Türschloss knacken

26

anhören

Manie Neugier Waghalsigkeit

Ich (m/21) habe mir kürzlich ein Lockpick-Set bestellt. Für jene, die es nicht kennen: Das ist Werkzeug, mit dem man Schlösser öffnen kann. Es macht wirklich unheimlich Spaß und jedes geöffnete Schloss ist ein Erfolgserlebnis. Von diesem Sport gibt es übrigens auch richtige Meisterschaften. Jedenfalls bin ich natürlich noch nicht besonders gut und übe mich derzeit sozusagen in der Kinderklasse, nämlich bei Vorhangschlössern. Nun bin ich nicht gerade reich und habe deswegen keine Lust mir ständig neue Vorhangschlösser zu kaufen, die eh relativ schnell wieder auf sind. Deswegen schleiche ich seit einiger Zeit dauernd nachts in den Keller und mache mich über die Schlösser der anderen Wohnungsbesitzer her. Wenn ich eines offen habe, dann sperre ich danach wieder zu, picke es wieder und das Ganze von vorn. Ich öffne die Abteile nicht und habe auch kein Interesse etwas zu entwenden.
Allerdings habe ich jedes Mal, wenn ich das mache Angst erwischt zu werden. Und das natürlich auch zurecht, denn wenn mich jemand dabei erwischt wie ich an seinem Schloss rumfummle und ich sage "Ich will nur üben", habe ich wahrscheinlich im besten Fall ein paar Fausthiebe zu erwarten. Trotzdem werde ich unten weitermachen, undzwar so lange, bis ich jedes einzelne Schloss einmal geöffnet habe. Ich kann einfach nicht anders. Interessant ist auf jeden Fall, dass sogar ein Dilettant wie ich, die meisten Vorhangschlösser in einigen Sekunden offen hat.

Beichthaus.com Beichte #00030272 vom 18.09.2012 um 17:18:23 Uhr (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Diktatur im Kindergarten

33

anhören

Hochmut Stolz Ungerechtigkeit Kindergarten Kinder Neustadt am Rübenberge

Ich hatte damals das Glück, sowohl zum richtigen Zeitpunkt geboren worden zu sein, als auch eine liebe Mutti zu haben, weswegen ich erst mit 7 eingeschult wurde. Das machte mich eine ganze Weile zum Ältesten Kind im ganzen Kindergarten. Da es sich um einen Großkindergarten handelte, der vor allem eine nahe gelegene öffentliche Einrichtung und deren Mitarbeiter versorgte, soll das schon was heißen, bei rund 60 Kindern in 5 Gruppen. Im Nachhinein eine absolut tolle Zeit: Die Erzieher waren lieb und äußerst kompetent, das Spielzeugangebot mehr als luxuriös. Jedoch gab es einen Umstand, der mich meine ganzen frühen Jahre verfolgt hatte: Einen Mangel an guten Schaufeln. Dazu muss ich noch sagen, dass es üblich war, erstmal nach dem Mittagessen gemeinsam Zähne zu putzen und dann möglichst schnell ins Freigehege zu stürmen. Auf dem Weg dahin befand sich eine für unsere Verhältnisse damals riesige Box mit allem möglichen an Sandspielkram. Besonders beliebt waren Schaufeln und Spaten. Davon gab es sowohl eine billige, stumpfe Variante, mit der man total mies buddeln konnte, und dann noch die richtig guten Deluxe-Dinger. Wer älter, größer, schneller oder einfach nur harte Ellenbogen hatte, griff sich die guten Teile. Der Pöbel musste den Rest nehmen. Gelebter Sozialdarwinismus im Zwei-Kastensystem!

Als ich dann irgendwann aufgrund der natürlichen Rangfolge in die höhere Kaste aufstieg, entschied ich mich, diesem System ein Ende zu bereiten und entwickelte ein System zur gerechten Verteilung der Schaufeln. Erst mit körperlicher Gewalt etabliert, dann noch ein bisschen Heul-Manipulation mit Hilfe der Erzieher konnte ich unter den Mitkindern durchsetzen, dass die guten Schaufeln von mir und 2 damaligen Freunden (ebenfalls ältere) ausgeteilt wurden. Jeweils 3 Kinder bekamen eine gute Schaufel, womit innerhalb von kleinen Spielgruppen die Verteilung gewährleistet wurde. Wollte einer innerhalb einer Gruppe nicht seinen Spielgefährten die gute Schaufel abgeben, haben wir umgehend exekutiv den Missstand beseitigt. Was keiner wusste: Wir haben uns selbst vorher jeder eine der neuesten und besten Schaufeln beiseite gelegt; natürlich nur als Hoheitsanspruch unserer gütigen Verwaltung!
Im Nachhinein kommt mir das so unglaublich lächerlich wie genial vor, trotzdem möchte ich beichten, dass ich mit 6 Jahren meine erste kommunistische Mikronation erschaffen habe und im guten Glauben meiner Spielgefährten an die gerechte Umverteilung selbst bereichert habe, und das alles mit Hilfe eines ausgewählten Kaders an persönlichen Gefährten. Ich bin mittlerweile absolut unpolitisch.

Beichthaus.com Beichte #00030271 vom 18.09.2012 um 14:24:17 Uhr in Neustadt am Rübenberge (33 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Der zwei Cent Tanker

25

Boshaftigkeit Hass Shopping Ulm

Ich (m/22) ärgere mit meinem Tankverhalten gerne die Kassierer. Beispielsweise tanke ich für 40,02 Euro und bezahle dann mit einem Fünfziger. Meistens bekomme ich 10 Euro zurück, da sie sich wegen den 1 oder 2 Cent nicht die Mühe machen wollen, das Kleingeld zusammenzusuchen. […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00030270 vom 18.09.2012 um 08:28:15 Uhr in 89081 Ulm (Jungingerstraße) (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Körperhygiene meiner Freundin

58

anhören

Ekel Unreinlichkeit Feigheit Steinberg am See

Meine Freundin ist einfach ekelhaft. Es geht um ihre Körperhygiene. Jedes mal wenn wir Sex haben, stinkt das ganze Schlafzimmer nach Arsch. Das ganze Bettlaken ist eingesaut und mit Bremsspuren übersät, weil sie es nicht mal schafft sich richtig den Arsch abzuwischen. Sie stinkt aus dem Mund, weil sie sich nie die Zähne putzt und eine Dusche ist auch nur einmal die Woche drinnen. Nun zu meiner Beichte: Ich bin zu faul, sie deswegen zu verlassen, obwohl ich es eigentlich möchte. Aus reiner Bequemlichkeit, weil ich zu träge bin mir eine Neue zu suchen, lasse ich das ganze Elend über mich ergehen und mir die Bude weiter zustinken.

Beichthaus.com Beichte #00030269 vom 17.09.2012 um 00:34:27 Uhr in 92449 Steinberg am See (Bachstrasse) (58 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Harter Dozent

43

anhören

Faulheit Ignoranz Studentenleben

Ich (m/28) bin wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Uni und neben Forschung auch für die Ausbildung diverser Studenten zuständig. Ich leite eigentlich alles, von Großkursen bis hin zum kleinen Laborpraktikum mit nur 12 oder weniger Teilnehmern. Das macht mir sogar Spaß, auch wenn meine wissenschaftliche Arbeit dadurch zu kurz kommt und das Niveau vieler Studenten sich immer mehr Richtung Gosse entwickelt.
Vor einiger Zeit sollte ich einen ausländischen Studenten betreuen der das reguläre Laborpraktikum scheinbar verschlafen hat aber von meinem wirklich warmherzigen Chef eine zweite Chance bekommen hat. Ich stimmte also meine Arbeit der nächsten zwei Wochen auf diesen Studenten ab. Er erwies sich als nett, neugierig und nicht großartig mehr tollpatschig als alle Studenten seines Semesters. In der zweiten Praktikumswoche fehlte er jedoch zwei Tage unentschuldigt. Daraufhin bin ich zu meinem Chef um ihm zu erklären, dass ich keine zusätzlichen zwei Tage extra für den Studenten aufbringen will, es aber auch nicht einsehe, dass er mit zwei Fehltagen durch den Kurs kommt. Eine Lösung hatte ich auch gleich parat: Am letzten Tag des Praktikums erschien mein Student wieder, jedoch ohne ein Wort der Entschuldigung. Da ich nicht in der Bringschuld war fragte ich auch nicht nach dem Grund seines Fehlens und drückte ihm für jeden der zwei Fehltage einen wissenschaftlichen Artikel in die Hand. Diese sollte er bearbeiten und baldmöglichst vor der versammelten Arbeitsgruppe vortragen.


Was man mir dabei vorwerfen kann? Ich wusste, dass die Artikel für einen Studenten seines Semesters viel zu harte Kost sind. Und ich wusste, dass er den Schein für diesen Kurs dringend braucht, um rechtzeitig seinen Bachelor-Abschluss zu machen. Denn sollte er nach neun Semestern noch immer keinen Abschluss haben, wird er zurück nach Afrika geschickt bzw. abgeschoben. Ich beichte also, dass ich diesem Studenten absichtlich einen großen Stein in den Weg gelegt habe, er sich seitdem nicht blicken lassen hat und ihm mit seinen acht Semester nun langsam die Zeit davon läuft. Eventuell muss ich auch beichten, dass ich es immer wieder so tun würde, da ich es nicht einsehe, dass so viele Studenten denken man könne sich zum Abschluss durchbummeln. Ich habe mir mal sagen lassen, dass ich unter den Studenten als harter Dozent gelte. Ich denke das jedoch nicht. Vielmehr denke ich, dass es den Studenten hierzulande mit ihrer Noteninflation und sinnfreien Studentenprotesten noch viel zu gut geht und sie, anders als Gleichaltrige mit einem regulärem Ausbildungsberuf, keine Ahnung haben was arbeiten bedeutet.

Beichthaus.com Beichte #00030268 vom 16.09.2012 um 22:56:29 Uhr (43 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge