Das perfekte Team

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Lügen Morallosigkeit Engherzigkeit Partnerschaft

Ich (m/22) möchte hier etwas loswerden. Meine Freundin und ich sind vor Kurzem zusammengezogen, wobei natürlich die eine oder andere Aufgabe auf uns zu kam. Da kommt auch schon die erste Beichte: Ich bin für einen Mann handwerklich total unbegabt, ich kann einfach nichts, was mit dem Aufbau von Möbeln oder Ähnlichem zusammenhängt. Aber im Haushalt bin ich top organisiert und kochen kann ich verhältnismäßig gut. Es stellte sich aber heraus, dass meine Freundin alles kann. Sie hat gestrichen, tapeziert, Schränke auf- und abgebaut, sogar die Toilettenspülung hat sie repariert! Meine Freundin wollte aber nicht, dass mein Vater und meine Brüder wissen, dass sie das alles gemacht hat, weil sie nicht als "Mannsweib" abgestempelt werden wollte. Deshalb meinte sie, ich solle behaupten, dass ich alles gemacht habe und sie im Gegenzug "offiziell den Haushalt" schmeißt.


Das war auch kein Problem - bis alle zum Essen kamen. Wir sind zwar nicht aufgeflogen, aber mein Vater machte Witze auf Kosten meiner Freundin. Und ich Idiot bin voll mit eingestiegen, anstatt ihn zu zügeln. Ich habe die Situation nicht richtig eingeschätzt und meine Freundin war den ganzen Tag danach noch ziemlich sauer auf mich. Ich finde es richtig cool, dass wir uns so gut ergänzen, und bin wirklich glücklich mit ihr. Trotzdem habe ich nicht gemerkt, dass ich sie verletzt habe. Ich bitte um Absolution für meine handwerkliche und emotionale Inkompetenz.

Beichthaus.com Beichte #00033914 vom 09.09.2014 um 13:23:17 Uhr (12 Kommentare).

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Ein Souvenir vom Zeitungsausträger

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Ekel Zwang Schamlosigkeit Unreinlichkeit Arbeit

Es fing an, als ich meinen Job als Zeitungsausträger angenommen habe. Das erste Halbjahr verlief normal und gut. Leider habe ich ein Problem: Mein Darm ist, wie soll ich sagen? Wenn er muss, dann muss er, da hilft anhalten oder Ähnliches absolut nicht. Er gibt mir (kulanzweise) fünf Minuten und das war es dann. Entweder ich sitze auf dem Pott oder ich habe halt Pech. Eines Morgens um 4:30 war ich dann unterwegs um 120 Tageszeitungen auszuliefern. Es schien alles normal zu sein, als ich kurz vor Ende merkte, wie mein Darm sich meldete. Ich dachte mir noch im gleichen Moment, dass es sicher nur eine Flatulenz wäre. Leider war dem nicht so, im Gegenteil, es wurde etwas flüssig. Zudem bin ich dann panisch geworden, da alles schlief und ich alleine in der Dunkelheit hockte. Ich wusste wirklich nicht, wohin ich gehen sollte, meine Wohnung war zu weit weg und bis dahin hätte ich es auch nicht mehr geschafft. Also habe ich doch versucht, es einzuhalten, was meinem zickigen Darm aber nicht gefiel. Dann merkte ich, dass es nicht mehr ertragbar war, und dass ich jetzt schnell handeln muss. Ich schaute um mich und sah einen Vorgarten. Ich hüpfte über dessen Zaun und habe meine Notdurft still und heimlich in einer Ecke gemacht. Leider hatte ich kein Taschentuch dabei, deshalb musste ich mir mit den Blättern einer Hecke helfen. Was leider nichts brachte, deshalb blieb mir nichts anderes übrig, als meine Reservezeitung zu benutzen und damit mein Hinterteil sauber zu bekommen.


Inzwischen rüste ich mich immer mit Taschentüchern aus und habe inzwischen öfters diese Notdurft gemacht. Erwischt wurde ich noch nicht, aber inzwischen lese ich in der Gemeindezeitung, dass man die Haufen der Hunde doch bitte entfernen soll. Ich bin mir unsicher, ob ich das bin oder ob das doch die Hunde unseres Dorfes sind, denn ich mache es immer nur auf Wiesen. Hiermit beichte ich, dass ich einen Reizdarm habe und ich mich nicht dagegen wehren kann. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00033913 vom 09.09.2014 um 11:02:58 Uhr (19 Kommentare).

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Handseife, Gummibärchen und eine Stange Lauch

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Faulheit Feigheit Peinlichkeit Ernährung Shopping Pottenstein

Ich (w) war seit zwei Jahren nicht mehr selbst einkaufen. Nein, ich halte mir keinen Sklaven. Aber ich kann das einfach nicht. Ich brauche wirklich eine durchstrukturierte Einkaufsliste, wenn ich mal selbst einkaufen gehen soll und diese zu schreiben fällt mir schwer, weil ich nie weiß, was ich essen möchte. Ich habe nie Appetit und vergesse auch manchmal zu essen. Ich kriege Panik, wenn ich vor dem Regal mit zig tausend verschiedenen Säften stehe und mich entscheiden soll. Dann flackern meine Augen hin und her und ich bekomme einen Schweißausbruch. Meistens laufe ich dann eine Stunde oder länger durch den Laden und gucke mir alles an, packe was ein, packe es wieder aus. Ich habe jedes Mal Angst, dass ich Aufmerksamkeit errege und die Leute denken, ich würde etwas klauen. Also lasse ich meinen Mitbewohner für uns einkaufen und ich koche. Das beste Beispiel war, als er über Ostern verreist war und ich für die Feiertage einkaufen musste, weil dann ja keine Läden aufhaben. Und was hatte ich nach einer Stunde gekauft? Eine Handseife, Gummibärchen und eine Stange Lauch. Beim Essen und beim Einkaufen kann ich einfach keine vernünftige Entscheidung treffen, was mir in allen anderen Lebensbereichen überhaupt nicht schwerfällt. Beichtenswert ist vielleicht auch, dass ich manchmal doch nicht selbst koche, sondern meinen Mitbewohner dann einkaufen und kochen lasse. Ich bin lebensunfähig.

Beichthaus.com Beichte #00033908 vom 08.09.2014 um 21:39:11 Uhr in Pottenstein (15 Kommentare).

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Sprachbarrieren in der Familie

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Verzweiflung Ignoranz Familie

Ich beichte hiermit, dass mir mein Vater mit seinen belanglosen Zurechtweisungen seit Jahren gewaltig auf den Zeiger geht. Ich bin russischer Abstammung und mein Vater kann trotz der zwanzig Jahre, die er in Deutschland verbracht hat, immer noch kein richtiges Deutsch. Sei es aus mangelndem Interesse oder Inkompetenz, ich kann es nicht tolerieren. Infolgedessen kann ich mich, weil meine Russisch-Kenntnisse eingerostet sind, nicht richtig mit ihm verständigen. Deshalb endet es immer damit, dass ich Wortgefechte überfordert abbreche, da er mich nicht aussprechen lässt. Überwiegend geht es nur darum, dass ich Zwiebeln essen und beim Überqueren der Straße aufpassen soll. Das übliche Geschwafel eben. Jedoch bin ich kein Kind mehr und irgendwann kann man es einfach nicht mehr hören. Sorry Paps, ich weiß, dass du nur einen richtigen Mann aus mir machen willst, aber ich habe eine geringe Stress- und Frustrationstoleranz.

Beichthaus.com Beichte #00033897 vom 07.09.2014 um 20:06:08 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Das Recht des Stärkeren

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Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Hochmut Kinder Sport Lambsheim

Früher traf ich mich regelmäßig nach der Schule mit meinen Kumpels zum Fußball auf einem kleinen Bolzplatz. Wir waren 14 bis 17, zu dieser Zeit war der Sport unser Zusammenhalt. Eltern, Schule, Zukunftsängste - das war alles ganz weit weg, wenn der Ball erst einmal rollte. Leider fanden wir eines Nachmittags zu unserem Missfallen ein paar kleine Kinder von knapp acht Jahren auf "unserem" Platz vor. Wir wollten ihnen gut zureden, aber sie waren frech und wollten den Platz nicht räumen. Also griffen wir zu radikalen Maßnahmen. Die Kids hatten Schokohörnchen dabei - mein bester Freund nahm sie ihnen weg und ich habe sie dann genüsslich gegessen. Ein anderer Teamkamerad nahm den Ball der Rasselbande und schoss ihn so weit weg, wie er konnte. Ihre Räder wurden schließlich in einem Bewässerungsgraben entsorgt, der mit einer stinkenden, abgestandenen Brühe gefüllt war. Die Kinder liefen flennend davon und wir spielten, wie üblich, auf unserem Platz. Das war sicher nicht besonders nett, aber auf so einem kleinen Dorfplatz gilt eben das Recht des Stärkeren. Auch wir mussten das früher erfahren, als wir von älteren Teams verjagt wurden, uns eine Tracht Prügel angedroht wurde und wir manchmal auch eine Backpfeife bekamen. Irgendwann ist man dann selber groß und sitzt am längeren Hebel. Immerhin haben wir unser Ziel erreicht, ohne direkt Gewalt anzuwenden. Und die Kinder haben fürs Leben gelernt: dass man Respekt vor Älteren haben sollte... Und dass Hörnchen keine gute Sportlernahrung sind!

Beichthaus.com Beichte #00033893 vom 06.09.2014 um 11:36:01 Uhr in 67245 Lambsheim (Bollwerkstraße) (19 Kommentare).

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