Rache an meinem Nachbarn

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Boshaftigkeit Aggression Rache Zorn Nachbarn

Hallo, ich (m/23) habe vor etwa einem Jahr meine erste Wohnung bezogen. Nun habe ich allerdings einen ziemlich nervigen Nachbarn. Er hört ständig laute Musik und brüllt in seiner Wohnung blöd rum, obwohl der Depp allein lebt! Der Typ treibt mich in den Wahnsinn! Nun spiele ich ihm seit ungefähr drei oder vier Monaten kleine Streiche. Das fing damit an, dass ich ihm einfach alles geklaut habe, was aus seinem Briefkasten ragte - nicht jeden Tag, einfach nur alle zwei bis drei Tage. Mal eine Zeitung, mal einen Brief, den der Postbote nicht ganz im Briefkasten unterbringen konnte. Ich lese mir den Kram dann auch nicht durch, ich werfe ihm die Briefe einfach nach 2-3 Wochen vor die Haustür. Manchmal schreibe ich davor noch kleine Botschaften auf die Briefe, wie zum Beispiel "Sorry für die Verspätung!" oder "Bin wieder da!" Außerdem klingele ich jeden Morgen an seiner Tür, wenn ich gegen fünf Uhr morgens zur Arbeit fahre. Langsam nimmt das aber alles schlimme Formen an. Ich habe vor ein paar Wochen seinen Ersatzschlüssel unter der Fußmatte gefunden und habe ihn mir prompt im Supermarkt nachmachen lassen. Jetzt gehe ich hin und wieder in seine Wohnung, wenn er abends auf Tour ist. Dann stelle ich ein paar Sachen um, verstecke scheinbar wichtige Unterlagen, Filme, Spiele, die Fernbedienung und einfach alles, was in meine rachsüchtigen Griffel kommt.


Ich kann einfach nicht mehr aufhören. Sein PC hat im übrigen auch kein Passwort, welchen ich also auch mal "aufgeräumt" habe. Er hat jetzt 20 GB Schwulenpornos auf seiner Festplatte, gespeichert auf dem Desktop unter "Meine Lieblingsfilme". Seine Freunde auf F*cebook haben auch ein paar "Nachrichten" von ihm bekommen. Leute, meldet euch ab, wenn ihr aus dem Haus geht! Ich schäme mich nun wirklich dafür. Ich würde auch alles wieder löschen, ich habe den Schlüssel aber vor ein paar Tagen entsorgt. Außerdem habe ich nun einen Termin bei einem Psychologen gemacht, der mir bei meinem Zornproblem helfen soll. Ich wollte hier einfach alles niederschreiben, weil ich mit der Sache abschließen möchte. Falls du das hier liest, werter Nachbar, dann möchte ich mich bei dir entschuldigen. Lass uns das Kriegsbeil begraben! Ich erwarte keine Vergebung, aber doch wenigstens ein wenig Verständnis für meine kleine "Sucht".

Beichthaus.com Beichte #00031966 vom 28.09.2013 um 23:40:39 Uhr (14 Kommentare).

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Mit dem Messer im Toaster

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Dummheit Peinlichkeit Waghalsigkeit Regensburg

Mit dem Messer im Toaster
Ich (21) habe gerade im Haus alle Lichter ausgehen lassen, weil ich ein Messer in den Toaster gesteckt habe. Ich wollte nur das Brot herausholen und habe mir das seit meiner Kindheit angewöhnt - und bisher ist auch nie etwas passiert. Auf die Frage, was passiert ist, habe ich die Schuld auf den alten Toaster geschoben. Das ist mir extrem peinlich, weil ja jeder weiß, wie gefährlich und dumm das ist. Ich denke, ich werde mir das ab heute abgewöhnen müssen.

Beichthaus.com Beichte #00031951 vom 25.09.2013 um 22:17:02 Uhr in 93047 Regensburg (Hauzensteinerstraße) (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Kunst als Lebensretter

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Dummheit Selbstverletzung Maßlosigkeit Arbeit Hollfeld

Also ich bin jetzt Mitte vierzig und versuche es mal mit einer Beichte. Seit meinem Einstieg ins Berufsleben, so mit achtzehn, bin ich immer mehr zum Workaholic geworden. Mein Ziel bestand zunächst darin, mit dreißig in Rente zu gehen, was natürlich nicht geklappt hat, es wurde irgendwie immer Schlimmer, bis ich mit Ende dreißig einen Schlaganfall erlitten habe. Danach musste ich viele Dinge im Leben überdenken, unter anderem, warum keiner meiner Kollegen mich eigentlich im Krankenhaus besucht hat. Lange Rede, kurzer Sinn - ich bin irgendwie nicht wieder in die Gänge gekommen, wurde dann arbeitslos und schließlich auch manisch depressiv. Ich habe mich immer öfter alleine in meiner Wohnung betrunken und bin oft mit Kopfschmerzen auf dem Fußboden aufgewacht. Es endete mit einem Selbstmordversuch und einem kurzen Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt. Mein Arzt hat mir dann dazu geraten, damit anzufangen Bilder zu malen oder ein Instrument zu spielen, also etwas Künstlerisches zu tun. Vielleicht, weil mein ursprünglicher Beruf nicht sehr viel Kreativität zugelassen hat. Ich habe das tatsächlich sehr widerwillig gemacht, auch um von meinen Medikamenten wegzukommen.


Wie sich gezeigt hat, steckt in mir wohl ein sehr begabter Maler. Ich male heute Landschaftsgemälde und konnte auch schon einige davon verkaufen. Richtig viel Geld verdiene ich damit nicht, kann aber davon leben und bin das erste Mal in meinem Leben richtig glücklich. Diesen Sommer habe ich viel Zeit draußen verbracht, und wenn es der Geldbeutel zulässt, werde ich im Winter vielleicht eine kleine Reise nach Rom machen, um dort einige historische Bauwerke zu malen. Seit Langem habe ich auch wieder eine Freundin, die sich sehr für meine Kunst interessiert und mich so akzeptiert, wie ich bin. Was ich sehr bereue, ist, dass ich jahrelang so ein schreckliches Leben geführt habe. Ich bildete mir ein, dass ich früher in Rente gehen könnte, und dass die Größe meines Autos etwas bedeutet. Was mich dann beinahe mein Leben kostete. Aber das hätte vermutlich auch niemanden interessiert - den Job hätte einfach ein anderer weitergemacht. Es tut mir leid, dass mir das nicht schon früher klar wurde, ich habe mich einfach vom Strom des beruflichen Erfolges leiten lassen.

Beichthaus.com Beichte #00031947 vom 24.09.2013 um 22:54:16 Uhr in Hollfeld (12 Kommentare).

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Die Feigheit der Gesellschaft

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Ignoranz Dummheit Feigheit Gesellschaft Zapfendorf

Vor einer, vielleicht auch vor zwei Stunden habe ich (w/19) meine kleine Schwester (10) von der Grundschule abgeholt. Da ich wusste, dass meine Mutter nicht plante, heute zu kochen, ging ich mit meiner Schwester in die nah gelegene Innenstadt, um sie auf eine Kleinigkeit zum Essen einzuladen. Nun standen wir dann essend an den Stehtischen einer Filiale des örtlichen Metzgers, als ich hinter mir laute Kinderstimmen hörte, die sich anscheinend amüsierten. Ich dachte mir nichts dabei, aber als das Gelächter auch nach einer gefühlten Ewigkeit nicht weniger wurde, drehte ich mich um und sah, wie so ziemlich jeder im Umkreis, drei halbstarke Kinder, die ungefähr elf Jahre alt waren. Diese versuchten gerade, drei Silvesterknaller so in dem Mülleimer zu platzieren, dass sie diese noch anzünden können. Natürlich unternahm keiner der Umstehenden, und es waren mindestens ein Dutzend Leute da, etwas, außer das Geschehen zu beobachten. Und, nachdem ich die Halbstarken recht schroff dazu aufgefordert hatte, den Unsinn zu unterlassen und sofort zu verschwinden, schnellstmöglich das Weite zu suchen. Ich beichte also, dass ich böser Mensch meiner Schwester ein Vorbild sein wollte und deshalb den armen kleinen Jungen den Spaß verdorben habe. Außerdem beichte ich, dass die offensichtliche Feigheit und Sensationslust der Zuschauer mich zum Ausrasten bringen könnte. Kann man denn nicht von einem Haufen Erwachsener erwarten, dass sie bei so etwas einschreiten und solchen Plagen mal die Meinung geigen, wenn die Eltern schon keine Ahnung von Erziehung haben?!

Beichthaus.com Beichte #00031939 vom 23.09.2013 um 14:16:13 Uhr in Zapfendorf (20 Kommentare).

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“35.000

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Ehrgeiz am Pissoir

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Ekel Unreinlichkeit Ignoranz Aulendorf

Ich (m/35) muss beichten, dass ich den Reinigungskräften in öffentlichen Toiletten zusätzliche Arbeit mache. Das liegt daran, dass ich, wenn ich in ein Pissoir pinkele, einen komischen Ehrgeiz entwickele. Ich habe es mir nämlich zur Aufgabe gemacht, die Wasserspülung, die meist durch Infrarot ausgelöst wird, schon während der Benutzung in Gang zu setzen. Normalerweise passiert das schließlich erst, wenn man einen gewissen Abstand zum Pissoir erreicht hat. Damit mir das gelingen kann, bewege ich meinen Oberkörper vor und zurück - und wenn das nicht funktioniert, mache ich das Gleiche mit dem Unterkörper oder entferne mich sogar von dem Urinal. Natürlich versuche ich dabei stets, weiterhin mein Ziel zu treffen, aber je weiter weg ich gerate, umso schwieriger wird das Unterfangen. Außerdem lässt mit der Zeit auch der Blasendruck nach, sodass es immer schwerer wird, die Entfernung zu überbrücken. Deshalb hinterlasse ich oft ein verpisstes Pissoir. Es gelingt mir leider nur selten, die Spülung zu betätigen, da sie meist so schwach eingestellt ist, dass sie wirklich erst betätigt wird, wenn man sich wirklich herumdreht und geht. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00031938 vom 23.09.2013 um 15:35:34 Uhr in Aulendorf (21 Kommentare).

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