Mein unreinlicher Mitbewohner

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Ekel Unreinlichkeit

Ich wohne in einer Zwei-Mann-WG, beide sind wir knapp über 30. Mein Mitbewohner hat die sehr schlechte Angewohnheit, die WC-Tür offen zu lassen, nachdem er dort war. Den Klo-Deckel lässt er auch oben, und warum er das tut weiß ich nicht. Jedenfalls hab ich es schon das eine oder andere Mal angesprochen, dass mich der Geruch im Vorraum nicht interessiert. Da er relativ viel Alkohol trinkt, weil er in der Gastronomie tätig ist, scheint er auch dauerhafte Probleme mit seinem Stuhlgang zu haben. Sprich, am Rand des WC sind auch regelmäßig Durchfall-Spritzer zu erkennen, die er nicht wegmacht. Für mich ist das unangenehm und lästig. Er kommt meist erst um zwei bis drei Uhr in der Früh heim, geht dann aufs Klo und hinterlässt seine Spuren. Ich arbeite ganz normal, stehe also in der Früh auf, und bekomme direkt das Würgen, wenn ich morgens auf die Toilette muss. Am Tag arbeite ich dann und er hockt in der Wohnung. Genau um die Zeit lässt er dann, wie angesprochen, permanent die Klo-Tür offen. Keine Ahnung wieso.
Nachdem ich ihn jetzt schon mehrfach darauf angesprochen habe, und es nichts genützt hat, habe ich heute Morgen Folgendes gemacht. Ich bin um etwa sechs Uhr aufgestanden, und so gegen halb sieben habe ich den Obama ins weiße Haus gelassen. Ich habe nicht runtergespült, dafür aber die WC-Tür offen gelassen. Wohl wissend, dass mein Mitbewohner erst gegen 13 Uhr aufsteht und sich natürlich ein erbärmlicher Gestank in der Wohnung verbreitet.
Scheinbar hat das geholfen. Als ich von der Arbeit nach Hause kam, war die Wohnung gut durchlüftet und vor allem war diese WC-Tür endlich geschlossen. Mein Mitbewohner hat den Vorfall übrigens mit keinem Wort erwähnt. Sogar die Toilette war geputzt.
Trotzdem beichte ich, dass mein Verhalten kindisch und eklig war. Ist normalerweise nicht meine Art.

Beichthaus.com Beichte #00031218 vom 17.05.2013 um 01:18:50 Uhr (23 Kommentare).

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Meine todkranke Mutter

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Verzweiflung Zorn Aggression Engherzigkeit Familie

Ich schäme mich schrecklich für das, was ich gestern getan habe. Ich hätte nie geglaubt, dass ich so dumm und so furchtbar gemein sein könnte, wie ich es gestern war. Meine Mutter ist, dank eines riesigen Tumors in ihrem Kopf, ein Pflegefall. Keine Chance auf Besserung, geschweige denn auf Heilung. Seit letztem Jahr geht es rapide abwärts mit ihr. Sie braucht bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens viel Hilfe. An den Wochenenden fahre ich zu ihr und übernehme die Pflege. Seit sie krank ist, also seit 13 Jahren, hat sie sich immer mehr im Wesen verändert. Sie ist sehr depressiv, antriebslos und versteht eigentlich auch nicht mehr, was man ihr sagt. Sie ist eben leider komplett dement. Trotzdem ist sie ungemein widerspenstig. Wenn ihr irgendwas nicht passt, dann bockt sie herum, macht überhaupt nicht mehr mit und schreit ganz laut. Sie schreit wirklich einfach nur, weil sie auch nicht mehr sprechen kann. Das ist nicht nur wahnsinnig mühselig, das bringt mich auch zum Rasen.
Ich kann mich manchmal nicht mehr selbst daran erinnern, dass sie nun einmal dement und schwer krank ist, und nicht weiß, was sie da macht oder wo sie überhaupt ist. Ich vergesse dann total, dass sie vollkommen hilflos ist. Dann kann ich mich oft nicht beherrschen und bin sehr ruppig und grob zu ihr, oder schreie sie an.

Aber gestern war der schlimmste Tag:
Sie war extrem unleidlich. In dem einen Moment frage ich sie noch, ob wir zum Spazieren rausgehen wollen und sie sagt ja, also lege ich schöne Klamotten raus, mache das Radio an und wollte sie fertigmachen, im nächsten Moment schreit sie lauthals, weil sie nun plötzlich keine Lust mehr zum Anziehen hatte. Dieses Schreien und dieser, wieder einmal, bockige Blick von ihr haben mich total zum Ausrasten gebracht. Ich habe sie angeschrien, dass ich es satt habe, an jedem meiner freien Tage zu ihr zu kommen und mir "dieses Elend reinzuziehen". Ich habe gesagt, dass ich nach fast der Hälfte meines Lebens mit "...aber meine kranke Mutter..." es so satt habe, und mir wünsche, dass es endlich vorbei ist. Ich habe auch zu ihr gesagt: "Stirb. Stirb einfach!" und das sogar mehrmals. Das klingt so furchtbar. Mir tut es wahnsinnig leid. Ich kann es seitdem nicht vergessen. Ich habe später, damit sie, nach ewigem Kampf, endlich ihre eine Tablette nimmt, auf ihren eingewachsenen Zehennagel, der ihr sehr schmerzt, gedrückt, damit ich diesen Machtkampf gewinne und sie die Tablette endlich einnimmt. Ich schäme mich so sehr, so etwas Barbarisches getan zu haben. Ich finde keine Entschuldigung für mein unmögliches Verhalten. Der Stress und der Kummer, das kann nicht der Grund sein, so mit seiner todkranken Mutter umzugehen. Bisher habe ich immer gedacht, der liebe Gott bestraft meine Mutter mit ihrer Krankheit dafür, dass sie früher manchmal ganz schön kaltherzig und egoistisch war, aber so etwas hätte sie nicht getan. Und das hat sie auch nicht verdient.
Ich hatte mir zum Jahreswechsel vorgenommen, geduldiger mit meiner Mama zu sein. Der Schuss ist ja wohl voll nach hinten los gegangen. Ich hoffe, dass ich noch Gelegenheit haben werde, auch wenn sie es nicht mehr versteht, mich bei meiner Mutter zu entschuldigen.

Beichthaus.com Beichte #00031190 vom 13.05.2013 um 23:18:25 Uhr (23 Kommentare).

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Wie man Kindern Angst macht

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Boshaftigkeit Kinder Schwäbisch Gmünd

Manchmal, wenn ich im Hallenbad bin und ein bisschen entspannen will, setze ich mich ins warme Babybecken und starre die kleinen Kinder so lange an, bis sie Angst kriegen und wegrennen.

Beichthaus.com Beichte #00031184 vom 13.05.2013 um 15:34:44 Uhr in Schwäbisch Gmünd (13 Kommentare).

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Der alte Mann und der Hundekot

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Unreinlichkeit Falschheit Feigheit Tiere Eisenberg

Bei uns in der Gegend wohnt ein Mann, schätzungsweise Mitte 60, der sehr penibel ist, wenn es um Hundekot geht. Weil ich auf dem Dorf wohne, kennt er mich persönlich. Sein Garten liegt an einem Feldweg, der gerne als Hunderunde benutzt wird, sprich: Hier kacken eine ganze Menge Hunde hin. Das Ganze ging ihm die ganzen Jahre so gegen den Strich, dass er es irgendwie geschafft hat, dass so ein "Hundetoilette"-Behälter an dem Weg aufgestellt wurde. Das Ding steht eigentlich nur herum und verstaubt, weil benutzt wird es so gut wie nie. Der Mann sitzt sehr gerne in seinem Garten und beobachtet fast jeden, der da vorbeigeht: "Macht der Hund A-Ah? Wenn ja: macht der Besitzer es weg?" Er ist sich dabei auch nicht zu Schade, einen Mal ordentlich anzuscheißen, wenn man das nicht wegmacht. Ich habe oft das Glück, dass er mich und meinen Hund bei unserer Runde nicht erwischt. Aber einmal hat er das:
Die Dämmerung war schon weit vorangeschritten und direkt vor seinem Garten setzt unser Hund einen richtig dicken Haufen hin. Er ist schon aufgestanden und kam an den Weg. Ich bin einfach weiter gelaufen, weil ich keine Lust auf die Diskussion hatte. Er hätte mich allerdings locker erkannt.
An dieser Stelle möchte ich beichten, dass ich so getan habe, als würde ich fürchterlich humpeln. Zudem habe ich versucht, so auszusehen, als hätte ich zwei verschieden hohe Schultern, einen schiefen Kopf und einen Arm, der irgendwie ganz komisch an der Seite herunterhängt. Ich glaube, er hat mich nicht erkannt. Es tut mir ja irgendwie leid, dass ich nicht einmal dazu stehe, wenn mein Hund vor deinen Garten kackt.

Beichthaus.com Beichte #00031163 vom 09.05.2013 um 19:05:46 Uhr in 07607 Eisenberg (Weidenweg) (23 Kommentare).

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Gesprächsthema Nummer eins

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Morallosigkeit Schamlosigkeit Sex Wollust

Ich bin eine totale Schlampe. Ich bin zwar im Moment in einer Beziehung, habe aber fast mit jedem Typen aus dem Freundeskreis meines Freundes geschlafen. Das allerdings, bevor wir zusammengekommen sind. Die meisten haben auch Nacktfotos von mir. Ich bin auch ziemlich […]
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Beichthaus.com Beichte #00031110 vom 01.05.2013 um 11:47:01 Uhr (33 Kommentare).

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