Mein geheimes Nerd-Zimmer

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Verrat Falschheit Lügen Selbstsucht Partnerschaft

Mein geheimes Nerd-Zimmer
Ich (m/Mitte 30) bin ein Nerd. Star Wars, Star Trek, Battlestar Galactica, Herr der Ringe, Game of Thrones, The Walking Dead, Marvel und Computerspiele sind meine Welt. Aber es dreht sich nicht alles im meinem Leben um diese Themen, ich treibe Sport, engagiere mich in meinem Verein und sozial und lese auch mal Bücher, in denen es nicht um Raumschlachten oder Hobbits geht. Beide Interessengebiete trennte ich bzw. habe ich in Balance gehalten. In meiner damaligen Wohnung gab es mein "Büro" oder auch mein Gaming-Zimmer, hier hatte ich neben meiner Retrokonsolen-Sammlung auch eine schöne Anzahl an Repliken z. B. vom Herr der Ringe oder Star Wars mit denen ich den Raum dekoriert habe. Versteht mich nicht falsch, mir war das nicht peinlich. Ich finde nur, dass so ein Lichtschwert einfach nicht in die Küche oder das Esszimmer passt.


Deshalb habe ich nur das Büro damit dekoriert. Mitte 20 lernte ich dann eine wahnsinnig tolle, charmante, witzige und hübsche Frau kennen und lieben. Ihr könnt euch sicher schon denken, dass sie mit meinem speziellen Interessengebiet nichts anfangen konnte, ich versuchte auch nicht, sie zu "bekehren" oder zu überzeugen, ich vernachlässigte sie auch nicht wegen dieser Interessen, gespielt habe ich beispielsweise nur, wenn sie nicht da war, und es meine anderen Verpflichtungen es erlaubten. Nur leider war es so, dass sie alles was mit Fantasy und SiFi regelrecht hasste. Sie gestand mir, dass sie, wenn sie von Anfang an gewusst hätte, dass ich mich für so etwas interessiere, nie etwas mit mir angefangen hätte. Wenn ich z.B. durchs TV zappte und bei Star Wars hängen blieb, gab das immer einen kleinen Streit, der meist damit begann, was für ein Unsinn das doch sei.


Nach einiger Zeit haben wir uns dann dazu entschieden, zusammenzuziehen. Sie stellte nur eine Bedingung: Das ganze Fantasyzeug sollte weg, nicht nur meine Sammlung auch, dass ich so etwas schaue oder mich damit beschäftige, ansonsten würde das mit der gemeinsamen Zukunft nichts werden. Ich versuchte sie zu überreden, dass ich wenigstens ein kleines Zimmer dafür in Beschlag nehmen dürfte, da ich doch sehr an diesen Sachen hing und wir sowieso vorhatten, uns eine größere Wohnung zu suchen. Sie blieb hart. Ich stand vor der Wahl. Entweder meine Traumfrau oder meine Sammlung. Also machte ich mich daran, meine Sammlung zu verkaufen, aber ich brachte es einfach nicht übers Herz.


Mein Kumpel hatte aber eine Idee, die ich einfach nicht ablehnen konnte. Er ist das, was viele wohl als absoluten Nerd bezeichnen würden, seine Frau und er hatten sich auf einem LARP kennengelernt, die Hochzeit war stilecht im Mittelalter gehalten, auf einer Burg, meine Freundin war auf dieser Hochzeit unpässlich. Natürlich mochte meine Freundin meinen Kumpel deshalb auch nicht und hatte dementsprechend wenig bis gar keinen Kontakt mit ihm. Zurück zu der Idee meines Kumpels, seine Frau und er kauften sich ein älteres Haus (ca. 30 Kilometer von meinem Wohnort entfernt, auf meinem Weg zu meinem Arbeitsplatz), das sie im Inneren so einrichten und dekorierten, dass sogar Bilbo Beutlin neidisch geworden wäre.


Dieses Haus hat eine Keller-Einzimmer-Einliegerwohnung mit separatem Eingang. Mein Kumpel bot mir an, dass ich meine komplette Sammlung dort unterbringen und es mir einrichten kann, wie es mir passt - sozusagen als Hobbyzimmer und Rückzugsort um vor meiner "realitätsliebenden Freudin" zu fliehen, wann immer ich möchte. Außer Strom, Wasser und einen kleinen Obolus für sein Internet bzw. WLAN müsste ich für die Wohnung nichts bezahlen. Ich willigte ein und richtete es mir dort so ein, dass ich mich wohlfühlte und traf mich dort immer wieder mit meinem Kumpel, wenn es die Zeit erlaubte, aber auch mal alleine, wenn ich in Ruhe eine meiner Serien schauen wollte. Dazu wurden dann meist Überstunden geopfert oder es stand wieder ein "längeres Seminar" an. In Wirklichkeit machte ich einen Walking Dead Marathon, trank Met meinem Kumpel oder wir zockten SNES-Spiele, bis mir der Schädel rauchte.


Mittlerweile ist aus meiner Freundin meine Ehefrau geworden, wir haben ein Haus gebaut und ein Kind ist auch unterwegs. Das geheime Zimmer bei meinem Kumpel gibt es immer noch und es wird auch immer noch genutzt. Ich belüge seit Jahren meine Frau und habe riesige Angst, dass mir das Ganze irgendwann um die Ohren fliegt. Trotzdem: Wenn ich mit meiner Frau auf der Couch sitze und eine ihrer "Frauenserien" schaue, summe ich in Gedanken die Titelmelodie von Game of Thrones und überlege mir, welche Pizzasorte ich mir nächstes Mal vom Lieferdienst bringen lasse.

Beichthaus.com Beichte #00037124 vom 27.11.2015 um 21:07:39 Uhr (45 Kommentare).

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Weihnachtsbecher an Weihnachten, oder nicht?

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Zorn Hass Zwietracht Weihnachten

Ich beichte, dass ich bis vor Kurzem ein großer Liebhaber der Café-Kette mit der weißen Meerjungfrau auf grünem Grund war. Die Betonung liegt auf "war". Zwar schmecken die Getränke nicht plötzlich schlechter, aber es nervt mich tierisch, dass es zu Weihnachten jetzt keine Weihnachtsbecher mehr gibt. Stattdessen sind sie nun schlicht und rot, ohne Weihnachtsmotiv eben - sie sollen nicht zu christlich sein. Und das ist der Punkt: Weihnachten ist doch laut den Christen die Geburt Jesu. Wenn man jetzt wirklich plötzlich nicht mehr so christlich sein will, in den christlich geprägten Nationen, warum lässt man es dann nicht ganz? Weihnachtsgetränke, also Jesus-Geburtstags-Getränke, gibts da noch, aber keine Becher mehr.


Sind denn alle bekloppt geworden? Christliche Bräuche wie der Sankt Martinstag mit dem Martinsumzug wurden ja auch schon umbenannt, um keinem Nicht-Christen auf die Füße zu treten, aber auf die christlichen Feiertage sind sie alle ganz wild, auch die Atheisten, Moslems, Juden und Buddhisten hierzulande. Am Liebsten würde ich jedem, der sich hier durch die christliche Prägung im verflixten Abendland diskriminiert fühlt, mal was erzählen! Wer hier leben will, hat die Prägung doch zumindest in ihrer reinen Präsenz zu akzeptieren. Die vorgeheuchelte Toleranz kotzt mich jedes Mal wieder an, denn die Läden machen ja dann doch wieder den ganzen Weihnachtsramsch, um die fette Kohle zu machen - was ja dann auch in Ordnung ist.


Lasst doch die Traditionen in Deutschland so, wie sie seit so langer Zeit waren, und passt euch nicht den anderen an! Umgekehrt sollte es sein! Ich gebe die Hoffnung auf ein Revival des Weihnachtsbechers nicht auf, zumal ich nach den Spezialitäten des Kaffeehauses echt süchtig war bzw. bin.

Beichthaus.com Beichte #00037123 vom 27.11.2015 um 17:55:09 Uhr (27 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mein Verlobter lernte mich als Nutte kennen!

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Peinlichkeit Lügen Falschheit Prostitution Partnerschaft

Ich (w/27) bin klein und zierlich und hab aus Verzweiflung als Hobbynutte gearbeitet. Wodurch ich meinen Verlobten kennenlernte. Das erste Date habe ich mir sehr gut bezahlen lassen und dann sofort aufgehört mit dem Geschäft. Nach dem Date war es wie eine normale Beziehung, stundelang telefonieren, lange Spaziergänge, ewiges Herumknutschen, Essen im Kerzenschein etc. Für unsere Familien und Freunde sind wir das absolute Traumpaar mit einer unglaublich romantischen Geschichte, denn offiziell hat er mich am Straßenrand bei strömenden Regen aufgesammelt, als mein Auto eine Panne hatte. Ich beichte hiermit, dass wir unser komplettes Umfeld anlügen.

Beichthaus.com Beichte #00037120 vom 27.11.2015 um 08:22:04 Uhr (18 Kommentare).

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Eine Wette zwischen Fußballern

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Waghalsigkeit Schamlosigkeit Ekel Sport

Ich (m/30) erinnere mich nur ungerne an meine Jugend zurück. Damals spielte ich bis zu meinem 19. Lebensjahr für einen sächsischen Fußballverein. Meine Zeit als Fußballer war eigentlich ziemlich cool. Man tingelte durch die sächsischen Dörfer, zockte ein wenig und am Abend betrank man sich. Leider war es nicht immer so entspannt. Da ich und meine Mannschaft schon jahrelang zusammenspielten, entwickelten wir einen gemeinsamen Hass auf das Nachbardorf. Dieser Hass ist nicht plötzlich entstanden, viel mehr gab es Dutzende Duelle, die so hitzig waren, dass die Trainer Schlägereien verhindern mussten. Meiner Meinung nach wurde dieser Nachbarverein jahrelang von Schiedsrichterentscheidungen übervorteilt, aber das ist eine andere Geschichte. Kurzum: Wir hatten einen richtigen Hals auf die.


In meiner letzten Saison stand gleich am ersten Spieltag das Derby an. Es war ein gewöhnliches Derby mit kleinen Raufereien und groben Fouls. Leider gewann dieser Verein schon wieder - sogar verdient. Die Möchtegern-Ronaldinhos bewarfen uns im Anschluss spöttisch mit Kieselsteinen. Wir konnten uns das nicht gefallen lassen, sodass wir mit einer kleinen Gruppe später in deren Kabine stürmten. Dort angekommen klauten wir Kleidungsstücke und Wertsachen. Endlich konnten wir der Truppe Einhalt gebieten, doch nur so lange, bis die Trainer davon Wind bekamen. Bevor wir nach Hause fahren wollten, fing uns der Trainer ab, sodass wir die Sachen zurückgeben mussten. Als Strafe gab es dann ein internes Disziplinarverfahren, was glücklicherweise positiv für mich ausfiel. Auch musste ich mich persönlich bei dem Gegner entschuldigen. Bei einem Training des Gegners tat ich das mit zwei anderen auch. Wie üblich gab es dann die typische Diskussion um vorangegangene Spiele. Doch dieses Mal war das Ergebnis keine Schlägerei, sondern eine Wette.


Für viele wäre das Rückrundenspiel das letzte Derby gewesen, da einige Ausbildungs- oder Studiumsbedingt keine Zeit auf Fußball gehabt hätten. Die Wette besagte, dass das Siegerteam sich vom Verlierer einen blasen lassen musste. Damit waren nicht das ganze Team gemeint, stattdessen wir drei und drei andere des Gegners. Meiner Ansicht war das die günstige Gelegenheit, sich für die vielen unfairen Spiele zu rächen. Schon Wochen vorher fieberte ich dem Spiel entgegen. Dummerweise spaltete sich das Team, denn alle außer uns drei fanden die Blowjob-Wette hirnrissig. Hätte mein Trainer davon gewusst, hätte er er uns drei nicht spielen lassen. Als die Winterpause endlich vorbei war, stand gleich das besagte Spiel an. Noch nie war das Duell auf einem so hohen spielerischen Niveau. Es gab nur wenige unnötige Fouls - es war ein hochklassiges Match auf beiden Seiten! Bis kurz vor Schluss stand es 0:0, was eine Annullierung der Wette bedeutet hätte. Ich fand mich mit dem Ergebnis schon ab und wäre zufrieden nach Hause gegangen.


So war es aber nicht. Ein Sonntagsschuss entschied die Partie mit 1:0 für den Gegner. Da war wohl wieder der Rachegott am Werk. Nun ja, schlussendlich lösten wir die Wette ein. In der Kabine erwarteten uns drei steife Schwellkörper, die wirklich nicht appetitlich aussahen. Unter dem Gelächter des Feindes lutschten wir die verschwitzten Geschlechtsteile. Es war schlicht und ergreifend die schlimmste Demütigung meines Lebens. Zum ersten Mal schmeckte ich männliches Ejakulat, welches so eklig war, dass ich es auf den Boden spuckte. Die Trottel lachten sich einen ab und ich spielte nie wieder Fußball in einem Verein.

Beichthaus.com Beichte #00037118 vom 26.11.2015 um 19:57:16 Uhr (23 Kommentare).

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“Beichte

Der Zaun des Sportvereins

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Gewalt Engherzigkeit Sport Arbeit

Ich (m) wohne in einer Stadt, die einen großen Sportverein hat, dessen Gelände an ein Naturschutzgebiet grenzt. Um in die große Halle zu gelangen, kann man nur den Weg über die Kassenhäuschen gehen, sonst hat man keine Chance. Außer man kennt einen super tollen Trick und genau diesen Trick kannte ich. Damit konnte man das Naturschutzgebiet umgehen und über den Zaun springen, den natürlich keiner kontrollierte. So konnte ich als kleiner Junge und Jugendlicher immer die Spiele verfolgen, sonst wäre mir das mangels finanzieller Ausstattung verwehrt geblieben. Jetzt bin ich Anfang 20 und studiere. Zur Aufbesserung meiner Finanzen bin ich genau bei diesem Sportverein als Ordner eingeteilt. Man bekommt zwar nicht immer alles mit, aber immer noch genügend. Das Geld, das man an einem Abend erhält, ist nicht üppig aber dafür leicht verdient.


Jetzt habe ich tatsächlich zwei Jungs geschnappt, die mit meiner alten Methode ins Stadion wollten. Das ist bisher noch nie geschehen. Ich hatte eben aufgrund meiner Vergangenheit immer wieder ein Auge auf diese Stelle am Außenzaun. Die beiden etwa 15-Jährigen habe ich mir geschnappt, ich war dabei wenig zimperlich und übergab sie der Polizei. Was dann weiter geschah konnte ich nicht verfolgen. So, jetzt habe ich deswegen echte Gewissensbisse. Hätte ich sie nicht ermahnen und zurückklettern lassen können? Musste ich sie, trotz Anweisung, unbedingt zur Polizei bringen? War es nötig, sie so grob anzupacken?

Beichthaus.com Beichte #00037117 vom 26.11.2015 um 19:23:29 Uhr (14 Kommentare).

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