Mitleid für Mobbingopfer?

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Zorn Engherzigkeit Hochmut Alsdorf

Ich (w/25) möchte beichten, dass ich kein Mitleid mit sogenannten Mobbingopfern habe. Damals nannte man das noch "Hänseln" und war normaler Schulalltag. Ich selbst wurde auch geschlagen, beschimpft und mit Zirkeln gepiekst. Meine Schultasche wurde ins Klo gestopft, mir wurde ein Eimer mit Putzwasser über den Kopf gekippt, der alte Tafelschwamm wurde mir ins Gesicht gedrückt. Einmal bin ich im Winter auf das Schulklo gegangen und meine Klassenkameraden haben mir von oben zwei Eimer mit Schnee in meine Kabine gekippt. Ja, meine Hausaufgaben und mein Essen sind mir auch regelmäßig geklaut worden, über Jahre hinweg. Und das alles nur, weil ich keine Markenkleidung hatte. Ich könnte die Liste noch ewig fortführen. Trotzdem ist aus mir eine selbstbewusste, junge Frau geworden. Meine Beichte ist, dass ich Leute, die mit solchen Erlebnissen nicht klarkommen, verachte. Wer nach Jahren oder Jahrzehnten noch darunter leidet - teilweise trotz Therapie - ist für mich einfach zu schwach für diese Gesellschaft. Ich empfinde keinen Hass gegen meine früheren Peiniger, jedoch gegen Menschen, die sich in ihrem "Leid" ein Leben lang winden. Kommt doch mal auf euer Leben klar! So sind Kinder nun mal und wer an so etwas zerbricht, weiß nicht, was Leben heißt.

Beichthaus.com Beichte #00033932 vom 12.09.2014 um 19:52:30 Uhr in 52477 Alsdorf (29 Kommentare).

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Shopping-Marathon mit dem Hobbykoch

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Falschheit Engherzigkeit Lügen Internet

Ich (m/39) beichte, dass ich, wenn mir langweilig ist, gerne in Gruppen eines sozialen Netzwerkes gehe, bei denen es nur um Frauenthemen geht wie z.B. das Kochen. Dort poste ich dann echte Fotos von Gerichten - die aber meine Frau gekocht hat und schreibe noch dazu, dass ich auch gerne shoppen gehe und damit gerne meine Zeit verbringe. Wenn sie dann anbeißen, behaupte ich dazu noch, dass ich leider niemanden habe, den ich bekochen kann, oder der mit mir mal einen stundenlangen Shopping-Marathon macht. Da ich für einen Mann in meinem Alter wirklich nicht schlecht aussehe, bekomme ich dann immer reihenweise Angebote von gierigen Solo-Frauen. Dann bedanke ich mich immer höflich und lehne ab, da ich ja eine Frau habe. Ich bedauere allerdings, dass vielleicht auch Frauen dabei sind, die nicht nur einen zahlenden Depp suchen und die ich damit leider auch verarsche. Meine Frau findet das übrigens gar nicht witzig - meine Kumpels dafür umso mehr. Ich bitte um Absolution

Beichthaus.com Beichte #00033931 vom 12.09.2014 um 17:50:32 Uhr (5 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Vom Zugbegleiter und den Schwarzfahrern

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Falschheit Engherzigkeit Hochmut Morallosigkeit Bahn & Co. Ottbergen

Ich arbeite seit fast drei Jahren als Zugbegleiter der Nordwestbahn und gestehe, dass ich mich insgeheim stets freue, Schwarzfahrern zu begegnen. Dass jemandem sein Job Spaß macht, ist ihm normalerweise ja nicht anzurechnen, allerdings stellt es für mich inzwischen eine kleine Herausforderung dar, die einsteigenden Fahrgäste so schnell wie möglich zu kontrollieren - dies sorgt für etwas Abwechslung in meinem ansonsten eher eintönigen Job. Wenn ich Glück habe, schaffe ich es dann manchmal zu Fahrgästen, die gerade dabei sind ihren Fahrschein herauszusuchen, um ihn am Stempler zu entwerten, oder die gerade zum Automaten oder zum Stempler laufen. Da der Zug dann ja schon angefahren ist, besitzen diese Fahrgäste also laut Paragraph 12 der Eisenbahnverkehrsordnung zu Beginn der Fahrt keinen gültigen Fahrtausweis, weswegen ich ihnen dann auch häufig ein erhöhtes Beförderungsentgelt ausstelle. Manche beklagen sich zwar darüber, dass sie noch gar keine Zeit gehabt hätten, die Fahrkarte abzustempeln, aber dann müssen sie halt zusehen, dass sie diese gleich beim Einstieg bereithalten und dann direkt stempeln oder zum Automaten gehen und nicht erst rumtrödeln: Schließlich fahren sie sonst zu Beginn der Fahrt schwarz, wenn der Zug anfährt.


Ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust, lange mit den Fahrgästen darüber zu diskutieren. Ich finde, man kann denen ruhig mal einen Denkzettel verpassen, dass sie sich nächstes Mal mehr beeilen und etwas mehr darum kümmern und rechtzeitig darum bemühen, ein abgestempeltes Ticket vorzuzeigen. Es erst während der Kontrolle zu entwerten ist zu spät, auch wenn die Kontrolle gleich zu Beginn stattfindet. Manche Fahrgäste sind auch entsprechend etwas frech geworden, aber das ist schließlich nicht mehr meine Sache - selbst schuld. Ein paar fragen mich dann auch danach, ob ich mich auch als Personal ausweisen kann, aber ich höre selten auf sie. Ich meine, ich stehe doch mit meinem Apparat vor ihnen und ziehe mich immer schick an, da ist es doch unverschämt mir vorzuwerfen, dass ich ein Betrüger oder Scharlatan sei - und schließlich sehen die Fahrgäste dann ja auch auf ihrer Fahrpreisnacherhebung meine Kontrollnummer. Da brauche ich ihnen gar nicht meine Dienstmarke zu zeigen, immerhin gehen meine persönlichen Daten die gar nichts an, die brauchen auch nicht meinen Namen von der Marke erfahren. Zumal wir uns sowieso nicht mit einem Personalausweis oder Ähnlichem ausweisen müssen. Meinen Namen habe ich denen grundsätzlich auch nicht zu nennen, unsere Kontrollnummer reicht da bereits völlig aus. Manchmal tut es mir leid, dass ich darauf so wenig Rücksicht nehme, und ich sehe auch ein, dass ich da etwas überpenibel bin und mich etwas rücksichtsvoller gegenüber den Fahrgästen verhalten könnte. Es tut mir leid, dass mich die verdutzten und verärgerten Gesichter der überraschten Fahrgäste, die gerade zugestiegen sind, innerlich erfreuen, aber schließlich habe ich, strikt nach Vorschrift, recht.

Beichthaus.com Beichte #00033928 vom 12.09.2014 um 12:12:57 Uhr in 37671 Ottbergen (Bahnhofstraße) (34 Kommentare).

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Eine neue Chance

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Verzweiflung Begehrlichkeit Partnerschaft

Ich (w/24) hatte so einige Probleme mit mir selbst und habe meine vier Jahre lange Beziehung damit zerstört. Extreme Selbstzweifel, mangelndes Selbstwertgefühl, zu hohe Ansprüche an mich selbst und auch allgemeine Unzufriedenheit mit der Beziehung haben vor zwei Monaten dazu geführt, dass ich meine Sachen gepackt und aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen bin. Ich habe viele Fehler gemacht und mich unmöglich verhalten. Aber die letzten Monate habe ich extrem an mir gearbeitet und mir sogar Hilfe geholt. Ich habe diesen Mann immer geliebt und liebe ihn auch noch immer. Ich hatte nie etwas mit jemand anderem, bin aber leider rein emotional und nicht körperlich auf Annäherungsversuche anderer eingegangen. Mein Selbstwertgefühl war eine reine Katastrophe. Liegt daran, dass ich in der Schule ein Mobbingopfer war, vom Ex geschlagen und betrogen wurde und meine Kindheit nicht immer so gut verlief. Durch die Therapie und Antidepressiva bin ich wie ein neuer Mensch und auch endlich bereit zum Heiraten und Familie gründen. Doch dieser Mann will das alles jetzt nicht mehr und setzt durch die Vergangenheit unsere Zukunft und alle Pläne aufs Spiel. Alles, was passiert ist, tut mir sehr leid! Anscheinend hat nicht jeder eine weitere Chance verdient!

Beichthaus.com Beichte #00033917 vom 09.09.2014 um 23:05:23 Uhr (11 Kommentare).

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Von der Frauenwelt verarscht

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Verzweiflung Feigheit Selbstverletzung

Ich (m/23) wurde in meiner Schulzeit und auf dem Gymnasium ständig gemobbt und fertiggemacht. Ich vermute mal, das lag an meinem Stil, ich bin Metalhead. So wurde aus meiner Jugendzeit, die andere damit verbringen Party zu machen und Mädels aufzureißen, eine Zeit voller Leiden und Einsamkeit. Da sind wir schon beim Thema Mädels. Immer habe ich versucht, die Frauen auf Händen zu tragen, zuvorkommend und kein Arsch zu sein. Von der Aussage, man müsse ein Arsch sein, um eine Frau zu kriegen, distanziere ich mich vehement, so etwas kann und werde ich nicht akzeptieren. Zeitlebens wurde ich allerdings von den Frauen nur verarscht. Ich kann nicht mehr. Immer musste ich zusehen, wie eklige Typen eine Frau nach der anderen hatten und ich ging dabei leer aus. In mir hat sich so eine riesige Wut angesammelt. Zu meiner Person: Ich studiere und habe Freunde - aber trotzdem fühle ich mich leer. Mein einziges Hobby besteht darin, einen historischen Roman zu schreiben, der meine Erlebnisse wiedergibt und verarbeitet. Zur eigentlichen Beichte: Vor ein paar Tagen hat sich mit einer netten Frau etwas angebahnt. Alles sah gut aus - doch dann sagte sie mir, dass sie einen anderen kennengelernt habe. So wie ich bin, also mit der kämpferischen Natur in mir, habe ich versucht, sie von mir zu überzeugen. Und nein - ich habe sie nicht gestalkt sondern bin fair geblieben.


Naja, so kam es und sie wurde wütend. Da hat sie mir ein Selfie geschickt, dass sie und ihren Typen im Bett liegend zeigt, während er mir den Vogel zeigt. Ab diesem Moment hat sich bei mir ein Schalter umgelegt. Ich könnte diesen Typen ohne zu Zögern umbringen, jedoch nur in meiner Fantasie, und die darf nicht real werden. Das Ganze hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Ich kann nicht mehr. Irgendwann ist die Psyche eines Menschen hinüber. Ich möchte nicht hören, dass es besser wird oder Ähnliches. Nein es wird nicht besser. Menschen und besonders Frauen neigen dazu, einen zu verletzen und zu zerstören. Ich werde deshalb bald Folgendes machen: Als Erstes schreibe ich meinen historischen Roman fertig und schaue, dass davon ganz viele Kopien verteilt werden. Danach, eines Tages, wenn das Wetter schön ist, ziehe ich mich schön an, gehe richtig gut essen, betrinke mich, gehe mit meiner letzten Kohle ins Bordell und ficke, was das Zeug hält. Danach fahre ich an einen abgelegenen Ort und setze meinem Leben ein Ende. Diese Entscheidung steht fest und wird auch nicht mehr geändert, ich tue das mir und meinen Mitmenschen zuliebe, bevor ich noch zur Gefahr werde.

Beichthaus.com Beichte #00033916 vom 09.09.2014 um 21:50:52 Uhr (42 Kommentare).

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