Die Zivilcourage eines Kiffers

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Waghalsigkeit Drogen Polizei

Ich (w/29) möchte heute beichten, dass ich als 17-Jährige in einer verrückten und waghalsigen Situation die Polizei zur Hilfe gerufen habe, obwohl das mehr als dämlich war. Aber ganz von vorne: Ich lebe in einer ruhigen gutbürgerlichen Ecke einer Großstadt - familienfreundlich, viel Grün, sauber. Doch fährt man die Straße 10 Minuten weiter, eröffnet sich sozusagen eine andere Welt. Es ist der benachbarte Ort, einer der schlimmsten und berüchtigtsten in dieser Stadt, war sogar bundesweit in den Schlagzeilen. Es ist dreckig, kriminell und gefährlich. Doch ich, das anständige Mädel, das brav sein Abitur machte und fleißig lernte, habe dort meine Freizeit verbracht und bin damals auch gelegentlich hingefahren, um etwas zum Rauchen zu kaufen. Eines Abends habe ich mich mit meiner besten Freundin getroffen, wir haben gemeinsam etwas getrunken, gequatscht und beschlossen, mit dem Bus in den "bösen Stadtteil" zu fahren und etwas zu kaufen, bevor wir dann in die Innenstadt gehen und mit den anderen losziehen.


Wir sind in den Bus gestiegen und alles lief wie geplant. Wir haben dann, bevor wir den Bus zurückgenommen haben, noch schnell einen gedreht und in einer Ecke nahe der Haltestelle geraucht. Bereits da fiel mir ein Mann auf, der ca. 30 Meter weiter bereits an der Bushaltestelle stand. Er war offensichtlich betrunken, hatte eine Bierflasche in der Hand und pöbelte die dort stehenden Leute an. Er fluchte laut und schüchterte die Leute total ein. Alle schauten weg, doch er ließ nicht locker. Er schrie rum, fuchtelte mit der Flasche und ging auf die Leute zu. Der Bus kam, alle stiegen ein und er natürlich, plötzlich mit Fahrrad, auch. Im Bus belästigte er weiter die Leute. Meine Freundin und ich saßen im hinteren Teil und hatten alles im Blick, mischten uns aber nicht ein. Ich muss dazu sagen, dass wir beide zwischenzeitlich ziemlich high waren. Der Mann war aber eine Gefahr, lief im Bus rum, setzte sich neben Frauen und redete aggressiv wirres Zeug. Keiner sagte etwas, der Busfahrer schaute weg.


Ich sah meine Freundin an und sagte ihr: "Ich rufe jetzt die Polizei." Sie schaute mich irritiert an: "Du kannst doch jetzt nicht die Polizei anrufen. Wir sind beide total dicht, haben knallrote Augen und die Taschen voller Gras!" Dann aber fand sie die Idee irgendwann doch gut und ich wählte die 110. Ich erklärte dem Beamten die Sachlage, dass Fahrgäste massiv belästigt werden und er völlig betrunken und unberechenbar ist. Ich teilte natürlich dann mit, dass wir in einem fahrenden Bus sitzen und er fragte mich noch, an welcher Haltestelle wir uns gerade befinden. Dann sagte der nette Beamte, dass sie sich darum kümmern und legte auf. So langsam begriff ich, was ich getan hatte, fragte mich aber noch, was die Polizei vorhat.


Keine 15 Minuten später hörte ich eine Polizeisirene, die immer lauter wurde, und dachte mir nichts weiter dabei. Es war wie im Film: Der Bus blieb plötzlich stehen, vor ihm ein Streifenwagen. Drei stämmige Beamte stürmen in den Bus. Der Busfahrer hat vielleicht geguckt. Ich, im hinteren Abteil sitzend, winke hackedicht die Beamten herbei. Meine Freundin war erstarrt und hat nichts gesagt. Einer der Polizisten fragt uns, was los war, während sich die anderen zwei den Besoffski zur Brust genommen haben. Ich plauderte drauf los, wie wichtig Zivilcourage ist, dass man hinsehen muss und so weiter. Der Beamte sagte daraufhin: "Wenn doch ein paar mehr Bürger so wären, hätten wir weniger Sorgen", wünschte noch einen schönen Abend, lächelte, gab mir meinen Ausweis wieder und ging zu den anderen. Die drei Polizisten beförderten die Schnapsdrossel, die nun in allen möglichen Sprachen rumfluchte, samt Fahrrad nach draußen und zerrten ihn in den Wagen. Der Bus fuhr kurz darauf weiter und es war Ruhe. Die hatte ich mir auch ganz mutig erkämpft! Mit mehr Glück als Verstand!

Beichthaus.com Beichte #00035907 vom 11.06.2015 um 22:39:50 Uhr (7 Kommentare).

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Lügen über meine Vergangenheit

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Lügen Falschheit Peinlichkeit Partnerschaft

Ich möchte hiermit beichten, dass ich meine Freundin seit dem Beginn unserer Beziehung belüge. Ich (m/Mitte 20) bin zwar nicht hässlich, aber auch nicht gerade der Traumtyp von Mann, sehe also eher normal aus. Mein Problem war es allerdings für lange Jahre, dass ich nicht mit Frauen reden konnte, obwohl ich ansonsten alles andere als schüchtern bin. Ich habe auch kein Problem damit, mit Frauen, mit denen ich befreundet bin, zu reden, nur wenn es um mehr gehen sollte, habe ich immer den Schwanz eingekniffen. Das Ganze führte dazu, dass ich mit 21 noch Jungfrau war und begonnen habe, Sex mit Prostituierten zu haben, von welchen ich auch entjungfert wurde. Nachdem ich dann meine Freundin kennengelernt habe, kam natürlich auch irgendwann das Thema Ex-Beziehungen auf. Während dieses Gespräches erzählte ich ihr, dass ich im Alter von 17 mein erstes Mal hatte und ihr keine Bilder meiner Ex-Freundinnen zeigen kann, da ich mit diesen nicht mehr in sozialen Netzwerken oder sonst irgendwie in Kontakt stehe. Auch auf die Frage nach Namen habe ich geantwortet, dass ich ihr keine nennen möchte, da ich mit den Themen abgeschlossen habe.


Nachdem sie penetrant genug war, habe ich ihr den Namen einer ehemaligen Bekannten aus einem anderen Teil Deutschlands genannt, was sie wohl vorerst zufriedenstellt. Meine Angst ist nun, dass sie diese Lügen irgendwann aufdeckt - vor meinen Kumpels habe ich auch immer wieder Geschichten erfunden, da ich in einem anderen Bundesland arbeite, war das kein Problem - und sie mir nicht mehr vertraut. Gerade meine Geschichten mit den Prostituierten dürfte sie ziemlich stören, auch wenn davon, außer mir und den käuflichen Damen, niemand weiß. Ich hoffe, dass mir meine Lügen vergeben werden.

Beichthaus.com Beichte #00035873 vom 06.06.2015 um 17:38:03 Uhr (13 Kommentare).

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Die biologische Uhr tickt!

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Verzweiflung Selbstsucht Falschheit Partnerschaft Schwangerschaft

Ich habe angefangen meine Beichte zu schreiben und nach 30 Minuten festgestellt, dass die Details eigentlich unwichtig sind, hier also die - emotionslose - Kurzfassung: Ich bin 28 und seit drei Jahren unglücklich verheiratet. Ich bin mir sicher, dass wir nicht für immer zusammenbleiben, möchte aber beichten, dass ich ihn nicht verlassen will, bevor wir ein Kind haben. Natürlich war es nie mein Traum, alleinerziehende Mutter zu sein, aber ich habe einfach angst, dass, wenn ich jetzt gehe, mir mein Kinderwunsch verwehrt bleibt oder erst sehr spät in Erfüllung geht. Wenn ich jetzt gehe, wer weiß, wie lange es dauert, bis ich wieder jemanden finde, den ich lieben kann und er mich. Bis man alles von Anfang an durchkaut und am Punkt zur Heirat und Kinder kriegen ankommt. Wenn ich überhaupt je wieder dieses Glück haben sollte.


Deshalb bleibe ich bei meinem Mann, bis ich schwanger bin, und danach mal sehen, wie lange es geht. Mein Wunsch wäre natürlich, dass wir alles wieder hinkriegen, ich habe ihn ja mal über alles geliebt. Aber er verweigert eine Paartherapie oder sonstige Änderungen seinerseits in unserer Ehe und deshalb gehe ich davon aus, dass es über kurz oder lang in die Brüche geht, und beichte, dass ich trotzdem ein Kind von diesem Mann bekommen werde, ganz einfach weil meine biologische Uhr tickt. Wie gesagt ist das jetzt alles sehr emotionslos geschildert, es ist natürlich mit viel Herzschmerz und Tränen verbunden, aber die Details wären hier einfach zu viel.

Beichthaus.com Beichte #00035871 vom 06.06.2015 um 14:48:06 Uhr (28 Kommentare).

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Seitensprung vs. Seitensprung

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Fremdgehen Aggression Schamlosigkeit Partnerschaft

Meine Freundin und ich stecken in einer tiefen Beziehungskrise. Vor einem halben Jahr betrog ich meine Freundin innerhalb von drei Tagen zwei Mal. Es war zugegeben sehr dumm von mir und ich sah das auch nach einiger Zeit ein. Als aber mein bester Freund seiner Freundin von meinen One-Night-Stands erzählte, die wiederum meiner Freundin alles erzählte, fing der ganze Schnee an zu schmelzen. Und ist der Schnee erst einmal weg, sieht man die Kacke. Meine Freundin war bitter enttäuscht von mir, zumal ich von außen hin immer den Traummann spielte. Sie war wirklich kurz davor, mich zu verlassen, bis ich ihr Zugeständnisse gemacht habe. Um meine beiden Fehltritte zu entschuldigen, bot ich ihr zwei Fremdgehereien für lau an. Das heißt, sie durfte zwei Mal mit irgendwelchen Männern schlafen, ohne meine Zustimmung einzuholen. Beim ersten Mal bekam ich es nicht mit, da sie es mit einem Arbeitskollegen während der Arbeitszeit trieb. Jedoch beim zweiten Mal flogen gewaltig die Fetzen.


Ich war samstags zu Hause und schaute mir genüsslich um sieben Uhr ein Bundesligaspiel an. Meine Freundin brachte dann so einen dahergelaufenen Afrikaner mit, der klischeehafterweise einen Monsterdödel besaß. Sie gingen zunächst ins Schlafzimmer, weshalb ich Böses ahnte. Ich aber hoffte auf die Vernunft meiner Lebensgefährtin, ihr Fremdgehen nicht in meinem Dasein einzulösen. Es passierte wirklich eine Zeit lang nichts, was mich froh stimmte. Irgendwann, es war wohl inzwischen acht Uhr, meine Lieblingsmannschaft lag mal wieder zurück und ich schaltete den Fernseher aus, wohl wissend, dass das Spiel noch nicht vorbei war. Ich ging dann in die Küche, von wo ich auch ein Stöhnen vernahm. Aus einer Mischung von Eifersucht und Fremdenhass ging ich ins Schlafzimmer. Ich traute meinen Augen nicht, als ich sie einen Schwanz reiten sah, der meinem um Längen überlegen war. Plötzlich war es durch mit mir, sodass ich laut "Weg von meiner Freundin, du beschissener Neger!" schrie. Auch meine Freundin bekam einige unschöne Wörter an den Kopf geschmissen. Der Stecher verließ dann schnell und wortlos die Wohnung. Meine Freundin und ich stritten stundenlang, bis wir müde wurden.


Am nächsten Morgen war sie plötzlich nicht mehr da, auch ihre Kleidung nicht. Eine Nachricht brachte schließlich Aufklärung. Sie verließ mich und wollte die nächsten Tage bei ihrer Freundin verbringen. Seitdem sind einige mit Gewissensbisse geplagten Wochen vorüber. Ich vermisse sie schon richtig und würde es auch wieder gut machen, nur dieses Mal mit einem vernünftigen Vorschlag. Bitte vergebt mir meine One-Night-Stands und vor allem meinen Rassismus.

Beichthaus.com Beichte #00035822 vom 30.05.2015 um 13:21:35 Uhr (42 Kommentare).

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Tut mir leid lieber Prospekt

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Manie Neurosen

Samstags bekomme ich immer ein Bündel mit Prospekten, das in Kunststoff eingeschweißt ist. Da sind immer recht viele Prospekte drin, von denen ich nicht alle verwenden kann, weil ich zum Beispiel gerade keine Möbel brauche oder manche Läden nicht in der Nähe sind. Ich beichte, dass ich dann Mitleid mit den Prospekten habe und sie trotzdem einmal durchblättere. Komme ich nicht dazu und einige wandern wie neu ins Altpapier, entschuldige ich mich vorher bei den Prospekten dafür, dass ich sie ungelesen wegwerfe. Ich entschuldige mich auch bei Nahrungsmitteln, die verdorben sind und entsorgt werden müssen, was ich stets zu vermeiden versuche. Generell empfinde ich für viele Gegenstände Mitleid und hebe im Laden auch runtergefallene Produkte auf, weil sie mir leidtun. Vermutlich habe ich eine Macke.

Beichthaus.com Beichte #00035722 vom 16.05.2015 um 17:51:34 Uhr (21 Kommentare).

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