Die böse Freundin meines Vaters

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Hass Verzweiflung Neurosen Familie

Ich (w/18) bin nicht stolz auf das, was ich als kleines Mädchen erlebt habe und auf das, was darauf folgte. Ich beichte nun. Damals war ich zehn Jahre alt, als meine Mama mich und meinen Papa verließ. Das war damals schlimm für uns, aber sie war trotz allem noch da, beim Nachbarn untendrunter. Ein Jahr war vergangen, da hat sich mein Vater in Belgien so eine dumme Schrulle angelacht, die ich seit dem ersten Treffen nicht leiden konnte. Ich hatte da so ein komisches Gefühl und das sollte sich bestätigen. Die Alte war sau nett zu mir, anfangs. Doch sobald sie bei uns wohnte, ging es los: Mein Vater ist Chef bei einem großen Autokonzern, dementsprechend war er selten zu Hause. Das machte sich die Alte zu nutzen. In der ersten Zeit rannte sie erst in mein Zimmer und schrie mich an, ich solle die Hausarbeit erledigen, denn es wäre ja sonst keiner da, der es tun würde. Eine normale Szene in einer Hartz IV-TV-Sendung, aber da waren wir ja nicht. Auf jeden Fall wurde das alles immer schlimmer.


Irgendwann begann sie, mich zu treten und anzubrüllen, das steigerte sich dann immer weiter zu an den Haaren zerren und schließlich verprügelte sie mich, sodass ich sogar Blut spucken musste. Mein Vater? Nie etwas gemerkt, total blind vor Liebe. Meine Mutter? Hatte immer den Verdacht, aber unternahm nie etwas. Ich, ein kleines, mittlerweile 12-jähriges Mädchen? Nunja, dass man mit 12 schon Depressionen hat, ist wohl nicht normal. Und mit 13 folgte der erste Versuch, alles zu beenden. Dann wurde alles noch schlimmer. Ihre Worte hallen noch heute in meinen Ohren: "Du Ausgeburt der Hölle, so leicht wirst du dich nicht verpissen!" Sicher habe ich der Alten das Leben zur Hölle gemacht, habe ihre Fotos ins Feuer geworfen, habe ihre schönsten Klamotten zerfetzt, aber das war nur ein winziger Teil von dem, was sie mir antat. Seelische und Körperliche Gewalt über Jahre hinweg. Und nun drohte sie mir sogar, mich umzubringen und es aussehen zu lassen, es sei ein Unfall gewesen und dann würde sie sich von meinem Vater schwängern lassen, um mich zu ersetzen. Einmal hielt sie mir schon das Messer an die Kehle, ich hatte Todesangst. Heute sitze ich in der Therapie, mittlerweile sind meine Depressionen abgeklungen, nach meinem zweiten Selbstmordversuch fand mich mein Vater und hat es endlich gecheckt. Doch ich hasse es immer noch, wenn jemand mein Zimmer betritt oder mir zu nahe kommt. Meine Mutter ist leider verstorben, und wisst ihr was? Die Alte Schreckschraube ist elendig an einem Hirntumor verreckt. So und jetzt zur Beichte: Als ich das erfahren habe, habe ich es gefeiert! Ich habe die Hände in die Luft geschmissen und geschrien: "Schmore in der Hölle, Bitch!"
Auf dieses Szenario bin ich nicht stolz und ich hoffe, dass mir vergeben wird.

Beichthaus.com Beichte #00031078 vom 25.04.2013 um 23:39:53 Uhr (18 Kommentare).

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Der Unfall nach dem ersten Bier

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Verzweiflung Tiere Unfall Lutherstadt Wittenberg

Es geschah, als ich 13 Jahre alt war und ich hoffe noch immer, dass das Tier jetzt Ruhe hat. Es war Sommer und ich (w) fuhr fast jeden Tag mit dem Rad in die Stadt, an diesem Tag traf ich mich mit einer Freundin im Garten ihrer Eltern, die an diesem Tag nicht da waren. Man muss jetzt wissen, dass es zu meiner Jugendzeit noch nicht normal war, dass man mit 13 Alkohol trinkt. Worauf es hinausläuft, kann man sich jetzt denken: wir fanden in dem kleinen Kühlschrank der Gartenlaube Bier und mit jugendlichem Leichtsinn reich bestückt, dachten wir uns, dass es nicht auffallen würde, wenn zwei Bier fehlten. Wir tranken also jeder eins, es schmeckte nicht schön, trotzdem fanden wir uns cool.


Am frühen Abend trat ich schließlich den Nachhauseweg an, leicht angeschickert. Ich fuhr freihändig den altbekannten Waldweg entlang und checkte währenddessen mal mein Handy, als ein Eichhörnchen über den Weg sprang und direkt gegen beziehungsweise in meine Speichen. Ich überschlug mich. Das Eichhörnchen sah übel aus, halb überfahren, halb einfach nur mit verqueren Gliedmaßen und Proportionen, lag es neben meinem Fahrrad. Es lebte noch und es tat mir so leid. Es atmete schwer und quälte sich sichtlich. Ich wollte es von seinem Leiden erlösen, aber ich traute mich einfach nicht und wusste nicht, wie. Ich saß über eine Stunde neben dem Eichhörnchen und wartete drauf, dass es starb. Schließlich legte ich es an den Waldrand bedeckte es mit ein paar Blättern und schob mein leicht demoliertes Rad nach Hause. Ich schlief schlecht und träumte schlecht. Das Ganze hing mir so sehr nach, dass ich erst mit fast 17 Jahren wieder etwas trank. Ich fahre bis heute weder Rad noch Auto, wenn ich auch nur den kleinsten Tropfen Alkohol intus hab und checke dabei nie mein Handy. Das Eichhörnchen tut mir immer noch leid und ich hoffe, dass es im Himmel viele Nüsse gibt und keine leichtsinnigen, jugendlichen Radfahrer.

Beichthaus.com Beichte #00031072 vom 24.04.2013 um 20:54:08 Uhr in Lutherstadt Wittenberg (10 Kommentare).

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Panische Angst vor einer Schwangerschaft

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Maßlosigkeit Neurosen Schwangerschaft Kalkar

ich (w/16) bin total paranoid, wenn es darum geht, meine Pille zu nehmen. Ich nehme sie nur mit einem Glas Wasser, um zu gucken, ob ich die Pille beim Trinken nicht irgendwie in das Glas gespült habe. Ich wache mehrmals in der Nacht auf, weil ich träume, ich hätte sie nicht genommen und sei schwanger. Dann muss ich nachgucken, ob das Fach in der Packung leer ist und selbst dann zweifel ich noch daran, ob ich sie wirklich genommen habe oder sie beim Schlafwandeln weggeschmissen habe oder irgendwelche anderen total absurden Dinge. Obwohl ich weiß, dass mein Freund auch dann bei mir bleiben würde, wenn ich schwanger werden würde - wir haben schon mal drüber geredet -, will ich auf keinen Fall schon ein Kind bekommen. Ich will mein Leben erst noch genießen und erst mit beiden Beinen im Leben stehen und meine Ausbildung fertig machen. Und auch schon ein paar Jahre gearbeitet haben, bevor es ans Kinderkriegen geht. Ich will meinen Kindern auch mehr bieten können als einen Realschulabschluss. in der Hinsicht bin ich total krank.

Beichthaus.com Beichte #00031070 vom 23.04.2013 um 21:08:43 Uhr in Kalkar (34 Kommentare).

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Rache an der Petze

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Ekel Rache Trunksucht Schule Schottland

Ich (m/19) war 2010 mit meiner damaligen Klasse zur Abschlussfahrt in Edinburgh/Schottland. Da wir nicht volljährig waren, geschweige denn 21, hatte sich der harte Kern entschlossen, Alkohol in Deutschland zu kaufen und diesen den langen weg bis nach Edinburgh über Amsterdam und Newcastle zu schmuggeln. Das hat auch alles wunderbar geklappt und so haben wir uns am ersten Abend richtig schön ein hinter die Binde gegossen. Am nächsten Tag sind wir auch alle brav zu unserem Ausflug angetreten. Wir hatten zwar einen dicken Kopf, aber so ist das halt. Als wir aber zurück kamen, wurden ich und einer meiner Zimmergenossen gebeten, in das Zimmer der Lehrerin zu kommen. Als ich den Tisch sah, blieb mir fast das Herz stehen: unser gesamter Alkohol Vorrat für die gesamte Woche im Wert von locker 120 Euro stand dort. Da es anscheinend nicht genug war, mussten wir noch unsere eigenen Flaschen ins Waschbecken schütten. Als wir dieses Erlebnis einigermaßen verdaut hatten, stellte sich noch die Frage: Wer hatte uns verraten? Die Suche dauerte nicht lange und der Schuldige war gefunden, nur wusste er nichts von seinem Glück.


Wir wollten ihm eine Lektion verpassen und wie ihr euch jetzt denken könnt, komme ich nun zu meiner Beichte. Wir nahmen sein Kissen und zogen es uns alle schön durch die Kerbe, Nougatspalte, Schokoritze oder wie ihr es auch nennen wollt. Das war mir nicht genug Vergeltung, deshalb nahm ich seine Zahnbürste und reinigte damit die Toilette und entfernte auch die Kackereste des letzten Besuchers. Als er sich abends die Zähne putzte und wir uns das natürlich mit ansahen, kam mir alles hoch. Er weiß bis heute nicht, was wir mit seiner Zahnbürste getan haben und wenn ich daran denke, wird mir immer noch schlecht. Ich kann immer noch nicht gutheißen, dass er uns verraten hat, aber ich habe ziemlich übertrieben und es tut mir leid, in einem Anfall aus Hass und Zorn den Bogen überspannt zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00031068 vom 23.04.2013 um 13:40:33 Uhr in Schottland (Edinburgh) (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Sponsoring mit besonderen Leistungen

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Schamlosigkeit Prostitution Studentenleben Trebbin

Seit einem Jahr studiere ich (19) und als Student ist man ja immer auf der Suche nach finanzieller Unterstützung. Ich habe mich also ein bisschen im Internet umgeschaut und bin auf das Sponsoring gestoßen. Da ich - klingt jetzt eingebildet - recht attraktiv bin, dachte ich mir, könnte ich das mal probieren. Ich habe also eine Anzeige mit Fotos von mir aufgesetzt und hatte innerhalb kürzester Zeit viele Angebote. Dann habe ich mir da noch die Gutaussehendsten ausgesucht und mir dann Schmuck, Schuhe und Klamotten von denen kaufen und mich beschenken lassen. Dafür habe ich sie mal massiert, ihnen getragene Unterwäsche gegeben oder ihnen auch mal einen runtergeholt. Irgendwann merkte ich, dass bei einigen Gefühle dazukamen und sie anfingen, mir Geld anzubieten, wenn ich mit ihnen schlafe. Ab da an wurde es echt merkwürdig.


Ich habe im Monat teilweise mehr als 2000 Euro bekommen, aber ich fühlte mich so schmutzig und gleichzeitig hat es mich so angetörnt, dass Männer für mich so viel Geld bezahlen. Ich wurde immer besser im Vorgaukeln von Zuneigung und Zärtlichkeit. Meine Freundinnen merkten nichts und ich behielt alles für mich, weil ich vor moralischer Verurteilung Angst hatte. Ich habe mittlerweile damit aufgehört, habe mein Geld gespart und kriege ab und zu noch Anrufe von ein paar Männern von früher, die mich anflehen, zu ihnen zurückzukommen. Ich weiß nicht, ob ich stark bleiben kann, es war schon eine geile Zeit...

Beichthaus.com Beichte #00031067 vom 23.04.2013 um 10:00:42 Uhr in Trebbin (23 Kommentare).

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