Chaos im Kindergarten

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Lügen Hass Ungerechtigkeit Arbeit Kindergarten

Ich (w/23) bin einfach nur noch frustriert und angefressen. Ich bin Erzieherin und arbeite als Gruppenleitung in einem christlichen Kindergarten. Die Chefin ist erzreligiös, ich hingegen bin so gläubig wie ein Stück Brot, aber ich wusste ja vorher, worauf ich mich eingelassen habe, also kann ich mich darüber nicht aufregen - und tue es dennoch. Was mich aber nervt: Unsere Praktikantenstelle wurde ersatzlos gestrichen und wir mussten einem fähigen jungen Ex-Kollegen absagen, der sein Anerkennungsjahr bei uns machen wollte. Wohlgemerkt, nachdem die Chefin ihm das vorher von sich aus angeboten hatte. Dann merkt die Tante nun, dass das Budget nicht reicht. Und warum reicht es nicht? Weil sie, als wir Anfang des Jahres das Haus gegründet haben, verpennt hat, richtige Suchanzeigen aufzugeben: Es fehlte also von Anfang an an Mitarbeitern. Ihr Kommentar: Ich mache mir da keine Gedanken, Jesus wird das schon richten und uns die richtigen Leute senden. Leider hatte Jesus offenbar etwas Besseres zu tun und wir mussten auf die sehr teuren Kräfte einer Zeitarbeiterfirma zurückgreifen. Davon waren ihr dann zwei Leute nicht gut genug, sie entließ sie wieder und hatte saftige Ablösesummen zu zahlen. Gut gemacht.


Punkt zwei, der mich an ihr aufregt: Sie hortet seit März Überstunden, die irgendwie nie weniger werden, obwohl sie immer erst gegen neun Uhr in die Einrichtung kommt. Ich hatte vom Umzug fünf Stündchen plus, daraufhin wurde gleich mein Arbeitsplan umgeschrieben, sodass ich absichtlich pro Woche bis zu den Ferien Minus machen muss. Kommentar: "Es kommt ja noch dies und das Fest, Minus ist nie schlimm, das kann man immer ausgleichen." Aus dem Grund hat ein neuer Kollege auch, da er mit Urlaub anfangen musste, 117 Minusstunden. Wie er die loswerden soll? Nachmittags mal länger bleiben, Fenster putzen. Und das bei einer 40-Stunden-Stelle. Und dann das Team an sich: Nach außen hin grinsen sich alle freundlich an, aber jetzt erfahre ich, dass zwei Tanten sich heimlich abwechseln und nachmittags immer eine aus dem Spätdienst abhaut und eine halbe Stunde früher geht, sobald die Chefin weg ist. Nun soll ich da mitmachen, was ich entschieden abgelehnt habe. Lass Murphy mal zuschlagen und auf dem vorgezogenen Heimweg passiert was, das dürfte ein Kündigungsgrund sein. Und mich ziehen sie da rein und lästern nun, weil ich das nicht unterstütze. Allgemein hetzt hinter dem Rücken eh jeder über jeden.


Bei Krankheit fehlen dürfen wir Gruppenleitungen dank chronischer Unterbesetzung auch nicht, dann folgt die mentale Erpressung: "Es ist doch schon Mittwoch, das hältst du aus, du darfst jetzt nicht krank werden, dann müssen wir das Haus zumachen." Also bin ich vor zwei Wochen eben mit Fieber zur Arbeit gegangen und bekam dann noch dumme Sprüche zu hören, warum ich so schwitzen und röcheln würde. Aber Hauptsache, bei der Dienstbesprechung, bei der eine halbe Stunde für dämliches Beten draufgeht, wird immer wieder betont, was für eine außergewöhnliche und vorbildliche Einrichtung wir wären! Ich werde jetzt Morgen ganz bewusst zum Arzt laufen und ihm vorheulen, dass mich auch die Modekrankheit Burn-out erwischt hat. Das ist zwar nicht der Fall, aber ich will diesen Sauladen nicht mehr unterstützen. Wenigstens eine Woche nicht.

Beichthaus.com Beichte #00034097 vom 12.10.2014 um 22:31:52 Uhr (18 Kommentare).

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Gefangen im improvisierten Klo

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Peinlichkeit Dummheit Ekel Arbeit Wasungen

Ich bin Industrieelektriker und führe unter anderem Wartungsarbeiten an Windkraftanlagen durch. Da diese üblicherweise sehr hoch sind, ist in vielen Anlagen ein Aufzug eingebaut, der aber auch einige Minuten benötigt, um oben anzukommen. Da man je nach Auftrag manchmal längere Zeit im Getriebehaus hinter dem Rotorblatt verbringt, sollte man eine Toilette bzw. den Wald in der näheren Umgebung aufsuchen, bevor man hochfährt. Falls die Blase oben dann doch mal drücken sollte, nehme ich mir immer eine leere Flasche mit, die ich dann unten ausleere. Mein Kollege macht das auch. Man kann ja nicht zum Pinkeln minutenlang runterfahren und dann wieder hochfahren. Schlimmer wird es, wenn der Darm drückt. Dann benutzt man natürlich den Aufzug, um sich je nach Möglichkeit ein Plätzchen am Waldrand zu suchen, sofern ein Wald in der Nähe ist. Bei einem vergangenen Auftrag war das jedoch nicht so. Es war nur eine riesige Fläche mit Windkraftanlagen, weit und breit kein Wald, in dem man sein Geschäft hätte erledigen können. Alle Felder waren bereits abgeerntet, man hätte also auch nicht einfach ein Maisfeld aufsuchen können. Letztendlich kam mir die vermeintlich rettende Idee, mein Geschäft in unserem Transporter zu verrichten.


Ich fuhr also nach unten, um meinen Plan in die Tat umzusetzen. Da man im Transporter nicht aufrecht stehen kann, zog ich mir im Freien schnell die Hose aus, öffnete die Heckklappe, ging hinein und machte die Klappe hinter mir zu. Da es nun schon mächtig drückte, suchte ich hektisch nach einem Gefäß, das mir als Klo dienen konnte. Wir haben glücklicherweise auch immer leere Kartons von Ersatzteilen rumliegen. Einer davon war groß genug, um ihn zu "treffen." Mein Plan war es, mein Geschäft in den Karton zu verrichten und diesen anschließend im benachbarten, frisch gepflügten Acker mithilfe unseres Klappspatens unterzugraben. Das mag an Umweltverschmutzung grenzen, aber sowohl Kot als auch Karton sind zersetzbar, also halb so schlimm. Es hat auch überraschend gut funktioniert. Es lag eine schöne braune, übel riechende Wurst im Karton, obendrauf Küchenrolle, die ich als Klopapier verwendet hatte. Da man die Heckklappe von innen nicht öffnen kann, wollte ich die Schiebetüre an der Seite öffnen. Diese war jedoch verschlossen. In dem Moment dämmerte mir, dass ich mit der Fernbedienung nur die Heckklappe und nicht das gesamte Auto geöffnet hatte. Der Autoschlüssel war natürlich, wo auch sonst, in der Hose, welche wiederum hinter dem Auto lag. Ich war gefangen. Mein Kollege war zu dem Zeitpunkt nichts ahnend auf dem Windflügel. Mein Kot füllte den Laderaum inzwischen mit einem Verwesungsgeruch. Ich rief und polterte im Auto, aber das kann man auf dem Windflügel bzw. im Gerätehaus dahinter nicht hören. Nun saß ich mit meinem Kot im Transporter und inhalierte hilflos den Gestank meiner Ausscheidungen. Nach einer halben Stunde kam mein Kollege nach unten gefahren, weil er sich Sorgen machte. Nachdem er das Auto geöffnet hatte, lachte er mich erst einmal aus. Fluchend stieg ich aus dem Auto, schnappte mir den Spaten und vergrub immer noch fluchend den Karton im Acker. Mir fielen dabei Wörter ein, die ich sonst nie benutze. Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, konnte ich meine Arbeit zwar fortsetzen, aber weiterhin mit Wut im Bauch.

Beichthaus.com Beichte #00034095 vom 12.10.2014 um 18:16:08 Uhr in Wasungen (9 Kommentare).

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Ablenkung nach der Trennung

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Verzweiflung Lügen Selbstsucht

Mein Freund hat mich vor vier Monaten verlassen. Da ich ihn aber immer noch liebe, kann ich mich auf keinen anderen Mann einlassen. Trotzdem treffe ich mich immer wieder mit neuen Männern - einfach, um mich davon abzulenken. Jedem erzähle ich, dass er der Erste nach meiner Trennung ist, was die meisten dazu veranlasst, mich zu verwöhnen und zu umgarnen. Leider weiß ich ja, dass ich nicht dazu bereit bin, etwas Neues einzugehen und dass ich diese Männer deshalb eigentlich nur ausnutze.

Beichthaus.com Beichte #00034089 vom 11.10.2014 um 19:45:36 Uhr (16 Kommentare).

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Der Parkplatz des Nachbarn

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Hass Rache Vandalismus Auto & Co. Nachbarn

Mein Traum war es, mir irgendwann ein wirklich neues Auto leisten zu können. Ich hatte immer nur gebrauchte Autos, die wesentlich älter als zehn Jahre waren und viele Kilometer hatten. Nach unzähligen Jahren des Sparens war es endlich so weit und ich konnte einen Kleinwagen mein Eigen nennen, den ich komplett von meinem eigenen ersparten gekauft hatte. Weil ich besonders vorsichtig sein wollte, mietete ich den letzten freien Parkplatz in der Tiefgarage unseres Hauses, damit mein Auto einen sicheren Abstellplatz hat. Es dauerte nicht lange und ich hatte einen netten Zettel hinter der Windschutzscheibe stecken, dass dieser Parkplatz besetzt sei und ich mein Auto gefälligst entfernen solle. Da ich aber einen Mietvertrag für den Parkplatz hatte, war ich mir keiner Schuld bewusst und auch die Hausverwaltung konnte mir nicht weiterhelfen und sagte nur, dass dies mein Parkplatz sei. So kam ich eines Tages zu meinem Wagen und er war zerkratzt und ein Reifen zerstochen. Ich war wirklich traurig und wütend zugleich, weil mein Auto keine drei Wochen alt war und einen ordentlichen Schaden hatte.


Es sollte aber alles anders kommen, denn einer der Jungs aus der Nachbarschaft berichtete mir einige Tage später, dass er und seine Freunde einen meiner Nachbarn - als sie verbotenerweise in der Garage spielten - dabei beobachtet hatten, wie er mein Auto zerstörte. Darauf angesprochen stritt der Nachbar zuerst alles ab, als ich ihm jedoch sagte, dass es Zeugen gebe, gab er alles zu. Auf die Frage, warum er es gemacht hat, sagte er mir, dass dies schon immer sein Parkplatz war und ich kein Recht habe, dort zu stehen. Als ich ihm entgegnete, dass ich den Parkplatz im Gegensatz zu ihm offiziell gemietet habe, meinte er nur, warum ich denn auch so dumm sei, für einen Parkplatz zu bezahlen. Die Tage vergingen und der Schaden wurde über seine Versicherung abgewickelt, aber ich war immer noch sehr zornig.


Jetzt ist nicht mal ein Jahr vergangen, und ich habe den Mann überall angeschwärzt, wo es nur geht. Sämtliche Nachbarn sind gegen ihn und er muss jetzt in einigen Wochen ausziehen, weil es nur mehr Beschwerden gab, da ich alle gegen ihn aufgestachelt habe. Außerdem habe ich ihn angezeigt, weil ich wusste, dass er über die nahe Grenze jede Woche Zigaretten ins Land geschmuggelt hat und das über viele, viele Jahre. Das wird ihn auch eine schöne Summe kosten. Eigentlich bin ich ein Mensch, der sich denkt, jeder soll so leben, wie er will, und ich will auch gar nicht bei anderen anecken. Aber der Mann hat mich so wütend gemacht, dass ich einen Rachefeldzug gegen ihn gestartet habe. Im Nachhinein tut es mir auch leid, aber ich wollte ihn so nicht davonkommen lassen und im ersten Moment hatte ich ein Gefühl der Genugtuung. Jetzt frage ich mich oft, ob es notwendig war, es so weit kommen zu lassen. Ich bitte um Vergebung für mein Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00034082 vom 09.10.2014 um 10:02:57 Uhr (13 Kommentare).

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Fetisch für Fast Food

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Ekel Sucht Selbstsucht Fetisch Ernährung

Ich (m/26/gut gebaut) war bis zu meinem 17. Lebensjahr ein Moppelchen, um nicht zu sagen: richtig fett, und bin mittlerweile sehr stolz auf meinen geringen Körperfettanteil. Ich gehe seit Jahren vier Mal die Woche ins Studio und trainiere wirklich hart, um meine Muskeln über den aktuellen Stand hinaus zu definieren. Aber ich vermisse das gute, fettige, kohlenhydratreiche Essen, ich vermisse es, so viele Chips wie nur irgend möglich in mich rein zu stopfen. Aus diesem Vermissen entstand dann irgendwie das Ritual, mich nach dem Training verschwitzt in ein Fast-Food-Restaurant zu setzen und Unterschichtlern beim Fressen zuzugucken. Ein Freund von mir arbeitet da und hat es irgendwie geklärt, dass mich von den Mitarbeitern keiner auffordert zu gehen, auch wenn ich nur da sitze und nichts bestelle. Es ist einfach so ein gutes Gefühl, zu sehen, was sich Menschen für Dreck in den Körper hauen. Gefühlsmäßig eine Mischung aus Hass und Liebe. Hass, weil es ihnen anscheinend völlig egal ist, wie sie aussehen, wie sie auseinandergehen, wie fettig triefend ihre Gesichter vor und nach dem Essen aussehen. Liebe dem Essen gegenüber: Liebe, weil ich irgendwie dankbar dafür bin, dass sie es vor meinen Augen essen, dass ich dabei sein darf, dass ich es nicht essen muss, obwohl ich es doch will.


Der Grund, warum ich das hier schreibe, ist, weil meine Sucht heute überhandgenommen hat und ich mich selbst verabscheue. Ich habe mir heute nach reiflicher Überlegung und dem Erreichen eines mir selbst gesetzten Ziels ein Menü geholt. Ein Burger mit Fanta und Ketchup zu den Pommes. Ich habe mich gefühlt wie Gott in Frankreich. Ich hatte bezahlt und das Essen vor mir auf dem Tablett. Und plötzlich drehte sich mir der Magen um. Ich konnte nicht. Ich konnte es einfach nicht essen. Also bin ich raus. Mit meinem Essen in den Händen raus aus dem Laden und irgendwo hin. Ich wollte da einfach nur noch weg. Als sich mein Magen so langsam wieder beruhigte, sah ich in einer Eingangstür zu einer Bank einen Penner sitzen. Ich überlegte nicht lange und gab ihm mein Menü. Er nahm es dankend an und fing direkt damit an, die Pommes zu verspeisen, während er versuchte, gleichzeitig von der Fanta zu trinken. Ein Stück Pommes blieb ihm im ungepflegten Bart hängen. Ich konnte nicht weggucken. Ich gab mir in Gedanken selbst Ohrfeigen dafür, aber dieses Szenario machte mich an. Ich sagte ihm, er solle doch mal von dem Burger probieren. Er stellte die Pommes neben sich und griff zum Burger. Er öffnete die Verpackung und nahm einen Bissen. Wie ich gehofft hatte, blieben Salat und Soße in seinem Bart kleben.


Ich konnte nicht mehr. Ich konnte nicht anders. Ich holte mein Portemonnaie aus meiner Hosentasche und warf ihm 20 Euro vor die Füße. Ich sagte, er solle sich den Burger ins Gesicht schmieren. Ich stand für kurze Zeit völlig reglos da. Wir sahen uns an. Ich wollte das sehen. Und er tat es. Er nahm den Burger, klappte ihn auf und rieb sich damit ein. Ich spürte, wie ich langsam eine Erektion bekam, und rannte weg. Ich rannte so schnell ich konnte und musste mich in einer Seitenstraße übergeben. Ich hasse mich für das, was ich getan habe. Ich hoffe der Obdachlose kann mit dem Geld irgendetwas anfangen.

Beichthaus.com Beichte #00034075 vom 07.10.2014 um 23:30:14 Uhr (26 Kommentare).

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