Die rassistische alte Schachtel aus dem Bus

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Engherzigkeit Vorurteile Zorn Bahn & Co.

Ich bin gestern Abend mit dem Bus aus der Innenstadt nach Hause gefahren und der Bus war ziemlich voll. Als ich aussteigen wollte (an der Fahrertür) sagte die Fahrerin (recht alt und korpulent) recht unwirsch zu mir: "Hast du überhaupt eine Fahrkarte? Da kann man sich heute ja nicht mehr sicher sein bei euch ganzen asozialen Kanacken. Jetzt zeig zackig her, vorher mache ich nicht auf." Dazu muss man sagen, dass meine Familie seit 60 Jahren in Deutschland lebt, gut integriert ist und ich mich zu 100 Prozent als Deutscher fühle. Ich habe ihr dann also meine Monatskarte gezeigt, was nur mit unverständlichem Grummeln honoriert wurde.

Weil mich dieses Verhalten ziemlich aufgeregt hat, habe ich, als die Fahrerin endlich die Tür geöffnet hat, laut und für alle hörbar gesagt: "Sie haben recht, man muss immer mit dem Schlimmsten rechnen, wenn man so eine rassistische alte Schachtel ist." Damit hatte ich die Lacher auf meiner Seite und winkte mit einem Hochgefühl der, jetzt hochroten, Busfahrerin hinterher. Im Nachhinein feiere ich mich einerseits selbst für den Spruch, aber andererseits tut es mir leid, die Frau lächerlich gemacht zu haben. Vielleicht hatte sie nur einen langen und anstrengenden Tag und war darum so schlecht drauf.

Beichthaus.com Beichte #00038234 vom 14.05.2016 um 18:57:00 Uhr (24 Kommentare).

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Wie wecke ich seinen Beschützerinstinkt?

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Peinlichkeit Falschheit Begehrlichkeit Dating

Ich (w/23) verstehe mich selbst nicht mehr. Seit der Trennung von meinem Freund wohne ich alleine in einer kleinen aber feinen Wohnung in der Innenstadt. Mir ist erst nach der Trennung bewusst geworden, wie sehr er mich immer wieder runtergezogen hat. Ich war immer schon sehr selbstständig und unabhängig, aber brauchte dennoch bei einigen Dingen Hilfe, wie zum Beispiel beim Aufbauen größerer Regale oder beim Lampen aufhängen. Mein Vater hat mir aber kurz nach dem Einzug in die neue Wohnung seinen alten Akkuschrauber geschenkt und mir gezeigt, auf was ich achten muss und seit dem mache ich wirklich alles selbst.

Er war es auch, der mich mit sieben Jahren zum Karate angemeldet hat. Kampfsporttechnisch bin ich mittlerweile zwar auf Krav Maga und Kickboxen gekommen, aber er war es, der immer dafür gesorgt hat, dass ich unabhängig agieren kann und nicht auf fremde Hilfe angewiesen bin. Er hat mir auch mal gestanden, dass er nicht verstanden hat, wieso ich mit so jemandem wie meinem Ex zusammen war, der total unselbstständig ist und sich quasi um nichts selber kümmern konnte. Schon wenige Monate nach der Trennung habe ich wieder jemanden kennengelernt. Erst war es nur unverbindliches Flirten nach dem Training, doch dieses Wochenende hatten wir ein richtiges Date. Er ist ein richtiger Gentleman, hielt mir Türen auf und begleitete mich danach noch bis zur Haustür. Obwohl er genau weiß, dass ich ganz gut auf mich selbst aufpassen kann. Er sagt, bei dem, was momentan in Europa passiert, kann er mich nicht nachts alleine durch die Stadt gehen lassen. Ich finde dieses Beschützer-Gehabe einerseits überflüssig, andererseits macht es mich auch irgendwie an. Ich merke allerdings, dass ich mich neben ihm wie ein dummes kleines Mädchen benehme, nur um seinen Beschützerinstinkt anzusprechen. Im Nachhinein ist mir das selbst peinlich.

Beichthaus.com Beichte #00038172 vom 01.05.2016 um 14:11:14 Uhr (12 Kommentare).

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Schadenfreude ist einfach die schönste Freude!

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Engherzigkeit Schamlosigkeit

Ich bin ein schadenfroher Mensch. Ich freue mich nicht, wenn jemand wirkliche Probleme hat, lediglich über unbedeutende Malheure lache ich. So musste ich mir letzte Woche die Hand vor den Mund pressen, um nicht laut loszulachen: In der Innenstadt kam eine etwa 55-jährige Frau mit Riesenabsätzen in einem Eiltempo durch die Fußgängerzone gelatscht. Plötzlich ist sie mit dem Absatz in einem Gullydeckel stecken geblieben. Sie hat wie verrückt versucht, den High Heel wieder rauszuziehen, doch als sie es geschafft hatte, hatte sie den Absatz in der Hand.


Auch muss ich immer lachen, wenn beispielsweise jemand seine Flasche öffnet, die mit einem kohlensäurehaltigen Getränk gefüllt ist, und sich eine Fontäne ergießt, weil die Flasche geschüttelt wurde. Schadenfroh war ich auch damals in der weiterführenden Schule. Die Viertklässler fühlten sich wie die großen Ansager, die sich am Pausenkiosk vordrängeln, den Kleinen klarmachen, dass sie das Sagen haben und man sich mit ihnen besser nicht anlegt. Das ändert sich schlagartig, wenn sie in die Fünfte kommen und selbst die Kleinen sind. Bei unseren Fünftklässlern damals hatten wir das Gefühl, der Kindergarten hätte Ausgang - herrlich! Mit unseren 13, 14 Jahren fanden wir "Fangen" oder "Verstecken"-Spielen einfach sehr babyhaft und peinlich, heute sehe ich das ganz anders. Ich finde es gut, wenn man so lange wie möglich ein Kind ist. Am Besten sollte man das Kind in sich für immer behalten.

Beichthaus.com Beichte #00037942 vom 28.03.2016 um 17:50:17 Uhr (3 Kommentare).

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Die Affäre meiner Frau

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Lügen Neugier Fremdgehen Verzweiflung Partnerschaft

Ich (m/39) habe meiner Frau (35) immer vertraut. Bis zu einem bestimmten Tag. Wir waren in der Innenstadt spazieren. Dann kam ein recht junger gut aussehender Mann auf uns zu. Er grüßte sie und lächelte. Ich habe sie gefragt, wer dieser Mann denn sei. Darauf wusste sie nur eine Antwort: Er müsse sie mit jemand anderem verwechselt haben, sie kenne ihn nicht. Ich glaubte ihr das erst einmal. Doch es ließ mich nicht in Ruhe und so beobachtete ich sie. Ich dachte mir, wenn sie ihn doch kannte, müsste sie irgendwann Kontakt zu ihm aufnehmen. Einige Wochen vergingen, es passierte nichts, ich wollte schon aufgeben. Doch dann wollte sie zu ihrer Freundin. An sich nicht ungewöhnlich, für sie nur dumm, dass ich mit dem Mann ihrer Freundin befreundet bin und zufällig wusste, dass er mit seiner Frau ins Wellness-Hotel wollte. Ich habe das auch, noch während sich meine Frau im Bad fertigmachte, überprüft, sie waren tatsächlich weggefahren. Also beschloss ich, ihr unauffällig hinterher zu fahren. Doch sie ging shoppen, sie musste mich wohl bemerkt haben.


Ich fuhr wieder nach Hause, und als sie kam, sagte sie zu mir, wie dumm sie bloß sei, sie hätte ganz vergessen, dass ihre Freundin heute gar nicht da sei, deshalb hat sie dann etwas Schönes für uns zwei gekauft. Sie hatte Dessous. Und wir hatten eine tolle Nacht. Ich wusste nicht mehr, was ich glauben sollte. War sie doch anständig oder einfach nur vorsichtiger? Ich hatte es schon fast vergessen, da hatte sie zwei Karten für ein Fußballspiel. Alles war gut, dachte ich. Doch dann wurde mein Kumpel, mit dem ich ins Stadion wollte, krank. Dann wollte ich mit ihr hingehen, schließlich hatte sie mir auch die Karten geschenkt. Dazu muss man sagen, dass wir schon öfters zusammen im Stadion waren. Sie ging auch gerne mit mir hin. Doch sie wollte, dass ich dann eben mit einem anderen Freund ins Stadion gehe, sie müsse noch etwas ganz Dringendes erledigen. Ich sagte zu. Nun wusste, auch schon mein kranker Kumpel Bescheid, er bemerkte, dass mir etwas auf der Seele lag. Er sagte, wenn ich damit einverstanden wäre, würde er sie beschatten. Ich hielt es für eine gute Idee, sein Auto erkennt sie nämlich nicht so leicht.


Ich ging wie gewohnt ins Stadion, währenddessen behielt mein Kumpel meine Frau im Auge. Er machte Fotos. Sehr pikante Fotos, und da ist definitiv nichts mehr abzustreiten. Er schickte mir alle Bilder per Mail. Ich war wütend, dass sie mir so etwas antun konnte. Sie hatte auf den Fotos sichtlich Spaß. Und ich dachte, jetzt habe ich auch einmal Spaß, ich packte ihre Koffer und stellte sie in die Garage. Als sie nach Hause kam, kam sie zu mir und fragte mich, warum dort ihre Koffer stehen. Ich sagte zu ihr: "Wenn ich dir nicht reiche, und du mich anlügst und betrügst, dann möchte ich dir diesen Spaß gönnen, und wenn du willst, kannst du gleich die Scheidung bekommen. Meinst du jetzt immer noch, dass ich keinen Humor habe?" Sie ging wortlos. Ich war erleichtert und irgendwie tat es mir trotzdem weh und sie fehlte mir. Nach zwei Wochen Funkstille klingelte es an meiner Tür. Sie wollte mit mir reden. Ich war froh, dass sie wieder bei mir war. Ich verzieh ihr die einmalige Affäre und sie verzieh mir meine kleinen Schandtaten. Es war falsch, ihr hinterher zu spionieren, ich hätte ihr einfach mehr Aufmerksamkeit schenken müssen.

Beichthaus.com Beichte #00037720 vom 29.02.2016 um 15:05:00 Uhr (29 Kommentare).

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Königskobra in Amsterdam

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Peinlichkeit Ekel Unreinlichkeit Urlaub Niederlande

Ich (m/26) war über Silvester für einige Tage mit meinem besten Freund in Amsterdam. Nun ist es so, dass ich immer, wenn ich irgendwo Urlaub mache, meine Essgewohnheiten auch etwas umstelle. Anstelle eines gesunden Frühstücks und einer ausgewogenen Ernährung probiere ich mich gerne durch leckere Lokale, Restaurants und Imbisse. Während wir also mal wieder in der Innenstadt rumflanierten, bemerkte ich, dass sich mein Magen nach zwei Tagen mit gefühlten 20 Litern Kaffee und Bier, Burgern, Steaks, Tonnen von Pommes und anderen Leckereien befreien wollte. Zielstrebig suchte ich schnellstmöglich nach einer öffentlichen Toilette und fand mein Glück bei der bekannten Fast-Food-Kette mit einer Krone. Schnell sprintete ich die Treppen hinauf, reihte mich in die Warteschlange für die einzige Kabine der Herrentoilette ein und zählte nur die Sekunden, bis ich mich endlich von meinem Ballast befreien konnte. Nach knapp 15 Minuten kam ich endlich zum Zug. Mein Herz strahlte und mein Magen freute sich unheimlich darauf, etwas Platz zu schaffen: Tür zu – Hose runter – und los!


Während ich entspannt auf der Toilette saß, bemerkte ich zeitgleich, dass die Schlange für die Herrentoilette stetig weiterwächst. Da ich nicht unhöflich sein und unnötig die anderen Gäste warten lassen wollte, zog ich nach meinem vollendeten Geschäft fix die Hose an und wollte dann auch wieder los. Dennoch ahnte ich schon während meines Toilettengangs Böses: Die letzten Tage an fettigem Essen und viel Alkohol haben sich bezahlt gemacht, sodass ich der Keramik ein unglaublich großes Geschenk hinterlassen habe. Trotz mehrmaligem Spülen ließ sich meine Königskobra vom Wasser nicht beeindrucken, sodass der Wasserspiegel drastisch fast bis zum Klodeckel stieg und einfach nicht abfließen wollte.


Schnell versuchte ich, den kleinen Schlamassel mithilfe der Klobürste zu beseitigen. Allerdings blieben meine Versuche erfolglos und ich zog nach einigen Minuten Rumstochern und Drücken die nun komplett versaute Klobürste raus und stellte sie wieder in die Halterung. Mein Herz fing in der Zwischenzeit an stark zu klopfen, mein Gesicht wurde rot und ich bekam leichte Schweißausbrüche, alles vor dem Hintergrund, dass das einzige Männerklo komplett verstopft ist und alle doch nur mal fix aufs Klo wollen. Pustekuchen! Beim Herausgehen versuchte ich, meine Blöße zu kaschieren und sagte auf eine pseudo-lockere Art: "Sorry, das Klo ist kaputt." Wobei ich die leichten Schweißperlen wohl nicht verbergen konnte.


Besonders peinlich war der Gang entlang der Warteschlange, wo mich alle Typen musterten und mich mit extrem genervten und zeitgleich enttäuschten Gesichtern anstarrten. Ich möchte mich also für meine kleine Königskobra bei allen Leuten in der Warteschlange entschuldigen, die genau wie ich dringend aufs Klo mussten und sich in der überfüllten Innenstadt eine neue öffentliche Toilette suchen mussten. Ich war dann aber doch so anständig und habe unten am Schalter Bescheid gegeben, dass irgendjemand das Herrenklo verstopft hat und man sich bitte drum kümmern sollte! Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00037496 vom 29.01.2016 um 16:59:24 Uhr in Niederlande (Amsterdam) (7 Kommentare).

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