Stinkende Kunden

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Ekel Unreinlichkeit Engherzigkeit Arbeit Diepholz

Stinkende Kunden
Ich (m/22) arbeite in einem Büro, in dem wir täglich Kunden empfangen. Man muss sich unser Büro ungefähr so vorstellen, dass es einen Eingangsbereich gibt, in dem man dann in einen der drei Büroräume weitergehen kann. Mein Büro ist ungefähr 20 Quadratmeter groß. Wir empfangen pro Tag und pro Büro ungefähr 25 Leute. Was ich beichten möchte? Mir geht es tierisch gegen den Strich, dass sich manchmal Leute unter das Volk mischen, die so abartig stinken, dass ich Würgeanfälle bekomme. Manchmal riecht es so, als hätten sie das ganze Jahr lang noch keine Seife gesehen. Merken diese Leute eigentlich gar nichts mehr? Inzwischen habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, den Leuten zu zeigen, dass sie stinken. Ja, ich weiß, dass sich das nicht so gehört, und dass der Kunde König ist, aber irgendwer muss den Leuten doch beibringen, dass ihr Körpergeruch einfach nur abartig ist. Wenn so eine Person dann tatsächlich in mein Büro kommt, halte ich mir demonstrativ die Hand vor die Nase und mache das Fenster auf. Leider hat es bisher noch nichts gebracht, aber ich gebe mein Bestes, um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

Beichthaus.com Beichte #00032346 vom 04.12.2013 um 12:15:46 Uhr in 49356 Diepholz (16 Kommentare).

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Schimmlige Äpfel in der Psychiatrie

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Dummheit Verschwendung Unreinlichkeit Ekel

Mit 13 Jahren wurde ich in die Jugendpsychiatrie eingeliefert. Dort ging es mir nicht sonderlich gut - die Zustände waren zwar nicht unerträglich, aber auch nicht sehr schön. Ich fühlte mich äußerst unwohl und nahm irgendwann stetig ab. Weil ich sowieso schon recht dünn war und ich nach wenigen Wochen immer noch nicht zunahm, kamen die Ärzte irgendwann auf die Idee, etwas dagegen zu tun. Also wurden mir "Rationen" zugeteilt, also festgelegte Mahlzeiten, die eine bestimmte Kalorienzahl enthielten und die ich essen musste. Wirklich begeistert war ich natürlich nicht, und weil man nicht daran dachte, auf mich aufzupassen und mich teilweise alleine essen ließ, begann ich, einige Nahrungsmittel auszusortieren und in der ganzen Klinik zu verstecken. Den Saft kippte ich mitsamt einem Toast in den Blumentopf, den Apfel versteckte ich unter dem Sofa, die Gurken im Schrank, das Brot hinter dem Fernseher und so weiter - ich packte es wirklich überall hin, wo ich hinkam und wo es nicht sofort auffallen würde.


Auch wenn es echt knappe Momente gab, wo man mich fast erwischt hätte. Meine Mitpatienten haben das natürlich mitgekriegt und fanden das immer recht lustig, aber den Ärzten und Betreuern wäre es wohl etwas anders gegangen, hätten sie mich jemals auf frischer Tat ertappt. Zwar änderte sich mein Gewicht nicht, aber da dies nicht der Grund war, wieso ich eingeliefert wurde, und sich mein Zustand irgendwann besserte, wurde ich schließlich entlassen. Einige Zeit zuvor hatte es angefangen, in den Räumen unangenehm zu riechen und niemand wusste, woher dieser mysteriöse Geruch eigentlich kam. Kurz nach meiner Entlassung nahm ich übrigens wieder zu und meine Situation verbesserte sich erheblich, nachdem ich eine ambulante Therapie annahm. Heute geht es mir wieder gut und ich halte Normalgewicht - die Erinnerung bleibt aber trotzdem. Ich möchte mich hiermit bei dem Klinikpersonal entschuldigen, die sich zwar nicht immer gut verhalten haben, aber diesbezüglich nur ihren Job gemacht haben, sowie bei den Mitpatienten, die den Mief ertragen mussten und eventuell in absoluter Ahnungslosigkeit in einen schönen Schimmelapfelbrei gegriffen haben. Und allen voran möchte ich mich bei der Person entschuldigen, die den ganzen Gammel irgendwann mal aufsammeln durfte. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00032335 vom 03.12.2013 um 13:33:33 Uhr (7 Kommentare).

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Der Schrecken am Rastplatz

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Engherzigkeit Morallosigkeit Last Night

Vor mehreren Jahren - in meiner Teenagerzeit - habe ich etwas recht Lustiges, aber auch gemeines gemacht. Damals lief gerade der Film Blair Witch Projekt im Kino und mit einem Kumpel kam ich auf die Idee, das an unseren Mitmenschen zu testen. Es ist natürlich schwierig, jemanden nachts in den Wald zu locken, um ihn mit komischen Geräuschen zu konfrontieren, deshalb könnte man fast meinen, dass die Idee von vornherein zum Scheitern verurteilt war. Allerdings fiel meinem Kumpel dann ein, dass bei uns in der Gegend ein kleiner Autobahnrastplatz ist - also einer von der Art, an dem man nur anhält, um zu pinkeln. Und die meisten Männer stellen sich dafür an den Zaun, der den Rastplatz vom Wald abtrennt. Also haben wir uns einen Kassettenrekorder mit einer ordentlichen Lautstärke besorgt - und haben uns hinter dem Zaun postiert. Es war ein bisschen wie Angeln - mit Bier und viel Spaß. Wenn es dann so weit war, haben wir im passenden Moment aggressives Hundegebell oder eine Kettensäge laufen lassen. Viele der Zaunpinkler haben sich dabei dermaßen erschrocken, dass sie sich selbst angepinkelt haben, nur um dann mit notdürftig hochgezogener Hose davonzurasen. Ich muss sagen, dass wir bei dem, was wir da abgespielt haben, teilweise selbst ein komisches Gefühl bekamen. Wenn ich daran zurückdenke, muss ich immer noch lachen, aber inzwischen bedenke ich auch die Folgen, die es hätte haben können. Viele der älteren Herren hätten schließlich auch einen Herzinfarkt oder Ähnliches bekommen können. Ich wundere mich immer noch, dass niemand die Polizei gerufen hat. Aber wahrscheinlich war die Geschichte den Leuten einfach zu peinlich.

Beichthaus.com Beichte #00032333 vom 02.12.2013 um 23:40:06 Uhr (6 Kommentare).

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Sehnsucht nach einer Erbschaft

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Verzweiflung Zorn Boshaftigkeit Familie

Ich bin eine alleinerziehende Mutter von fünf Kindern zwischen 12 und 21 Jahren. Sie sind alle sehr lieb und rücksichtsvoll. Ich habe sie gar nicht verdient. Seit 12 Jahren bin ich alleinerziehend und arbeite sehr viel. Letztes Jahr war ich arbeitslos, und dadurch, dass ich zuerst die halbe Stelle und erst nachher die Ganze verlor, bekam ich von der Arbeitslosenversicherung nur 80 Prozent der halben Stelle. Das reichte für nichts. Da alle meine Kinder entweder das Gymnasium besuchen, oder schon studieren, sind die Kosten hoch und ich habe mich während dieses Jahres verschuldet. Nun arbeite ich seit August wieder Vollzeit und habe ein gutes Einkommen. Aber da ich so viel arbeite, brauche ich eine Haushaltshilfe, die mich auch viel kostet und trotzdem nicht viel taugt. Ich versuche, Schulden abzubauen, wo es nur geht. Ich bin abends allerdings so müde, dass ich keine Kraft mehr für meine Kinder habe. Oft werfe ich eine Schlaftablette ein, sobald ich zu Hause bin, damit ich die ganzen Geldsorgen vergessen kann. Ich bin eine schreckliche Mutter. Das habe ich wohl von meinen Eltern - die sind nämlich richtig reich, sehen es aber nicht ein, mir zu helfen. Für sie bin ich die Sünderin, weil ich mich von meinem Mann getrennt habe. Nach Bekanntgabe unserer Trennung schickte mir mein Vater einen Brief, gespickt mit Bibelzitaten. Darin stand unter anderem, dass, wenn ich mich für diesen sündhaften Weg entscheiden würde, ich für immer auf die Unterstützung meiner Familie verzichten müsse. Dabei hatten sie mir vorher auch nie geholfen. Ich möchte beichten, dass ich mir manchmal wünsche, dass sie einen Unfall haben und ich ein paar Millionen erbe. Das Leben wäre so viel einfacher. Ich schäme mich so und fühle mich deswegen sehr schuldig.

Beichthaus.com Beichte #00032328 vom 01.12.2013 um 22:23:09 Uhr (40 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Schweinefleisch in der Moschee

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Ignoranz Verzweiflung Kinder

Ich (w/31) bin zweifache Mama, eine türkische Muslimin und glücklich verheiratet. Mein Sohn ist sechs Jahre alt, seine kleine Schwester erst ein Jahr. Meinen Sohn habe ich in dem "Kindergarten"-Unterricht einer Moschee angemeldet, der jeden Samstag stattfindet, denn er soll nicht so unwissend aufwachsen wie ich. Diese Gruppe war aber auch echt schwer zu finden, die meisten Moscheen sind zu altbacken und spießig. Die kleinen Kinder sollen dort nur auf ihrem Platz sitzen und stur die Suren auswendig lernen - was natürlich total schwachsinnig ist. Aber am Ende habe ich diese bunte und fröhliche Gruppe gefunden, in der die Kinder viel singen, spielen und basteln. Als ich alles geregelt hatte, kam endlich der erste Samstag, an dem mein Sohn dort hingehen sollte und ich hatte vergessen, den Wecker zu stellen! Ergo habe ich verschlafen und beeilte mich dann wie eine Irre, nur um dann kurz vor dem Ziel zu bemerken, dass ich vergessen hatte, meinem Kleinen sein Frühstück zu packen. Da in der Nähe nur eine kleine Tankstelle war, dachte ich mir, dass ich ihm dort etwas zum Essen kaufen würde und damit wäre die Sache erledigt. Aber denkste! Der Ofen war defekt und sie hatten deshalb nur noch Croissants mit eingebackenen Würstchen. Schweinefleisch-Alarm! Da mein Kleine zu Hause aber nur seinen heißen Kakao runtergespült hatte, konnte ich ihn nicht ohne etwas zum Essen dort hinschicken. Tja, und so kam es, dass ich meinen kleinen Sohn mit einem Schweine-Wurst-Croissant in eine muslimische Moschee schickte.

Beichthaus.com Beichte #00032324 vom 30.11.2013 um 21:30:43 Uhr (34 Kommentare).

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