Ach, ich kann mich ja noch umbringen...

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Selbstsucht Verzweiflung

Ich beichte, dass ich eine ziemlich seltsame Form der Stressbewältigung betreibe. Immer, wenn mir eine Situation über den Kopf wächst und ich das Gefühl habe, die Kontrolle darüber zu verlieren, habe ich den Gedanken "Ist ja nicht schlimm, wenn alles den Bach runtergeht, kannst du dich immer noch selbst umbringen." Angefangen hat das schon in der Schule.


Ich weiß gar nicht genau, warum das so ist. Ich habe keine traumatischen Erfahrungen in meiner Kindheit erlebt, ich war zwar immer schon melancholisch, aber nicht klinisch depressiv oder Ähnliches. Ich habe auch nicht ernsthaft vor, mich umzubringen, was wohl für viele widersprüchlich klingt. Ich stelle es mir nur gerne vor, weil es mich beruhigt. In den meisten dieser Fantasien hänge ich mich an einem Treppengeländer auf, was sogar mir seltsam spezifisch vorkommt.


Dabei ist Selbstmord nicht Plan B, wenn Plan A nicht klappt. Im Gegenteil, es ist eher so etwas wie Plan Z 2.0. Manchmal glaube ich, ich bin einfach so ein Kontrollfreak, dass es mir einfach ein gutes Gefühl gibt, mir vor Augen zu halten, dass ich am Ende, wenn jede Unterstützung mich verlassen hat, immer noch eine eigene Entscheidung treffen kann. Ich möchte das beichten, weil ich mich damit wirklich für nicht normal halte. Es tut mir leid - meinem Mann und unserem Kind gegenüber, dass ich solche Gedanken immer gehabt habe und scheinbar niemals los werde, auch wenn ich niemals vorhabe, es in die Realität umzusetzen. Ich beichte, dass ich keine Lust habe, darüber mit einem Therapeuten zu sprechen. Ich habe mein Leben an und für sich im Griff, es ist nur so etwas wie eine gedankliche Stütze für mich. Ich bin mir sicher, es gibt hunderttausende Menschen, die die Zeit eines Therapeuten mehr benötigen, als ich.

Beichthaus.com Beichte #00037192 vom 09.12.2015 um 11:09:33 Uhr (17 Kommentare).

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Meine Ex hat mein Vertrauen zerstört

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Fremdgehen Verzweiflung Ex

Es ist nun mittlerweile zwei Jahre her, dass mich meine Ex nach einer sehr langen Beziehung betrogen hat. Dabei war sie immer der eifersüchtige Kontrollfreak, der mir nie vertraut hat - und das völlig grundlos. Seit 1,5 Jahren habe ich eine neue Beziehung, die in jeder erdenklichen Weise besser ist als die vorherige. Wir verstehen uns unglaublich gut, führen eine sehr vertraute und harmonische Beziehung. Außer ein paar kleinen Zickereien stand noch nie etwas zwischen uns. Ich liebe sie von ganzem Herzen. Noch nie hatte ich so sehr dieses "Sie ist die Richtige"-Gefühl!


Und dennoch ertappe ich mich jeden Tag dabei, wie ich an meine Ex denke. Jeden Tag aufs Neue frage ich mich, wie ein Mensch jemanden nur so verletzen kann? Ich hatte ihr damals blind vertraut. Jeden Tag aufs Neue plagt mich nun die Angst, dass diese wundervolle Frau, die jetzt an meiner Seite ist, mir dasselbe antut. Jeden Tag, wenn ich unterwegs bin, fürchte ich, meiner Ex zufällig in der Stadt zu begegnen. Dann ist der Schmerz wieder wie neu, nur dass ich mir vorstelle, meine neue Freundin tut mir das an. Ich hasse meine Ex so sehr dafür. Sie hat in mir etwas zerstört, das wohl nie wieder heil wird.


Ich kann mit niemandem darüber reden. Keiner versteht es, dass ich jeden Tag noch daran zehre, nach all der Zeit. Meine Ex war ohnehin kein guter Mensch. Sie hat mich schlecht behandelt in sehr vielen Dingen. Meine gesamte Familie ist froh darüber, dass sie nicht mehr Teil meines Lebens ist und ich endlich eine ehrliche gute Frau gefunden habe. Ich bin heilfroh, dass ich sie los bin - nur irgendwie bin ich es nicht. Mein Leben ist seit damals in persönlicher, beruflicher, finanzieller und familiärer Sicht um Welten besser geworden. Ich habe sie seit zwei Jahren nicht mehr gesehen und dennoch sehe ich jeden einzelnen beschissenen Tag ihr Gesicht vor meinen Augen und ich weiß nicht, warum das nicht endlich aufhört.

Beichthaus.com Beichte #00037180 vom 08.12.2015 um 00:56:39 Uhr (10 Kommentare).

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“Beichte

Die Affäre meines Lebens

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Begehrlichkeit Masturbation

Ich habe aus folgendem Grund oft ein schlechtes Gewissen: Vor mittlerweile zehn Jahren war ich Single und lernte eine wirklich attraktive Frau kennen. Ich mochte sie wirklich gern, aber das Problem war, dass eine wirklich tiefgründige Unterhaltung mit ihr einfach nicht möglich war. Deswegen kam eine gemeinsame Zukunft für uns beide nicht infrage. Ich erklärte ihr auch, dass ich im Moment keine Beziehung wolle, was sie auch akzeptierte. Es begann eine Affäre, die über zwei Jahre ging. Der Sex mit ihr war das Größte, was ich jemals erlebt habe. Ihr Körper war der Wahnsinn, sie roch und schmeckte unvergesslich und war derart leidenschaftlich, dass es jedes Mal der absolute Traum war. Mir war damals schon klar, dass ich so etwas Hemmungsloses und Befriedigendes wohl nie wieder erleben würde, aber da wir abgesehen hiervon nicht viel miteinander anfangen konnten, beließen wir es dabei. Irgendwann lernten wir beide jemand anderes kennen und beendeten unsere Affäre.


Sie ist seit vielen Jahren mit ihrem Freund zusammen, ich bin mittlerweile verheiratet und sehr glücklich und absolut treu. Trotzdem denke ich immer noch gerne an diese zwei Jahre zurück und manchmal träume ich auch noch davon, obwohl es mittlerweile seit acht Jahren zu Ende ist. Teilweise gucke ich sogar auf einschlägigen Portalen nach Pornofilmen, in der die Darstellerin der besagten Dame möglichst ähnlich sieht. Danach habe ich immer ein furchtbar schlechtes Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00037175 vom 07.12.2015 um 10:17:03 Uhr (6 Kommentare).

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Das beste Mittel zur Stressreduktion

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Aggression Gewalt Hass

Ich beichte, dass ich Gewaltfantasien zur Stressreduzierung nutze. Dabei stelle ich mir zum Beispiel vor, wie ich jemanden zusammenschlage, oder was passieren würde, wenn man ihm die Waffe in diesem oder jenen Winkel an die Schläfe hält und Ähnliches. Ich mache […]
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Beichthaus.com Beichte #00037170 vom 06.12.2015 um 11:16:18 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Eine Männerrunde auf dem einsamen Bauernhof

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Missbrauch Verzweiflung Engherzigkeit

Ich (m/48) gestehe heute, dass ich gerne Lieferjungen und Lieferfirmen verarsche. Nein, ich bestelle sie nicht an falsche Adressen, sie kommen schön brav zu mir. Doch mache ich in 95 Prozent der Fälle eben einfach nicht auf. Gerne bestelle ich zu Unzeiten. So ab drei Uhr morgens über die bekannten Apps. Warum? Ich weiß, das ist jetzt krank, aber ich hatte selber das Vergnügen mit 19 Jahren so einen Nebenjob zu haben. Eines Abends wurde ich zu einer "Männerrunde" auf einen einsamen Bauernhof gerufen, um dort Döner, Pizza und Bier abzugeben. Nur blieb es leider nicht dabei. Die "Herrenrunde" wusste wohl, dass, damals wie heute, das Essen von jungen Kerlen geliefert wird. Kurz gesagt - ich wurde damals drei Stunden lang extremst vergewaltigt, ernsthaft verletzt, lag eine Woche im Krankenhaus und stand am Ende alleine da. Sogar mein damaliger Arbeitgeber entließ mich und die Polizei lachte mich schon bei der Aufnahme der Anzeige aus.


Welcher "echte Kerl" ließe sich denn ficken und so weiter?? Ich sagte dem einen Bullen, er solle sich mal vorstellen, dass ihn zwei Riesen festhalten, während der dritte, vierte und fünfte den Ausgang zum Eingang machen. Ob er dann immer noch so dumm lachte, wollte ich wissen. Das brachte mir die Frage ein, ob ich ihn das ohne Uniform noch einmal fragen wolle. Typisch 1985 halt. Naja, wenigstens diesen Kampf gewann ich, den Bullen ohne Uniform und Waffe konnte ich in fünf Minuten ungespitzt in den Boden hämmern. Zu einem Prozess kam es nie. Ich will denen, die ich umsonst herbestelle, einfach nur ihren Job madig machen. Nicht, dass es ihnen ebenso ergeht wie mir.

Beichthaus.com Beichte #00037168 vom 06.12.2015 um 04:58:58 Uhr (18 Kommentare).

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