Das Grab des Kotzbrockens

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Vandalismus Ekel Schamlosigkeit Tod Chef Mindelheim

Ich (m/20) habe etwas getan, was ich sehr bereue. Um zu erklären warum, muss man wissen, dass ich keine tolle Lehrzeit hatte. Ich musste extrem viele körperliche Anstrengungen auf mich nehmen, obwohl es sich um eine Ausbildung zum Baustoffkaufmann handelte. Der damalige Seniorchef des Unternehmens steckte mich ins Lager und ich musste täglich mehrere Tonnen Steine und Fliesen für Ausstellungszwecke stapeln, umstapeln, wieder einlagern und so weiter. Ich war damals schon recht pummelig und nach Feierabend körperlich meist vollkommen am Ende. Die kaufmännische Seite wurde zügig abgehandelt. Die Kolleginnen und Kollegen wurden von ihm ebenfalls sehr hart herangenommen. Unbezahlte Überstunden, sich anschreien lassen etc. Ich habe mich trotzdem durchgebissen, allerdings gleich nach der Ausbildung den Arbeitgeber gewechselt. Mein ehemaliger Seniorchef ist jetzt vor einigen Wochen gestorben.


Aufgrund der Todesnachricht habe ich am Wochenende nach der Beerdigung ein rauschendes Fest in meinen Partykeller veranstaltet. Ich habe gemeinsam mit 15 damaligen Kolleginnen und Kollegen Bier, Wodka und Chips besorgt. Einer hatte mehrere Bilder des Alten mitgebracht. Ein Bild haben wir auf meine Dartscheibe geklebt und unter lautem Gelächter darauf geworfen. Ein anderes wurde ins Klo gelegt, darauf stand: "Du hast uns lange genug angepisst und zusammengeschissen", teilweise habe ich gar nicht so mitbekommen, was alles mit den Bildern geschehen ist, es war allerdings überall Gelächter. Gegen zwei Uhr waren praktisch alle Partygäste völlig betrunken. Jetzt kommt das, was mich so beschäftigt. Eine der aktuellen Auszubildenden kam dann auf die Idee, zum Friedhof zu gehen und ihn dort zu besuchen. Dort haben wir eine ganze Menge leerer Flaschen auf seinem frischen Grab zur Deko abgelegt und das durchlöcherte Dartbild ans Holzkreuz gepinnt. Selbstverständlich wurde auch uriniert, einer hat sogar auf das Grab gekotzt. Unter lautem Gelächter sind wir wieder zurück und über das abgeschlossene Tor geklettert. Irgendwie war es richtig geil, andererseits schäme ich mich inzwischen dafür.

Beichthaus.com Beichte #00034326 vom 15.11.2014 um 18:22:24 Uhr in Mindelheim (27 Kommentare).

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Sitzplatzreservierung im Zug

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Schamlosigkeit Engherzigkeit Bahn & Co.

Sitzplatzreservierung im Zug
Ich (m/22) habe mich vor Kurzem im Zug etwas unhöflich benommen. Es war endlich Wochenende, und wie das so ist, wollte ich mit dem Zug zu meinen Eltern fahren. Da die Fahrt von Stuttgart bis nach Braunschweig mehrere Stunden dauert und ich zur Rush-Hour fahren wollte, habe ich mir eine Sitzplatzreservierung gegönnt. Im Nachhinein eine gute Entscheidung, denn der Zug war tatsächlich richtig voll! Natürlich habe ich mich innerlich gefreut und mich gut gefühlt, da ich einen Platz am Fenster hatte, während die anderen Schulter an Schulter stehen mussten. Eine Station später kamen zwei ältere Damen in den Zug, die die Fahrt scheinbar nicht stehend im Zug verbringen konnten.

Sofort gingen sie zu mir, da ich scheinbar noch jung bin und auch ruhig stehen könnte, und fragten mich, ob ich den Platz für sie räumen könnte. Meinen Sitznachbarn konnten sie klein kriegen, aber ich lasse mir das nicht gefallen! Zu denen sagte ich nur: "Sie wissen doch nicht erst seit heute, dass sie nicht lange stehen können. Wenn sie so dringend einen Platz brauchen, hätten sie sich einen reservieren sollen. So wie ich das getan habe." Plötzlich richtete sich alle Aufmerksamkeit auf mich. Meine Mitfahrgäste beschuldigten mich wegen fehlenden Respekts vor älteren Leuten und warfen mir Schimpfworte zu. Ich jedenfalls sah mich nicht in der Schuld. Das sahen zum Glück auch die Zugbegleiter so. Tja, Pech gehabt, ihr alten Damen. Wer in Deutschland etwas will, muss eben zahlen!

Beichthaus.com Beichte #00034321 vom 14.11.2014 um 17:45:27 Uhr (54 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Die Rache eines Mobbingopfers

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Rache Zorn Schule

Ich erinnere mich an eine Geschichte aus meiner Vergangenheit, die mir heute sehr leidtut. Früher war ich an einer Hauptschule. Zu Beginn der siebten Klasse fing ein Mitschüler an, mich immer weiter zu mobben. Es fing an mit solchen Sachen, dass er jedem Arbeitsblätter austeilte und nur mir keines gab, damit ich es unter dem Gejohle der Klasse vom Tisch vorne holen muss. Dann beleidigte er mich oder fing an, laut und verächtlich über mich zu reden, wenn ich in der Nähe war. Er trieb das Spiel immer weiter und ich hatte kaum noch Lust, in die Schule zu gehen. Bescheuert, wie die in der Klasse damals waren, hat sich das Blatt sofort gewendet, als er sich seltsam benommen hat. Er fing an, sich die Beine zu rasieren, die Augenbrauen zu zupfen und hatte sogar Kataloge für Männerunterwäsche in seinem Rucksack.


Naja, auf jeden Fall habe ich ihn wegen alldem vor der Klasse aufgezogen, ihm permanent blöde Sprüche zugeworfen und ihn verarscht, wo es nur ging. Auf einmal war ich der gefeierte Held und er wurde von der gesamten Klasse ausgelacht. Ich habe dies nicht aus Spaß gemacht, sondern weil ich einfach auf Rache aus war. Ihn genauso demütigen wie er mich, das war mein Ziel und meine Genugtuung. Im Gegensatz zu mir ist er dann nach einiger Zeit heulend zusammengebrochen und war danach für mehrere Monate in einer Psychiatrie. Heute, acht Jahre später, tut mir die ganze Sache leid. Das Einzige, was die Sache gebracht hat, waren zwei Opfer von Mobbing und sonst nichts. Genugtuung bringt Rache zumindest nicht. Inzwischen bin ich gegen Homophobie und gegen Mobbing aktiv und hoffe, mein damaliges Verhalten wenigstens ein bisschen gut machen zu können.

Beichthaus.com Beichte #00034267 vom 06.11.2014 um 15:01:49 Uhr (11 Kommentare).

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Mein Stiefbruder, der Vergewaltiger

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Missbrauch Hass Gewalt

Im Sommer 2005 zog ich, damals ein naives 13-jähriges Mädchen, gemeinsam mit meiner Mutter zu ihrem neuen Freund, der einen Bauernhof besaß. Er hatte auch einen damals 15-jährigen Sohn, braun gebrannt, muskulös, hübsch, ein echter Schönling eben. Leider war er […]
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Beichthaus.com Beichte #00034251 vom 04.11.2014 um 14:11:31 Uhr (22 Kommentare).

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“Beichte

Spender für das Lesben-Pärchen

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Lügen Falschheit Selbstsucht Sex Kirn

Ich (m/60, verheiratet und sterilisiert) habe vor einigen Jahren ein Lesben-Pärchen kennengelernt. Wir waren sofort sehr offen zueinander und nach kurzer Zeit kam von dem Pärchen der Wunsch an mich, dass egal, ob die eine oder die andere der beiden Frauen ein Kind […]
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Beichthaus.com Beichte #00034250 vom 04.11.2014 um 13:57:50 Uhr in 55606 Kirn (Bahnhofstrasse) (15 Kommentare).

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