Mit High Heels auf dem Misthaufen

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Rache Zorn Selbstsucht

Mit High Heels auf dem Misthaufen
Meine beste Freundin und ich träumten schon immer von einem eigenen Bauernhof mit vielen Tieren. Mit Mitte zwanzig, nachdem wir beide mit dem Studium fertig waren, und wir auch beide gerade eine unangenehme Trennung hinter uns hatten, erfüllten wir uns diesen lang gehegten Traum. Wir nahmen einen Kredit auf und kauften uns einen Dreiseitenhof. Nach der Arbeit werkelten wir oft noch bis in die Nacht an unserem Hof herum, kauften uns Tiere, richteten Ferienwohnungen ein und hofften, dass wir irgendwann nur von den Einnahmen des Hofes Leben konnten. Ich bemerkte schon damals, dass ihr die Arbeit oft zu viel wurde, sie murrte und erfand einen Haufen Ausreden, warum sie nicht mitmachen konnte. Ich war des Öfteren insgeheim enttäuscht von ihr, konnte sie aber auch verstehen. Die Arbeit auf dem Hof war hart und nahm fast unsere gesamte Freizeit in Anspruch. Dafür gelang es uns bald, den Hof in die Gewinnzone zu fahren und dort zu halten. Die Einnahmen stiegen irgendwann derart, dass wir unsere Jobs kündigen und uns nur noch dem Hof widmen konnten.

Auch das tat ich mit Hingabe, während meine beste Freundin oft bis mittags im Bett lag und eher leichteren Arbeiten nachging, wie die Ferienwohnungen zu putzen und Obst und Gemüse auf dem Biomarkt zu verkaufen. Doch selbst das wurde ihr nach einer Weile zu viel. Sie hatte ständig irgendwelche eingebildeten Leiden, die verhinderten, dass sie irgendwelche körperliche Arbeit übernahm. Nur auf den Markt fuhr sie ausgesprochen gerne. Bald merkte ich durch einen dummen Zufall auch wieso: Sie steckte sich einen beträchtlichen Teil des Geldes, das sie auf dem Markt einnahm, selbst in die Tasche. Das Kilo Tomaten kostete bei ihr am Stand zum Beispiel 70 Cent mehr, als sie mir gegenüber angab. So in etwa war es auch mit allen anderen Produkten. Sie zweigte sich dadurch im Monat im Schnitt um die 150 Euro ab. Ich stellte sie zur Rede, doch sie blockte ab. Nachdem ich sie schließlich weichgekocht hatte, fing sie an zu jammern, dass sie sich nie hätte träumen lassen, wie viel Arbeit so ein Hof machte, und dass sie mich bewunderte, weil ich die Arbeit immer durchzog, auch wenn ich krank war. Und natürlich, dass sie sich bessern werde. Ich gab ihr noch eine Chance. Ein halbes Jahr klappte alles einigermaßen, dann verliebte sie sich jedoch und ließ mich und den Hof Knall auf Fall im Stich.

Eines Morgens war sie einfach weg. Ihr Handy war aus, sie hatte einen Großteil ihrer Klamotten und das Auto mitgenommen. Immerhin brachte sie das Auto nach zwei Wochen zurück, stellte es mitten auf den Hof und warf mir die Schlüssel in den Briefkasten, als ich nicht da war. Ich suchte mir eine Angestellte und bewirtschaftete ab da mit ihr zusammen den Hof. Das klappte wesentlich besser. Nach einem halben Jahr kontaktierte meine ehemals beste Freundin mich wieder und wollte irgendwelches Geld für die Hälfte der Anschaffungen, sie habe ja schließlich den Kredit auch teilweise mit abgezahlt, und noch den Rest ihres Krams aus ihrer Wohnung auf dem Hof. Ich vereinbarte mit ihr einen Termin zur Abholung und verteilte vorher den Rest ihrer Klamotten, ihren DVD-Player und ihre Kamera, die sie noch bei mir hatte, fein säuberlich auf unserem großen Misthaufen, wo sie über Nacht Zeit hatten, das herrliche Aroma anzunehmen. Wegen des geforderten Geldes und der Nichteinhaltung des GbR-Vertrages, sowie der Veruntreuung nahm ich mir einen Anwalt. Bei dem Abholtermin selbst war ich nicht da, aber ich besitze Bildmaterial, wie sie versucht in ihren Stadtklamotten mit High Heels den Misthaufen zu besteigen und kläglich daran scheitert. Dann schmiss sie mir aus Wut noch eine Scheibe ein. Das weiß mittlerweile auch mein Anwalt. Ich habe seitdem nichts mehr von ihr gehört.

Beichthaus.com Beichte #00033167 vom 30.04.2014 um 10:53:08 Uhr (15 Kommentare).

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Todeswünsche

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Zorn Morallosigkeit Boshaftigkeit Ekel Tiere Marpingen

Letztens saß ich mal wieder auf einer Bank und hatte meine Tasche auf dem Boden vor meinen Füßen stehen, als ein Hund angerannt kam. Er lief schnurstracks zu meiner Tasche und hob dort sein Bein. Ich war total entsetzt und schrie den Besitzer an, der allerdings äußerst dreist war und sich nicht einmal entschuldigte. Er meinte nur, ich solle mich vom Acker machen - was mir zu viel wurde! Als er sich umdrehte, wünschte ich ihm und seiner Töle einen qualvollen und langsamen Tod. Das tut mir leid, allerdings war sein Verhalten ebenfalls unmöglich. Ich gelobe Besserung, das nächste Mal will ich die Fassung bewahren und niemandem mehr den Tod wünschen.

Beichthaus.com Beichte #00033160 vom 29.04.2014 um 15:50:48 Uhr in Marpingen (13 Kommentare).

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Ohne Vater aufgewachsen

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Verzweiflung Zorn Familie Osterholz-Scharmbeck

Ich möchte beichten, dass ich meinen leiblichen Vater seit zehn Jahren nicht gesehen habe und immer sage, ich könne ihn nicht leiden, während ich ihn eigentlich vermisse. Fast jeden Tag frage ich mich, ob ich als Kind die richtige Entscheidung getroffen habe. Er wollte uns nicht, gab uns nichts zu essen und rief nach der Trennung der Eltern nie wieder an. Trotzdem, ich frage mich, ob das Fehlen eines Vaters mich zu dem gemacht hat, der ich bin: ein schlechter Mensch mit Minderwertigkeitskomplexen. Für meine Probleme mache ich ihn nicht verantwortlich und trotzdem habe ich mir schon gewünscht, er würde mir zufällig begegnen, damit ich ihn wenigstens eine knallen kann, weil er nie da war. Ich bin Mitte 20 und wünsche mir nichts mehr, als einen Papa und schäme mich dafür. Alle paar Tage suche ich nach Bildern von ihm im Internet, in der Hoffnung, einmal zu sehen, wie er heute aussieht. Ich habe nie jemandem erzählt, wie sehr mich der Verlust schmerzt und bitte um Vergebung, weil ich als erwachsener Mensch immer noch nicht in der Lage bin, damit abzuschließen. Er ist kein guter Mensch und trotzdem hätte ich lieber ihn als Vater gehabt, als keinen Vater zu haben, und das ist mir peinlich.

Beichthaus.com Beichte #00033159 vom 29.04.2014 um 14:08:18 Uhr in 27111 Osterholz-Scharmbeck (11 Kommentare).

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Abzocke in Australien

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Zorn Ekel Urlaub

Abzocke in Australien
Ich (m/21) habe vor Kurzem die Ostküste Australiens bereist. Mitunter habe ich auch eine geführte Reise auf einer weltbekannten Sandinsel gemacht. Der Preis war hoch, mehrere Hundert Dollar, das Gebotene eher mangelhaft. So hatten wir eigentlich viel zu wenig Essen für drei Tage, das Geschirr war dreckig, Spülmittel keins vorhanden, Platz war Mangelware, für geschätzte 120 Leute gab es gerademal vier Duschen und vier Toiletten - und die waren nicht mal annähernd sauber. Die Zelte, in denen wir schliefen, waren löchrig, die Ratten genossen es, sich an den Abfällen zu ernähren und krochen auch gerne mal in die Zelte. Schlafunterlagen? Natürlich nicht, da wurde auf dem Boden geschlafen. Das Schlimmste war jedoch, dass das indigene Pärchen, dem das Land gehörte, auf welchem das Camp stand, stets Witze über Schwule riss - ich bin nicht schwul, finde aber, dass Schwule normalerweise tolle Leute sind, weil sie den Mut haben, dazuzustehen. Wie auch immer, als mir nach der ersten Nacht bewusst wurde, dass wir hier eigentlich total über den Tisch gezogen werden, habe ich mich entschieden, mich zu rächen. Ich beichte hiermit, dass ich in der Nacht auf den dritten Tag diesem inzestösen Paar, welches auf demselben Gelände in einem schönen Haus wohnte, vor die Haustüre gekackt habe. Ich hoffe, sie haben den Anblick genossen.

Beichthaus.com Beichte #00033136 vom 25.04.2014 um 19:09:32 Uhr (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Ruinierter Zockerabend

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Hass Zorn Aggression

Ich habe einen extremen Hass auf die Freundin meines besten Freundes. Sie ist total besitzergreifend und bestimmt über sein ganzes Leben. Das beste Beispiel passierte gestern Abend: ich war mit meinem besten Freund am Zocken und am Bierchen trinken - aber auf einmal […]
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Beichthaus.com Beichte #00033109 vom 22.04.2014 um 09:57:53 Uhr (18 Kommentare).

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