Ritterburg im Wartezimmer

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Peinlichkeit Zeuthen

Letzten Mittwoch musste ich beim Arzt ewig lange warten. Im Wartezimmer saß ich direkt neben den Kinderspielsachen und nach etwas über einer halben Stunde habe ich angefangen, aus den Duplosteinen eine Ritterburg zu bauen. Mit zwei Wachtürmen und großem Eingangstor, leider bin ich nicht ganz fertig geworden. Die Leute haben mich angesehen, als sei ich gestört oder sonst etwas, gesagt hat aber niemand was. Ich (m/24) könnte von der Statur her als Türsteher arbeiten. Morgen werde ich mir in der Innenstadt Legos kaufen!

Beichthaus.com Beichte #00035475 vom 17.04.2015 um 14:22:35 Uhr in Zeuthen (20 Kommentare).

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Wie ich meine Birken-Allergie los werde

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Vandalismus Gesundheit Nachbarn

Wie ich meine Birken-Allergie los werde
Ich (w/31) sitze seit Tagen nur noch mit tränenden Augen und laufender Nase zu Hause. Der Grund: eine Birken-Pollen-Allergie. Sobald ich rausgehe, wird es noch schlimmer, bis zur Atemnot. Mein Nachbar hat eine große Birke auf seinem Grundstück stehen, die er aber nicht fällen will. Kostet ja auch eine Menge Geld. Letztes Jahr schlich ich mich auf sein Grundstück und schlug einige Kupfernägel in den Baum. Als ich das letzte Woche meinem anderen Nachbarn erzählte, der auch unter der Allergie leidet, lachte er nur. Kupfernägel bringen wohl nichts. Er hat allerdings eine Alternativ-Lösung aus dem Baumarkt zusammengemixt. Jetzt gehen wir gemeinschaftlich jede Nacht in den Garten des Nachbarn und gießen den Baum mit unserem Todestrunk. Nächstes Jahr wird es diesen Baum hoffentlich nicht mehr geben. Als Wiedergutmachung werde ich einen anderen Baum in meinen Garten pflanzen.

Beichthaus.com Beichte #00035473 vom 17.04.2015 um 09:06:07 Uhr (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Mit Beichthaus durch die Nacht

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Maßlosigkeit Internet

Ich habe vor wenigen Wochen mein Abitur in Baden-Württemberg gemacht. Ich möchte beichten, dass ich seitdem jede Nacht Beichten gelesen habe, sodass ich jetzt den Großteil dieser kenne und mein Schlafrhythmus komplett kaputt ist. Es ist nun fünf Uhr, um 6.55 Uhr muss ich wieder aufstehen und ich sehe es schon kommen, wie ich den morgigen Tag wieder komplett im Bett verbringen werde. Bitte verzeiht mir, dass ich die Lehrer mit meinem Geschnarche und die anderen Mitschüler mit meiner Genervtheit und Aggressivität, ausgelöst durch die extreme Müdigkeit, die sich so ab zehn Uhr ausbildet, nerve. Ich schaffe es einfach nicht, wieder in einen normalen Rhythmus zu rutschen!

Beichthaus.com Beichte #00035472 vom 17.04.2015 um 04:14:09 Uhr (10 Kommentare).

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Neue Prioritäten mit Kind

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Verzweiflung Falschheit Feigheit Selbstsucht

Ich (m/31) habe gemerkt, dass ich in den letzten anderthalb Jahren meine persönliche Einstellung zu gewissen Dingen krass geändert habe. Dies ist, denke ich, hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass ich vor knapp zwei Jahren Vater geworden bin und aufgrund der erheblichen zeitlichen Einschränkung versuche, meine Zeit effektiver zu nutzen und mich mehr auf wesentliche und wichtige Dinge konzentrieren möchte. Ich war schon immer eher schlank, früher auch sportlich, und habe vor einem Jahr wieder damit angefangen. Mittlerweile ist mir die Gesundheit und Fitness, aber auch die Optik dabei sehr wichtig, was ich auch gerne bei meiner Freundin hätte. Früher hieß es immer, wer nur auf das Äußere achtet, ist oberflächlich. Mittlerweile sehe ich das aber nicht mehr so. Ich habe einfach nur ein Leben, und das möchte ich gefälligst schön und gesund verbringen. Das ist einfach eine Lebenseinstellung, nicht bloß pure Eitelkeit. Leider hat meine Freundin fast keinen Spaß an Sport, weswegen ich in der Hinsicht auf Dauer echte Probleme befürchte.

Weiterhin glaube ich, dass das Konzept der Ehe total überholt und veraltet ist und nur noch dazu dient, Steuern zu sparen. Mein Leben lang wurde mir aber immer eine heile Familienwelt mit perfekter Partnerschaft und etc. vorgelebt, weswegen ich auch irgendwie dachte, dass es so sein muss. Mittlerweile ist das aber gar nicht mehr so. Hinzu kommt, dass diese Scheiß Disney-Filme und romantischen Komödien stets die monogame und romantische Beziehung verherrlichen. Das ist zum Kotzen! Ich liebe meine Freundin - die auch die Mutter meines Kindes ist - aber ich möchte einfach nicht auf Dauer sexuell an eine Person gebunden sein. Meine Freundin ist anscheinend aber wesentlich prüder und auch konservativer als es zu Beginn unserer Beziehung den Anschein gemacht hat. Ich habe mir meine Arbeit nicht nach dem Verdienst ausgesucht, sondern danach, auch mit etwas Schönem zu tun zu haben. Da ich trotzdem im technischen Bereich bin, verdiene ich insgesamt recht solide, jedoch produziere ich größtenteils nur wertlosen Papierkram, den sowieso kein Schwein liest und der fast keinen Nutzen hat. Sprich: Ich habe am Ende des Tages nicht das Gefühl, etwas Tolles und Sinnvolles geschaffen zu haben. Und mit der Verantwortung für eine kleine Familie ist das Geld trotzdem knapp. Mittlerweile bereue ich es, dass ich nicht eine erschwinglichere Branche gewählt habe. Es kommt nämlich auch hinzu, dass ich, seitdem ich weniger Zeit und mehr Verantwortung habe, auch egoistischer der Welt (nicht meiner Familie) gegenüber geworden bin. Jedoch wäre dieses egoistische Verhalten für meine Freunde, Verwandte und Freundin sehr neu und vermutlich eher abstoßend.

Ich beichte also, dass ich einen Haufen Gedanken mit mir rumtrage, die, wenn ich sie aussprechen würde, die Menschen, die mir am meisten bedeuten, richtig verletzen würde. Ich weiß nicht, wie dies enden soll. Anscheinend habe ich die letzten zehn Jahre in einer bequemen Welt gelebt, wo alles gut und entspannt war und ich keine Probleme hatte. Aber jetzt - mit Kind und Verantwortung - hat sich mir anscheinend erst klar gemacht, was wirklich wichtig ist. Leider beißt sich das mit vielen der Sachen, die ich in den Jahren davorgemacht habe. Und insbesondere mit den Sachen, die meine Freundin für wichtig hält.

Beichthaus.com Beichte #00035464 vom 16.04.2015 um 09:17:11 Uhr (19 Kommentare).

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“Beichte

Das Leben auf dem Lande

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Ich lese die Dorfbeichten sehr gerne, weil sie mich an meine Kindheit und Jugend erinnern, und muss jetzt auch mal eine Missetat beichten. In dem Dorf, wo ich aufwuchs, gab es in vier Großfamilien. Zwei Bauersfamilien, die sich bis auf den Tod nicht ausstehen konnten. Eine Familie, die schon immer für die beiden anderen zuarbeitete, und früher deren Knechte, Mägde und Dienstboten gestellt hatte. Die vierte Familie war irgendwann in den Fünfzigern aus der Stadt hergezogen und schließlich hatten sich immer mehr ihrer Mitglieder in unserem Dorf niedergelassen. Außerdem gab es noch einige andere Leute, aber die spielten im Dorfgeschehen keine größere Rolle. Ich selbst gehörte zu der früheren Dienstboten- und Knechtsfamilie, daher sahen die Bauern immer noch irgendwie auf uns herab, trotz der Tatsache, dass wir mittlerweile zum größten Teil aus Akademikern bestanden, während nur einer der beiden Bauersfamilien es überhaupt geschafft hatte, im zwanzigsten Jahrhundert anzukommen. Dummerweise gab es in der etwas rückständigen Familie die hübschesten Mädchen des Dorfes, allen voran die damals jüngste Tochter und deren etwas ältere Cousine.


Die beiden waren das Paradies auf zwei Beinen. Die Jüngere, damals 15, und damit ein Jahr jünger als ich, hatte langes goldblondes Haar, eine wahnsinnig weibliche Figur zum Niederknien, ziemlich große, sehr feste Brüste, eine schöne Taille, einen wunderbaren, runden Hintern und ein überaus hübsches, sommersprossiges Gesicht. Die Ältere, damals so um die 18, war im Gesicht ebenso schön und hatte eine sehr muskulöse Figur mit einem tollen Hintern, kleinen, eher spitzen Brüsten und einem ordentlich definierten Sixpack. Leider waren beide genauso eigenbrötlerisch wie der Rest ihrer Verwandtschaft, außerdem behandelten sie vor allem meine Familie mit einiger Herablassung. Die Ältere der beiden grüßte mich beispielsweise gar nicht, die Jüngere je nach Lust und Laune. Eines Tages kamen wir jedoch bei einem Schulprojekt mehr oder weniger zufällig ins Gespräch, ich verliebte mich in sie und sie sich wohl auch in mich, obwohl sie das nie so sagte. Ein knappes halbes Jahr ging unsere Romanze, dann bekam der Rest ihrer Sippe davon Wind, und unsere heimlichen Knutsch- und Fummeltreffen fanden ein jähes Ende, weil es ja nicht ging, dass ein Mädchen aus der eingebildeten Dorfelite sich mit jemandem aus der Knechtfamilie einließ.


Natürlich war ich sauer und sann auf Rache. Vor allem, nachdem die Ältere der beiden Mädchen mich auf der Straße als Inzestprodukt und Untermenschen bezeichnete. Der Vater meiner Ex-Freundin drohte mir sogar Gewalt an. Das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen und so stahl ich mich mit einigen Kumpels nach einem Dorffest auf den Hof dieser Familie, um den Güllebehälter zu leeren und das komplette Gebäude mit dessen Inhalt zu verzieren, was uns auch unentdeckt gelang. Es war eine riesige, wirklich richtig widerwärtige Sauerei. Was wir leider zu dem Zeitpunkt nicht wussten, war, dass es zwischen beiden Familien auf dem Fest vorher wieder einmal Zwistigkeiten gegeben hatte. Das führte dazu, dass der Verdacht - als unsere übel riechende Tat am nächsten Tag bemerkt wurde - sofort auf die andere Bauersfamilie fiel, was wiederum eine Spirale von weiteren gegenseitigen Missetaten, Anzeigen, und Gerichtsterminen zur Folge hatte.
Bis heute sind sich beide Familien spinnefeind. Meine Ex-Freundin ist jetzt in ihren Dreißigern und wurde mehr oder weniger dazu genötigt, jemand Vermögenden aus dem Nachbardorf zu ehelichen. Es kriselt wohl allerdings schon sehr lange bei den Beiden. Die ältere Schwester hat studiert und grüßt mich nach wie vor nicht auf der Straße. Sie ist ein ewiger Single und man munkelt, dass sie lesbisch ist. Ich denke aber eher, sie ist einfach nur so verschroben wie der Rest der Sippschaft. Mir selbst tut die Tat an sich nicht leid, nur die ziemlich umfangreichen Folgen habe ich mir damals nicht träumen lassen, daher bereue ich das Ganze doch etwas.

Beichthaus.com Beichte #00035461 vom 15.04.2015 um 15:38:09 Uhr (14 Kommentare).

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