Die Last des Selbstmordes

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Hass Ignoranz Verzweiflung Zürich

Ich wusste, dass sich mein psychisch gestörter Onkel umbringen würde. Er hat es mir vorher gesagt. Da er aber ständig die gesamte Familie mit seinen Verhaltensweisen terrorisiert hat, beratungsresistent war und ich ihn darüber hinaus nie gemocht hatte, ja geradezu […]
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Beichthaus.com Beichte #00025276 vom 02.12.2008 um 14:11:11 Uhr in Zürich (15 Kommentare).

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Angst vor der Armut

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Verzweiflung Geld Marburg

Ich habe Angst vor armen Menschen. Und ich habe große Angst davor, arm zu sein. Ich bin zwar nicht reich, aber ich habe eine gute Ausbildung. Dennoch haben mir meine Eltern immer sehr viel Druck gemacht, erfolgreich zu sein, "sonst würden wir alle arm". Seitdem bekomme ich fast Panik, wenn ich an die Zukunft denke, und stelle mir andauernd vor, wenn ich etwas falsch machen würde, würde ich obdachlos und hätte nicht mal die Kraft, Flaschen sammeln zu gehen. Ich bin sehr großzügig zu Bettlern und stelle meine Bierflaschen beim Weggehen immer auf oder vor den Mülleimer. Ein paar Jahre lang habe ich auch in der Obdachlosenhilfe gearbeitet. Aber nachts quälen mich die Gedanken, nie finanzielle Sicherheit zu haben, obwohl ich schon ein paar Tausender zusammengespart habe. Ich traue mich nicht, es irgendjemandem zu erzählen, weil alle mich für verrückt erklären würden.

Beichthaus.com Beichte #00025275 vom 02.12.2008 um 13:54:33 Uhr in Marburg (18 Kommentare).

Gebeichtet von odinweißrat
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“Beichte

Meine große Liebe ist weg!

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Selbstverletzung Ungerechtigkeit Verzweiflung Begehrlichkeit

Also, ich (w/20) habe mein ganzes Leben lang mit den Männern gespielt. Also ihnen Hoffnungen gemacht und dann nach extrem kurzer Zeit abgeschossen. Zwar gleich, als ich wusste, dass sie nichts für mich sind, aber trotzdem sehr eiskalt und gefühlslos. Waren auch nicht sonderlich viele, aber trotzdem fühle ich mich schlecht. Und nun hatte ich einen gefunden, den ich wirklich liebte (und es auch immer noch tue) und dieser schießt dieses Mal mich ab. Eiskalt, nachdem ich mehrmals nachfragen musste, was nun mit dem geplanten Treffen sei. Ich habe schon längere Zeit gespürt, wie der Hase läuft, aber dass er nicht den Arsch in der Hose hat, gleich mit der Sprache rauszurücken. Nunja, jedenfalls bin ich auch nicht ganz sauber im Kopf, Depressionen und verschiedenste Persönlichkeitsstörungen. Dementsprechend habe ich mich wegen ihm, der das nicht wert sein sollte, selbst verletzt. Nicht das erste Mal.

Ich schäme mich dafür, so naiv und dumm gewesen zu sein, mir einzubilden, dass es mal klappen könnte. Und ich schäme mich dafür, wie herzlos ich mit seinen "Vorgängern" umgegangen bin. Und dass ich mich jetzt hier noch als Opfer sehe, wobei ich es letztendlich doch verdient habe. Allerdings glaube ich, dass ich auch mal eine richtige Beziehung verdient habe, mal glücklich sein darf. Aber nun ist meine große Liebe weg.

Beichthaus.com Beichte #00025259 vom 30.11.2008 um 03:13:30 Uhr (19 Kommentare).

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Das Spenderorgan

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Ungerechtigkeit Verzweiflung

Ich habe vor circa einem Jahr ein Organ von einem sogenannten Spender erhalten. Dieser war bei einem Verkehrsunfall gestorben und unter 20 Jahren gewesen. Ich komme einfach nicht damit klar, dass ein anderer Mensch sterben musste, nur damit ich noch ein paar Jahre mehr leben kann.

Beichthaus.com Beichte #00025229 vom 27.11.2008 um 14:45:42 Uhr (25 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Verletzung einer Menschenseele

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Fremdgehen Verzweiflung

Ich (w/18) möchte etwas beichten, das euch ganzen Fremgehen-ist-so-geil-Menschen vielleicht mal zu denken gibt. Ich bin vor etwa eineinhalb Jahren von Zuhause aus- und in eine 600 Kilometer entfernte Großstadt gezogen, um in der Nähe meines Freundes zu sein. Eigentlich bin ich eine ziemlich starke Persönlichkeit, die so einiges aushält, aber mit 17 in eine fremde, riesige Stadt zu ziehen, in der man nur einen Menschen hat, den man kennt, mit Schulwechsel und allem Drum und Dran, gehört nicht zu den Dingen, die man einfach so wegsteckt, ohne ein gewisses Maß an Veränderung durchzumachen. Ich muss dazu sagen, dass ich, auch wenn meine Entscheidung und der Umzug in den Sommerferien und völlig überstürzt in zwei Wochen geplant und durchgeführt waren, mir durchaus mögliche Konsequenzen bewusst gemacht habe. Dass Beziehungen an so etwas kaputt gehen können. Dass ich mein ganzes eigentlich sehr glückliches altes Leben für einen Menschen aufgebe, in einem Alter, in dem die meisten anderen auf jeder Party einen anderen Kerl abschleppen. Und tatsächlich ging es nach meinem Umzug kontinuierlich Berg ab. Ich bin auf einer Schule gelandet, auf der - inklusive mir - zwei Menschen des 12er-Geschichtskurses auf die Frage, wer denn bitteschön Sokrates sei, eine Antwort parat hatten. Als ich endlich mein eigenes WG-Zimmer beziehen konnte - ich hatte zuvor bei meinem Freund gewohnt, meinte er, er könne mir jetzt leider nicht helfen, er sei krank (es war eine leichte Erkältung).

Und in mir hat sich nach und nach immer mehr Wut angestaut. Wut darüber, dass er mir nicht geholfen hat, obwohl ich mein Leben für ihn über den Haufen geworfen habe, Wut darüber, dass ich auf dieser Scheiß-Schule festhänge, Wut über alles, was mir nicht gepasst hat. Er konnte sich Tausende Male für Dinge entschuldigen, für die er nichts konnte, er hat mich damit nur noch wütender gemacht. Ich wollte ihn verletzen, ich wollte ihm - auch wenn es mir erst im Nachhinein bewusst geworden ist - so schlimm wehtun, wie ich nur irgendwie konnte. Ein oder zwei Mal bin ich während dieser Monate noch zur Besinnung gekommen, habe versucht einfach "nur" mit ihm Schluss zu machen, aber ich habe es nicht durchgehalten. Dann kurz nach Weihnachten, als er noch bei seiner Familie war, habe ich etwas mit einem guten Freund von ihm angefangen und es ihm an unserem Einjährigen gestanden. Nie, nie in meinem Leben habe ich solchen Schmerz in dem Blick eines Menschen gesehen.
Und auf einen Schlag ist mir bewusst geworden, was es bedeutet, wenn jemand, den du über alles liebst, auf diese Weise dein Vertrauen bricht. Ich würde alles dafür tun, um den Moment ungeschehen zu machen, in dem ich diesen Menschen so verletzt habe. Wenn ich wüsste, es wäre ungeschehen, wenn ich aus dem Fenster springen würde, ich säße schon auf dem Sims. Ich habe nun schon seit einer ganzen Weile einen neuen Freund, den ich wirklich sehr gerne mag und ich würde ihn niemals mehr betrügen, weil ich gesehen habe, was das für einen fürchterlichen Schaden in einer Menschenseele anrichten kann.

Beichthaus.com Beichte #00025220 vom 26.11.2008 um 21:07:08 Uhr (16 Kommentare).

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