Habe ich einem Pädophilen geholfen?

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Dummheit Morallosigkeit Verzweiflung

Ich beichte, dass ich als Teenie vermutlich riesigen Mist gebaut habe. Damals mit 15, 16, 17, habe ich mich viel im Netz rumgetrieben und über verschiedene Foren zu Serien und Fandoms Leute kennengelernt, mit denen man dann auch Messengerdaten und so weiter austauschte. Mit einem Mann hatte ich als 16-Jährige über so einen Messenger sehr lange intensiven schriftlichen Kontakt. An sich hat er niemals irgendwie anstößig gechattet und die Themen bezogen sich auch in erster Linie auf das Fandom und eben diverse Interessengebiete, er hat mich aber nie mit Bildern von Geschlechtsteilen und so Zeug belästigt, wie man das heute oft so kennt.


Eine ganze Weile machte er ein Geheimnis aus seinem Alter, ich musste zunächst davon ausgehen, dass er so Mitte Zwanzig ist - das fand ich mit 16 natürlich spannend, dass er so regen Kontakt mit mir hielt. Schließlich kam dann aber raus, dass er gut Mitte Vierzig war. Erst war ich geschockt, aber da er weiterhin normal blieb, machte mir das am Ende nicht viel aus. Ein Bild bekam ich auch und anhand der Bilder konnte ich später auch nachvollziehen, dass zumindest der Mann an sich, mit seinem realen Namen und solchen Angaben, kein Fake war.


Dann ging es auf einmal los, dass er mir gestand, auf ein Mädchen, damals 14 Jahre alt, aus seinem Sportverein zu stehen oder halt, wie er es so harmlos ausdrückte, dass er in sie verliebt sei. Bilder von ihr schickte er auch. Ganz genau erinnere ich mich nicht. Ich meine aber, dass er dort unter anderem auch Trainer oder Aufsicht war. Und das macht mir heute ein unglaublich schlechtes Gewissen. Damals habe ich ihm gesagt, dass ich das nicht schlimm fände, ihm aber raten würde, sich bedeckt und halt fernzuhalten. Zumal er gesagt hatte, der Vater des Mädels, auch in dem Verein, würde ihm sonst etwas antun. Damals dachte ich, dass er wirklich in sie verliebt war, und sah das Ganze so schrecklich naiv. Heute habe ich Angst vor dem, was sich eventuell in diesem Verein entwickelt hat, denn mit dem Chatpartner habe ich schon gut sechs Jahre keinen Kontakt mehr.


Nun, in den Nachrichten gab es keinen derartigen Skandal aus dem betroffenen Ort und zu polizeilichen Befragungen kam es auch nie - zudem weiß ich nicht, ob er vielleicht gelogen hat. Trotzdem tut es mir unendlich leid, dass ich damals meinen Eltern nicht Bescheid gesagt habe und mich ihnen nie anvertraute, denn offenbar habe ich eben mit einem Pädophilen Schriftkontakt gehalten. Ich hoffe, dass das Mädel und der Typ beide nicht mehr in dem Sportverein sind und zwischen ihnen ebenfalls kein Kontakt mehr besteht - und dass er sich entweder heute schon Hilfe gesucht hat, oder mich damit einfach nur verarscht hat.

Beichthaus.com Beichte #00037291 vom 26.12.2015 um 22:49:48 Uhr (11 Kommentare).

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Ich will nichts mit Transsexuellen zu tun haben!

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Ekel Vorurteile Zorn Partnerschaft

Meine Freundin arbeitet nebenher im Sonnenstudio. Nicht um Geld zu verdienen, sondern weil die Eigentümerin, ihre Cousine, gelegentlich zuverlässige Hilfe benötigt. Wir sind beide Mitte 20, kennen uns bereits seit fast fünf Jahren und sind immer noch sehr verliebt. Jetzt kommt aber ein kleines Problem, das mit dem Nebenjob meiner Freundin zu tun hat. Vor einiger Zeit erzählte mir mein Schatz von einer wirklich tollen netten Kollegin, die seit einigen Monaten auch im Sonnenstudio, allerdings Vollzeit, arbeitet. Mit dieser Freundin kann sie über alles sprechen, man sei sich sehr nahe und hätte mittlerweile ein sehr enges Vertrauensverhältnis aufgebaut. Ich habe sie auch schon gelegentlich im Studio abgeholt und konnte dann auch immer sehen, wie die beiden sich umarmten und ein Abschiedsküsschen gaben. Ist ja nichts dabei. Nein, es ist sogar super, wenn man jemanden zum Reden hat, außerhalb der Beziehung. Ich fand die Situation wirklich sehr erfreulich, da meine Freundin in den letzten Jahren immer weniger persönliche Freundschaftsbeziehungen pflegte.

Mein Darling macht mittlerweile auch viel in der Freizeit mit der Kollegin, was ich auch förderte. Jetzt hat mir ein Kumpel etwas berichtet, das mir den Hals zuschnürte und mich zutiefst schockierte. Diese angebliche Freundin ist eigentlich gar keine Frau, sondern kam als Mann zur Welt, das erklärt auch die Größe, trotz des sehr filigranen Körperbaus. Dann wurde mir erzählt, dass eine komplette Operation die Sache dann eben in Richtung Frau geändert hat. Ich konnte und wollte das nicht glauben, da ich mit Homosexuellen bzw. Transsexuellen oder Ähnlichem wirklich allergrößte Probleme habe. Niemand darf mich hier deswegen verurteilen, ich will mit solchen Personen nichts zu tun haben, ich bringe es einfach nicht fertig, mit solchen Menschen umzugehen, ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich nur daran denke. Ich habe meine Freundin darauf angesprochen und sie bestätigte die Geschichte. Ihre Gefühle für diese Person haben aber nichts mit dem Geschlecht zu tun, versicherte sie mir. Meine Freundin kennt meine Probleme mit Berührungsängsten solchen Gestalten gegenüber und hat mir deshalb natürlich nichts davon gesagt. Ich schaffe es aber einfach nicht, über meinen Schatten zu springen.

Wir wohnen seit einem Jahr zusammen und ich bin jetzt in unser geplantes Kinderzimmer gezogen. Ich kann sie nicht mehr berühren, schaffe es einfach nicht, wenn der Gedanke an ihre Nähe zu dieser Person wieder aufkommt. Ich küsse sie nicht mehr, schlafe nicht mehr mit ihr und meide Zärtlichkeiten. Sie ist traurig deswegen, will aber ihre Bekanntschaft auch nicht aufgeben und verlangt von mir, dass ich offener werde. Ich bin dazu aber nicht im Geringsten in der Lage und vor allem auch nicht bereit. Ich werde jetzt von ihr verlangen, sich zwischen der Bekanntschaft zu dieser Person oder einem Leben mit mir zu entscheiden. Es gibt keine Alternative. Sie kann gerne weiterhin im Sonnenstudio mit dieser Person arbeiten, aber sich umarmen bzw. küssen zu lassen kann ich nicht akzeptieren. Ich bin auch zur Trennung von meiner großen Liebe bereit, auch wenn viele denken, das wäre doch völlig überzogen. Ich lüge nicht und bin immer offen und ehrlich zu ihr, es tut mir furchtbar leid, dass ich sie so unter Druck setzen muss. Daher habe ich mich hier ausgelassen, ich musste einfach mein Herz erleichtern.

Beichthaus.com Beichte #00037290 vom 26.12.2015 um 16:11:48 Uhr (48 Kommentare).

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“Beichte

Warum bemerkt man Liebe nur so spät?!

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Neugier Begehrlichkeit Verzweiflung Arbeit

Ich (w) beichte, dass ich es hasse, mich zu verlieben und es erst viel zu spät zu bemerken. Dieses Mal war oder ist es jemand, den ich in einem bekannten Unternehmen unserer Stadt kennengelernt habe. Nachdem ich vor etwa einem halben Jahr mein Abitur geschafft hatte und nun in der Bewerbungsphase für meinen Wunschstudienplatz steckte, hatte ich mich dazu entschlossen, in den Ferien zu arbeiten, um so wenigstens ein bisschen mein Studium selbst finanzieren zu können. Ich bewarb mich also als Vertretung um den Platz einer Putzfrau und wurde direkt genommen. So kam ich überhaupt in dieses Unternehmen. Jedenfalls lernte ich dort einen ganz besonderen Mann meines Alters kennen, mit dem ich bisher nur einmal ins Gespräch kam. Das war dann, als ich nur noch einen Tag zu arbeiten hatte.


Er sprach mich an und wir redeten darüber, wie es nach dem Abitur weitergehen wird bzw. was er gerne in seinem Urlaubsziel entdecken wollte. Irgendwann sagte er, dass er es korrekt fände, dass ich dort arbeitete, um mein Studium finanzieren zu können - diese Worte bereiten mir im Nachhinein sehr großes Herzklopfen. Ihr müsst wissen, dass ich leider so gut wie keine Erfahrungen in Liebesangelegenheiten habe, obwohl ich 21 Jahre alt bin. Jedenfalls bin ich irgendwie sauer auf mich selbst, weil ich mich offensichtlich in etwas hineinsteigere, wo nichts ist. Andererseits frage ich mich immer wieder, wie es wohl ausgegangen wäre, wenn ich länger dort gearbeitet hätte. Fakt ist, dass ich ihn sehr anziehend fand und mich nun die Ungewissheit plagt, ob er genauso empfunden hat.

Beichthaus.com Beichte #00037288 vom 26.12.2015 um 01:55:23 Uhr (12 Kommentare).

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Warum kann ich keine Fremden ansprechen?

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Verzweiflung Misstrauen Begehrlichkeit Zorn

Ich (w) gestehe, dass ich mir immer selbst im Weg stehe und mich wirklich dafür hasse. Jedes Mal, wenn ich jemanden Nettes kennenlerne, verhaue ich die Chance, weil ich immer dieses Misstrauen im Kopf habe, dass diese Person mich doch abweist, wenn ich meine Gefühle offenlege. Und das geht mir tierisch auf die Nerven, sodass ich einen Selbsthass empfinde. Genauso hasse ich die Diskussionen mit mir selbst, ob ich es nun machen soll oder nicht. Und das Ergebnis ist immer das Gleiche! Zuletzt habe ich jemanden schon das zweite Mal in der Bahn getroffen, der mir auf Anhieb sympathisch wirkte. Ich traute mich beim ersten Mal schon nicht, ihn anzusprechen und dachte dieses Mal würde ich es schaffen. Jedes Mal denke ich mir: "Was hast du schon zu verlieren? Ich meine, du kennst diese Person nicht einmal und wirst sie nie wiedersehen." Trotzdem tue ich es einfach nicht, weil dieses Misstrauen immer bleibt.


Jedenfalls habe ich es wieder nicht getan. Doch dann, ein paar Tage später, wieder diese Person, klar was das Zufall. Aber daran dachte ich nicht, ich wollte ihn ansprechen, doch dann wieder das gleiche Problem. Diese Angst abgewiesen zu werden begleitet mich ständig, auch wenn es jemand ist, den ich nicht kenne. Ich hasse es, es bringt mich zum Verzweifeln. Aber am meisten macht mich die momentane Situation wütend. In meinem Studium gibt es jemanden, den ich gerne nach einer Verabredung fragen würde, mich aber nicht traue. Weil das Misstrauen mich dazu verleitet, zu denken, wenn ich ein "Nein" bekommen würde, sich das rumsprechen wird und ich dann wie damals vor drei Jahren dastehen würde - ganz alleine. Das treibt mich zur Weißglut.

Beichthaus.com Beichte #00037286 vom 24.12.2015 um 02:15:10 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich verstehe STAR WARS nicht

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Dummheit Medien

Ich beichte, dass ich Star Wars nicht verstehe. Ich bin auch riesiger Fan von Herr der Ringe, Stargate, Harry Potter, Game of Thrones, Fantasy, Science-Fiction, völlig egal, je komplexer desto besser eigentlich. Daher hatte ich immer das Gefühl, etwas verpasst zu haben, weil ich als Kind oder Jugendliche keine einzige Episode gesehen habe. Erst mit Anfang 20 habe ich Episode 4 und 5 gesehen, dann aber irgendwie verpasst, mir die restlichen Filme anzusehen. Vier Jahre später habe ich den nächsten Anlauf unternommen, wieder angefangen bei Episode 4. Ich verstehe es nicht. Mir ist die grundlegende Handlung schon klar. Jediritter, Imperium, Rebellenallianz, gut und schön. Aber es bleibt nichts hängen. Ich habe während der ganzen Zeit keine Ahnung, wer wann warum wo ist. Das macht mich wahnsinnig, weil ich das nicht gewohnt bin. Ich bin eigentlich die, die anderen ständig erklären muss, was in Filmen und Serien gerade passiert, weil mich das interessiert und ich sehr aufmerksam bin. Bei Star Wars funktioniert das nicht.

Nur ein Beispiel: Lukes Schiff stürzt in einem Sumpf ab, in dem er Yoda trifft. Was macht Yoda da? Lebt er da? Schon immer? Ist es Zufall, dass Luke ihn da trifft? Schicksal oder Absicht? Und wer zum Teufel ist Han Solo eigentlich? Ich weiß, der Typ, der den Millenium Falcon fliegt, mit dem Wookie. Aber warum ist der da? Was ist seine Motivation? Ich denke, dass das im Film durchaus erklärt wird, aber in dem Moment, in dem der Abspann läuft, ist alles wieder weg. Weiter als bis Episode 5 habe ich es im Übrigen noch immer nicht geschafft. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich beichte, dass ich Star Wars nicht folgen kann und mich deswegen, ehrlich gesagt, dumm fühle.

Beichthaus.com Beichte #00037282 vom 23.12.2015 um 10:07:53 Uhr (24 Kommentare).

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