Meine Freundin ist der Hulk

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Aggression Zorn Vandalismus Partnerschaft Spangenberg

Ich möchte beichten, dass ich meine Freundin für den Hulk halte. Ständig macht sie irgendetwas kaputt. Einiges zwar auch aus Ungeschicklichkeit, aber vieles einfach nur, weil sie offensichtlich zu viel Kraft anwendet. In meiner Wohnung hat sie bisher einige Messer verbogen, die Wäscheleine ist gerissen, Töpfe und Pfannen sind zerkratzt, die Küche gleicht einem Terrorgebiet, nachdem sie gekocht hat und wenn sie den Abwasch macht, endet das in einer Überschwemmung. Der Wasserhahn ist locker, seitdem sie da ist und ständig hat sie, wenn sie eine Schublade öffnet, die ganze Frontwand in der Hand. Zu ihrer Verteidigung muss man aber sagen, dass diese nur auf die Seitenwände und dem Boden der Schublade gesteckt ist. Eine Entschuldigung für sie ist das aber nicht. Bei ihren Eltern hatte sie einmal die ganze Tür eines Schranks ausgerissen, obwohl sie ihn angeblich normal geöffnet hat. Ich habe langsam echt die Schnauze voll von den ständigen Reparaturarbeiten. Meine Wohnung ist neu und ich habe sehr viel investiert. Meine Freundin weiß das überhaupt nicht zu schätzen. Wenn an neuen Sachen nach wenigen Wochen Kratzer und kaputte Scharniere sind, fällt das für sie unter normale Gebrauchsspuren. Ich habe ihr schon so oft gesagt, wie ich das sehe und wenn sie nicht lernt, ein wenig auf Sachen aufzupassen, werde ich sie wohl bald an die Luft setzen müssen.

Beichthaus.com Beichte #00032709 vom 12.02.2014 um 18:00:34 Uhr in Spangenberg (26 Kommentare).

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Überlastung führt zu Fehlern

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Lügen Feigheit Kollegen Arbeit

Ich bin heute wahrscheinlich so erleichtert, wie ich es im ganzen Jahr nicht mehr sein werde. Doch fangen wir erst einmal von vorne an. Mitte Dezember letzten Jahres habe ich, um vor meinem Kurzurlaub alles erledigt zu haben, geschuftet wie ein Schwein. Meine Vorgesetzten haben mir dann auch noch schier unendlich viele neuer Vorgänge auf den Tisch geknallt, sodass ich letztendlich fast in Arbeit ersoffen wäre. Als mich dann am vorletzten Tag eine nette Kollegin bat, ein Schreiben für sie einzuscannen und zu verschicken, habe ich gepatzt. Ich habe das Schreiben zwar eingescannt, aber nicht gespeichert oder gar abgelegt. Und dann ist mir noch so ein Ultra-Azubi-Fehler passiert und ich habe die Kopie mit dem Original an den Kunden versendet. Der Hammer ist jedoch, dass mir das Ganze zu diesem Zeitpunkt nicht einmal aufgefallen ist, weil ich so überlastet war. Nun habe ich mich irgendwie in meinem Urlaub geschleppt und hatte zwei Tage frei. Als ich am 23.12. dann wieder ins Büro kam, hatte die besagte - übrigens sehr nette - Kollegin zwar Urlaub, jedoch lag ein Ablageordner auf meinem Schreibtisch. Dieser Ordner war versehen mit einem kleinen Notizzettelchen, ich möge doch bitte noch die Kopie ablegen und das eingescannte Dokument zuordnen.


Jetzt dämmerte mir plötzlich mein Fehler. Das Dokument war zwar nicht lebenswichtig, jedoch wichtig genug, dass es vorhanden sein sollte. Ich bekam erst einmal Panik und versuchte mich nach und nach wieder zu sammeln. Besagte Kollegin hatte sowohl die Weihnachtswoche als auch über Silvester Urlaub und war deshalb knapp zwei Wochen außer Haus. Ich habe dann letztendlich ihren Notizzettel versteckt, jedoch für alle Fälle nicht zerrissen, den Ordner scheinheilig zurückgestellt und ihren Erinnerungszettel vom Monitor geklaut. Jetzt habe ich komplett Weihnachten und Silvester gebetet, dass sie es nicht bemerkt und heute hatte ich endlich Gewissheit. Sie hat es offenbar über die vielen Feiertage und Urlaubstage vergessen. Es tut mir wirklich leid, dass ich nicht ehrlich sein kann, aber wir haben momentan eine Kündigungswelle im Unternehmen und als relativ frischer Neuzugang stehe ich weit oben auf der Liste. Sollte Sie mich drauf ansprechen, habe ich mir fest vorgenommen so zu tun als hätte ich es vergessen.

Beichthaus.com Beichte #00032532 vom 07.01.2014 um 16:02:58 Uhr (8 Kommentare).

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Der Räuber und der Held

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Falschheit Feigheit Partnerschaft Last Night

Der Räuber und der Held
Ich (m/29) bin mittlerweile seit sieben Jahren mit meiner Freundin (28) zusammen. Wir haben einen zwei Jahre alten Sohn und werden nächstes Frühjahr heiraten. Noch heute erzählt sie immer wieder gerne die Geschichte, wie wir uns kennengelernt haben. Sie hat damals als Kellnerin gejobbt und war nachts zu Fuß auf dem Heimweg. In einer Seitenstraße hat sie dann plötzlich ein maskierter Typ angepöbelt und ihre Brieftasche verlangt. Ich war genau in dem Moment zur Stelle, weil genau diese Straße auf meiner Joggingroute lag. Ich schlug dem Angreifer ein paar runter und schließlich ergriff dieser die Flucht. Ich habe sie dann natürlich nach Hause gebracht und ein paar Tage später hat sie mich zum Essen eingeladen, um sich für ihre Rettung zu bedanken. Wir sind uns dann schnell näher gekommen und noch bis heute glücklich zusammen. Was sie nicht weiß, und was mich beinahe täglich beschäftigt, ist, dass der Typ mein damaliger bester Freund war. Wir haben uns den Plan zusammen überlegt, weil ich schon seit Monaten in sie verliebt war und mir keine andere Möglichkeit eingefallen ist, um ihre Aufmerksamkeit zu erhalten.

Sie war und ist das schönste Mädchen der Stadt, sie galt allerdings auch als komplett unnahbar. Selbst den Sportlern und Frauenhelden hat sie Körbe erteilt. Und mir hätte sie vermutlich auch eine Abfuhr erteilt. Es war dann klar, dass mein bester Freund ihr nie persönlich begegnen durfte, schließlich hätte sie ihn an der Stimme oder der Statur erkennen können. Und so kam es, dass wir uns immer seltener sahen. Und als wir dann zusammenzogen, brach die Freundschaft komplett auseinander. Ich hatte kaum noch eine Möglichkeit ihn zu sehen und konnte ihn zu nichts einladen. Er hat aber trotzdem immer dicht gehalten, wofür ich ihm unglaublich dankbar war. Und genau dieser Freund ist letzte Woche plötzlich und unerwartet bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen. Mich hat das aus allen Wolken gerissen. Wir haben praktisch unsere gesamte Kindheit zusammen verbracht und für mein Glück hat er das alles geopfert. Wäre ich zu meiner Frau von Anfang an ehrlich gewesen, wäre es nie so weit gekommen. Ich habe jetzt beschlossen, ihr noch vor unserer Hochzeit all das zu beichten. Ich kann absolut nicht einschätzen, wie sie reagieren wird. Ich kann mit dieser Lüge aber nicht mehr leben.

Beichthaus.com Beichte #00032469 vom 27.12.2013 um 16:58:21 Uhr (40 Kommentare).

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Das Fest des Hasses

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Fremdgehen Zorn Verzweiflung Hass Weihnachten

Auf den Tag genau vor sieben Jahren wurde ich (m/25) von meiner damaligen Freundin aus heiterem Himmel verlassen. Es deutete damals nichts darauf hin, dass unsere dreijährige Beziehung kurz vor dem Ende stünde oder gar die Luft raus wäre. Sie kam am Abend des 22.12. einfach zu mir und machte kurz nach ihrer Ankunft Schluss, als wir beide bei mir im Zimmer saßen. Sie war zwar nicht meine erste Freundin, jedoch die Erste, die ich wirklich "Freundin" nennen würde. Wir sprachen sogar immer mal wieder davon, wie wir unsere gemeinsame Wohnung einrichten wollten und solche Sachen. Unterm Strich würde ich also sagen, dass wir beide glücklich und zufrieden miteinander waren, denn auch sonst konnte niemand die Trennung nachvollziehen. Ich saß dort also in meinem Zimmer, in Schockstarre, mit aufgerissenen Augen und konnte nicht glauben, was sie sagte. Auf meine vielen Fragen erhielt ich keine Antwort, sie sah mich einfach nur mit einem gefühlstoten Blick an und hatte offenbar nicht die Eier dazu, mir einen Grund zu nennen. Diesen Blick habe ich vorher noch nie an ihr gesehen, und nach vielen Fragen ging sie irgendwann zu meiner Mutter, überreichte ihr ein kleines Weihnachtsgeschenk und sagte ihr, dass sie Schluss gemacht hatte. Meine Mutter weinte wie ein Schlosshund, auch sie kann bis heute nicht verstehen, warum meine Ex damals Schluss machte. Sie war beinahe wie eine zweite Tochter für meine Mutter und die beiden verstanden sich einfach bestens. Das Tollste jedoch war, dass ich später herausfand, dass sie zu dem Zeitpunkt, als sie mit mir Schluss machte, längst einen anderen Kerl hatte. Sie ließ sich von ihm scheinbar wie bekloppt durchnehmen - nur um später genau das gleiche Spiel mit ihm zu treiben, wie mit mir.


Wegen ihr waren meine letzten sieben Weihnachtsfeste der letzte Dreck. Ich liebte Weihnachten damals, die ganze Atmosphäre, die Stimmung, die Vorfreude, eine Kleinigkeit geschenkt zu bekommen und anderen eine Freude zu machen, war einfach jedes Jahr aufs Neue toll. In den letzten Jahren wurde Weihnachten aber mehr und mehr zum "Fest des Hasses", da mir der Gedanke an diese Trennung einfach alles verdarb. Hinzu kommt, dass ich seitdem keine Beziehung mehr eingehen konnte. Jedes Mal, wenn ich ein nettes Mädel kennenlerne, und wir uns dann näher kommen, sagt mein Herz mir, dass ich das auf keinen Fall machen darf. Und jedes Mal ziehe ich die Mauer ein kleines bisschen höher. Wenn man so etwas der Betroffenen dann erklären will, denkt diese gleich, sie hätte etwas falsch gemacht - oder ich selbst würde keinen hochbekommen, wäre schwul oder Vergleichbares. Die ganzen Gerüchte, die dadurch entstanden sind, sind echt der Knaller! Seitdem belasse ich es auch meist dabei, solche Geschichten nach ein paar Nummern wieder zu beenden. Was ich jetzt beichten möchte? Ich wünsche mir, dass meine Ex das Gleiche erleben wird, was ich jedes Jahr aufs Neue durchleiden muss. Ich wünsche ihr einfach, dass sie irgendwann genauso unglücklich ist wie ich. Zudem wünsche ich mir, dass sie mir irgendwann auf der Straße über den Weg läuft, damit ich ihr meine ganze angestaute Wut entgegenbrüllen kann - am Besten vor einem großen Publikum. Und ich hoffe, dass dieser Albtraum bald ein Ende nimmt und ich dann nicht mehr "alleine" sein muss.

Beichthaus.com Beichte #00032442 vom 22.12.2013 um 17:08:20 Uhr (25 Kommentare).

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“Beichte

Wie ich mich selbst überfuhr

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Dummheit Peinlichkeit Hochmut Unfall Auto & Co. Westoverledingen

Ich (w/22) war an einem Freitagabend mit einer Freundin in meinem Auto unterwegs. Wir waren echt deprimiert, dass an diesem Freitag nichts los war, also sind wir einfach sinnlos durch die Gegend gefahren. Irgendwann kam ich dann auf die glorreiche Idee, auf einer geradlinigen Straße das Auto im dritten Gang im Standgas fahren zu lassen und dabei die Tür aufzureißen. So weit, so gut. Außer, dass einige Passanten dumm gegafft und sich wahrscheinlich gefragt haben, was die verwöhnte Göre jetzt wieder vorhat, passierte allerdings nichts. (Ich fahre übrigens einen schicken Audi, auf den ich lange gespart habe.) Wirklich spektakulär ist das natürlich nicht - was ich mir in dem Moment auch dachte und dann auf die tolle Idee kam, einfach mal auszusteigen und neben dem Auto herzulaufen. Da war mir der dritte Gang dann aber doch zu schnell, sodass ich runterschaltete. Ich hielt mich für schlau, als ich vorher noch meine Pumps auszog, und dann auf meiner Strumpfhose zur Tat schritt. Die Tür war ja bereits geöffnet, also hüpfte ich raus und wollte meinen Plan ausführen. Aber bereits beim zweiten Schritt passierte, was passieren musste - ich knickte um, knallte auf die Straße wie der letzte Trottel und zu allem Überfluss fuhr mir das Auto noch mit seinem linken Hinterreifen über den Knöchel.

Da lag ich nun so kauernd auf dem Boden, im ersten Moment verwirrt und wusste gar nicht, wie mir geschah - im nächsten Moment sah ich allerdings mein Auto dahinfahren. Und aus welchem Grund auch immer hielt meine Freundin, die auf dem Beifahrersitz saß, die Karre nicht an! Ich habe mich dann aufgerafft und bin mit meinem Elefantenfuß hinter meinem Auto hergerannt! Und zum Glück habe ich es geschafft! Ich habe mich also auf den Fahrersitz geschwungen und habe das Gefährt sofort gestoppt. Im nächsten Moment war ich aber auch schon wieder aus dem Auto heraus, wo ich mich erst vor lauter Schmerzen von meinem Abendessen verabschieden musste, und mir dann schwarz vor Augen wurde. Das Ende vom Lied war, dass nahezu alle Bänder gerissen oder angerissen waren und ich mehr als nur eine Schürfwunde davongetragen habe. Ich möchte also einfach meine eigene Dummheit beichten. Ich meine, wer hat es jemals geschafft, sich selbst derart anzufahren?

Beichthaus.com Beichte #00032414 vom 17.12.2013 um 18:24:25 Uhr in 26810 Westoverledingen (Neue Straße) (30 Kommentare).

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