Patschehändchen geben

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Hass Ekel Falschheit Kollegen Arbeit

Ich möchte beichten, dass ich es hasse, wenn meine Arbeitskollegen jeden Morgen in mein Büro kommen und mir alle zur Begrüßung die Hand geben. Die Eine hat ziemlich raue Haut, eine Art Schuppenflechte, die andere hat eine missgebildete Hand und jemand anderes wiederum […]
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Beichthaus.com Beichte #00029622 vom 16.12.2011 um 07:52:00 Uhr (14 Kommentare).

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Der Mann aus Rumänien

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Morallosigkeit

Ich [m] muss etwas ziemlich bösartiges beichten. Mein sechzehntes Lebensjahr war eine sehr nervenaufreibende Zeit für mich. Ich hatte ständig Streitereien mit meinen Eltern und in meiner halbherzig ausgeführten Lehre als Bürokaufmann musste ich mich zusätzlich mit ätzenden Kollegen herumschlagen. Auch war ich damals ein verkappter Pubertärmisanthrop und dementsprechend gingen mir meine Mitmenschen, sowie die Gesellschaft tierisch auf den Geist. Dementsprechend war meine Laune, wenn mich irgendjemand auf der Straße ansprach.
Eines Tages saß ich, wie jeden Abend, nach einem anstrengenden Arbeitstag auf einer Bahnhofsbank und betete verzweifelt, dass der Zug endlich einfährt, damit ich endlich nach Hause darf. Da bemerkte mich ein ausländischer Bettler, der schon zu mir herüberschlürfte und mich um Geld anschwatzte. Ich kannte den Mann schon zu gut, da er mich fast jeden dritten Abend beharrlich ansprach, auch wenn er von mir meistens solange ignoriert wurde bis er aufgab und sich ein anderes Opfer suchte. Seine Masche war immer die selbe: Erst hielt er mir einen folierten Zettel vor die Nase auf dem stand, dass sein Haus in Rumänien von einem Sturm zerstört wurde und er jetzt hier in Deutschland betteln müsste um seine Familie zu ernähren. Nachdem ich den Zettel augenscheinlich gelesen hatte, ging er mir mit einem weinerlichen "Bitte, Bitte" minutenlang auf die Nerven. Mit Reden war nicht viel, da er keinen Brocken Deutsch konnte. Da ich damals einen verdammt schlechten Tag hatte, nahm ich dem Bettler den Zettel einfach mal aus der Hand. Ich schrieb mit meinem Edding ganz groß "Leck mich" darauf und gab ihm den Wisch wieder zurück. Er schaute mich zuerst verwirrt an, verstand aber anscheinend meine Botschaft und zog von dannen. Natürlich sprach er mich nie wieder an. Damals fühlte ich mich richtig gut deswegen. Heute allerdings tut mir diese kaltherzige und miese Aktion schon ziemlich Leid. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00029620 vom 15.12.2011 um 18:01:55 Uhr (21 Kommentare).

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“Folge

Das Fliegengitter

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Lügen Trunksucht Vandalismus Ungerechtigkeit Tiere Berlin

Ich war vor mehreren Wochen mit einigen Freunden unterwegs und wie immer, gab es jede Menge Hochprozentiges. Alle waren gut drauf und der Abend neigte sich dem Ende entgegen. Als ich dann irgendwann nach Hause getorkelt bin, fiel ich auch direkt ins Bett. Alles war gut und ich schlief ein. Nach ein paar Minuten wachte ich plötzlich mit einem unguten Gefühl auf. Ich verspürte einen starken Reiz mich mal gepflegt zu übergeben. Ich merkte auch sofort, dass ich es nicht mehr bis ins Badezimmer im Erdgeschoss schaffen würde. Meine letzte Rettung um nicht mein Bett oder den Teppich vollzukübeln - das Fenster. Als ich das Fenster öffnete sah ich das Fliegengitter. Da mir die Brühe schon wortwörtlich im Halse stand, riss ich das Fliegengitter mit Gewalt auf und entleerte mich aus dem ersten Geschoss unseres Hauses direkt in unseren Garten. Danach ging es mir sehr viel besser und ich ging wieder schlafen.


Am nächsten Morgen entdeckte ich dann das Chaos. Ich habe zwar die meisten Kotzbrocken in den Garten befördert bekommen, allerdings landete einiges auch auf der Fensterbank und in der Heizung. Vom Geruch ganz zu schweigen. Erstmal machte ich mich daran, die Fensterbank und die Heizung zu säubern. Wie es roch, wenn man die Heizung an machte, kann sich wohl jeder vorstellen. Den Rest im Garten beseitigte der Regen. Ein paar Tage später entdeckte mein Vater jedoch das zerrissene Fliegengitter und ich wusste erst mal nicht, was ich sagen sollte. Doch dann kam mir die Idee! Unser Kater. Ich erzählte meinem Vater, dass der Kater das Fliegengitter mit seinen Krallen zerfetzte und mein Vater glaubte mir. Ich kam also super aus der Sache raus. Unser Kater dürfte jedoch ein paar Tage in kein Zimmer, in dem Gardinen oder ähnliches waren. Danke Miezi, dass du mich vor einer verdammt peinlichen Situation bewahrt hast.

Beichthaus.com Beichte #00029619 vom 15.12.2011 um 17:06:52 Uhr in Berlin (Bahnhofsplatz) (10 Kommentare).

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Herr Z.

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Peinlichkeit 50+ Rostock

Ich arbeite als Altenpfleger in einem Pflegeheim und die Arbeit mit den alten Leutchen macht mir auch riesigen Spaß und ist meine Berufung. Ein Problem vieler Bewohner ist die Verstopfung, zum Beispiel durch zu wenig Bewegung oder zu wenig Flüssigkeit. Ein Bewohner, der geistig noch voll fit war und ein besonders liebenswerter Mensch, aber leider nicht mehr gehen konnte, plagte sich nun seit einigen Tagen mit einer solchen Verstopfung. Er saß mehrere Male täglich auf dem Klo, ohne nennenswerten Erfolg. Nach drei Tagen und einer wieder mal ziemlich langen Sitzung, während derer ich ihn natürlich allein ließ, klingelte er vom Klo aus und ich hob ihn mit dem Stehlifter (das ist so eine Art kleiner Kran) vom Klo hoch, putzte seinen Hintern ab und setzte ihn in den Rollstuhl. Dann entdeckte ich in der Toilette den größten Kackhaufen aller Zeiten. Ich drehte mich zu ihm um und sagte: "Herzlichen Glückwunsch, Herr Z., es ist ein kräftiger, gesunder Knabe! Wollen Sie die Nabelschnur durchschneiden?" Er schmunzelte zwar, aber ich glaube, es war ihm sehr peinlich. Ich habe kurz darauf (aus anderen Gründen) das Heim gewechselt und jetzt erfahren, dass er vor kurzem gestorben ist. Es tut mir sehr Leid, dass ich einen Witz auf seine Kosten gemacht habe, den er vielleicht nicht annähernd so komisch fand wie ich. Des Weiteren tut mir auch Leid, dass ich mich auch heute noch darüber totlachen kann.

Beichthaus.com Beichte #00029618 vom 15.12.2011 um 00:36:12 Uhr in 18147 Rostock (Pappelallee) (18 Kommentare).

Gebeichtet von Kastenbrot
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“Beichte

Katze überfahren. Was tun?

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Dummheit Tiere Spittal an der Drau

Ich habe vor ungefähr anderthalb Stunden (22:15 Uhr) eine Katze überfahren. Im Prinzip war es nicht meine Schuld, obwohl der Autofahrer natürlich immer der Schuldige ist. Es war auf einer Bundesstraße, ich bin meine erlaubten 100 km/h gefahren. Dann plötzlich, innerhalb eventuell einer halben Sekunde sah ich noch irgendwas weißes vor meinen vorderen, linken Reifen laufen, dann der Zusammenstoß, ich konnte nicht einmal mehr bremsen. Nach 10 Metern bei der ersten Ausweich- und Umdrehmöglichkeit bin ich sofort zurückgefahren.


Da lag dann die Katze am Boden. Ich habe die Stelle abgesichert, und sah nach der Katze. Aber schon bevor ich eintraf, dürfte sie schon Tod gewesen sein, sie gab keinerlei Zucken mehr von sich. Also musste sie zum Glück nicht leiden, denke und hoffe ich. Es gab keinerlei Blut oder sonstiges, am Auto nur ein paar kleine Kratzer beim Nebelscheinwerfer, welche mir aber herzlich egal sind. Generell war auch kein Verkehr. Es dürfte sich um eine freilaufende Katze handeln, zumindest hoffe ich das, nicht dass ich ein Familienmitglied oder gar die Katze eines kleinen Kindes getötet habe. Zumindest konnte ich sie nicht liegen lassen, oder gar herzlos in den Graben werfen, wie es wohl die meisten getan hätten, wenn sie überhaupt zurückgefahren wären. Zumindest hatte ich noch eine Decke im Kofferraum, darin habe ich die Katze eingewickelt, und mitgenommen. Jetzt habe ich sie, mitsamt Decke, in einer Schachtel verstaut in meinem Garten, es ist einfach schon zu dunkel. Morgen werde ich ihr dann ein Grab schaufeln neben einer alten Eiche.

Dürfte wohl übertrieben oder unnötig wirken, aber ich denke mir, das ist das Mindeste, was ich für diese Katze tun kann. Ich bin wohl nicht wirklich schuldig, es gibt eigentlich nichts, was ich hätte tun können. Hätte die Katze 2 Sekunden länger gewartet; oder wenn sie einige Sekunden früher gelaufen wäre, hätte ich noch eine Notbremsung versuchen können; sie könnte dann wohl noch leben. Die wahrscheinlich größte Ironie daran ist, dass diese Katze meiner Katze sehr ähnlich sieht, oder wohl besser sah. Danke an jeden, der sich durch diesen etwas längeren Monolog durchgequält hat.

Beichthaus.com Beichte #00029617 vom 15.12.2011 um 00:14:44 Uhr in 9800 Spittal an der Drau (B100) (24 Kommentare).

Gebeichtet von CroCop
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