Der Restposten der Gesellschaft

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Vorurteile Engherzigkeit Zorn Dummheit Gesellschaft

Ich (w/31) bin Ausbilderin bei einem großen Bildungsträger. Ich freue mich eigentlich ja darüber, dass wir in Deutschland im Moment eine recht geringe Arbeitslosenquote haben. Mein Problem ist eher der Teil der Arbeitslosen, die dann hier aufschlagen, weil das Arbeitsamt sie schickt. Die Restposten der Gesellschaft sozusagen. Nun zum eigentlichen Thema: Ich hasse diese Menschen abgrundtief. Wenn ein 25-jähriger Kerl vor mir steht, dem mit unseren Steuern der Weg ins Arbeitsleben geebnet werden soll und der mir rotzfrech ins Gesicht sagt, er wüsste gar nicht, was er hier solle, er würde eh niemals arbeiten gehen. Leute, die stinken wie ein toter Iltis, keinen Zahn mehr im Mund haben und sich dann fragen, warum keiner sie einstellt. Leute, die noch nie im Leben etwas zustande gebracht haben, sich aber darüber aufregen, dass der Türke von nebenan, der einen Dönerladen hat, sich einen BMW leisten kann.


Leute, die keine Ahnung von Nichts haben, aber mit mir über Gesetzgebungen diskutieren wollen. Leute, die kommen und gehen wie sie Lust haben und sich dann beim Amt beschweren, wenn es Abmahnungen hagelt. Leute, die weder lesen noch schreiben wollen, aber sehr wohl können, und sich dann beschweren, weil man ihnen die Prüfungen nicht vorliest. Ausländische Mitbürger mit erheblichen Sprachproblemen, die dann einfach nicht verstehen wollen, dass man den Unterricht nicht auf deren Landessprache hält. Ich muss mich jeden Tag aufs Neue zusammenreißen, dass ich diese Menschen nicht anschreie, dass sie endlich ihr Leben auf die Reihe kriegen sollen, statt sich zu beschweren, dass es zu wenig ALG2 gibt. Ich weiß, ich könnte - und werde wohl - den Job wechseln. Aber das ändert leider überhaupt nichts daran, dass es diese Menschen gibt. Ich bitte um Vergebung für meinen Hass auf die Menschheit, der jeden Tag wächst.

Beichthaus.com Beichte #00036784 vom 07.10.2015 um 15:11:07 Uhr (19 Kommentare).

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Ein vorgetäuschter Bürojob

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Selbstsucht Lügen Falschheit Ermsleben

Mein Leben ist eine Lüge, Leute. Meine Familie denkt seit Jahren, dass ich einen langweiligen, mittelmäßig bezahlten Bürojob habe. Niemand von denen ahnt, dass ich seit mittlerweile knapp vier Jahren Produktionsleiter bin, ein mörderisches Gehalt bekomme und knapp 450.000 Euro auf meinem Konto habe. Ich habe nach wie vor eine kleine Wohnung, und noch meinen alten Skoda. Es ist auch nicht sonderlich schwer, das Ganze geheim zu halten, da ich 300 km weg wohne. Man sieht sich quasi nur auf Geburtstagen, Hochzeiten oder anderen Familienfeiern. Nur jetzt fragt ihr euch sicher, warum ich das keinem auf die Nase binde? Ganz einfach, es lebt sich so viel besser. Es gibt keine Neider, keine Bettelei und vor allem keine falschen Freunde. Solche Freunde, die nur so lange da sind, wie sie von dir profitieren und dich dann einfach fallen lassen. In ein paar Jahren, wenn ich genug Geld gespart habe und mir Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes "zu bunt" wird, werde ich wegziehen. Nepal. Oder Indien. Mal schauen. Diese Länder haben mich schon immer fasziniert.

Beichthaus.com Beichte #00036757 vom 03.10.2015 um 11:43:06 Uhr in Ermsleben (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Verfall der deutschen Sprache

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Verzweiflung Dummheit

Ich muss gestehen, dass es mir von Jahr zu Jahr weniger gefällt, dass man hier in Deutschland immer weniger Deutsch in Bus, Bahn und auf der Straße hört. Was dazu noch einige hiesige Einheimische in extrem fehlerhafter Muttersprache im Internet texten - da schlage ich die Hände über dem Kopf zusammen und zweifele am staatlichen Bildungsauftrag. Oder besser an dessen Erfolg. Und ich beziehe mich nicht auf einfache Tippfehler! Lasst doch die Sprache nicht sterben!

Beichthaus.com Beichte #00036750 vom 01.10.2015 um 18:33:15 Uhr (24 Kommentare).

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Strafe für rücksichtslose Smartphone-Teenies

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Aggression Maßlosigkeit Zorn Gesellschaft

Gestern bin ich durch die Stadt gegangen. Auf einem Stück, an dem ein wirklich schmaler Bürgersteig ist, kamen mir zwei Mädchen entgegen. Smartphones in der Hand - Teenytypisch am gackern und laut wie nur was. Als sie mir näher kamen, hörte ich die eine zu der anderen etwas auf türkisch sagen. Was die zwei nicht wissen konnten, ist, dass ich sie verstehen konnte. Im selben Haus in dem ich aufgewachsen bin, lebte eine türkische Familie, welche in den 90ern als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen waren. Ich verbrachte praktisch meine ganze Kindheit und Jugendzeit mit ihrem Sohn. Von ihm lernte ich türkisch und er von mir deutsch. Sprechen kann ich die Sprache nicht so gut, aber ich verstehe eigentlich alles. Und so hörte ich raus, wie die eine zur anderen sagte: "Geh ja nicht zur Seite, der Idiot soll ausweichen". Dazu hätte ich aber auf die Straße steigen müssen und das nur, weil die zwei Bratzen nicht eine Sekunde hintereinander gehen können.


Es kam also, wie es kommen musste: Ich vollführte einen Bodycheck an der Dame, der jedem Wrestler Tränen des Stolzes in die Augen getrieben hätte. Sie fiel nach hinten auf ihren Allerwertesten und zu meiner Erheiterung riss sie ihre Freundin gleich mit, welche dann auch am Boden saß. Ich sagte ihnen noch: "Na, ist der Idiot doch nicht ausgewichen" und warf ihnen noch zwei, drei türkische Schimpfwörter an den Kopf. Ich hatte erwartet, etwas Feedback von den beiden zu bekommen, aber die zwei blieben still und trollten sich schnell weiter. Ich möchte hiermit beichten, dass ich zwei vorlaute Teeniegören absichtlich hart angerempelt habe, weil diese mir keinen Platz machen wollten. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00036739 vom 30.09.2015 um 08:06:16 Uhr (21 Kommentare).

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Ich will nur noch TV schauen!

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Faulheit Selbstsucht Trägheit Arbeit

Ich (m/20) muss beichten, dass ich aus meinem Leben nichts gemacht habe und es auch weiterhin nicht vor habe. Ich habe noch nie etwas durchgezogen - seit meiner mittleren Reife. Nach der mittleren Reife suchte ich eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich, fand aber keine. Also begann ich eine Ausbildung als Fachlagerist, welche ich nach zwei Monaten abbrach, weil ich keine Lust mehr hatte. So zog ich von Leihbude zu Leihbude und bewarb mich. Bekam auch immer schnell Jobs als Leiharbeiter, welche ich nach einer Woche spätestens wieder schmiss, weil ich keine Lust mehr hatte. In der Zeit merkte ich: Arbeit lohnt sich ja gar nicht. Man kann nicht davon leben, sondern nur überleben. Das habe ich natürlich gar nicht eingesehen, für so Hungerlöhne zu arbeiten und hartzte ein halbes Jahr. Da ich noch bei meinen Eltern wohne, gab es jedoch kein Hartz-IV.


Jetzt arbeite ich für lausige 1.600 Euro brutto im Monat und überlege mir, den Job zu schmeißen. Ich warte eigentlich nur darauf, 25 zu werden, da es dann endlich ALG 2 gibt. Ich habe nicht vor, dann je wieder etwas zu arbeiten, da sich harte, ehrliche Arbeit in Deutschland nicht lohnt. Ja, mein Traum ist es, den ganzen Tag nur TV zu schauen. Eine Freundin habe ich schon lange nicht mehr. Wenn ich Sex will, gehe ich einfach in den Puff oder mache es mir selbst. Ich bitte um Absolution für meine Einstellung zum Leben und bin froh, dass ich es endlich mal los werden konnte.

Beichthaus.com Beichte #00036731 vom 28.09.2015 um 22:57:56 Uhr (30 Kommentare).

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