Auf der Überholspur

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Waghalsigkeit Engherzigkeit Zwang Sport Gablingen

Ich bin zwar kein Sportler, habe jedoch sehr kräftige Beine und eine ganz gute Ausdauer. Und eigentlich gehöre ich nicht zu den Menschen, die sich immer mit anderen messen müssen. Wenn ich mich aber für eine Tour auf mein Fahrrad setze, habe ich beinahe einen dauerhaften Zwang, immer möglichst schnell zu fahren. Vielleicht auch, weil ich nicht überholt werden will. Durch die viel höheren Geschwindigkeiten kommt es immer wieder zu prekären Situationen im Straßenverkehr. Andere Radfahrer oder Fußgänger erschrecken sich (trotz genügendem Abstand) immer wieder, wenn ich mit 30 Sachen an ihnen vorbei fahre. Auch Autofahrer rechnen oft nicht damit, dass jemand mit dem Tempo auf dem Radweg fährt und so passiert es häufiger, dass ich übersehen werde und mit Vollbremsungen oder riskanten Ausweichmanövern einen Unfall vermeiden muss. Ich halte mich allerdings immer an die Verkehrsregeln, also fahre nicht über Rot oder Ähnliches, und nehme auch viel Rücksicht auf andere. Obwohl ich immer im Recht bin, fühle ich mich dennoch mies, denn mein Fahrstil beschwört oft Ärger, Schrecken und Auseinandersetzungen herauf. Leider besteht dieser Drang, immer auf die Tube zu drücken, denn irgendwie bereitet mir das Heizen mit einem guten Fahrrad auch Vergnügen. Vielleicht suche ich diese Auseinandersetzungen aber auch unterbewusst, um Aggressionen abzubauen.

Beichthaus.com Beichte #00031702 vom 05.08.2013 um 20:33:25 Uhr in Gablingen (34 Kommentare).

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Gezielte Attacke im Krankenhaus

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Ekel Boshaftigkeit Rache Gesundheit

Gezielte Attacke im Krankenhaus
Ich war vor ein paar Jahren für eine Operation im Krankenhaus und teilte mir ein Zimmer mit einer jungen Türkin. Ihr wurden die Mandeln entfernt. Tagsüber gab sie sich leidend und bestellte ungefähr zwanzig Mal Eis bei den Krankenschwestern. Außer, wenn die Großfamilie mit knapp zehn Mann anrückte, die dann in unzähligen Tupperdosen Essen mitbrachte. Oder, wenn ihr Freund da war, der ständig in ihrem Bett lag und an ihr rumfummelte, obwohl die Krankenschwestern sie immer wieder entnervt anwiesen, dass dies doch bitte aus hygienischen Gründen unterlassen werden sollte.

Schließlich hatte ich meine Operation. Es lief zwar so weit alles glatt, aber ich habe die Narkose nicht gut vertragen. Mir war den ganzen Tag speiübel und ich hatte Halluzinationen. Aber meine liebe Zimmergenossin hatte nichts Besseres zu tun, als bis Mitternacht Germanys Next Topmodel zu gucken und nebenbei die ganze Zeit lautstark mit einer Freundin zu telefonieren. Natürlich trotz der "ach so starken" Halsschmerzen. Als ich sie das erste Mal recht freundlich fragte, ob sie denn vielleicht demnächst mal Ruhe geben könnte, hieß es, die Sendung sei ja bald vorbei. Zwanzig Minuten später war sie aber immer noch laut. Ich hatte genug und stand auf, um mich bei den Krankenschwestern zu beschweren - ich wollte wegen so etwas ja nicht gleich den Notknopf drücken. Allerdings war mir so schlecht, dass ich mich übergeben musste. Um die Chance zu nutzen, richtete ich es strategisch schlau so ein, dass ich "zufällig" auf ihr Bett und über ihre Beine kotzte. Das Geschrei war groß, und die Tusse wurde als Übergang in ein frisches Bett in ein anderes Zimmer verlegt, wo sie dann auch blieb. Es tut mir an sich nicht leid, weil dieses Weib wirklich unheimlich nervig war, aber die armen Krankenschwestern mussten die Sauerei leider wegmachen. Und für diesen Kollateralschaden tut es mir schon leid.

Beichthaus.com Beichte #00031693 vom 04.08.2013 um 00:27:20 Uhr (65 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Genuss von Alkohol

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Trunksucht Maßlosigkeit Trunksucht Sucht Studentenleben Haßmersheim

Seit längerer Zeit, genauer gesagt, seit ich für mein Studium vor zwei Jahren ausgezogen bin, trinke ich extrem viel Alkohol. An Wochenenden knallt es dann öfters so richtig und den Folgetag kann ich einfach völlig in die Tonne kloppen. Unter der Woche haue ich mich nicht weg, aber ich trinke dennoch jeden Abend ein oder zwei Bier, auch alleine. Wenn ich Besuch habe, fließt dementsprechend auch mehr Alkohol unsere Kehlen runter, aber richtig voll bin ich unter der Woche nicht. Das passiert nur, wenn ich am nächsten Tag freihabe. Meine Leistungen in der Uni und auf der Arbeit leiden nicht darunter, aber meiner Gesundheit tut das alles nicht gut. Ich kann aber nicht aufhören. Selbst wenn ich mir vornehme, mal eine Zeit lang nichts zu trinken, zische ich mir abends doch mal ein Bier. Mir macht der ständige Genuss von Alkohol irgendwie Angst. Ich weiß nicht, ob ich im Unterbewusstsein versuche, damit irgendwas zu verdrängen, oder sonst etwas. Manchmal glaube ich, dass mir der Alkohol einfach zu gut schmeckt und ich deshalb so viel trinke. Ich meine, was gibt es geileres als ein kühles Helles zum Feierabend?


Einen Vorteil hat das Ganze allerdings doch: Oft werde ich auf Partys zum Wetttrinken herausgefordert. Diese Typen denken immer, sie könnten mich dabei abziehen, weil sie sich ganz geil und cool finden und sich profilieren müssen. Ich dagegen bin niemand mit großem Selbstbewusstsein und auch nicht der Attraktivste. Aber durch meine kleine "Sucht" bin ich mittlerweile sehr abgehärtet und kann saufen wie ein Loch. Und dann stelle ich diese selbstverliebten Machos, die einen auf dicke Hose machen, ständig bloß und genieße es dann, wenn die völlig am Ende sind und zur Krönung noch mal richtig reihern. Keine Ahnung, was mir das bringen soll, denn eigentlich bin ich ja selbst verantwortlich für mein Trinkverhalten, aber trotzdem bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031691 vom 03.08.2013 um 21:39:58 Uhr in Haßmersheim (17 Kommentare).

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Das Leiden des Kätzchens

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Dummheit Verzweiflung Gewalt Tiere

Ich (w/19) möchte beichten, dass ich das Schlimmste getan habe, was ein Mensch machen kann: Ich habe ein absolut wehrloses Tier gequält, ein ganz junges Katzenbaby. Vor zwei Tagen hat unsere Katze fünf Junge geworfen, davon waren drei nicht lebensfähig: Sie tranken […]
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Beichthaus.com Beichte #00031689 vom 03.08.2013 um 15:12:11 Uhr (59 Kommentare).

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Auf dem Basar

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Geiz Selbstsucht Ungerechtigkeit Urlaub Türkei

Ich (w/19) habe meine Wurzeln in der Türkei und bin hier in Deutschland geboren und aufgewachsen. Jedenfalls sehe ich überhaupt nicht aus, wie eine "typische" Türkin. Ich bin hellhäutig, habe hellbraune Haare und blaue Augen. Viele denken, ich sei Russin oder Italienerin oder so etwas. Aber auf meine wahre Herkunft kommen die Wenigsten. Ich beherrsche die türkische Sprache relativ fließend, zumindest verstehe ich alles, auch wenn ich selbst manchmal Probleme beim Sprechen und einen, für gebürtige Türken, unüberhörbaren Akzent habe. Jedenfalls war ich vor ein paar Wochen mit zwei Freundinnen im Urlaub in der Türkei und aufgrund der oben genannten Faktoren ist es niemandem aufgefallen, dass ich mich in der Heimat meiner Eltern befinde. Wie sicher einige wissen, gibt es viele Basare in der Türkei. Meine Freundinnen wollten sich natürlich nichts entgehen lassen und ich habe sie dann zu einem Basar geführt. Dort angekommen sahen die Händler in uns natürlich die scheinbar perfekten Kunden: Drei junge, naive Ausländerinnen, die vermutlich viel Geld, aber keinen Plan vom Leben haben. Und weil mich das so tierisch aufgeregt hat, habe ich dann vor jedem Händler so getan, als sei ich eine Ausländerin.


Dann habe ich die Händler, als ich sie darüber reden hörte, wie sie uns bescheißen, auf Türkisch dermaßen bloßgestellt, dass wir die ganzen Sachen fast umsonst bekommen haben. Sie waren danach so verdutzt und beschämt, dass sie einfach nicht mehr wussten, was sie sagen sollten. Nun, jetzt möchte ich loswerden, dass mir die Händler im Nachhinein total leidtun. Und ja, das meine ich ernst. Schließlich stehen die da auch den ganzen Tag in der Hitze und versuchen, ihren Lebensunterhalt irgendwie zu meistern. Sie mussten echt verzweifelt sein, dass die uns die Sachen trotzdem verkauft haben, obwohl ich so unfassbar arrogant und unhöflich war und sie ja mit meinem Handeln auch irgendwie verarscht habe. Ich bin also eine herrische, rechthaberische Tusse, die sich daran aufgegeilt hat, Menschen bloßzustellen. Das möchte ich beichten. Und es das nächste Mal besser machen.

Beichthaus.com Beichte #00031688 vom 03.08.2013 um 02:26:45 Uhr in Türkei (Antalya) (19 Kommentare).

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