Kopfgeld von 20 Schilling
Beichthaus.com Beichte #00029303 vom 24.08.2011 um 00:12:05 Uhr in Leopoldsdorf (Hauptstraße) (60 Kommentare).
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Der erste Tag verlief normal. Meine Oma kochte, mein Opa erzählte von seiner erfolgreichen Jagd in Afrika, in der er wohl so einige exotische Tiere schoss (an genaue Einzelheiten kann ich mich nicht mehr erinnern). Abends kam Opa zu uns aufs Zimmer und erzählte uns von den Katzen der Nachbarn, welche seinen Garten verunstalten und ständig Vögel und andere Tiere ermorden würden. Er beauftragte meinen Bruder und mich diese Katzen zu töten. Wir wussten zu Beginn nicht, wie wir dies anstellen sollten, aber er sagte nur, wir sollen uns morgen bei ihm in der Werkstätte melden und versprach uns ein Kopfgeld von 20 Schilling (in Euro umgerechnet (inklusive Inflation) ca. 2 Euro) pro Katze.
Am nächsten Tag meldeten wir uns wie vereinbart in der Werkstätte und er zeigte uns seine Marderfalle, die auch zur Katzenjagd verwendet werden können. Nach einer kurzen Einschulung stellten wir sie auf dem Grundstück auf und warteten.
Am nächsten Morgen fanden wir eine Katze darin. Wir transportierten sie in den Keller und öffneten den "Käfig".
Mein Bruder drängte sie in die Ecke und schoss ihr mit einer Armbrust in den Kopf, allerdings war die Wirkung offensichtlich nicht letal, denn sie fiepte wie wild und zappelte wie ein Fisch. Ich nahm eine Metallstange und schlug mehrmals auf sie ein, es muss ca. 10 mal gewesen sein, danach war es ruhig. Wir entsorgten die Katze im Müll.
Auf ähnliche Weise erwischten wir noch zwei andere Katzen. Wie wir diese töteten möchte ich hier lieber nicht schreiben. Das Kopfgeld von 60 Schilling investierten wir in Süßigkeiten.
Ich bereue diese Tat zutiefst. Ich war jung und wusste nicht was ich tat. Für meinen Bruder gilt dasselbe.