwischen ist es mir auch egal, dass ich so über das "Schicksal" der ganzen Gruppe entscheide. Selbst Schuld, wenn sie ihren Mund nicht aufmachen!


Außerdem suchen sich die meisten ihre FreundInnen anscheinend im ersten Semester und bleiben dann auch immer nur in der anfänglichen Konstellation ohne Interesse an einer freundlichen Unterhaltung mit jemand anderem zu zeigen. Teilweise habe ich mich leider auch schon angepasst und laufe inzwischen ebenfalls mit gesenktem Blick an Leuten vorbei, die im gleichen Kurs mit mir sind, weil ich weiß, dass sie eh nicht auf die Idee kommen, Hallo zu sagen. Es macht keinen Spaß, immer zu grüßen und freundlich zu sein und nur einen leeren Blick zur Antwort zu bekommen. Natürlich kenne ich auch einige Leute besser und habe hier Freunde. Im Grunde sind die Menschen ja überall auf der Welt gleich. Aber diese merkwürdige Stimmung zwischen Fremden hier geht mir auf den Geist und führt dazu, dass ich mich inzwischen lieber mit Leuten anfreunde, die aus dem Ausland oder aus anderen Teilen Deutschlands kommen. Ja, ich habe Vorurteile gegenüber Norddeutschen und bin deswegen öfter mal genervt. Ich hoffe, das ist nur eine Art Kulturschock, der wieder vergeht. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00032327 vom 01.12.2013 um 15:04:56 Uhr (44 Kommentare).

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Meine Flucht vor der Ex

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Feigheit Peinlichkeit Trunksucht Last Night Ex

Ich (m/24) habe vor knapp einem halben Jahr mit meiner damaligen Freundin schlussgemacht. Eigentlich war das ein logischer Schritt, denn die Beziehung lief nach zwei Jahren doch ziemlich bescheiden. Wir haben uns meistens nur noch getroffen, um gemeinsam Fernsehen zu gucken und mehr lief auch nicht, es gab praktisch keinerlei Anziehung oder Körperkontakt mehr. Ich habe das mehrfach angesprochen, aber es hat sich nichts geändert. Als ich dann irgendwann auf das Thema Schlussmachen hinsteuerte, brach sie in Tränen aus und drohte sogar, sich etwas anzutun, sodass ich das Ganze noch ein paar Wochen ertrug. Es hat sich trotzdem nichts geändert und deshalb habe ich das Ganze irgendwann per SMS beendet. Dieser feige Schritt tut mir leid, aber Angesicht zu Angesicht habe ich das einfach nicht hinbekommen, weil sie jedes Mal ein enormes Drama veranstaltete, wenn ich damit anfing. Mir war aber klar, dass ich ihr danach nicht mehr persönlich begegnen wollte, sondern künftigen Kontakt lieber vermeiden wollte. Sie hat sich auch nichts angetan, sondern nur fast 20 Kilogramm zugenommen, wie ich irgendwann über gemeinsame Freunde erfahren habe.


Ein gutes halbes Jahr ging auch alles gut und ich begegnete ihr nicht - bis ich sie dann irgendwann in der Disco sah. Ich bin ihr den ganzen Abend aus dem Weg gegangen, weil ich eine Konfrontation unbedingt vermeiden wollte, und weil ich nicht wusste, wie ich mit ihr umgehen sollte. Ich hatte nämlich ein ziemlich schlechtes Gewissen wegen der Art und Weise, wie ich das Ganze damals beendet habe. Das Ganze ging auch ein paar Stunden gut, bis ich aus der Toilette kam und sah, dass sie mit ihren Freundinnen ebenfalls auf dem Weg dorthin war. Leider befindet sich die Toilette im ersten Stock und ist deshalb nur über eine schmale Treppe erreichbar. Weil ich ziemlich betrunken und feige war, habe ich dann den einzigen Ausweg genommen, der mir noch blieb. Da ich ihr auf keinen Fall begegnen wollte, hüpfte ich einfach kurzerhand über das Treppengeländer - knapp drei Meter in die Tiefe. Dabei habe ich mir den Fußknöchel gebrochen. Als ich von den Sanitätern aus der Disco getragen wurde, habe ich noch kurz in die Menge der Schaulustigen geguckt und dabei meine Ex entdeckt, die für mich nur ein abwertendes Lächeln übrig hatte. Ich möchte beichten, dass ich ein enormer Feigling bin und lieber in den Abgrund springe, als kurz meiner Ex zu begegnen.

Beichthaus.com Beichte #00032325 vom 01.12.2013 um 03:56:54 Uhr (13 Kommentare).

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Die begehrte Gamerin

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Falschheit Lügen Begehrlichkeit Internet Games

Ich (w/20) möchte beichten, dass ich Männer anlüge. Allerdings tue ich dies stets mit guten Absichten. Seit etwas über einem Jahr spiele ich ein mehr oder weniger bekanntes Online-Rollenspiel. Wie man sich denken kann, sind in dieser virtuellen Welt Frauen Mangelware und das bekommt man schnell zu spüren. Sobald jemand herausfindet, dass man weiblich ist, wird man angebaggert - und das von allen Seiten. Bei manchen, die mir recht sympathisch rüberkommen, lasse ich mich auch darauf ein und flirte ein wenig zurück. Meistens erzählen diese Männer recht schnell, dass sie noch nie eine Freundin hatten oder allgemein sehr lange Single sind, aber sich gerne eine "Gamerin" als Freundin wünschen. Da ich als Kind selber oft gehänselt wurde, weil ich etwas dicker war, tun mir die Männer dann irgendwie leid und ich sage ihnen, dass ich sie total nett fände. Oft schicken sie auch direkt Bilder, um zu sehen, wie sie mir gefallen. Allerdings war bisher selten jemand dabei, der mir wirklich gefiel.


Trotzdem sage ich, dass sie doch gar nicht schlecht aussehen und ich die Frauen nicht verstehe, die kein Interesse an ihnen haben. Da bisher auch noch niemand in meiner Nähe wohnte, musste ich auch nie befürchten, dass jemand mich spontan besuchen wollte, wenn ich meinte, dass ich "leider zu weit weg wohne". Durch meine Lügerei fühlen sich die Männer meistens schnell begehrt und wirken auch glücklicher und selbstbewusster. Sie erzählen mir, wie hübsch ich bin, und oft deuten sie an, dass sie sich verliebt hätten, obwohl sie nur Fotos von mir kennen. Ich allerdings halte mich da zurück. Das mag nun ziemlich gemein klingen und man könnte denken, dass ich viele Herzen damit breche. Allerdings habe ich in den letzten Monaten bemerkt, dass der Großteil meiner "Verehrer" in der kurzen Zeit, in der sie mit mir schreiben, vermehrt Freundinnen gefunden haben, da ihr neu gewonnenes Selbstbewusstsein wohl ziemlich anziehend ist. Meistens schreiben sie mir dann, dass es ihnen wirklich leidtue, aber man nichts gegen die Liebe tun kann. Ich tue dann so als sei ich etwas eifersüchtig und wünsche ihnen viel Glück, bevor ich sie lösche. Einfach nur, damit sie weiterhin glauben, dass ich Interesse gehabt hätte, obwohl mir das Ganze eigentlich nicht sehr nah geht. Irgendwie finde ich es aber schon etwas traurig, da ich ihnen ja doch etwas vormache und selbst auch noch Single bin.

Beichthaus.com Beichte #00032302 vom 26.11.2013 um 19:12:03 Uhr (21 Kommentare).

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Geld für den Einkauf

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Diebstahl Stolz Ungerechtigkeit Falschheit Geld

Ich habe vor meinem Studium in zwei Jobs gearbeitet. Der kleine Nebenjob in der Pizzeria war toll, und ich war gegenüber dem alten Chef sehr loyal und aufrichtig. Der Hauptjob, in einem größeren Schuppen, hatte dagegen eine unglaublich arrogante und eingebildete Chefetage. Man versprach mir zu Beginn des Jobs Aufstiegschancen und die Möglichkeit, meinen kleinen Traum zu leben und als Barkeeper hinter der Theke zu arbeiten. Die Realität war, dass man mich über den Tisch zog und als Hausmeister-Bimbo eingespannt hat. Mit jedem Tag wurde mir bewusst, wie sehr der gesamte Chefkomplex mich eigentlich ausnutzte. Doch mit mehr Zeit kamen auch mehr Verantwortung und mehr Aufgabenbereiche. Und irgendwann fuhr ich dann regelmäßig einkaufen. Für den Einkauf drückte man mir geistesabwesend einen überhöhten Geldbetrag in die Hand und schickte mich los. Der Einkauf war getätigt - das Geld vergessen. Auf diese Weise hatte ich jeden Monat mindestens 100 Euro gemacht. Für den Fall, dass es doch noch jemandem auffallen sollte, behielt ich das Restgeld und die Quittungen immer bis zum Ende des Monats, also bis die Abrechnungen getätigt wurden. Und danach habe ich mein unmoralisches Verhalten selbst "vergessen".

Beichthaus.com Beichte #00032301 vom 26.11.2013 um 13:58:08 Uhr (3 Kommentare).

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