Kinderbett als Trampolin

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Falschheit Verrat Selbstsucht Falschheit Kinder

Als Kind war ich nicht das, was man als Vorzeigesohn beschreibt, meine Eltern hatten es wirklich nicht leicht mit mir - dafür bewunderte mich mein kleiner Bruder aber umso mehr. Eines Tages war ich mal wieder bei meinem Vater - meine Eltern leben getrennt - und habe mit meinem kleinen Bruder, welcher damals wohl knapp fünf Jahre alt war, im Kinderzimmer gespielt. Zu diesem Zeitpunkt gab es gerade wieder Nachwuchs und das Kinderbettchen von meinem anderen Bruder, der damals wohl ein Jahr alt war, stand ebenfalls im damaligen Kinderzimmer. Aus einem Grund, den ich nicht mehr nennen kann, verließ mein Bruder das Zimmer. Kurze Zeit später entschied ich mich, in das Kinderbett meines jüngeren Bruders zu springen und dieses als Trampolin zu nutzen. Es hätte mir wohl schon damals klar sein müssen, dass das Bett nur für Kleinkinder ausgelegt ist, aber ich dachte nicht nach. Nach ungefähr vier Sprüngen gab es einen lauten Knacks und ich freute mich zu diesem Zeitpunkt noch, dass das Bett nun besser nachgab. Nachdem ich jedoch feststellte, dass die komplette untere Platte des Kinderbettes an mehreren Stellen durchgebrochen war, bekam ich Angst. Ich wusste, dass das Bett noch relativ neu war und der Ärger daher umso höher ausfallen würde. Ebenso konnte ich keine Erklärung liefern, warum ich überhaupt darin herumgesprungen war und was ich mir dabei gedacht hatte.


Kurze Versuche, die Platte zu reparieren, schlugen im Ansatz fehl, da diese im Grundsatz zerstört war. Das Einzige was ich tat, war, die Platte mit einem Gegenstand unter dem Bett zu erhöhen, damit man nicht gleich beim Betreten des Zimmers sehen würde, dass sie durchgebrochen ist. Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Mein kleiner Bruder kam kurz nach diesem Moment ins Zimmer. Es ergab sich, dass ein Gesellschaftsspiel erhöht auf einem Schrank neben dem Kinderbett lag. Ich schaltete in dem Moment schnell und mir schoss ein Gedanke in den Kopf, welcher bis heute immer noch in solchen Situationen in meinem Hirn manifestiert ist, nämlich: So komme ich ohne Schaden aus der Sache heraus. Ohne Interesse an dem eigentlichen Spiel fragte ich meinen Bruder, was er dort für ein cooles, neues Spiel hätte und zeigte auf den Schrank. Dieser musterte kurz die Höhe des Schrankes, sah ein, dass er dieses nicht ohne Hilfe erreichen könne. Mein Plan ging auf und er stieg in das Kinderbett. Bevor er das tat, ging ich sogar das Wagnis ein und sagte ihm, dass er das wohl lieber nicht machen solle. Da mein Bruder, als damals schon logisch denkendes Kind, wusste, dass selbst dieses Kinderbett einen 5-Jährigen aushalten würde, sagte er, dass das schon in Ordnung sei. Er stieg also in das Bett und genau in diesem Moment schrie ich: "Oh Gott, was hast du getan?" Sein Blick fiel auf mich, wirkte verwirrt und verständnislos. Als er sah, was mit der Bodenplatte passiert war, erkannte ich die Angst in seinen Augen. Er hatte zwar nie wirklich Ärger bekommen, da er ein sehr anständiges Kind war, kannte jedoch die Standpauken, die ich mir abholen musste. Mit seinem erschrockenen Gesicht ging er auf mein Anraten zu Papa und beichtete diesem seine Untat. Mein Vater ging ins Zimmer und sah sich die Sache an. Als er merkte, dass das Kinderbett an mehreren Stellen gebrochen war, wurde sein Kopf dunkelrot und er begann, meinen Bruder anzuschreien, was er sich dabei gedacht habe. Er wurde nicht müde, zu erwähnen, wie teuer das Bett gewesen sei, und wie er so blöd sein könnte, in das Bett zu steigen und sich keine Hilfe zu holen.


Den richtigen Ärger gab es dann aber erst, als er mich fragte und sagte, dass ich der eigentlich Schuldige sei, da ich bereits in dem Alter wäre, wo man seinen kleinen Bruder von solchem Blödsinn abhalten müsse. Hier schlug meine Stunde und ich erzählte, dass ich ihn vorgewarnt hätte, aber er nicht gehört habe. Das Donnerwetter wurde noch lauter und mein Bruder stand, mit dem Gedanken etwas sehr Schlimmes getan zu haben, fast schon weinend vor ihm.
Da mein Vater kein Unmensch ist, setzte er sich eine halbe Stunde später mit uns zusammen und erklärte auf sachlichem Level, warum er sauer gewesen war, dass es aber weiterhin eine dumme Aktion meines Bruders gewesen wäre. Bis heute erinnere ich mich jedoch, dass mein Bruder an diesem Tag komplett verändert wirkte, weinerlich war, mit der Situation nicht gut klarkam und sich für seine Dummheit schämte. Ich beichte also, dass ich den einzigen Menschen, der mich jemals bewundert und zu mir aufgeschaut hatte, und für den ich der Größte war, hintergangen und ausgenutzt habe.

Beichthaus.com Beichte #00033881 vom 04.09.2014 um 12:46:05 Uhr (6 Kommentare).

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Stromausfall dank Flugzeugcrash

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Vandalismus Lügen

Stromausfall dank Flugzeugcrash
Ich bin begeisterter Modellflieger und besitze mehrere Modelle, wobei mein größtes fast zwei Meter Spannweite hat. Vor einiger Zeit war ich auf einem Lagerplatz, auf welchem die Bauern im Herbst die Zuckerrüben nach dem Ernten zwischenlagern. Ich drehte meine Schleifen, als die Steuerung meines Modells plötzlich den Dienst quittierte. Überall rundherum wäre Platz gewesen für einen kontrollierten Absturz - aber nein, es musste unbedingt so eine Trafostation sein, welche am Rande des Lagerplatzes stand. Noch dazu so eine, bei welcher der Trafo auf zwei Stützen in der Luft steht und die Hochspannungsteile alle offen sind. Mein Flugzeug donnerte volle Kanne hinein und es gab einen Blitz gefolgt von einem ordentlichen Knall. Dann war Stille. Ich sammelte schnell, das was von meinem Flugzeug übrig geblieben war, ein und strampelte auf meinem Fahrrad nach Hause. Allerdings war daheim der Strom ausgefallen und mein Vater, der sogar von der Arbeit nach Hause geschickt worden war, sagte, dass es in mehreren Dörfern in der Umgebung auch keinen Strom gibt. Es dauerte über eine Stunde, bis wir wieder Strom hatten und ich wusste, dass der Ausfall mit meinem Flugzeugcrash zu tun hatte.

Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Fahrrad zu der Trafostation und zwei Monteure waren oben zugange und ich frage, was sie denn machen. Sie erklärten mir, dass gestern an dieser Trafostation ein großer Vogel zwischen die Hochspannungsteile gekommen sei und einen Stromausfall verursacht hatte. Ich ließ mir nichts anmerken und log dem Monteur noch vor, dass hier öfters große "Vögel" herumfliegen, und wünschte den beiden noch gutes Gelingen. Einige Monate später wurde die Trafostation komplett abgebaut und gegen so ein kleines Häuschen ersetzt, das rundherum komplett geschlossen ist. Wenn ich jetzt zum Fliegen dorthin komme, nutze ich das Dach des Häuschens immer als Standplatz und Aussichtspunkt für meine Flugaktivitäten. Es tut mir wirklich leid, dass wegen mir viele Menschen eine Stunde keinen Strom hatten. Das war wirklich keine Absicht und ich bitte um Vergebung für meine Dummheit.

Beichthaus.com Beichte #00033880 vom 04.09.2014 um 09:31:37 Uhr (6 Kommentare).

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Student ohne Geld

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Verzweiflung Neid Engherzigkeit Geld Studentenleben

Ich (m/27/Master-Student) möchte beichten, dass ich ziemlich unzufrieden mit meinem Leben bin und mich ständig, bewusst und unbewusst, mit anderen vergleiche. Ich habe während meines Studiums mein eigenes kleines Unternehmen gegründet und beschäftige auch eine freie Mitarbeiterin. So kommt es, dass ich ständig absolut blank bin und so gut wie kein Geld für mein Privatleben zur Verfügung habe. Da mir die Banken keinen Cent an Unterstützung geben, weil ich noch Student bin, bezahle ich alles aus meiner eigenen Tasche und bin ständig im Minus. Ich muss gestehen, dass es mich manchmal sehr depressiv macht. Meine Freunde sind alle durchaus erfolgreich und international viel unterwegs. Einer meiner besten Freunde arbeitet in den USA und verdient sehr viel, ein anderer ist vor zwei Jahren nach Südostasien ausgewandert und hat sich dort im Immobiliensektor selbstständig gemacht. Er hat bis jetzt seine erste Immobilie renoviert und wird sie für gutes Geld verkaufen können. Ich hingegen habe mich damals für das Studium entschieden - erst meinen Bachelor beenden und dann meinen Master beginnen - und ich weiß nicht wirklich, ob es die richtige Entscheidung war. Ich lebe teilweise wie ein Penner und war seit Ewigkeiten nicht mehr im Urlaub, sondern muss jeden Cent zwei Mal umdrehen. Ich möchte erstens gestehen, dass ich neidisch und auch eifersüchtig auf meine erfolgreichen Freunde bin. Zweitens möchte ich gestehen, dass ich innerlich sehr viel herumjammere und mich ständig frage, warum das Schicksal mich so "hasst." Und das ist der springende Punkt! Denn ich weiß, dass es verdammt viele härtere Schicksale und Lebenswege gibt und mein Gejammere wirklich unangebracht ist.


Ich versuche, mich auf die vielen kleinen positiven Dinge zu konzentrieren, und mich wieder aufzurichten. Das geht auch gut - so lange, bis wieder eine Rechnung ansteht und ich weiß, dass ich nächsten Monat wieder kaum etwas unternehmen kann. Neben meinem Studium und meiner Unternehmensgründung habe ich versucht, diesen Sommer einen Sommerjob zu bekommen. Es war grauenhaft. Die einzige gute Stelle wollte mich gleich für 12 Monate "verpflichten" und hat mir daraufhin abgesagt, weil ich nicht versprechen konnte, auch wirklich so lange im Voraus für einen Minijob planen zu können. Der Rest war echt unter aller Sau. Zum Beispiel Zeitarbeitsfirmen, die einen in Schichtdienst mit 6,25 Euro pro Stunde stecken wollen. Hier versteckt sich ebenfalls eine kleine Beichte. Ich habe mich nie auf irgendwelche "Service" oder Kellnerjobs beworben. Ich kann einfach nicht im Service arbeiten, es ist nichts für mich. Also möchte ich auch noch beichten, dass ich ein zu großes Ego habe, was mir im Weg steht, einen "normalen" Minijob anzunehmen. Keine Ahnung, ob das hier irgendjemand nachvollziehen kann.

Beichthaus.com Beichte #00033877 vom 03.09.2014 um 19:00:04 Uhr (9 Kommentare).

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Der böse Staat ist schuld!

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Aggression Gewalt Hass Zorn

Ich hasse die Schwester (25) meiner Freundin abgrundtief und ich würde ihr liebend gerne - obwohl ich Gewalt verabscheue - mal das Gesicht polieren. Sie ist eine arbeitslose Mutter, die andauernd über den Staat meckert, Ausländer abgrundtief hasst und überall Verschwörungen […]
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Beichthaus.com Beichte #00033872 vom 02.09.2014 um 21:11:32 Uhr (21 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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I am taking a shit

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Peinlichkeit Ekel WG

Um meine Sprachkenntnisse zu verbessern, bin ich zurzeit in den USA und bleibe auch noch einige Monate hier. In den vergangenen paar Wochen, in denen ich nun schon hier bin, habe ich einen echt tollen Mann kennengelernt. Wir sind beide gleich alt, können stundenlang miteinander reden, haben dieselben Wünsche und Ängste und er macht mich einfach nur glücklich. Seit wir uns kennen, verbringe ich jede freie Minute mit ihm. Also ziemlich oft, da wir beide Studenten sind. Glücklicherweise verstehe ich mich auch super mit seinen sieben Mitbewohnern und sie haben nichts dagegen, dass ich praktisch bei ihnen wohne. Wie das so ist, mit so vielen Mitbewohnern, waren alle Badezimmer besetzt. Deswegen kam mein Freund in das Badezimmer, in dem ich gerade duschte. Als ich den Duschvorhang zurückzog, sah ich ihn auf dem Klo sitzen. Sein Kommentar "I'm taking a shit." Hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt. Ich mag diesen Mann wirklich unglaublich gerne, aber ich werde ihm niemals verzeihen, dass er die Backen keine fünf Minuten länger zusammenkneifen konnte.

Beichthaus.com Beichte #00033866 vom 02.09.2014 um 07:16:18 Uhr (21 Kommentare).

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