Kleinkarierter Einkaufswahnsinn

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Verschwendung Shopping

Ich (m/47) bin vor einiger Zeit von Gießen nach Kassel gezogen. Insgesamt habe ich mich in der neuen Heimat gut eingelebt, auch mit den neuen Arbeitskollegen habe ich mich angefreundet, nur eins stört gewaltig. Kassel liegt in Nordhessen, also auch nördlich des Aldi-Äquators. Aus diesem Grund gibt es in Kassel auch nur den Aldi-Nord und nicht den viel besseren Aldi-Süd. Wer meint, ich mache aus einer Mücke einen Elefanten, der irrt sich gewaltig. Zwischen den beiden Ketten gibt es teilweise erhebliche Unterschiede. Preislich tun sich zwar beide nichts, doch in Sachen Wohlfühlatmosphäre liegt Aldi-Süd vorne. Die Mitarbeiter sind netter, die Außenfassade sieht moderner aus und vor allem ist der Laden aufgeräumter. Bei Aldi-Nord habe ich immer das Gefühl, unerwünscht zu sein, frei nach dem Motto: "Mache deinen Einkauf und gut ist." Nebenbei gibt es im Aldi-Süd eine bessere Auswahl an Obst und Gemüse. Meine Beichte ist nun, zwei Mal pro Woche extra zum Aldi-Süd nach Marburg zu fahren, der 90 Kilometer von Kassel entfernt ist. Ich weiß, das ist ziemlich krank von mir, solche Strapazen auf mich zu nehmen. Jedoch bin ich es leid, den Aldi-Nord besuchen zu müssen. Traurigerweise wird meine Familie davon auch in Mitleidenschaft gezogen. Sie denken immer, ich würde auf der Arbeit Überstunden machen, dabei bin ich meistens in Marburg einkaufen gewesen. Wenn die wüssten, was ich immer so lange treibe, würden die mich für verrückt halten. Vergebt meinen womöglich kleinkarierten Einkaufswahnsinn.

Beichthaus.com Beichte #00036289 vom 31.07.2015 um 21:00:30 Uhr (27 Kommentare).

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Veredelte Strandbilder

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Masturbation Schamlosigkeit Arbeit

Ich bin Mitglied in einem sogenannten Makerspace, einer Art digitalen Werkstatt. Bei den vielen Rechnern kommt es ab und an vor, dass USB-Sticks vergessen werden, die ich dann durchforste. Manchmal sind nur Daten für Werkstücke drin - die lasse ich liegen. Manchmal findet man aber auch Fotos - ab und an drucke ich ein paar von denen aus, veredele sie mit ein wenig Boysahne, fotografiere das Resultat und lade es anstelle des Originals wieder auf den Stick. Danach wird der Stick in den Makerspace zurückgebracht und in die "lost and found"-Box geworfen. Ich wüsste zu gerne, wie die Besitzer reagieren, wenn sie ihre leicht veränderten Strandbilder finden.

Beichthaus.com Beichte #00036284 vom 30.07.2015 um 17:58:27 Uhr (7 Kommentare).

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Manche Beziehungen beendet man besser!

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Zorn Engherzigkeit Ignoranz Partnerschaft

Ich (w/23) beichte, dass ich ein überhebliches Arschloch bin. Etwa Weihnachten letztes Jahr haben mein Mann und ich uns öfter mit seinem Arbeitskollegen und dessen Freundin getroffen. Sofort hatte ich den Eindruck, dass sie ein ziemliches Flachwasser ist und sie sprach mit ihrem Freund wie ein Stück Scheiße, wobei er mir irgendwie schon leidtat. Jedes Treffen wurde zur Hölle, weil ich das Gefühl hatte, jedes Mal ein Stück mehr zu verdummen. Meinem Mann zuliebe habe ich zu Anfang immer freundlich gelächelt und brav meinen Mund gehalten, bis ich es einfach nicht mehr aushielt und jedes Wort, das an sie gerichtet war, kam überheblich und arrogant aus mir heraus. Wie Sprechdurchfall. Die Alte hat es irgendwann dann auch noch mitgeschnitten und mich gefragt, was ich mir einbilde, und da kam wirklich alles aus mir heraus.


Ich sagte ihr, wie unglaublich scheiße ich sie finde und dass ich es absolut nicht einsehe, ihr Hartz IV zu finanzieren, weil sie einfach zu faul ist, um sich täglich aus dem Bett zu bewegen, während ihr Freund manchmal zehn Stunden und länger auf der Arbeit ist. Außerdem habe ich sie gefragt, ob es wirklich nötig ist, seinen eigenen Partner wie einen Hund zu behandeln und ihm im selben Atemzug gesagt, es sei besser alleine zu sein, als mit so einer niederträchtigen Kröte sein Dasein zu fristen. Mein Mann, sein Arbeitskollege und die alte Schabracke schauten mich wie Eulen an. Ich bin einfach nur aufgestanden, habe meinem Mann gesagt, ich möchte gehen und bin aus der Wohnung raus. Seitdem schreibt mir sein Arbeitskollege fast täglich und ich gebe mir alle Mühe, einen Keil in diese Beziehung zu treiben, in dem Wissen, dass sie sich ziemlich anstrengen muss, um eine neue Bleibe zu finden. Andererseits müssen manche Menschen vor sich selbst gerettet werden. Also beichte ich nicht nur, dass ich überheblich und arrogant bin, denn ich bin eigentlich genauso boshaft wie sie, weil ich bewusst versuche eine Beziehung zu zerstören. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036280 vom 29.07.2015 um 19:55:26 Uhr (11 Kommentare).

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Militante Fleischesser

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Vorurteile Zorn Ignoranz Ernährung Nauendorf

Ich (m/25) beichte, dass mir einige Allesfresser tierisch auf den Sack gehen. Ich selbst bin Vegetarier und mache keine große Sache daraus. Weshalb ich es auch nicht allen auf die Nase binde. Mir hingegen erzählt man gerne, wie viele Berge an Fleisch man verzehrt und dass ich eigentlich so aussehen würde, als würde ich jeden Morgen ein Steak zum Frühstück essen. Man glaubt mir oft auch nicht, dass ich Vegetarier bin, wenn es dann zur Sprache kommt, dass ich Fleisch ablehne. Das Ganze ist darauf zurückzuführen, dass ich zwei Meter groß bin, dank Muskelmasse auch über 100 Kilo wiege und einige Leute irrationaler Weise einen hohen Fleischkonsum für die Wurzel der Maskulinität halten. Oft schon haben mich dann erwachsene Männer mit Fleisch bekehren wollen und gingen mir so dermaßen auf den Sack, dass ich unfreundlich werden musste, damit mein Gegenüber endlich abließ. Man hört oft von militanten Vegetariern - von denen ich nur wenige kennengelernt habe. Dafür habe ich aber schon unzählige militante Müllschlucker und Allesfresser getroffen, die mir auf den Sack gegangen sind und außer Luft nichts in ihren scheinbar aufgepusteten Muskeln haben.


Mir geht dieses Klischee in den Köpfen vom kleinen schmächtigen Vegetarier ziemlich auf den Sack. Ich für meinen Teil kann Gegenstände hochheben, die mehr als 150 Kilo wiegen. Wer von den militanten Würstchenlutschern konnte das auch? Keiner von denen, den ich getroffen habe. Aber alle waren sie sich sicher, dass ich in fünf Jahren an Haarausfall leide. Ich bin, seit ich 17 bin, Vegetarier und habe seitdem eine richtige Matte auf dem Kopf, die ich alle drei Wochen rasiere, da ich meine Haare sehr kurz mag und sie in dieser Zeit schon wieder gewuchert sind. Es nervt einfach! Und seit einigen Jahren bleibe ich auch nicht mehr freundlich, wenn mir irgendwer damit auf die Nerven gehen will. Schließlich ist das mein Leben und ich mache damit, was ich für richtig halte.

Beichthaus.com Beichte #00036270 vom 28.07.2015 um 15:33:27 Uhr in Nauendorf (27 Kommentare).

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Hausfrau und Mutter

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Verzweiflung Selbstsucht Partnerschaft Tiefenbronn

Mir (w/Mitte 20) wird gesagt, dass ich recht ansehnlich bin. Ich beichte allerdings, weil ich dabei bin, meinen Mann zu verlieren und das ganz genau weiß. Und schlimmer noch, sogar selbst daran Schuld bin. Vermutlich liest er das hier über kurz oder lang, da er weiß, dass ich mich hier viel rumtreibe. Aber zum Problem: Bei uns läuft gar nichts mehr, er begehrt mich, ich weiß das auch und er sagt es mir auch oft. Ich habe jedoch schlichtweg vergessen, wie es ist, meine Sexualität auszuleben, mich als Frau wahrzunehmen und so weiter. Ich bin eine richtige Mutti geworden, sorge für alles und jeden, liebe meinen Mann und meine Kinder über alles, freue mich, wenn es meinem Hund gut geht und das Haus glänzt. Darüber hinaus passiert gar nichts mehr bei mir. Ich kann das Ganze nicht mehr abstellen, bin nur noch Mutter und Hausfrau.


Ich habe meinen Mann quasi in die Friendzone gezwungen, obwohl ich das gar nicht wollte. Er leidet unglaublich darunter, was ich absolut verstehen kann, aber das macht es für mich nur noch schlimmer. Ich bin nicht asexuell oder so etwas, und wenn ich mich dann tatsächlich mal überreden lasse, Sex zu haben, habe ich dabei Spaß. Von mir würde aber nie etwas kommen. Das war nicht immer so, hat sich mit den Jahren so entwickelt und jetzt kann ich es nicht mehr abstellen. Heute hatten wir eine Diskussion, in der ich ihm angeboten habe, sich etwas zu suchen, damit er das bekommt, was er braucht. Er lehnt das jedoch ab. Ich weiß aber ganz genau, dass es bei mir vermutlich nicht besser, sondern nur schlimmer werden wird und er irgendwann gar nicht mehr ran darf. Das hat er nicht verdient, er tut alles für mich. Ich weiß, dass er so nicht weitermachen kann, und das verstehe ich. Ich setze meine Ehe aufs Spiel, weil ich vergessen habe, wie es ist, keine Mutter zu sein. Die Mischung aus Nutte für meinen Mann und Mutter für Kinder ist verschwunden und zu einer Hausfrau-Mutti-Mischung geworden. Ich weiß nicht, wie ich das abstellen kann und bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036268 vom 28.07.2015 um 11:43:05 Uhr in Tiefenbronn (16 Kommentare).

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