Ablehnung von allen Seiten

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Verzweiflung Hass Kollegen

Ich habe mich in meinem Leben noch nie so wertlos gefühlt. In meinem Job sieht es keiner, wenn ich mich engagiere, aber wenn mir ein Fehler unterläuft, ist das ein Riesendrama und Thema Nummer eins. Im vergangenen Jahr habe ich mich in meinem Job extrem engagiert, habe Zusatzarbeit geleistet, mich für Dinge freiwillig gemeldet immer wenn es die Gelegenheit dazu gab, habe bei allem mitgemacht, bei dem man mitmachen konnte. Die Beförderung blieb dann jedoch aus und jemand anderes bekam sie, der bei weitem nicht so viel gemacht hatte wie ich. Es schmerzte besonders, weil diese Person davor immer meinte, dass sie neben mir blöd dastehe, weil sie sich kaum engagiert und ich immer bei allem mitmache. Leider bin ich etwas zurückhaltend, sodass ich nicht mit allen total dicke bin, und dadurch falle ich halt auch nicht auf. Ich weiß nicht, ob das das Problem ist, aber es ist frustrierend, weil ich es einfach nicht schaffe, mich dahingehend zu ändern. Seit meiner Kindheit versuche ich, dagegen anzukämpfen. Aber ich bleibe unscheinbar und scheinbar für manche unsichtbar. Mich grüßen viele Kollegen noch nicht einmal von sich aus, sie antworten nur, wenn ich grüße. Ich hasse meine zurückhaltende Art, schaffe es aber nicht, mich zu ändern. Ich wurde als Kind gemobbt und bin dadurch sehr unsicher geworden und kann es nicht ablegen.

Nun ist mir bei der Arbeit ein Fehler unterlaufen und normalerweise sollte man ja jetzt denken "Nicht schlimm, achtet ja eh keiner darauf, was ich tue". Aber nein, das haben natürlich alle bemerkt und haben dafür natürlich null Verständnis. Jetzt redet eine Kollegin nicht mehr mit mir und die anderen sind auch völlig fassungslos, wie jemand nur so nachlässig sein kann wie ich (ich habe nicht mitbekommen, dass ich etwas tun sollte und es nicht erledigt, weshalb eben diese Kollegin es spontan tun musste). Ich habe mich wirklich sehr entschuldigt und gezeigt, wie sehr es mir Leid tut und dass ich nicht verstehe, wie mir das passieren konnte. Ich könnte mir deswegen in den Arsch beißen und ich musste mir bei der Arbeit den Rest des Tages die Tränen unterdrücken und bin heulend nach Hause gefahren. Ich halte diese Ablehnung von allen Seiten nicht mehr aus und entwickle gerade einen extremen Selbsthass. Am liebsten würde ich im Erdboden versinken und für immer verschwinden.

Beichthaus.com Beichte #00041841 vom 15.05.2019 um 14:46:56 Uhr (17 Kommentare).

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Die lackierte Plakatwand

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Wollust Schamlosigkeit Sindlingen

Ich (m/29) habe mir letzte Woche etwas erlaubt, worauf ich überhaupt nicht stolz bin. Ich bin ein kleines Stück mit dem Zug gefahren, um mich mit dem Dealer meines Vertrauens zu treffen, um mir etwas Gras zu holen. Er hatte sich verspätet und so musste ich etwas Zeit totschlagen. Bescheuert wie ich war, habe ich den Porno weiter geschaut, der noch im Browser meines Handys aufgerufen war. Ich wurde so rallig, dass ich mich nach einigem Zögern entschied, Deckung hinter einer Werbewand zu suchen (keine Menschenseele am Gleis) und dort ordentlich abzuspritzen. Ich war so geil, dass es wirklich nur einen kurzen Moment dauerte und beobachtet hat mich auch niemand. Ich finde es wirklich eklig, soetwas von anderen Leuten zu lesen, aber in all meiner Erregtheit selbst in der Öffentlichkeit das Wichsen nicht lassen konnte. Ich führe übrigens eine gut laufende Beziehung mit häufigem und gutem Sex, was eher kaum eine Rechtfertigung für das Wichsen hinter der Plakatwand ist.

Beichthaus.com Beichte #00041839 vom 14.05.2019 um 07:45:32 Uhr in Sindlingen (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Selbstgespräche

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Peinlichkeit Manie Memmingen

Ich (w/22) führe Selbstgespräche. Also eigentlich schon mein Leben lang. Wenn mich irgendetwas beschäftigt oder ich über etwas nachdenke, bespreche ich das quasi mit mir selber. Also ich stelle mir dabei keine andere Person vor, sondern spreche einfach nur das, was ich gerade denke laut aus. Die meisten Probleme mach ich auch so mit mir selbst aus, ich brauche wenig Ratschläge von anderen Personen. Liebeskummer z.B. hab ich so am besten überwunden. Ich frage mich immer, ob das normal ist oder mal im Kindesalter etwas passiert ist was das ausgelöst hat. Ich weiß nur, dass mein Bruder das auch macht. Vielleicht ist das auch in den Genen ich weiß es nicht.

Auf jeden Fall hab ich immer Angst ertappt zu werden weil ich nicht weiß wie andere darauf reagieren. Es gibt von Selbstgesprächen ja verschiedene Arten. Beim Arbeiten zum Beispiel, aber bei mir ist das wirklich, als würde ich mit einer anderen Person über verschiedene Themen reden. Ich stelle mir aber niemanden vor. Ich wollte das jetzt einfach mal loswerden, weil außer meinen Eltern das keiner weiß. Nicht mal mein Freund.

Beichthaus.com Beichte #00041837 vom 10.05.2019 um 11:37:13 Uhr in Memmingen (11 Kommentare).

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Die Friedhofsfotografin

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Morallosigkeit Zwang Manie Hanau

Ich beichte, dass ich ab und an über Friedhöfe gehe und Gräber abfotografiere, um Daten zu sammeln. Das Sammeln von Todesdaten beruhigt mich, weil es eine reine Routine darstellt, die durch nichts unterbrochen werden kann. Die meisten Daten entnehme ich allerdings via Internet. Angefangen habe ich damit 2004, als ich 14 Jahre alt war. Ich besuchte oft mit meinen Eltern das Grab meiner Oma und so bekam ich eine besondere Beziehung zum Thema Tod. Heute weiß ich, dass ich Autistin bin und kann mir daher dieses Verlangen nach der Routine erklären. Zudem warte ich auf meinen eigenen Tod, weil ich nicht gewollt bin.

Die Fotos an sich interessieren mich eigentlich gar nicht und ich lösche sie auch wieder, nachdem ich mir die Daten abgeschrieben habe. Zugriff auf die Daten hat keiner und es interessiert auch niemanden. Sie sind handschriftlich verfasst und nicht hackbar. Zudem erlischt das Persönlichkeitsrecht nach dem Tod. Einmal, als ich über einen Friedhof ging und die Gräber abfotografierte, beschwerten sich einige Friedhofsbesucher bei mir über mein Verhalten. Ich fand daran nichts Falsches.

Das Sammeln von Daten zu privaten Zwecken ist erlaubt und der Friedhof ist ein öffentlicher Platz. Folglich darf ich dort nach geltender Rechtsprechung Fotos machen. Selbst der Grabstein an sich gilt in Deutschland als Kunstwerk und darf daher ohne Probleme abfotografiert werden, da er auf einem öffentlichen Grundstück steht. Gleiches Verfahren bei Skulpturen etc. in Parks und auf sonstigen öffentlichen Grundstücken. Wenn ich mal in meinem Grab liege, hätte ich auch nichts dagegen, wenn mein Grab abfotografiert wird und ich hätte auch nichts dagegen, wenn Bilder von den Gräbern meiner Verwandten archiviert werden. Ich sehe es so, dass Gräber irgendwann sowieso geebnet werden, um Platz für Neue zu schaffen. Mit Fotos hat man dann wenigstens noch Erinnerungsstücke.

Beichthaus.com Beichte #00041835 vom 10.05.2019 um 01:46:28 Uhr in Hanau (41 Kommentare).

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“Beichte

Süchtig nach Nasentropfen

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Sucht Gesundheit Frankfurt

Ich beichte, dass ich seit meiner Ausbildung im Krankenhaus süchtig nach Nasentropfen bin und gar nicht mehr ohne sie leben kann. Alles begann damit, dass ich sehr stark erkältet war und mein damaliger Hausarzt mir eine Behandlung verweigerte. Warum, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich sehr starke Halsschmerzen hatte, die sonst nie so stark gewesen waren. Es muss wohl irgendein Krankenhauskeim gewesen sein. Dann folgte der übliche Verlauf, mit dem lästigen Nasenlaufen und zuschwellen. Ich nahm wie immer die Tropfen und dachte mir nichts dabei, als ich sie länger brauchte. Damals glaubte ich, das käme von der starken Erkältung. Seit diesem Vorfall kann ich nicht mehr aufnehmen sie zu nehmen. Ich brauche sie mehrmals täglich.

Die gesundheitlichen Risiken sind mir bekannt, da ich selbst Arzneimittellehre in meiner Ausbildung hatte. Ich habe schon verschiedene Sachen ausprobiert. Einmal kalter Entzug einen Monat lang, aber das brachte nichts. Dann ging ich zu einem Arzt, der mir auch erklärte, dass ein kalter Entzug bei mir nicht funktionieren würde, da sich die Bakterien chronisch in meiner Nase manifestiert hätten, also vom Körper nicht mehr vollkommen beseitigt werden könnten. Ich bekam daraufhin Kortison, dass aber leider nicht richtig eingestellt wurde. Ich bekam einfach gleich die höchste Dosis verschrieben. Binnen einer Woche bekam ich heftigste Kopfschmerzen und meldete mich wieder bei dem zuständigen Arzt. Jener meinte, ich solle erst zum Neurologen gehen. Wie das so ist, als Kassenpatient erst einen Termin in 2 Monaten. So lange konnte ich unmöglich die Schmerzen aushalten und bat darum um eine andere Verschreibung. Ich wurde nur angeschnauzt, da müsse ich eben durch. Daher brach ich die Therapie ab, weil ich es unmöglich riskieren kann, 20 Schmerztabletten am Tag nehmen zu müssen und das 2 Monate lang. Ich habe es dann noch mit diversen anderen Sprays versucht, aber ohne Kortison werde ich wohl keine Chance haben.

Da ich leider auf Kortison sehr empfindlich reagiere, habe ich bisher keine neue Therapie begonnen. Meine letzte Kortisontherapie war wegen eines Hauttumors. Auch da bekam ich wieder Kopfschmerzen. Nun nehme ich selbst wieder eine Kortisonsalbe wegen desselben Tumors, die aber viel schwacher ist. Ich habe nur nach der Einnahme leichte Kopfschmerzen, aber es ist auszuhalten und kein Vergleich zu den Nebenwirkungen damals.

Zudem bestärkte mich meine Mutter damals noch weiter zu machen, weil sie selber süchtig ist und dies für eine normale genetische Veranlagung erklärte. Eine genetische Veranlagung schließt sich jedoch aus, da es kein menschliches Gen gibt, dass auf den Stoff von Nasentropfen codiert ist (weil es in der Natur nicht vorkommt).

Die Folgen:
Herausgeworfenes Geld, eine chronisch vereiterte Nasennebenhöhle und sozialer Rückzug, weil man als Junkie beschimpft wird, sobald es herauskommt.

*Ich möchte nur noch anmerken, dass Junkies und Medikamentensüchtige zwei paar Schuhe sind. Echte Junkies konsumieren illegale Drogen und zerstören sich damit ihr gesamtes Leben, weil sie weder gesundheitlich arbeiten können, noch haben sie ihr Leben durch den Schwarzmarkthandel im Griff, der oft sehr teuer ist.

Beichthaus.com Beichte #00041834 vom 10.05.2019 um 01:30:35 Uhr in Frankfurt (15 Kommentare).

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