Wasserflaschen am Bett

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Ekel Unreinlichkeit Faulheit

Ich bin ein absoluter "Wasserflaschen am Bett"-Messi. Und das treibt meine Eltern nicht selten auf die Palme. Oft stehen in meinem Zimmer nämlich vier, fünf oder manchmal sogar sechs fast leere Wasserflaschen. Warum ich den Rest nicht trinke oder wegschütte? Keine Ahnung. Das ist wohl die Faulheit. Doch gestern Abend kam mir eine alte Kindheitserinnerung wieder in den Sinn. Als ich ungefähr 10 Jahre alt war, zogen wir um, da wir es in unserem schrecklichen Dorf nicht mehr aushalten konnten. Als damals meine kleine Schwester auf die Welt kam, richtete mein Vater den Dachboden neu ein und machte ihn zu meinem Zimmer. Er baute in die Wand Schubladen ein, die man komplett rausziehen konnte. Dahinter war dann ein Hohlraum, in den man sogar reinkriechen konnte. Ein paar Tage vor unserem Umzug fand ich unter alten CDs eine halb leere Apfelschorle-Flasche, die wohl schon etwas älter war. Ich ging zu der eingebauten Schublade, zog sie raus, warf die halb leere Flasche mit leicht gammliger Apfelschorle hinein und schob die Schublade wieder zu.


Ein paar Wochen nach unserem Auszug zogen wieder neue Mieter ein. Gestern Abend ist mir dieses alte "Erlebnis" wieder eingefallen und ich fragte mich, ob die neue Familie nach einiger Zeit die verschimmelte Schorle gefunden hat, oder ob die neuen Mieter seit sechs Jahren eine gammlige Apfelschorle auf ihrem Dachboden haben. Im Nachhinein tut mir diese Aktion irgendwie leid. Stellt euch mal vor, ihr hättet eine steinalte, gammlige und schimmlige Apfelschorle auf eurem Dachstuhl.

Beichthaus.com Beichte #00036262 vom 27.07.2015 um 22:22:03 Uhr (9 Kommentare).

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Der dicke Hipster

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Zorn Rache Arbeit

Ich (m/23) arbeite momentan in einem Callcenter, um in den Semesterferien etwas Geld zu verdienen, eigentlich studiere ich aber Ethnologie. Die Arbeit ist anstrengend und schlecht bezahlt, wenigstens hat es aber ein paar nette Kollegen darunter. Darunter hat es aber auch sehr merkwürdige Personen, einen kann ich ganz besonders wenig leiden. Er ist ca. 30 und ebenfalls Student, aber der größte Hipster überhaupt. Er hat nicht nur einen ungepflegten Bart, sondern auch diese hässlichen Ohrentunnels und kleidet sich hipstermäßig. Darüber hinaus hat er auch aus modischen Gründen einen sogenannten kleinen "Lippenteller", wie man es von Bildern afrikanischer Völker kennt. Er ist auch adipös, macht aber immer kleine Witze über sein Gewicht, als hätte er nur einen kleinen Bierbauch. Zum Beispiel bat ihm jemand einen Keks an, worauf er lachend ablehnte und sagte: "Nee, das setzt ja bei mir an, wie man sieht." Weiter hat er einen unangenehmen Sprechstil und schreit beim Telefonieren immer ins Headset, sodass sich niemand auf das eigene Telefonat konzentrieren kann.


Einmal musste er just beim Beginn des Telefonats niesen, was wohl für einen Lacher beim Kunden sorgte und schlussendlich sogar zu einem Verkaufsabschluss eines Zeitschriftenabos. Deshalb fälscht er nun sehr oft ein Niesen bei Beginn eines Telefonats, was für alle sehr störend ist, aber er behauptet, dadurch wird er für den Kunden sympathisch, was die Chance für einen Abschluss erhöht. Als Rache für seine nervtötende Art habe ich in einer Pause seine Maus- und Tastaturkonfiguration subtil aber entscheidend verstellt, wodurch er gestern Nachmittag fast verzweifelte, da er Verkaufsabschlüsse gemacht hatte, sie aber nicht im PC einloggen konnte, der Kunde ungeduldig wurde und schlussendlich einfach auflegte. Wir werden auch nach Provision bezahlt, wodurch der Fette gestern sicherlich eine Verdiensteinbuße erlitt, da er normalerweise zu den besten Verkäufern gehört. Dafür tut es mir auch leid, aber er kann es sicher verkraften.

Beichthaus.com Beichte #00036220 vom 22.07.2015 um 10:40:38 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Nicht jeder Mann kann Auto fahren

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Feigheit Partnerschaft Auto & Co.

Ich würde gerne beichten, dass mein Freund eine totale Niete beim Autofahren ist. Ich könnte niemals bloß auf dem Beifahrersitz sitzen und schlafen. Nein, ich muss immer darauf achten, dass er keinen Fehler macht. Beispielsweise muss ich ihn dauernd dazu auffordern, das Licht bei Dunkelheit einzuschalten, das Fernlicht auszumachen, wenn Gegenverkehr erkennbar ist, oder auch darauf aufmerksam machen, dass man die Scheibenwischer nicht braucht, wenn es nicht mehr regnet. Auch die Spur kann er nie halten, er fährt ständig mittig auf der Straße oder viel zu weit rechts. Er fährt so nah an Bordsteinen vorbei, dass ich mich wie ein Stock auf dem Sitz verkrampfe und echt Angst habe, wenn er fährt. Leider bin ich zu feige, um ihm ins Gesicht zu sagen, dass er ein absolut schlechter Fahrer ist. Meine Andeutungen versteht er leider auch nicht, sodass ich in Zukunft wahrscheinlich lieber selbst fahren werde.

Beichthaus.com Beichte #00036210 vom 20.07.2015 um 23:20:13 Uhr (14 Kommentare).

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Ich habe die Liebe meines Lebens verloren

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Verzweiflung Selbstsucht Dummheit Partnerschaft Neckarsteinach

In der Schule war ich (m) ein kleiner Nerd, und ein besonderer Naturwissenschaftsfan. Warum das wichtig ist? Als Experiment hatte ich einmal eine angelaufene Kupfermünze wieder glänzen lassen, und in meiner jugendlichen Unschuld bildete ich mir ein, ich könne meinen Schwarm auf diese Art und Weise beeindrucken. Da war ich in der siebten Klasse. Mein Schwarm war das beliebteste Mädchen der Stufe, nennen wir sie Tina. Und natürlich hatte ich, als unbeliebter Streber, keine Chance bei ihr, ich war einfach nicht cool genug. An der von mir mitgebrachten Münze hatte Tina natürlich auch keinerlei Interesse, sie gab sie mir achselzuckend zurück und ich musste das Klassenzimmer erst einmal verlassen, um mich zu sammeln. Ich wollte den Rest meiner Pause also allein in einem der Zimmer verbringen, und saß eine Weile herum, als ein Mädchen aus der Parallelklasse hereinkam. Sie hatte gehört, was passiert war, und sie tröstete mich. Es war Marie. Marie war, genau wie ich, eher unbeliebt und ein bisschen mollig, aber sie war sehr freundlich und lieb.


Ich schenkte ihr, anstelle Tinas, die Münze und wir freundeten uns an. Unsere Freundschaft hatte eine lange Zeit über Bestand, bis wir in der elften Klasse zusammenkamen. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon eine Weile in sie verliebt und wirklich überglücklich. Als wir beide studierten und kurz davor waren, zusammenzuziehen, kam in der Uni Tina auf mich zu. Sie wollte gerne Nachhilfe haben, und da ich nie nachtragend war und sie mir auch nicht wirklich etwas getan hatte, sagte ich zu. Wir trafen uns eine lange Zeit immer zwei Mal die Woche, bis sie mir schließlich gestand, dass sie sich in mich verliebt hätte. Jetzt kommt das, was ich beichten möchte: Ich war auf einmal wie geblendet. Ich war mir urplötzlich sicher, dass ich nur mit Tina wirklich glücklich sein könnte und dass wir wie füreinander geschaffen waren. Das hatte ich schon in der siebten Klasse gewusst, richtig?


Ich trennte mich von Marie. Tina und ich wurden ein Paar, unsere Beziehung war okay, aber wirklich viel zu sagen hatten wir uns nicht. Ich wäre gerne mit Marie befreundet geblieben, aber das wollte sie nicht. Als ich erkannte, dass ich einen riesigen Fehler gemacht hatte, war es zu spät. Ich bat sie, mich zurückzunehmen, ich flehte sie an, aber sie wollte mich nicht mehr. Am nächsten Tag lag ein Päckchen vor der Tür, mit einem Abschiedsbrief und einer Halskette, sie hatte in der siebten Klasse ein Loch in die Münze gebohrt. Dass sie diese Kette aufhoben hatte, brach mir endgültig das Herz. Ich beichte also, dass ich ein verdammter Idiot bin, der die Liebe seines Lebens hat gehen lassen - für einen albernen Jugendtraum - und sie jeden Tag vermisst. Mittlerweile bin ich über dreißig und lebe in einer ganz anderen Stadt. Ich habe Tina geheiratet und wir haben Kinder, aber einmal im Monat schreibe ich einen Brief an Marie, in der ich mich für alles entschuldige. Diese Briefe schicke ich schon lange nicht mehr ab. Es tut mir leid, Marie, dass ich dir wehgetan habe. Es tut mir leid, Tina, dass ich dich geheiratet habe, obwohl ich dich nicht besonders liebe, denn das hast du nicht verdient. Ich bin ein verdammter Idiot, das könnt ihr alle mir sagen, aber ich sage euch, bestraft bin ich genug.

Beichthaus.com Beichte #00036054 vom 30.06.2015 um 20:09:23 Uhr in 69239 Neckarsteinach (Hauptstraße) (20 Kommentare).

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Schwierigkeiten beim Reifenwechsel

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Peinlichkeit Dummheit Stolz Auto & Co.

Ich (m/28) habe mal wieder gemerkt, wie dumm ich doch bin. Letzte Woche (ca. 1 Uhr morgens) fuhr ich mit meinem Auto ungünstig an einen Bordstein und ein Reifen verlor Luft. Nun gut, es sind noch ungefähr 45 Kilometer nach Hause und ich muss meinen Reifen wechseln, jedoch scheiterte ich bei der ersten Schraube. Ich schob das natürlich auf das Alter des Autos und die damit verbundenen "gerosteten" Schrauben, also wandte ich etwas mehr Gewalt an, das heißt, ich sprang fröhlich auf dem Radkreuz rum - ohne Erfolg. Dies haben wohl zwei Frauen, die vorbeiliefen, gesehen und mir Hilfe angeboten, was ich jedoch dankenderweise ablehnte, mit dem Hintergedanken: "Wobei können die mir denn schon bei einer gerosteten Schraube helfen? Mit Kraft wohl kaum!"


Nach zwei Stunden und einigen kleinen Ausrastern flog mir auch noch der Kopf der Schraube an. Das war es dann mit Reifen wechseln und ich musste den ADAC anrufen. Nachdem dieser sich das Problem genauer angeschaut hatte bzw. er testweise eine andere Schraube mit Leichtigkeit löste, stelle sich heraus, dass ich die ganze Zeit in die falsche Richtung gedreht hatte. Das Auto wurde zur nächstgelegenen Werkstadt gebracht werden, damit die jetzt kopflose Schraube herausgebohrt wird - ich musste letztendlich mit dem Bus zurück. Durch die Werkstatt habe ich nun eine saftige Rechnung bekommen, welche ich mir wohl gespart hätte, wenn ich die Hilfe der Frauen angenommen hätte und mein Ego nicht zu groß wäre.

Beichthaus.com Beichte #00036040 vom 29.06.2015 um 05:06:22 Uhr (16 Kommentare).

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