So musst Du nie wieder zum Zahnarzt!

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Feigheit Gesundheit

So musst Du nie wieder zum Zahnarzt!
Ich (m/Anfang 30) beichte, dass ich seit guten 14 Jahren nicht mehr beim Zahnarzt war. Das letzte Mal habe ich eine Zahnarztpraxis von innen gesehen, als ich eine Nachuntersuchung wegen der entfernten festen Zahnspange hatte. Davor hatte ich nur negative, gar traumatische Erfahrungen mit inkompetenten, empathielosen Pfuschern. Das will ich hier aber auch nicht weiter ausführen. Es gibt einfach verdammt viele schlechte Zahnärzte, kein Wunder, dass es so viele Angstpatienten gibt. Tja, neulich kam es, wie es kommen musste: Ich hatte tierische Schmerzen am Weisheitszahn. Es war nicht auszuhalten und es blieb mir nichts anderes übrig. Das Ende vom Lied? Der Arzt glaubte mir nicht annähernd, dass ich seit knapp 15 Jahren nicht mehr beim Zahnarzt war. Keine Karies, keine Parodontose, kein Zahnstein, keine Plaque. Nichts!

Ich habe mir seit damals brav jeden Tag morgens und abends schlicht und einfach die Zähne mit einer harten Zahnbürste geputzt, Zahnseide benutzt und das scharfe Listerine. Ab und an die Zunge mit einer speziellen Bürste abgeschabt. Fertig. All die Jahre umsonst Panik geschoben und Schweißausbrüche gehabt. Weisheitszahn in zehn Minuten gezogen und jetzt werde ich die nächsten 10-15 Jahre keinem Arzt mehr meine Leiste zeigen. In meinem Fall ist es vielleicht gut gegangen, aber ich finde, diese dekadente Ärzteschaft ist sowieso überbewertet und ihr rennt wie die Lämmer dorthin. Der Rubel muss für den neuen Porsche ja rollen. Pflegt ordentlich eure Zähne und dann reicht es auch, alle zwei Jahre mal dahin zu gehen.

Beichthaus.com Beichte #00038599 vom 08.08.2016 um 08:12:47 Uhr (29 Kommentare).

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Ich genieße mein Leben mit Hartz-IV

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Feigheit Vorurteile Gesundheit

Ich bin 25 Jahre alt und habe trotz meiner Sozialphobie (und dadurch sieben stationäre Therapien, je drei bis sieben Monate) meine Fachhochschulreife erworben und studierte bis zuletzt noch Produktdesign an einer Kunsthochschule (habe fast immer 30 CP erreicht). Als ich Panikattacken während der Vorlesungen und in meinen Kursen bekommen habe, habe ich mich dazu entschlossen, mich beurlauben zu lassen und beziehe nun seit drei Monaten Hartz-IV. Mein Vater wurde so erzogen, dass er davon ausgeht, dass es einem gut geht, wenn man arbeitet. Deshalb (und wahrscheinlich auch wegen der von der Gesellschaft eher negativen Einstellung gegenüber Hartz-IV-Empfänger) empfinde ich es wohl als Beichte, Folgendes zuzugeben:

Wenn ich sage: "Ich will gesund werden", bedeutet das nicht "Ich will wieder arbeiten/studieren können". Was ich sagen will, ist: Ich arbeite nicht darauf hin, dass die Panikattacken weggehen, um wieder arbeiten zu können. Wenn ich in zwei Jahren immer noch Panikattacken bekomme, wenn ich Leistungen erbringen muss und bewertet werde, ist mir das ganz recht. Damit kann ich mich aus der Arbeitswelt entziehen. Ich bin kein fauler Mensch. Ich bin eigentlich auch ziemlich diszipliniert. Ich bin mit der Einstellung meines Dads groß geworden und würde ohne die Panikattacken wohl heute noch studieren, trotz Depressionen, Schlaflosigkeit, Suizidgedanken, usw.

Da ich schon über 10 Jahre Erfahrungen in Therapien gemacht habe und sehr kreativ bin, habe ich eine große Selbstwirksamkeit. Ich brauche Arbeit weder um mich zu beschäftigen, um das Gefühl zu bekommen gebraucht zu werden, um Anerkennung und Rückmeldung zu erhalten, noch für das viele Geld. Meine höchsten Ausgaben im Monat sind die vegetarische und die glutenfreie Ernährung und das monatliche Internet. Ich habe am Monatsende sogar noch Geld übrig, was ohne einen bestimmten Zweck automatisch gespart wird. Das liegt nicht daran, dass man mit Hartz-IV viel Geld bekommt. Sondern schlicht weg daran, dass ich mir bewusst geworden bin, dass ich nur für eine sehr kurze Zeit scheinglücklich wäre, wenn ich mir etwas kaufe oder in den Urlaub fahre. Ich brauche weder ein cooles Styling, um es auf Instagram zu posten, noch brauche ich das neuste Handy. Klar, ich kaufe mir auch Sachen. Aber recht selten - und das war auch schon vor dem Hartz-IV-Bezug. Und als Student hatte ich auch mehr Geld als jetzt.

Ich wohne mit meiner Freundin zusammen, sie ist 27 Jahre alt und auch Hartz-IV-Empfängerin. Sie arbeitet seit einem Jahr nicht, mehr wegen ihrer Essstörung. Nimmt aber an Maßnahmen des Amts teil, da sie gerne wieder arbeiten möchte. Seitdem ich den Druck vom Studium los bin, geht es mir um einiges besser. Und ich bin immer offen für Veränderungen in mir, auch bezüglich der Arbeit und der Panikattacken. Aber solange meine Attacken noch da sind, danke ich meinem Körper dafür, dass er nicht auf meinen "Ich muss doch etwas tun"-Verstand hört und mir somit Zeit gibt, um das Leben genießen zu können.

Beichthaus.com Beichte #00038589 vom 05.08.2016 um 06:22:13 Uhr (24 Kommentare).

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“Beichte

Ein paar Stunden voller Begehren

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Fremdgehen Ehebruch Feigheit Verzweiflung Partnerschaft

Ich betrüge meinen Mann schon seit geraumer Zeit. Zwischen mir und ihm läuft schon lange nichts mehr. Jeder geht zu unterschiedlichen Zeiten ins Bett (manchmal habe ich das Gefühl, er macht das mit Absicht), jeder nutzt seine Freizeitgestaltung um Freunde zu treffen, und ein richtiges Liebesleben haben wir auch nicht. Da Gespräche und Streitereien nichts gebracht haben, habe ich schlussendlich die Resignation gewählt. Es ist nur Sex, aber wenigstens fühle ich mich in diesen Stunden begehrenswert, weiblich und als wäre ich etwas wert und nicht selbstverständlich. Ich beichte, dass ich eine Schlampe bin, die zu feige ist, um die Wahrheit endlich mal anzusprechen und beichte auch, dass ich zu feige bin, um ihn endlich zu verlassen und aus der Wohnung rauszuschmeißen.

Beichthaus.com Beichte #00038557 vom 26.07.2016 um 23:48:07 Uhr (23 Kommentare).

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Das mysteriöse Verschwinden meiner Ex

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Lügen Ignoranz Feigheit Zorn Ex

Ich (m/29) möchte beichten, dass ich letztes Jahr um diese Zeit auf ziemlich seltsame Art und Weise meine Freundin los wurde und wahrscheinlich auch selbst irgendwie Schuld daran bin. Sie und ich waren circa drei Jahre ein Paar gewesen, als sie, wie jedes Jahr, mit ihrer Mädchenclique auf Mallorca in Urlaub fuhr. Am ersten Tag meldete sie sich noch ausführlich und sagte, sie seien gut angekommen und gingen jetzt auf Party. Am Zweiten bekam ich nur eine recht kurz angebundene Nachricht, ab dem Dritten kam dann gar nichts mehr, auch nicht auf Nachfrage. Ich sah zwar ein paar Facebook-Bilder von ihr und den Mädels beim Feiern, aber ansonsten herrschte Funkstille. Nachdem die sieben Tage Urlaub herum waren, meldete sie sich noch immer nicht, obwohl ich sie eigentlich vom Flughafen abholen sollte, und sie mir noch die genaue Zeit sagen wollte. Stattdessen erfuhr ich dann von Facebook, dass sie gut gelandet waren und erst noch einmal feiern gingen. Ich wartete weiter auf irgendeine Nachricht von ihr.

Zwar hatte sie meine Nachrichten allesamt gelesen, aber einfach nicht darauf geantwortet. So ist es bis heute geblieben. Ich habe sie seitdem nicht wiedergesehen, obwohl sie bei Facebook immer noch drinstehen hat, dass sie vergeben ist. Seit ihrem letzten Post von vor ziemlich genau einem Jahr, der eben besagt, sie wären gut gelandet und gingen noch in eine Disco, gibt es auf ihrem Profil auch nichts Aktuelles mehr. Ich gehe davon aus, dass sie sich einfach ein neues Profil erstellt hat, das ich nicht so einfach finde. Wir waren vor diesem Urlaub kurz davor, dass sie mit zu mir ziehen wollte, dementsprechend liegt noch haufenweise Zeug von ihr, wie zum Beispiel Klamotten, Bücher, Kosmetik- und Dekoartikel, noch bei mir herum. Ich habe auch noch ihren Wohnungsschlüssel. Eine ihrer besten Freundinnen habe ich letztens beim Einkaufen getroffen, aber sie hat so getan, als erkenne sie mich nicht und konsequent an mir vorbeigeguckt, obwohl wir uns früher immer gut verstanden haben. Ich überlege seit geraumer Zeit, ob ich nicht ihr ganzes Zeugs einfach verkaufe oder verschenke. Zurückbekommen will sie es ja wohl nicht.

Beichthaus.com Beichte #00038543 vom 23.07.2016 um 13:59:33 Uhr (37 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Ist unsere Beziehung zum Scheitern verurteilt?

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Verzweiflung Feigheit Begehrlichkeit Partnerschaft Offenbach am Main

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich weiter verfahren soll. Ich (m/23) wohne mit meiner Freundin (w/36) seit knapp zwei Jahren zusammen. Wir sind seit 3,5 Jahren ein festes Paar und sie hat ein Kind. Wir streiten uns zurzeit immer öfter und verlieren die Nähe zueinander. Ich versuche immer mein Bestes. Sie sagt, sie liebt mich, aber der ganze Stress würde sie fertigmachen. Sie studiert und arbeitet parallel 20 Stunden. Ich bin voll berufstätig und gebe dazu in einem Sportverein drei Mal die Woche Training. Außerdem teilen wir uns den Haushalt. Die Miete und einen Großteil der Einkäufe übernehme ich. Ich versuche, sie so gut es geht zu entlasten.

Aber das Problem ist Folgendes: Wir haben so gut wie keinen Sex mehr. Das stresst mich wiederum. Sie kommt sich so vor, dass sie meinen Bedürfnissen nicht nachkommen kann, und stößt mich als Reaktion emotional und körperlich weg. Ich wiederum flüchte mich in den Sport, sodass ich sehr durchtrainiert bin und deshalb auch viele Angebote von anderen Frauen bekomme, welchen ich aber nicht nachgehe. Meine Freundin ist jedoch der Meinung, dass ich mich mit dem Sport nur abgrenze. Streng genommen versuche ich, meinen Sexualtrieb zu beruhigen und Ausgeglichenheit zu erlagen. Das kommt immer wieder, und wenn ich keine Nähe suche, passiert gar nichts mehr. Vermutlich sieht sie mich nicht mehr als richtigen Mann, weil ich viel zu oft den Fehler bei mir suche und sie in ihren Wutanfällen, in denen sie mich beschimpft, gewähren lasse. Wir sind, sobald wir uns sehen, einfach nur angepisst aufeinander.

Ich versuche immer, ihr zu zeigen, dass mir das alles nichts ausmacht, aber ich habe schwer daran zu kauen. In manchen Momenten würde ich am liebsten schreiend weglaufen, da ich auf keiner Ebene den Anforderungen gerecht werden kann. Ich will hiermit beichten, dass ich ein Blender bin. Ich stelle mich immer als toll dar, habe aber ein immenses Gefühlschaos in mir und weiß nicht weiter. Ich liebe meine Freundin, aber derzeit erwische ich mich immer öfter, wie ich vor Wut und Verzweiflung Sachen in mich reinnuschele, die ich in einer normalen Situation niemals von mir geben würde.

Beichthaus.com Beichte #00038500 vom 13.07.2016 um 10:06:20 Uhr in Offenbach am Main (Löwenstraße) (32 Kommentare).

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